Newsletter Nr. 6 vom 22.06.2017

Jahresbericht 2016 vorgestellt

Grafik 10

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth MdL hat dem Landtag am 19. Juni seinen Jahresbericht 2016 (Drs. 6/9724) übergeben und in einer Pressekonferenz vorgestellt. Der Bericht gibt Einblick in die Situation der Ausländer in Sachsen und bilanziert den Umgang von Staat und Gesellschaft mit den Anforderungen bei der langfristigen Integration. Zudem dokumentiert der Bericht die Arbeit des Ausländerbeauftragten und nennt umfangreiche statistische Daten.

„Die primären Aufgaben bei der Flüchtlingsaufnahme sind mittlerweile im gesamten Freistaat weitgehend bewältigt. Jetzt gilt es, einzelne Schwachstellen zu beseitigen und die Integrationsmaßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. Für die notwendigen politischen Entscheidungen brauchen wir verlässliches Daten- und Zahlenmaterial in Form eines regelmäßigen Integrationsmonitoring. Wichtig ist mir auch, dass die psychosoziale Betreuung von traumatisierten Menschen flächendeckend angeboten wird.“, so Mackenroth.

Der Beauftragte blieb bei seiner Forderung, in Sachsen sachgebietsübergreifende und verbindliche Organisationsformen für die Integration zu schaffen, damit die Ressorts reibungslos zusammenarbeiten.

Vor der Presse ging Mackenroth in einem Beispiel auf die Betreuungslücke für die Gruppe der 18–27-jährigen Asylsuchenden ein. Gerade sie benötigten Sprachkurse, um sinnvollerweise eine Ausbildung oder Praktika bewältigen zu können und einen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Berechtigterweise sei das Kultusministerium für diese Gruppe nicht mehr zuständig, eine konzeptionelle Anschlusslösung fehle aber seit Jahren.

Der Jahresbericht kann als PDF und in einer barrierefreien Textversion geladen werden
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/jahresberichte/jahresberichte-6765.cshtml

Kostenfreier Versand von Jahresberichten unter:
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

„Heim-TÜV“ 2017 Teil I präsentiert

Grafik 9

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth stellte am 19. Juni in einem Zwischenbericht den ersten Teil des erweiterten „Heim-TÜV“ vor. Dieser trägt den Titel: „Heim-TÜV“ 2017 Teil I: Evaluation der dezentralen Unterbringung und der unteren Ausländerbehörden im Freistaat Sachsen

Der Bericht wird als Unterrichtung (Drs. 6/ 9814) den Abgeordneten des Sächsischen Landtags zur Beratung gegeben.

Da der überwiegende Teil der Flüchtlinge dezentral in Wohnungen und kleinen Wohneinheiten untergebracht wird, konzentrierte sich das wissenschaftliche Prüfteam zunächst auf diese Unterbringungsform. Der Bericht bildet auch die Praxis der unteren Ausländerbehörden ab. Vorrangiges Ziel war dabei, neben der Bestandsaufnahme Best-Practice-Beispiele zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zu geben.

„Es gibt in spezifischen Bereichen bei der dezentralen Unterbringung durchaus Optimierungsbedarf.“, so Mackenroth. „Nötig sind vor allem eine verbesserte vertikale Information zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Außerdem brauchen wir eine frühzeitige kommunikative Einbindung der Bevölkerung, um die Akzeptanz zu fördern. Weiter wichtig sind Ergänzungen und Koordination bei den Sprachlernangeboten und ein Übergangsmanagement beim Rechtskreiswechsel der Klienten vom AsylbLG in das SGB II.“

Sein Wunsch sei, so der Ausländerbeauftragte, dass die aus guten Praxisbeispielen abgeleiteten Handlungsempfehlungen bald - möglichst flächendeckend - in allen Kreisen und Kreisfreien Städten des Freistaates umgesetzt werden“.

Der Bericht kann kostenfrei bestellt und online geladen werden unter
http://sab.landtag.sachsen.de/de/themen/unterbringung-asylsuchende/unterbringung-asylsuchende-6772.cshtml

Tolle Stimmung beim Einbürgerungsfest im Sächsischen Landtag am 17. Juni

Bereits zum dreizehnten Mal wurde das traditionelle Fest für die Eingebürgerten Sachsens und deren Angehörige im Landtag gefeiert. Mehr als 500 Gäste folgten der Einladung des Sächsischen Staatsministers des Innern, Markus Ulbig, und des Sächsischen Ausländerbeauftragten, Geert Mackenroth, und nahmen an der Feierstunde teil. Insgesamt 1453 Ausländer wurden im Jahr 2016 im Freistaat Sachsen eingebürgert. Schirmherr war Landtagspräsident Dr. Mattias Rößler. Einen Rückblick auf die Veranstaltung und eine Bilderstrecke mit Impressionen finden Sie unter
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/veranstaltungen/17527.cshtml

Ausländerbeauftragter und Kinderschutzbund Sachsen schreiben Sterntalerpreis 2017 aus – bis 20. August bewerben!

Grafik 3

Sie helfen Flüchtlingskindern in Sachsen? Ihre Arbeit wendet sich besonders an Flüchtlingskinder und Jugendliche? Sie finden, dass Ihr Engagement bekannt werden soll und nachgemacht werden kann? Dann bewerben Sie sich für den Sterntaler, den Sächsischen Kinderschutzpreis!

Der Sächsische Ausländerbeauftragte und der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. ehren mit diesem gemeinsamen Preis besonderes ehrenamtliches Engagement in der Arbeit mit Flüchtlingskindern. Angesprochen ist der Einsatz von Initiativen, Schulklassen, Vereinen, Projektgruppen oder Verbänden mit Flüchtlingskindern. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Bewerben Sie sich jetzt bis zum 20. August 2017!

Ausschreibung und Teilnahmebedingungen finden Sie unter und www.offenes-sachsen.dewww.kinderschutzbund-sachsen.de und

Das einfache Bewerbungsformular gibt es hier
http://kinderschutzbund-sachsen.de/umfrage/index.php/171786?lang=de

Asyl: Zugangszahlen und Unterbringung in Sachsen

Mit Stand 31. Mai 2017 verzeichnet die Landesdirektion Sachsen 732 neue Asylbewerber im Monat Mai. Im April waren es 456 und im März 517 Bewerber.

Es gab es 9130 vollziehbar ausreisepflichtige Ausländer in sowie Rückführungen aus Sachsen, davon geduldet waren 1278 Personen. Es kam im Mai zu 62 Abschiebungen und 215 bestätigten Ausreisen.

Unterbringung

Zum Stichtag 31. Mai 2017 waren 16.502 Asylbewerber, die sich im Asylverfahren befinden, in den Kommunen in Sachsen untergebracht. Zum Stichtag 11. Mai 2017 befanden sich 1.034 Asylbewerber in Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE).

Ende 2016 waren noch 1.643 Personen in EAE. Derzeit betreibt der Freistaat 14 Einrichtungen mit einer Kapazität von insgesamt 5.210 Plätzen, ohne Stand-by-Einrichtungen.

Quelle: Landesdirektion

Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Mai 2017 erfasste das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Zugang von 3.586 Asylanträgen in Sachsen.

Von den entschiedenen Anträgen erhielten 3.990 Personen eine Anerkennung. Anerkennung bezieht den Status als Asylberechtigte oder Flüchtling, subsidiärer Schutz sowie Abschiebeverbot ein. 5.607 Asylanträge erhielten eine Ablehnung. 2.447 Anträge erledigten sich auf andere Weise.

Quelle: BAMF

KORA - Die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention

Grafik 8

Die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) ist seit dem 1. März ein Teil des Demokratie-Zentrums Sachsen. Ziel der KORA ist es, eine islamistische Radikalisierung von Personen zu verhindern.

Ein wichtiger Bestandteil ist neben der Intervention bei Betroffenen die Präventionsarbeit. Daher werden beispielsweise die Zusammenarbeit und die Vernetzung von muslimischen Organisationen mit Trägern der Demokratiearbeit, Vertretern der Zivilgesellschaft und den Sicherheitsbehörden gefördert. Durch die KORA werden auch Fortbildungs- und Sensibilisierungs-Veranstaltungen für Multiplikatoren angeboten.

Die Arbeit der KORA basiert auf fünf Säulen:

vertrauensvoller Dialog mit muslimischen Organisationen

Veranstaltungen zur Information, Sensibilisierung, Fortbildung

Beratung von Angehörigen

De-Radikalisierungsberatung

Aussteigerprogramm

Die KORA-Mitarbeiter sind von Montag bis Freitag von 9 bis16 Uhr erreichbar unter:
Telefon 0351 564 564 9
oder per
E-Mail
lks-dz@sms.sachsen.dewww.lpr.sachsen.de/27522.htm

Pressemitteilung: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/209793

Broschüre der Ärztekammer - Gesundheitsversorgung für Asylsuchende

In Deutschland ist die medizinische Versorgung anders als in vielen anderen Ländern dieser Welt geregelt. Deshalb hat die Sächsische Landesärztekammer eine Broschüre veröffentlicht. Sie fasst zusammen, wie die Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden in Deutschland erfolgt, wann man einen Behandlungsschein benötigt, was in einem Notfall zu tun ist oder wie Schwangere versorgt werden. Gleichzeitig weist sie auf wichtige Gegebenheiten, wie die Untersuchung von Männern durch Ärztinnen, die Aufklärung durch den Arzt oder verfügbare Leistungen für Asylbewerber, hin.

Die Broschüre - in Deutsch, Englisch und Arabisch – finden Sie hier:
https://www.slaek.de/de/04/pressemitteilungen/2017/006_Gesundheitsversorgung_fuer_Asylsuchende.php

Mehrsprachige Energiespartipps aus Zwickau

Grafik 6

Um für einen bewussteren Umgang mit Energie im Wohnbereich zu sensibilisieren, entwickelte die Stadt Zwickau in Zusammenarbeit mit Zwickauer Wohnprojekten und dem Jobcenter ein einfaches, aber aussagekräftiges Hinweisblatt mit vielen nützlichen Tipps. Dieses wurde in deutscher, englischer, arabischer und persischer Sprache verfasst.

Sie finden das Hinweisblatt zum Downloaden unter http://www.zwickau.de/de/politik/energieundklimaschutz/06eea.php

Internationale Zusammenarbeit bei Projekt Chorakademie

Grafik 4

Die internationale Chorakademie „in terra pax“ lädt herzlich zum diesjährigen Abschlusskonzert nach Dresden ein. Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft von Geert Mackenroth, dem Sächsischen Ausländerbeauftragten.

Der Projektchor formiert sich jährlich neu und besteht aus etwa 50 Sängerinnen und Sängern aus Polen, Deutschland, Frankreich und weiteren europäischen Ländern. Gezeigt wird ein buntes Programm aus hochkarätiger, zeitgenössischer und internationaler Chormusik. Die Dirigenten sind Szymon Wyrzykowski aus Polen und Christiane Büttig aus Deutschland. Das Konzert findet am Sonntag, den 25. Juni 2017 um 19.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Annenkirche Dresden, Annenstraße, 01067 Dresden. Der Eintritt ist frei – Spenden werden gern gesehen.

Alle Informationen über die internationale Chorakademie „in terra pax“ finden Sie unter www.interrapax.org.

Die bundesweite Interkulturelle Woche 2017 „Vielfalt verbindet.“

Grafik 5

„Vielfalt verbindet.“ - unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche (IKW 2017). Die jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie wird vom Ökumenischen Vorbereitungsausschuss (ÖVA) organisiert und findet seit 1975 Ende September statt. Kirchgemeinden, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Integrationsbeiräte und -beauftragte, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützen die Aktionswoche und organisieren rund 5.000 Veranstaltungen in mehr als 550 Städten und Gemeinden. Der Tag des Flüchtlings am 29. September ist Teil der IKW.

Das Materialheft zur IKW 2017 greift aktuelle politische Fragestellungen auf und bietet Analysen, Arbeitshilfen und Bausteine für Veranstaltungen. Es enthält Hintergrundinformationen zu den Chancen und Herausforderungen in der Vielfaltsgesellschaft.

Alle Materialien und weitere Informationen zur IKW 2017 stehen zur Verfügung unter www.interkulturellewoche.de

In der bundesweiten Veranstaltungsdatenbank werden ab August die Programme der Gemeinden und Kommunen online veröffentlicht.

Allein durch den Hochschuldschungel – Neue Studie des SVR-Forschungsbereichs

Eine neue Studie „Allein durch den Hochschuldschungel. Hürden zum Studienerfolg für internationale Studierende und Studierende mit Migrationshintergrund“ analysiert die Ausmaße und Ursachen der Bildungsbenachteiligung verschiedener Zuwanderergruppen. Der SVR-Forschungsbereich hat die aktuelle Studiensituation untersucht und gibt Handlungsempfehlungen, wie Hochschulen Zuwanderer besser dabei unterstützen können, ihre Potenziale zu entfalten.

Mehr als jeder vierte Studierende in Deutschland ist Zuwanderer. Diese sind sowohl Studierende mit Migrationshintergrund, die in Deutschland aufgewachsen sind, als auch internationale Studierende, die eigens für das Studium nach Deutschland kommen. Im Studium sind beide Gruppen weniger erfolgreich als ihre Kommilitonen ohne Migrationshintergrund: Sie erzielen oft schlechtere Prüfungsergebnisse und brechen das Studium häufiger ab.

Vor allem die sprachlichen, fachlichen und finanziellen Schwierigkeiten seien als Gründe für die geringeren Studienerfolge zu benennen. Vielen der 500.000 Studierenden mit Migrationshintergrund falle es schwer, wissenschaftliche Texte zu verfassen und in Seminaren anspruchsvolle Themen zu diskutieren. Auch der sozioökonomische Startnachteil wird benannt. 56 Prozent der Studierenden mit Migrationshintergrund seien die ersten in ihrer Familie, die studieren. Sie würden oft nur über Umwege und mit eher mäßigen Schulleistungen an die Hochschule gelangen.

Die über 250.000 internationalen Studierenden zählen indessen überwiegend zur Bildungselite in ihren Herkunftsländern. Für 46 Prozent von ihnen ist das Studium in Deutschland bereits das zweite. Doch auch sie hätten viele Schwierigkeiten, beispielsweise mit der deutschen Studien- und Lernkultur.

Die komplette Studie finden Sie unter
https://www.svr-migration.de/publikationen/hochschuldschungel/

Bundesministerium des Innern lobt Wettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“ aus

Der bundesweite Wettbewerb soll Kommunen Anreize bieten, Konzepte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration in der Kommune zu entwickeln. Ziel sei es, hervorragende kommunale Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort zu initiieren, zu identifizieren, zu prämieren sowie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Damit soll zur Nachahmung guter Praxis angeregt werden. Der Bundeswettbewerb wird von den kommunalen Spitzenverbänden und vom Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützt. Für die prämierten Wettbewerbsbeiträge stellt das Bundesministerium des Innern insgesamt bis zu 1 Million Euro zur Verfügung.

Teilnehmen können alle deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise. Teilnahmeberechtigt sind außerdem Kommunalverbände sowie die Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten.

Mit der Betreuung des Wettbewerbs ist das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) beauftragt worden. Das Difu hat für die Laufzeit des Wettbewerbs ein Wettbewerbsbüro eingerichtet. Dort können Bewerbungsunterlagen angefordert werden und dort sind die Wettbewerbsbeiträge einzureichen. Das Wettbewerbsbüro steht selbstverständlich gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge, die auf dem Postweg (Papierform und digitale Fassung auf CD-ROM), per E-Mail oder Online eingereicht werden können, ist der 31. Dezember 2017. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Juni 2018 in Berlin statt.

Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsbogen, Merkblatt, Flyer) finden Sie unter http://www.kommunalwettbewerb-zusammenleben.de/bewerbung/download

Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb unter
http://www.kommunalwettbewerb-zusammenleben.de