Newsletter Nr. 11 vom 09.11.2017

Verleihung des Sächsischen Integrationspreises am 17. November im Sächsischen Landtag

Grafik 6

Am Freitag, dem 17. November, um 17 Uhr wird im Plenarsaal des Sächsischen Landtags der Sächsische Integrationspreis 2017 an drei Preisträger verliehen.

Die sechsköpfige Jury unter der Leitung des Sächsischen Ausländerbeauftragten ermittelte die Preisträger in ihrer Sitzung am 27. Oktober in Dresden.

Die Stifter des Preises, Staatsministerin Petra Köpping und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth, werden die Auszeichnung gemeinsam vornehmen. An der Veranstaltung nimmt der Präsident des Sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler teil. Er ist Schirmherr der Preisverleihung. Die künstlerische Gestaltung übernimmt der Sänger Gojo mit Band. Es moderiert Katrin Huß.

Unter dem Motto „Integration gestalten. Zusammen gewinnen.“ bewarben sich über 70 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen um den Sächsischen Integrationspreis 2017. Ausgezeichnet werden drei Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und vorlebten. Es werden drei gleiche Preise, die mit je 2.000 Euro dotiert sind, vergeben. Der Sächsische Integrationspreis wird bereits zum achten Mal verliehen.

Zur Preisverleihung wurden über die Preisträger hinaus alle vorgeschlagenen Initiativen und Vereine eingeladen, um ihr Engagement zu würdigen und sichtbar zu machen. Alle Nominierten werden in einer Broschüre vorgestellt. Bereits ab 16 Uhr besteht Gelegenheit zur Begegnung beim Internationalen Café in der Lobby.

Anmeldung für beteiligte Initiativen unter Angabe des Namens und des Geburtsdatums bis zum 14. November unter
https://eveeno.com/Integrationspreis171117

oder über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten
saechsab@slt.sachsen
Telefon 0351 4935171

Parlamentarischer Abend für ausländische Führungs- und Fachkräfte in Handwerk, Wirtschaft und Gewerbe

Grafik 11

Für den 28. November laden der Landtagspräsident und Schirmherr, Dr. Matthias Rößler MdL, der Sächsische Ausländerbeauftragte, Geert Mackenroth MdL, die Präsidenten der Sächsischen Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern ausländische Führungs-und Fachkräfte ein. Die Gäste aus Handwerk, Wirtschaft und Gewerbe aus dem gesamten Freistaat können im Rahmen des Parlamentarischen Abends mit Abgeordneten des Sächsischen Landtags und Mitgliedern des Kabinetts zusammentreffen.

In dieser Legislatur veranstaltet der Sächsische Ausländerbeauftragte zum dritten Mal einen Parlamentarischen Abend. Nach dem Wissenschafts- und Forschungsbereich (2015) sowie nach dem Medizin- und Pflegebereich (2016) sind diesmal ausländische Arbeitnehmer in Handwerk, Wirtschaft und Gewerbe im Fokus.

In der sächsischen Wirtschaft sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Zuwanderungshintergrund eine feste Größe und tragende Stütze. Die Veranstaltung möchte diesen wertvollen Beitrag durch eine herausgehobene Veranstaltung wertschätzen.

Eine Anmeldung für ausländische Mitarbeiter in Handwerk und Wirtschaft kann unter Angabe des Namens und des Geburtsdatums erfolgen unter
https://eveeno.com/LT-Abend-281117

oder über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten
Telefon 0351 4935171
saechsab@slt.sachsen.de

Langjährige Mitglieder der Sächsischen Härtefallkommission (HFK) herzlich verabschiedet

Grafik 8

Am 27. Oktober verabschiedete der Vorsitzende der Sächsischen Härtefallkommission, Geert Mackenroth, am Ende der Sitzung die beiden scheidenden Mitglieder Prälat Hellmut Puschmann und Oberlandeskirchenrat Christian Schönfeld. Mackenroth dankte den Vertretern des Bistums Dresden-Meißen und der Liga der Wohlfahrtsverbände für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Loyalität. Auch für Ali Moradi, den Vertreter des Sächsischen Flüchtlingsrates, wird künftig ein anderes Mitglied über die eingebrachten Fälle und Schicksale beraten.

Die neuen Mitglieder der HFK werden noch in diesem Jahr vom Sächsischen Staatsminister des Innern berufen. Grundlage der Arbeit ist die Sächsische Härtefallkommissionsverordnung (SächsHFKVO) im Sinne von § 23a des Aufenthaltsgesetzes.

Neues Bildungsberatungsangebot N.A.V.I. in der Landeshauptstadt Dresden

Mit dem Projekt „N.A.V.I.“, das für „Nachhaltig Aktivieren, Informationen Vermitteln, Integrieren“ steht, sollen neue Möglichkeiten für die Integration in den Arbeitsmarkt geschaffen werden. Es bietet in Johannstadt und Friedrichstadt künftig Unterstützung bei der Arbeitssuche. Besonders Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte, prekär Beschäftigte und Migranten stehen im Fokus des Angebots. Ab November startet das Projekt unter Koordination der beiden Bildungsberaterinnen der Volkshochschule Beatrix Linge und Anna Tietze im Johannstädter Kulturtreff (Elisenstraße 35) und im riesa efau (Adlergasse 14).

Mithilfe des Beratungsangebots sollen individuelle Lösungen für die Arbeitssuchenden gefunden, die bisherige Gestaltung der Jobsuche evaluiert und gegebenenfalls Alternativen auf dem Arbeitsmarkt aufgezeigt werden.

Die insgesamt 190.000 Euro stammen zu 80 Prozent aus dem Programm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ des Europäischen Sozialfonds (ESF), 15 Prozent bewilligte das Land, die verbleibenden 5 Prozent stellt die Stadt Dresden aus Eigenmitteln.

Interaktive Karte „Migration.Integration.Regionen“ visualisiert Daten zu Ausländer/-innen und Schutzsuchenden auf Kreisebene

Grafik 9

Das statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte am 2. November mit der Anwendung „Migration.Integration.Regionen“ ein neues interaktives Kartenangebot. Es bietet einen Überblick über die regionale Verteilung von Ausländerinnen und Ausländern sowie Schutzsuchenden in Deutschland auf Kreisebene. Die Anwendung entstand in enger Zusammenarbeit des statistischen Bundesamtes mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Die Daten zu den Themen Ausländeranteil, ausländische Bevölkerung, Schutzsuchende sowie Ausländerinnen und Ausländer am Arbeitsmarkt werden erstmalig kombiniert visualisiert. Zu jedem Themenblock können dabei verschiedene Indikatoren abgerufen werden.

Die interaktive Karte finden Sie unter „Migration.Integration.Regionen“
https://service.destatis.de/DE/karten/migration_integration_regionen.html

Sachverständigenrat meldet sich erneut zur Neuordnung der Einwanderungspolitik zu Wort

In seinem Positionspapier schlägt der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) vor, die Einwanderungspolitik neu zu ordnen und ein Einwanderungsgesetzbuch (EGB) in Angriff zu nehmen:

Die bisherigen Regelungen sollen übersichtlich werden und der Zustrom von Einwanderern besser koordiniert. Das angestrebte EGB würde die Unübersichtlichkeit der bestehenden Regelungen durch eine vereinfachte und neu systematisierte Gesetzesstruktur ersetzen. Mit dem EGB könnte klarer werden, wie viel Zuwanderung das Land angesichts des demografischen Wandels grundsätzlich benötigt und wie viel Zuwanderung angestrebt wird. Im Zentrum der Neuregelung sollte die Erwerbsmigration stehen.

Der SVR sieht hier das größte Innovationspotenzial. Beruflich qualifizierte Fachkräfte ohne akademischen Abschluss sollten künftig leichter in Deutschland arbeiten können. Der Bedarf sei größer, als es die bisherigen Regelungen erlauben würden. Laut SVR könnte das Gleichwertigkeitskriterium flexibilisiert und in einem Pilotprojekt erprobt werden. Ein alternatives Kriterium könnten zum Beispiel Deutschkenntnisse sein.

Das Positionspapier „Neuordnung der Einwanderungspolitik“ des SVR finden Sie unter:
https://www.svr-migration.de/publikationen/positionspapier_egb/

Regionales Netzwerktreffen Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene für Mitteldeutschland

Zum vierten Mal findet am 30.11. und 01.12.2017 im thüringischen Nordhausen das regionale Netzwerktreffen Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene für die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt statt.

Das Netzwerktreffen wird von der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ von Engagement Global umgesetzt. Es unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Kommunen und Landkreise in ihrem entwicklungspolitischen Engagement. Mitteldeutsche Akteure sollen vernetzt werden und diskutieren, wie Verständigung, globale Bildung und Nachhaltigkeit lokal umgesetzt werden können.

Inhaltlich befasst sich das Netzwerktreffen daher unter anderem mit den Fragen

wie Kommunen und ihre Zivilgesellschaft gemeinsam die zunehmende Interkulturalität ihrer Bevölkerung gestalten können;

wie Bildungsarbeit zum Thema Flucht eine gute Verständigung zwischen neu zugewanderter und ansässiger Bevölkerung voranbringen kann;

und wie sich Kommunen mit diesem Engagement als weltoffene und global engagierte Standorte etablieren können.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung unter: www.engagement-global.de/veranstaltung-detail/4-regionales-netzwerktreffen-migration-und-entwicklung-auf-kommunaler-ebene-fuer-mitteldeutschland.html

Bundesgesundheitsministerium startet mehrsprachiges Gesundheitsportal für Migranten

Grafik 2

Seit dem 2. November ist das neue Internetportal „Migration und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit online. Es richtet sich an Migrantinnen und Migranten, aber auch an haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Zugewanderte nach ihrer Ankunft in Deutschland unterstützen. Es hilft, sich mit dem Gesundheitswesen in Deutschland vertraut zu machen und beantwortet Fragen rund um die eigene Gesundheit und die Kindergesundheit.

Auf dem Portal werden erstmals gebündelt zahlreiche Informationsmaterialien zu den Schwerpunktthemen „Gesundheitswesen“, „Gesundheit und Vorsorge“, „Pflege“ sowie „Sucht und Drogen“ in mehreren Sprachfassungen zur Verfügung gestellt.

https://www.migration-gesundheit.bund.de/de/startseite/

Gutes Beispiel: Verkehrsteilnehmerschulung

Ab Dezember finden in Dresden wieder spezielle Verkehrsteilnehmerschulungen für Migrantinnen und Migranten statt. Der Kurs beginnt am Montag, den 4. Dezember um 11.00 und wird am Dienstag, den 12. Dezember um 10.00 fortgesetzt. Die Schulung ist im Ortsamt Neustadt auf der Hoyerswerdaer Straße 3. Die Maßnahme ist kostenfrei. Jeder Teilnehmer erhält nach erfolgreicher Absolvierung ein Teilnehmerzertifikat.

Bei Interesse oder organisatorischen Anfragen, wie die Bereitstellung eines Dolmetschers, melden Sie sich bitte beim Ortsamt Neustadt

ortsamt-neustadt@dresden.de

„Syrmania“ - Deutschlandfunk mit deutsch-syrischem Podcast

Grafik 10

Seit dem fünften Oktober präsentieren der Deutschlandfunk und das Onlineradio Souriali einen neuen Podcast. In „Syrmania“ geht es um neu in Deutschland lebende Syrer. Die insgesamt zwölf Episoden beleuchten beispielsweise Ausdrucksformen, welche Syrer hierzulande entwickeln, die Berichterstattung durch deutsche Medien oder den Versuch syrischer Frauen, unterschiedliche Rollenbilder zu vereinbaren.

Der Podcast wird noch bis zum 21.12.2017 an jedem Donnerstag ausgestrahlt und ist auch auf Spotify, sowie iTunes zu finden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.deutschlandfunkkultur.de/syrmania