Newsletter Nr. 8 vom 09.08.2016

Ausschreibung des Sächsischen Integrationspreises 2016 gestartet

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„Gemeinsam. Klug. Handeln.“ ist das Motto für den Sächsischen Integrationspreis 2016. Bewerbungen können bis zum 30. September eingereicht werden. Den Preis schreiben die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, und der Sächsische Ausländerbeauftragte, Geert Mackenroth, wieder gemeinsam aus.

Drei Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten eingesetzt haben, werden mit einem Preisgeld zu je 2.000 Euro im Rahmen einer Festveranstaltung im Sächsischen Landtag am 2. Dezember ausgezeichnet.

„In den vergangenen Monaten sind viele Menschen nach Sachsen gekommen. Auf der Flucht vor Krieg, Terrorismus und Verfolgung suchen sie hier Schutz und eine neue Lebensperspektive. Wie das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen organisiert werden und wie eine erfolgreiche Integration gelingen kann, beschäftigt uns intensiv“, sagt Integrationsministerin Petra Köpping.

„Die praktische und nachhaltige Unterstützung durch viele Bürgerinnen und Bürger ist jetzt und für unsere Zukunft wichtig. Sie findet im Alltag beim Abbau sprachlicher, organisatorischer und kultureller Hürden sowie bei der Unterstützung auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit statt. Mit dem Integrationspreis wollen wir dieses Engagement würdigen“, ergänzt Geert Mackenroth.

Eine Jury ermittelt die drei Preisträger. Außerdem werden alle Projekte und Initiativen, die die Teilnahmebedingungen erfüllen, in einer Broschüre dokumentiert und veröffentlicht. Jeder kann seine Vorschläge einreichen.

www.saechsischer-integrationspreis.de

Hörbücher: Grundgesetz, Verfassung und Orientierungshilfe für Asylsuchende - in Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch, Farsi und Deutsch

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Parallel zu den erfolgreichen Broschüren „Grundlagen unseres Zusammenlebens“ und „Orientierungshilfe für Asylsuchende in Sachsen“ bietet der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth nun Audioversionen an.

Die gefragten Broschüren wurden aufbereitet und von Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern professionell eingesprochen. Flüchtlingen, Lehrkräften und Beratern steht so ein weiteres Hilfsmittel zur Verfügung. „Wir helfen bei der Sprachkompetenz und vermitteln parallel Orientierung und Werte.“, so Mackenroth. „Migranten, die mit dem Lernen unserer Sprache erst anfangen, bieten die Broschüren Orientierung.“

Ersteller von Apps zur Orientierung und Internetangeboten können die Audiofiles in professioneller Qualität kostenfrei nachnutzen. Besonders Analphabeten können so niedrigschwellig erreicht werden. Das Kopieren der Dateien, Verlinken und Weitergeben ist ausdrücklich erwünscht. Gern versenden wir auch eine Version in höherer Audioqualität.

Diese Wegweiser in Wort und Bild für die ersten Wochen und Monate in Sachsen sollen dazu beitragen, dass sich die Asylsuchenden in einer noch unbekannten Gesellschaft zurecht finden. Sie enthalten praktische Hinweise, Gesetze sowie Rechte und Pflichten.

Mackenroth will mit dieser Initiative anregen, möglichst viele Wege zur Integration zu gehen: „Die Unterbringung ist endlich auf dem Weg. Jetzt müssen wir weiter handeln, vor allem ressortübergreifend! Integration muss beherzt, klug und mit langem Atem angegangen werden. Wir müssen den Flüchtlingen helfen und sie fördern, egal wie lang sie hier sind. Das hilft uns auch bei der Akzeptanz in der Bevölkerung.“

Hörbücher:

„Grundlagen unseres Zusammenlebens“ und „Orientierungshilfe für Asylsuchende in Sachsen“

http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/downloads/download-6759.cshtml

Aktuelle Asylzahlen in Sachsen im ersten Halbjahr 2016

Das Sächsische Staatsministerium des Innern hat Ende Juli die Asylstatistik für das erste Halbjahr bekannt gegeben.

Anzahl Standorte für Erstaufnahme (Stand 20.07.): 26

Zahl der Erstaufnahmeplätze (Stand 20.07.): 9.858

Belegung (Stand 20.07.): 2.508

Zugänge in Sachsen 2016 (Stand 30.06.): 9.001

Zugänge im Vergleichszeitraum 2015: 10.498

Zugänge in Sachsen 2015: 69.900

Untergebrachte Asylbewerber (Stand 30.06.): 36.249

davon in Kommunen (Stand 30.06.): 33.428

Vollziehbar Ausreisepflichtige (Stand 30.06.): 6.428

Zahl der Abschiebungen 2016 (Stand 30.06.): 2.245

Zahl der Abschiebungen 2015: 1.725

Zahl der Abschiebungen 2014: 1.037

(jeweils nach § 58 Abs. 1 und 3 AufenthG)

Geförderte freiwillige Ausreisen 2016 (Stand 30.06.): 1.151

Geförderte freiwillige Ausreisen 2015: 877

Geförderte freiwillige Ausreisen 2014: 374

Grafische Übersichten zu Asylbewerberzahlen im ersten Halbjahr 2016 stellt die Landesdirektion Sachsen bereit unter:
https://www.lds.sachsen.de/asyl/

Sterntaler – Bewerbungsfrist endet am 21. August 2016

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und fördert gezielt das Engagement zur Unterstützung von Flüchtlingskindern. Ausgeschrieben haben der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e. V. und der Sächsische Ausländerbeauftragte.

Das vorgeschlagene Projekt muss sich besonders an Flüchtlingskinder und deren Familien wenden. Geehrt werden soll das besondere Engagement von Initiativen, Schulklassen, Vereinen, Projektgruppen, Verbänden etc. in der Arbeit mit Flüchtlingskindern und deren Familien. Dabei sollen die eingereichten Projekte im aktuellen Zeitraum 2015/2016 in Sachsen bestehen oder gerade abgeschlossen worden sein. Die Bewerbung kann über ein einfaches Online-Formular erfolgen.

Ausschreibung und Link zum Onlineformular finden Sie unter:
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/veranstaltungen/14976.cshtml

Die Verleihung des Preises findet im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags am Dienstag, dem 20. September 2016, um 14 Uhr statt.

Gemeindedolmetscherdienst Dresden sucht Muttersprachler

Dringend sucht der Gemeindedolmetscherdienst Dresden (GDD) Muttersprachler für die Sprachen:

Persisch (Farsi, Dari, Paschtu - vorzugsweise weiblich)

Serbisch, Kroatisch (Serbokroatisch)

Tigrinya (Eritrea)

Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse, hohe soziale Kompetenz und die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit. Der GDD bietet im Gegenzug ein zertifiziertes Qualifizierungsprogramm zum Gemeindedolmetscher.

E-Mail
viaa.dd@t-online.dewww.convetus.de

Umfrage ausgewertet - Handreichung für Kommunen erschienen

Das Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) veröffentlichte eine Handreichung zu Beispielen guter Praxis in der kommunalen Flüchtlings- und Integrationspolitik. Ausgewertet wurde eine Umfrage in zentralen Handlungsfeldern. Der Bericht erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, möchte nur transparent machen, welche Angebote und Projekte von Seiten der Städte, Landkreise und Gemeinden, die sich an der Befragung beteiligt haben, explizit als Beispiele guter Praxis angeführt wurden.

Benannt wurden folgende Handlungsfelder:

Sprache

Begegnung

Bürgerbeteiligung

Freiwilliges Engagement

Koordination des freiwilligen Ehrenamtes

Schulische und berufliche Integration

Wohnen

Gesundheit

Handreichung „Beispiele guter Praxis in der kommunalen Flüchtlings- und Integrationspolitik“ finden Sie unter:
http://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Aktuelles/2016/Handreichung%20zu%20Beispielen%20guter%20Praxis%20in%20der%20kommunalen%20Fl%C3%BCchtlings-%20und%20Integrationspolitik/DESI_Handreichung_Kommunale%20Fl%C3%BCchtlings-%20und%20Integrationspolitik_Beispiele%20guter%20Praxis_endfassung.pdf

Das DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration plant im Spätherbst 2016 eine weitere Umfrage zur kommunalen Flüchtlings- und Integrationspolitik, um Entwicklungen im Laufe des Jahres 2016 aufzeigen zu können. Die quantitative Befragung soll dann um vertiefende (Telefon-)Interviews mit Verantwortlichen der kommunalen Flüchtlings- und Integrationspolitik sowie Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen ergänzt werden.

DESI - Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration
http://www.desi-sozialforschung-berlin.de

Neues Internetangebot des Bundes „Deutschland kann das.“

Seit Juli informiert die Bundesregierung zentral mit dem neuen Internetangebot „Integration, die allen hilft. Deutschland kann das.“ Aktuell ist das am 6. August in Kraft getretene Integrationsgesetz Hauptthema. Darüber hinaus werden Praxisbeispiele vorgestellt. Zudem verzeichnet eine aktive Karte örtliche Initiativen im Bundesgebiet; derzeit 380 Projekte.

https://www.deutschland-kann-das.de/Webs/DEKD/DE/Home/home_node.html

Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit – aktualisierte Zusammenfassung

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat das Faktenpapier „Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ aktualisiert. Darin werden wichtige Informationen zur Regelung der Zuwanderung dargestellt, etwa für Nicht-EU-Bürger sowie EU-Bürger – unterteilt nach Personen ohne Berufsausbildung, Personen mit Berufsausbildung, Personen mit Hochschulabschluss sowie Selbstständige.

Das Dokument im Downloadangebot des SVR finden Sie unter:
http://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2016/06/160616_Zuwanderung-zum-Zweck-der-Erwerbst%C3%A4tigkeit.pdf

Bundesregierung schreibt Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus

Zum 16. Mal schreibt das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) den Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Den Gewinner/-innen winken Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Damit unterstützt das von der Bundesregierung gegründete BfDT zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Demokratie bedeutet, sich in die Angelegenheiten vor Ort einzumischen und beginnt z. B. in der Familie, in der Schule sowie in der Freizeit. Wir wollen Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz im Alltag auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement würdigen.

Einsendeschluss ist der 25. September.

Die Ausschreibung des Bundeswettbewerbes finden unter:
http://www.buendnis-toleranz.de/aktiv/aktiv-wettbewerb/170678/wettbewerb-aktiv-fuer-demokratie-und-toleranz-2016-bewerbungsphase-laeuft

Fördermittel des BAMF für Projekte zur Integration im Förderjahr 2017

Die Antragsfrist für Fördermittel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern im Förderjahr 2017 endet am 9. September 2016.

Ausschreibung des BAMF
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integration/Sonstiges/gemeinwesenorientierte-projekte-2017.pdf?__blob=publicationFile

Leitfaden des BAMF zur Beantragung http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationsprojekte/gew-projekte_gwo07_leitfaden-beantragung.pdf?__blob=publicationFile