Newsletter Nr. 3 vom 02.03.2017

Dachverband der sächsischen Migrantenorganisationen soll im April gegründet werden

Am Samstag, dem 8. April 2017, soll der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen ins Leben gerufen werden. Jede eingetragene sächsische Migrantenorganisation kann eine Person zu der Veranstaltung delegieren und sich so mit einer Stimme an der Etablierung beteiligen. Initiatoren der Gründung sind der Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e. V. und der Sächsische Migrantenbeirat.

Zu den zahlreichen Migrantenorganisationen in Sachsen gehören Willkommensinitiativen, Sportvereine oder religiöse Vereinigungen. Der künftige Dachverband soll eine sachsenweite starke Migrantenvertretung über diese Migrantenorganisationen ermöglichen. Die Initiatoren wollen eine gemeinsame Stimme definieren, um die berechtigten Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund in die gesellschaftliche Entwicklung gezielt einbringen zu können. Die Migrantenorganisationen sollen nach innen gestärkt werden. Nach außen entsteht mit dem Dachverband ein legitimierter Ansprechpartner gegenüber Politik und Verwaltung. Angestrebt wird die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Vorausgesetzt werden demokratische Mitbestimmungsrechte und die Identifizierung mit dem Gemeinwesen.

Alle sächsischen Migrantenorganisationen - also als juristische Person eingetragene Vereine, Initiativen und Beiräte - die zukünftige Mitglieder des Dachverbands werden wollen, sind eingeladen.

Die Gründungsveranstaltung findet am Samstag, den 8. April 2017 von 10 bis 13 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Goethe-Institut Dresden, Königsbrücker Str. 84, 01099 Dresden.

Um eine verbindliche Anmeldung bittet der Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e. V.

E-Mail slmo-ins@gmx.de

oder schriftlich an
Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e. V.
Dresdner Straße 162
01705 Freital.

Vorstandswahl im Rahmen der Gründungsveranstaltung

Am 8. April 2017 soll auch der Vorstand des neuen Dachverbandes gewählt werden. Jeder Verein kann einen Kandidaten für den Vorstand benennen. Die Kandidatur kann bis Anfang März eingesendet werden.

Ansprechpartner:
Tatjana Jurk
Telefon 0351 64892616
E-Mail ins-verband@gmx.de

Emiliano Chamite
Telefon 0176 38803427
E-Mail chaimite@afropa.org

Christine Oliwkowski
Telefon 0351 65219588
E-Mail slmo-ins@gmx.de

Sachsens Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge zu etwa 62 Prozent belegt

Die Zahl der Kapazitäten für die Unterbringung von Geflüchteten in den Landkreisen und Kreisfreien Städten und deren Belegung fallen sachsenweit zum Teil sehr unterschiedlich aus. Das geht aus einer Antwort des Sächsischen Staatsministeriums des Innern auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Im Durchschnitt waren zum 31. Dezember 2016 rund 62 Prozent der Unterbringungsplätze belegt.

Landkreis
Kreisfreie Stadt

Kapazität
(Plätze)

Belegung

absolut

prozentual

Erzgebirgskreis

4.781

2.157

45,1 %

Mittelsachsen

3.353

1.970

58,1 %

Vogtlandkreis

1.893

1.537

81,2 %

Zwickau

4.486

2.186

48,7 %

Chemnitz

3.679

1.828

49,7 %

Dresden

6.653

4.628

69,6 %

Bautzen

2.837

2.072

73,0 %

Görlitz

2.719

1.459

53,7 %

Meißen

3.338

1.612

48,3 %

Sächs. Schweiz – Osterzgebirge

2.879

1.902

66,1 %

Nordsachsen

3.072

2.028

66,0 %

Landkreis Leipzig

2.657

1.802

67,8 %

Stadt Leipzig

6.426

5.169

80,4 %

Die Kleine Anfrage mit der Drucksachennummer 6/8096 ist in der Parlamentsdokumentation unter folgendem Link zu finden:
http://edas/viewer.aspx?dok_nr=8096&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=&dok_id=235663

Eine Inventur der Zuwanderungsdebatte von Richard Schröder

Grafik 2

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Was wir schaffen wollen“ sprach am 8. Februar als vorerst letzter Redner Prof. Dr. Richard Schröder. Im gut besetzten Plenarsaal verfolgten über 200 Zuhörer den Vortrag und beteiligten sich an der folgenden Diskussion. Der Theologe und Philosoph differenzierte die Entwicklungen der Zuwanderung. Es sei die Pflicht eines Rechtsstaates, so Schröders Grundauffassung, gerecht zu verfahren und nicht vordergründig barmherzig. Einen Rechtsanspruch gäbe es „nur auf Schutz und nicht auf Glück“, so Schröder. Niemand, so Schröder, sei verpflichtet, mehr zu leisten, als er kann.

Natürlich sei es gelegentlich einfacher, barmherzig zu sein, doch staatliches Handeln müsse gerecht sein. Jede Regelung der Migration, die Gerechtigkeit anstrebe, würde aber immer auch Härten, Enttäuschungen und unerfüllte Erwartungen erzeugen. Dies sei ein Preis, der in Kauf genommen wird, um einen demokratischen Rechtsstaat garantieren zu können.

Schröder unterschied zu Beginn seines Vortrages zwischen Auswanderung und Einwanderung. So sei das Recht auf Auswanderung jedem Menschen angeboren, das Recht auf Einwanderung müsse dagegen verliehen werden. Es müsse geklärt werden, wer über dieses Recht entscheide und auf welcher Grundlage dies geschehe. Weiter differenzierte er zwischen bisher positiv bewältigten innereuropäischen Wanderungsbewegungen und aktuellen Fluchtbewegungen über europäische Grenzen.

Schröder setzte sich zudem für mehr Barmherzigkeit für die Menschen ein, die in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Die Hilfe zum Neustart oder besser, eine begleitende Patenschaft könne viel bewirken. Wenn gleichzeitig den Schleppern oder anderen Kriminellen, die Menschenhandel betreiben, das Handwerk gelegt werde, wäre ein großer Schritt getan. Menschenhandel dürfe sich nicht mehr lohnen.

„Es wäre viel gewonnen, wenn Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sich angemessen ergänzten und begrenzten.“ so Schröder am Ende seines Vortrages.

Bereits 2016 veröffentlichte Schröder in der FAZ zum Thema der gegenwärtigen Zuwanderung den Artikel „Was wir Migranten schulden - und was nicht“.
http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/fluechtlingskrise-was-wir-migranten-schulden-und-was-nicht-14387586.html

Ausbildung zum Migrations- und Integrationsberater in Leipzig

Am 4. August 2017 startet in Leipzig die Ausbildung zum Migrations- und Integrationsberater (m/w). Die Ausbildung richtet sich an Mitarbeiter aus Flüchtlingseinrichtungen, Sozialen Organisationen und Vereinen, Verwaltung und Kommunen, Bildungsträgern und Schulen sowie Security Firmen und Polizei.

Die Ausbildung besteht aus sechs Modulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten der interkulturellen Arbeit. Ziel der Ausbildung ist es, kulturell geprägte Unterschiede im Konfliktverhalten zu erkennen, zu analysieren und einen konstruktiven Umgang damit entwickeln zu können.

Alle Informationen für Interessierte sind verfügbar unter:
https://www.akasor.de/migrationsberater_integrationsberater

Machen statt Meckern! Für FSJ Politik ab jetzt bewerben

Die Sächsische Jugendstiftung organisiert für junge Menschen das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bzw. den Bundesfreiwilligendienst (BFD) Politik. Die teilnehmenden Jugendlichen haben die Möglichkeit, politische Prozesse aus der Nähe zu betrachten und selber aktiv mitzuwirken. Während des Jahres nehmen die Freiwilligen an 25 Bildungstagen in Form von Wochenseminaren bzw. Projekttagen teil, die sie selbst aktiv mitgestalten.

Die Einsatzstellen im FSJ Politik sind vielfältig und haben ihre Standorte in ganz Sachsen. Dazu gehören politische Vereine, Stiftungen oder Verwaltungen, so auch die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten.

Das FSJ Politik beginnt jeweils am 1. September und endet am 31. August des folgenden Jahres. Zielgruppe sind junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren, die umfangreiche Erfahrungen mit politischen Abläufen und Zusammenhängen machen möchten.

Der Bewerbungszeitraum für einen Platz im FSJ/BFD Politik ist vom 1. März bis 1. Mai 2017. Genauere Informationen zum Freiwilligenjahr unter:
http://www.saechsische-jugendstiftung.de/fsj-politik

Zahl der Asylsuchenden bundesweit weiter rückläufig

Im Januar 2017 wurde ein Zugang von 14.467 Asylsuchenden nach Deutschland registriert. Die Hauptherkunftsländer waren Syrien (2.712 Personen), Irak (1.130 Personen) und Eritrea (990 Personen). Im Januar 2016 wurde auf Grundlage des EASY-Systems noch von 90.000 Schutzsuchenden ausgegangen. Die Zahl der Asylsuchenden ist damit weiter rückläufig.

Bundesamt entschied im Januar über mehr als 70.000 Anträge

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat im Januar 2017 über die Anträge von 70.750 Personen entschieden. 16.475 Personen (23,3 Prozent) erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention.

13.016 Personen (18,4 Prozent) erhielten subsidiären Schutz. Bei 4.010 Personen (5,7 Prozent) wurde ein Abschiebungsverbot festgestellt.

Von 24.996 Personen (35,3 Prozent) wurden die Anträge abgelehnt. Bei 12.253 Personen (17,3 Prozent) wurden die Anträge anderweitig erledigt, zum Beispiel durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen aufgrund der Rücknahme des Asylantrages.

Die Zahl der beim Bundesamt gestellten förmlichen Anträge lag im Januar 2017 bei 17.964.

Quelle: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/02/asylantraege-januar-2017.html

Statistisches Bundesamt: 33 Prozent der Schüler haben einen Migrationshintergrund – starke Unterschiede zwischen den Bundesländern

Im Jahr 2015 hatten 33 Prozent der Schüler an allgemeinbildenden Schulen einen Migrationshintergrund. Damit war der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund an Schulen größer als in der Gesamtbevölkerung (21 Prozent). Unterschiede bestanden zwischen den alten Bundesländern inklusive Berlin (36 Prozent) und den neuen Bundesländern (10 Prozent).

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) weist der Großteil dieser Schüler keine eigene Migrationserfahrung auf. Sie wurden in Deutschland geboren und besitzen von Geburt an die deutsche Staatsbürgerschaft (69 Prozent).

Der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund in höheren Klassenstufen sinkt. In den Grundschulen lag der Anteil im Jahr 2015 bei 36 Prozent, in der Mittelstufe bei 33 Prozent und in der Oberstufe bei 26 Prozent.

Zudem gibt es Unterscheidungen zwischen den Schularten. In der Mittelstufe war der Anteil an Hauptschulen mit 51 Prozent deutlich höher als an Gymnasien mit 27 Prozent.

Weitere Ergebnisse finden Sie in der Fachserie 1 Reihe 2.2 „Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2015“ unter: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Einbuergerungen.html

Kostenfreie Publikationen für die Flüchtlingshilfe

Die Katholische Arbeitsgemeinschaft Migration (KAM) hat eine Liste mit aktuellen, kostenfreien Publikationen zusammengestellt.

„Soziale Rechte für Flüchtlinge“ (2. Auflage), Paritätischer Gesamtverband

„Grundlagen des Asylverfahrens“ (4. Auflage), Paritätischer Gesamtverband

„Leitfaden zum Flüchtlingsrecht“ (2. Auflage), Deutsches Rotes Kreuz

„Recht auf Bildung für Flüchtlinge“ (aktualisierte Fassung), Dr. Barbara Weiser

„Kompass für den Alltag in Deutschland“ (Neuauflage), BAGFW

„Methoden der Internationalen Jugendarbeit für Projekte mit Geflüchteten“, Fachstelle für internationale Jugendarbeit

„IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten: Überblick und erste Ergebnisse“, BAMF

Die Liste mit den Angaben zu Bestell- und Downloadmöglichkeiten finden Sie unter:
http://www.kam-info-migration.de/aspe_shared/form/download.asp?nr=437061&form_typ=115&acid=&ag_id=934

Schnell und erfolgreich Deutsch lernen – wie geht das?

Das Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) veröffentlichte das BAMF-Working Paper 72. Unter dem Titel „Schnell und erfolgreich Deutsch lernen – wie geht das?“ berichtet das Working Paper 72 über die Erkenntnisse zu den Einflussfaktoren des Zweitspracherwerbs unter besonderer Berücksichtigung von Geflüchteten.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick:

Die Studie bestätigt die Wirksamkeit des Integrationskurses als Instrument zum Deutscherwerb für Kursteilnehmende mit und ohne Fluchthintergrund gleichermaßen.

Individuelle Lernvoraussetzungen – insbesondere Bildung, Sprachlernerfahrung, Interesse für deutsche Kultur und häufige Nutzung der deutschen Sprache im Kurs sowie außerhalb – beeinflussen den Deutscherwerb maßgeblich.

Kursteilnehmende profitieren besonders von Lehrkräften mit Migrationshintergrund und Kursleitenden ihres Geschlechts.

Die Kurszusammensetzung erweist sich in den Analysen als weniger wichtig.

Außendifferenzierung und kleine Kursgrößen entlasten jedoch die Lehrkräfte.

Geflüchtete und Zuwanderer mit anderen Migrationsmotiven unterscheiden sich nicht hinsichtlich ihres Deutschkenntniszuwachses im Integrationskursverlauf. Dies weist darauf hin, dass die Kursleitenden in der Lage sind, den besonderen Bedürfnissen der Teilnehmenden mit Fluchthintergrund Rechnung zu tragen. Die besondere Berücksichtigung der erschwerten Lebenssituation von Geflüchteten durch die Kursleitenden und die unterrichtlichen Rahmenbedingungen ist dennoch unerlässlich für den schnellen und erfolgreichen Deutscherwerb.

Weitere Informationen und das Working Paper finden Sie unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/WorkingPapers/wp72-erfolgreich-deutsch-lernen-wie.html

InfoDienst Migration, Flüchtlinge und Gesundheit erschienen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt viermal jährlich den Informationsdienst Migration, Flüchtlinge und Gesundheit als Printausgabe heraus.

Die ständig aktualisierte Variante ist im Internet aufrufbar unter: www.infodienst.bzga.de

Auf dieser Seite stehen wichtige Termine im Überblick, Informationen zu aktuell veröffentlichten Materialien sowie neue Projekte und Ideen aus ganz Deutschland. Unter der Rubrik „Im Fokus: Flüchtlinge“ sind kontroverse Beiträge von Autoren zu verschiedenen Themenschwerpunkten nachzulesen. Zudem gibt es eine Zusammenstellung weiterführender Links zu Anlaufstellen und Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge sowie mehrsprachige Gesundheitsinformationen für Flüchtlinge und Ärzte.

Im aktuellen InfoDienst werden beispielsweise folgende Projekte vorgestellt:

Impfbus der Charité Universitätsmedizin Berlin

Der „medibus“ ist eine mobile Impfversorgung für Flüchtlinge, die von der Charité Universitätsmedizin Berlin und dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten zusammen mit der Deutschen Bahn AG konzipiert wurde. Mit dem Impfbus kann die Charité die Unterkünfte direkt anfahren und die Bewohner vor Ort impfen. Damit sollen die bestehende Impflücke geschlossen und fehlende Erstuntersuchungen nachgeholt werden. Der „medibus“ startete erstmals im November 2016 in Berlin.
https://www.charite.de/klinikum/themen_klinikum/charite_hilft/medibus/

Broschüre des Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

„Willkommen in Deutschland – Ein Wegbegleiter für unbegleitete Minderjährige“ ist die aktualisierte Willkommensbroschüre, welche in Zusammenarbeit mit Jugendlichen ohne Grenzen vom Bundesfachverband umF erstellt wurde. Diese soll bundesweit die Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen verbessern und die Arbeit von Beratungsstellen unterstützen. Darin finden junge Flüchtlinge wichtige Informationen zu ihrer ersten Zeit in Deutschland und über ihre Rechte.

Die überarbeitete Broschüre ist zurzeit nur auf Deutsch erhältlich. Weitere Sprachen sollen im April 2017 folgen.
http://www.b-umf.de/de/publikationen/willkommensbroschuere

Schulprojekt von CARE Deutschland-Luxemburg e. V.

Das CARE-Projekt „Kinder und Jugendliche Willkommen“ (KIWI), unterstützt bundesweit Schulen bei der Integration von Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund. Interessierte Schulen können sich für das Projekt und das begleitende Fortbildungsprogramm anmelden und werden von CARE-Experten darin unterstützt, die Integrationspotentiale an ihrer Schule auszuschöpfen. Dazu gibt es ein umfangreiches Handbuch mit rund 150 Workshops und Übungen zu Themen wie Kultur und Wertebildung, Geschlechterrollen und Stereotype, Gewalt und Konflikt sowie Teilhabe und berufliche Orientierung. Das KIWI-Handbuch ist kostenlos als PDF aufrufbar.
https://www.care.de/nothilfe/themen/integration-in-deutschland/

Fotoband der Bertelsmann Stiftung (Hg.)

„Challenging Chances – Flucht im Bild“ ist ein Fotoband mit Bildern von Geflüchteten und ihren Schicksalen. Mit Fotografien wird die Situation flüchtender Menschen übermittelt und so ein Beitrag zum Abbau von Vorurteilen geleistet. Der Band zeigt Menschen aus verschiedenen Ländern auf den Stationen ihrer Flucht. Mit visuell dargestellten Daten und Fakten werden die Bildreihen ergänzt. „Challenging Chances – Flucht im Bild“ ist auch als PDF verfügbar.
http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/oktober/challenging-chances-flucht-im-bild/

Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Die Deutsche Bischofskonferenz schreibt zum zweiten Mal einen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aus. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und würdigt das herausragende kirchliche Engagement von Katholiken, die sich für ein respektvolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft einsetzen. Auch Jugendliche sind aufgerufen, sich mit ihren Initiativen und Projekten aus Schule, Gemeinde oder Jugendverband zu bewerben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden.

Die Preisverleihung findet am 20. Juni 2017 in der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin statt.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.dbk.de/katholischer-preis-gegen-fremdenfeindlichkeit-und-rassismus

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
Bereich Weltkirche und Migration
Kaiserstraße 161, 53113 Bonn
E-Mail weltkirche.migration@dbk.de

Buchtipp: Handbuch Flüchtlingsrecht und Integration

Im Dezember 2016 erschien das Handbuch „Flüchtlingsrecht und Integration“ von Prof. Dr. Hubert Meyer, Dr. Klaus Ritgen und Roland Schäfer. Das Werk bietet einen Überblick und informiert gleichermaßen detailliert über die tägliche Flüchtlingsarbeit. Es ist nicht nur auf die Darstellung bundesrechtlicher Vorgaben beschränkt, sondern beleuchtet auch die Anwendungspraxis in den Ländern und Kommunen.

Im ersten Kapitel des Handbuchs werden Flucht und Vertreibung und die damit zusammenhängenden Herausforderungen durch die große Zahl Schutzsuchender in den letzten Jahren aus der Perspektive unterschiedlicher staatlicher und gesellschaftlicher Akteure beschrieben. Es folgt ein Kapitel zum Flüchtlingsrecht, zum Asylverfahren sowie zu den Rechten und Pflichten von Asylsuchenden und Schutzberechtigten. Die weiteren Kapitel befassen sich mit der Flüchtlingsaufnahme in den Kommunen und Fragen der Integration.

Weitere Informationen zum Handbuch finden Sie unter: https://www.kommunalpraxis.de/laender/bund/fluechtlingsrecht-und-integration.

Handbuch 2016, 422 Seiten
ISBN 978-3-8293-1264-6
Kommunal- und Schulverlag