Newsletter Nr. 5 vom 12.05.2017

Faktenblatt: Schutz für ehrenamtliche Helfer gegen Hass im Netz!

Grafik 2

Mit einem neuen Faltblatt unterstützt der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth ehrenamtliche Helfer bei Auseinandersetzungen in den sozialen Netzwerken. Es enthält grundlegende Hinweise, wie man sich vor den zunehmenden Hassattacken im Netz schützt und mit diesen Angriffen umgeht.

„Wer sich für Hilfe und Integration einsetzt, darf den beleidigenden und bedrohenden Äußerungen in den sozialen Netzwerken nicht schutzlos ausgeliefert sein“, so Geert Mackenroth. „Es gibt ein Grundrecht auf Meinungsfreiheit, aber kein Grundrecht darauf, andere Menschen zu beleidigen.“

Anlass für die Initiative Mackenroths waren entsprechende Klagen u. a. der Teilnehmer des Netzwerks Integration Migration Sachsen (NIMS). Das Faktenblatt Hate Speech / Hassrede kann kostenlos bestellt oder geladen werden unter http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Netzwerk Integration Migration Sachsen (NIMS): Arbeitsmarktintegration, Verbraucherschutz und Vernetzung

Grafik 3

Zum ersten Treffen 2017 lud der Sächsische Ausländerbeauftragte zum gemeinsamen Austausch im Rahmen des Netzwerkes Integration und Migration am 26. April in den Sächsischen Landtag ein. Nach einem Grußwort der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping war am Vormittag die Arbeitsmarktintegration ein Schwerpunkt.

Auf dem Arbeitsmarkt werden Flüchtlinge mit verschiedenen Problemen, wie unvollständige Bewerbungsunterlagen, Sprachbarrieren oder ungewisse Aufenthaltsdauer konfrontiert. Dazu präsentierte Marcel Stumpf, Referent für Arbeitsmarktzuwanderung und -integration des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), das Modell „Arbeitsmarktmentoren“ als Maßnahme der Regierung. Die praktische Umsetzung und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt stellte Kay Tröger, Koordinator des IQ Netzwerks Sachsen vor.

Einen Einblick zur Flüchtlingshilfe 4.0 – die Unterstützung der Integration durch digitale Medien – gab Frau Reuter-Heinrich von der IT-hilft gGmbH. Sie hat die „Welcome-App-Germany“ mit ins Leben gerufen und entwickelt diese fortlaufend weiter.

Verbraucherschutz speziell für Migranten war das Thema, zu dem Frau Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen referierte. Anschließend stellte die Vorsitzende Tatjana Jurk den „Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen“ (DSMO) vor. Er war am 8. April 2017 gegründet worden.

Im abschließenden anregenden Austausch waren vorrangige Themen: Herausforderungen der Bürokratie, Praxisberichte der landeseigenen Sprachprogramme sowie die Einsatzmöglichkeiten der Kommunalen Integrationskoordinatoren (KIK).

Das nächste NIMS-Treffen ist für Mittwoch, den 1. November 2017 vorgesehen.

Vorstudie zur Situation von Flüchtlingen vorgestellt

Am Montag, dem 8. Mai 2017, haben Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und das sächsische Forschungsnetzwerk IFRiS die ersten Ergebnisse einer Befragung von Geflüchteten vorgestellt. IFRiS ist das Forschungsnetzwerk Integrations-, Fremdenfeindlichkeits- und Rechtsextremismusforschung in Sachsen. Die Pilotstudie „Flucht und Integration“ (FLIN) zielte darauf, die Erfahrungen und Einstellungen von Geflüchteten im sächsischen Raum mittels einer Befragung zu erkunden.

Die nichtrepräsentative Studie beruht auf der Befragung von 61 Flüchtlingen zwischen Oktober 2016 und Januar 2017, die in Gemeinschaftsunterkünften leben.

Demnach fühlen sich nahezu alle Befragten in Deutschland sicher, kein einziger unsicher. Eine kleine Minderheit der Befragten bezeichnet sich als sehr religiös. Die Mehrheit der Geflüchteten schätzt sich als eher religiös ein und ein Drittel stuft sich als nicht oder eher nicht religiös ein.

Willkommen in Deutschland fühlen sich über zwei Drittel der Befragten, aber auch rund vier von zehn Befragten berichten von persönlichen Diskriminierungserfahrungen. Befragte, die bisher keine Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, fühlen sich dabei den Deutschen deutlich verbundener als Personen, die bereits selbst Diskriminierung erlebt haben. Die große Mehrheit der Studienteilnehmer möchte in einer Demokratie leben.

Zur Veröffentlichung der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/210714

Ausschreibung Dresdner Integrationspreis 2017

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert zeichnet mit dem Dresdner Integrationspreis erfolgreiches Engagement für die Integration von Migrantinnen und Migranten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus.

Gewürdigt werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in Dresden leisten. Ausgezeichnet werden können Initiativen, Vereine, Verbände und Unternehmen, die im besonderen Maße Verantwortung übernehmen und sich für die Integration von Migrantinnen und Migranten einsetzen.

Der Dresdner Integrationspreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird während der Interkulturellen Tage im Herbst 2017 in einem feierlichen Rahmen übergeben.

Bewerbungsschluss ist am 11. Juni 2017. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.dresden.de/integrationspreis

Multiplikatorenfortbildung für demokratieorientiertes Handeln in Leipzig

Zu den Themen Flucht und Asyl bietet das Kulturbüro Sachsen e. V. eine Fortbildung für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen für demokratieorientiertes Handeln an.

Die Veranstaltungsreihe besteht aus fünf Modulen, die im Zeitraum vom 31. Mai bis 21. Juni 2017 in Leipzig stattfinden.

Die Module können einzeln sowie als Fortbildungsreihe besucht werden.

Die Fortbildung richtet sich insbesondere an Koordinatoren im Bereich Flucht und Asyl, Flüchtlingssozialarbeiter, Integrationsbeauftragte, Studierende der Sozialen Arbeit, ehrenamtlich Aktive sowie andere interessierte Personen.

Die Anmeldung ist bis zum 11. Mai 2017 möglich unter
E-Mail support@kulturbuero-sachsen.de

Weitere Informationen und die Modultermine unter
www.kulturbuero-sachsen.de

Flüchtlingskinder können bei Musicalprojekt in Dresden mittanzen

Der Cinderella e. V. lädt alle jungen Tänzer, Sänger, Maler und Gestalter ein, am neuen Märchenmusicalprojekt „Das Dornröschen“ teilzunehmen. Cinderella e. V. ist ein Verein zur Förderung des klassischen Balletts für Kinder. Die Aufführung ist für den 16. Juni 2017 um 10.30 Uhr im Boulevardtheater Dresden geplant. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. Insbesondere Flüchtlingskinder sind eingeladen, sich kreativ im Projekt einzubringen. Proben finden jeden Donnerstag statt. Schirmherr des Projektes ist der Präsident des Sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler.

Ansprechpartnerin ist Frau Alevtina Böttner
Telefon 0176 70020904

Internationale Exkursionen für Studierende der TU Dresden

Das Kulturbüro des Akademischen Auslandsamtes der Technischen Universität Dresden unterstützt Studierende dabei, Land und Leute und einander besser kennen zu lernen. Die Begegnung zwischen internationalen Studierenden und Deutschen ist dabei besonders wichtig.

Für das aktuelle Semester wurde dazu ein vielfältiges Kultur- und Freizeitprogramm zusammengestellt. Es werden Exkursionen in bedeutende Städte und ins Dresdner Umland, Gesprächsabende sowie Besuche von Museen, Konzerten und Festen organisiert. Kultur-Tandems werden vermittelt. Das Kulturprogramm und die Anmeldung für das Sommersemester beginnen im Mai.

Aktuelle Informationen finden Sie unter

www.tu-dresden.de/kulturwww.facebook.com/kulturbuero

Bundesamt verzeichnet im April 11.952 Asylsuchende

Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 5. Mai 2017 reisten im Monat April 2017 nach Deutschland 11.952 Asylsuchende ein. Diese kamen vor allem aus Syrien, Irak und Iran. Im März 2017 hatte die Zahl der eingereisten Asylsuchenden 14.976 betragen. Offene Fälle werden beim Bundesamt weiter abgebaut. So hat das Bundesamt im April 2017 über die Anträge von 63.420 Personen entschieden und die Zahl der anhängigen Verfahren von 278.006 Ende März 2017 auf 232.493 Ende April 2017 reduziert. Die Zahl der beim Bundesamt gestellten förmlichen Asylanträge lag im Monat April 2017 bei 14.848.

Ausführliche Zahlen zu Herkunft, Entscheidungsstatistik und Antragszahlen hat das BAMF veröffentlicht unter
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/05/asylantraege-april-2017.html;jsessionid=E0DF3F74C50850AF9390D66F4423971D.2_cid287?nn=3314802

Studie zur Willkommenskultur in Deutschland – Die Einstellungen in der Bevölkerung 2017

Die Willkommenskultur in Deutschland hat ihren ersten großen „Stresstest“ bestanden, jedoch deutliche Kratzer abbekommen. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung auf der Grundlage einer aktuellen Umfrage. Für die Untersuchung „Willkommenskultur in Deutschland“ befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung 2.014 Menschen ab 14 Jahren, die in Deutschland wohnen.

Die Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass sowohl staatliche Stellen (77 Prozent) als auch die Bevölkerung vor Ort (70 Prozent) Einwanderer willkommen heißen, die in Deutschland arbeiten oder studieren wollen. Gegenüber Flüchtlingen wird die Willkommenskultur sowohl in Behörden (73 Prozent) als auch in der Bevölkerung (59 Prozent) als weniger ausgeprägt wahrgenommen. Allerdings spricht sich eine große Mehrheit für die zügige Arbeitserlaubnis (88 Prozent) und die erfolgreiche Integration (77 Prozent) von Flüchtlingen aus.

Die Bereitschaft zur weiteren Aufnahme von Flüchtlingen geht deutlich zurück. Insbesondere die Menschen in den ostdeutschen Bundesländern begegnen Migranten zunehmend skeptisch. Im Osten meinen nur noch 33 Prozent, die Bevölkerung nehme Flüchtlinge offen auf. Davon seien hingegen im Westen doppelt so viele Bürger überzeugt.

Bundesweit sieht eine knappe Mehrheit der Befragten (54 Prozent) Deutschland an seiner Belastungsgrenze angekommen. Vor zwei Jahren teilten diese Auffassung nur 40 Prozent. Dafür steigt die Zustimmung (von 76 auf 81 Prozent) zu der bislang nicht umgesetzten EU-Regelung, dass jedes Land, abhängig von Größe und Wirtschaftskraft, eine feste Anzahl an Flüchtlingen aufnehmen muss.

Zusammenfassung der Ergebnisse durch die Bertelsmann Stiftung
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2017/april/willkommenskultur-besteht-stresstest-aber-skepsis-gegenueber-migration-waechst/

Die gesamte Studie ist unter folgenden Link zu finden
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/willkommenskultur-im-stresstest/

Fußball: Ausschreibung Julius Hirsch Preis 2017

Seit 2005 erinnert der Deutsche Fußball-Bund e. V. (DFB) jährlich mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises an den deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1892 – 1943) und an alle Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates.

Die Preisausschreibung richtet sich an alle Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich im und um den Fußball für Demokratie und Menschenrechte und gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Der Preis ist mit insgesamt 21.000 Euro dotiert.

Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2017.

Ausführliche Informationen unter
www.dfb.de/julius-hirsch-preis

Hilfsangebot für geflüchtete schwangere Frauen

Kaum etwas verändert das Leben einer Frau so sehr wie eine Schwangerschaft. Gerade werdende Mütter in schwierigen Lebenssituationen fühlen sich ihrer bevorstehenden Aufgabe nicht immer gewachsen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt ein Beratungs- und Hilfsangebot für Frauen. In der Schwangerschaftsberatung helfen Ansprechpersonen bei Fragen, Zweifeln oder Ängsten jederzeit, vertraulich und auf Wunsch anonym.

Ein Hilfetelefon ist rund um die Uhr und kostenlos erreichbar – bei Bedarf in 18 Sprachen. Ebenso ist eine Online-Beratung möglich.

Hilfetelefon „Schwangere in Not“. Wir sind für Sie da – vertraulich.
Der Anruf ist kostenlos
Telefon 0800 40 40 020

Weiter Informationen:
www.schwanger-und-viele-fragen.de