Newsletter Nr. 7 vom 23.06.2016

Rückblick auf das Einbürgerungsfest am 11. Juni im Sächsischen Landtag

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Über 300 Gäste konnten der Sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig, und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth zur Feierstunde im Plenarsaal begrüßen.

Einen Rückblick auf die Veranstaltung und eine Bilderstrecke mit Impressionen finden Sie unter
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/veranstaltungen/14658.cshtml

Ausländische Ärzte, Apotheker, Pfleger und Therapeuten beim Parlamentarischen Abend

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Am Abend des 21. Juni trafen im Plenarsaal ausländische Fachkräfte aus dem Medizinbereich mit Abgeordneten aller Fraktionen zusammen. In Interviews schilderten mehrere Gäste ihre Erfahrungen: Von guten Kontakten zu Kollegen und Patienten, aber auch von bürokratischen Hürden bei der Anerkennung von Qualifikationen.

Eingeladen hatten der Präsident des Sächsischen Landtags, Dr. Matthias Rößler MdL, der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, und der Sächsische Ausländerbeauftragte, Geert Mackenroth MdL.

Es handelte sich um die erste Veranstaltung dieser Art, die auf eine Initiative des Sächsischen Ausländerbeauftragten zurückgeht. Im Mittelpunkt standen die Wertschätzung für die Fachkräfte und deren Kontakt mit den Abgeordneten, aber auch die Aufgaben der beteiligten Verwaltungen und Institutionen.

In den Interviews kamen eine niedergelassene Ärztin, ein Pfleger im Krankenhaus, ein Apotheker und ein im Krankenhaus tätiger Arzt zu Wort. Sie schilderten einerseits die gute Aufnahme unter ihren Kolleginnen und Kollegen, brachten aber auch die strukturellen Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Qualifikationen und Abschlüssen zur Sprache. Sie regten an, qualifizierte Ansprechpartner in den großen Einrichtungen für die neuen Kollegen zu benennen und die Zulassungsverfahren zu beschleunigen. Praktikable Lösungen müssten auch für die Kolleginnen und Kollegen gefunden werden, die aufgrund von Krieg und Flucht ihre Unterlagen nicht entsprechend deutscher Verfahrenswege in ihrem Herkunftsland bestätigen lassen können.

25 Jahre Sächsische Landeszentrale für politische Bildung - Wettbewerb

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung lobt aus Anlass Ihres 25jährigen Bestehens einen Wettbewerb zur politischen Bildung aus. Teilnahmeschluss ist der 3. August. Die Ausschreibung mit den Teilnahmebedingungen finden Sie unter
http://www.slpb.de/angebote/wettbewerb/

Verbraucherzentrale Sachsen informiert mehrsprachig

Die Verbraucherzentrale Sachsen wendet sich in mehreren Sprachen an Menschen mit Migrationshintergrund, speziell an Geflüchtete. Zudem verfasste sie Informationen für Flüchtlingshelfer.

Spezielle Hinweise für Flüchtlingshelfer zu verschiedenen Schwerpunktthemen auf Deutsch:
http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/tipps---themen

Mehrsprachige Informationen für Menschen mit Migrationshintergrund sowie für Geflüchtete (vorerst zu Themen aus dem Bereich der digitalen Welt):
http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/refugee-information

Buchvorstellung „PEGIDA - Warnsignale aus Dresden" am 27. Juni im Verkehrsmuseum

Am 27. Juni 2016 findet im Rahmen der Montaginitiative „Dresden geht aus!“ des City Management Dresden ab 18:30 Uhr die Buchvorstellung „PEGIDA – Warnsignale aus Dresden“ im Verkehrsmuseum mit Prof. Werner J. Patzelt statt.

Beteiligt sind Dresden Buch als Initiator, City Management als Unterstützer und das Verkehrsmuseum. Bereits um 17 Uhr beginnt der Rundgang durch die Sonderausstellung „Migration“.

Gutes Beispiel: Projekttag „Notenschlüssel zur Integration“

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Am 14. Mai fand in Grimma ein Projekttag der Sächsischen Bläserphilharmonie statt. Sie möchte mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln Willkommenskonzerte im Kulturraum Leipziger Raum, dem Freistaat Sachsen und möglicherweise auch darüber hinaus organisieren und durchführen und somit ein Zeichen ehrlicher Willkommenskultur setzen.

Ziel sei es, fremden Menschen ein Willkommenszeichen zu senden und eine wahrhafte Willkommenskultur zu leben. Mit ihrem Chefdirigenten Prof. Thomas Clamor entwickelte die Sächsische Bläserphilharmonie in Kooperation mit dem Landkreis Nordsachsen die Projektidee, hier ankommende Flüchtlinge und insbesondere die Kinder aus asylsuchenden Familien mit Willkommenskonzerten und musikalisch-künstlerischen Integrationsmöglichkeiten zu erreichen und eine nachhaltige Willkommenskultur zu leben.

Video zur Veranstaltung
https://www.youtube.com/watch?v=bVFkb-x9GF0

Stellenausschreibungen für Bildungskoordinatoren für Neuzugewanderte in Dresden

Der Geschäftsbereich Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen der Landeshauptstadt Dresden hat drei Bildungskoordinationsstellen für die Arbeit mit Neuzugewanderten ausgeschrieben. Es handelt sich dabei um je eine Stelle als Koordinator/-in Frühkindliche Bildung für Neuzugewanderte, Koordinator/-in Schulische und Berufliche Bildung für Neuzugewanderte und Koordinator/-in Erwachsenenbildung für Neuzugewanderte. Die Stellen sind bis zum 30. Juni 2018 befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2016.

Die Ausschreibung finden Sie unter
https://www.dresden.de/de/rathaus/stellen-ausbildung/stellenangebote.php

Bundesinnenministerium informiert zu Asylanträgen im Mai

Im Mai 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 55.259 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2015 einen Anstieg um 112,6 Prozent.

Entschieden hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Mai 2016 über die Anträge von 36.465 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 117,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2015 (16.784 Entscheidungen). 15.419 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (42,3 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 5.595 Personen (15,3 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 263 Personen (0,7 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Ausführliche Zahlen zu Herkunftsländern und Folgeanträgen finden Sie unter:
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/06/asylantraege-mai-2016.html

Bundeskriminalamt trifft Kernaussagen zu Kriminalität im Kontext von Zuwanderung

Die Auswirkungen des Zustroms von Flüchtlingen und Asylsuchenden auf die Kriminalitätslage in Deutschland im 1. Quartal 2016 wurden vom Bundeskriminalamt bewertet.

So sanken die Fallzahlen von Straftaten, die durch Zuwanderer begangen wurden, um 18 Prozent im betrachteten Zeitraum. In mehr als der Hälfte der Fälle wurden Diebstahls- sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte begangen. Gemessen am Anteil der Zuwanderungszahl traten Algerier, Marokkaner, Georgier, Serben und Tunesier deutlich überproportional als Tatverdächtige auf.

Die Flüchtlingssituation bietet, so das BKA, weiterhin für die Phänomenbereiche der Politisch motivierten Kriminalität zahlreiche Anknüpfungspunkte für Agitationen und Straftaten. Auf hohem Niveau setzen sich die Fallzahlen von Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte und Asylbewerber fort. Das BKA stellt eine latente Radikalisierung des gesellschaftlichen Diskurses fest.

Alle Kernaussagen mit Zahlen und Erläuterungen unter
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Kurzmeldungen/lage-kriminalit%C3%A4t-kontextzuwanderung-1-2016.pdf?__blob=publicationFile

Bundesamt gibt Broschüre zum Grundgesetz in sechs Sprachen heraus

Mit der Broschüre „Das Grundgesetz – die Basis unseres Zusammenlebens" unterstützt das Bundesamt Zugewanderte und Geflüchtete beim Einleben in Deutschland. In einfachen Worten beschreibt sie, welche Bedeutung das Grundgesetz hat und wie es im Alltag gelebt wird. Die Broschüre ist Teil eines Konzepts des Bundesamtes zur Erstorientierung und Wertevermittlung, das aktuell umgesetzt wird. Aufbauend auf der Broschüre sollen im Laufe des Jahres Erklärfilme veröffentlicht werden.

Die Publikation liegt in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Kurdisch vor. Sie kann kostenlos beim Bundesamt bestellt werden.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/das-grundgesetz.html

Hilfsangebote des Bundesfamilienministeriums für geflüchtete Menschen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend macht auf Informationsmaterialien für besonders schutzbedürftige Gruppen aufmerksam. Unter den derzeit nach Deutschland kommenden Flüchtlingen sind Frauen sowie lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intersexuelle Menschen (LSBTI) jeweils besonders schutzbedürftige Gruppen. Mit dem Flyer „Hilfs- und Beratungsangebote für Menschen in Konfliktsituationen“ soll ihnen in vier Sprachen der Zugang in das deutsche Hilfesystem erleichtert werden.

Auf der Internetseite des Hilfetelefons www.hilfetelefon.de stehen Informationen zum Download und zur Bestellung bereit, die in verschiedenen Sprachen über Gewalt gegen Frauen und mögliche Hilfsangebote informieren.

Die Materialien des Bundesfamilienministeriums können bestellt werden unter:
www.bmfsfj.de/informationen-fluechtlinge

App zur Koordinierung des Ehrenamtes
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Zusammen mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung entwickelte das Bundesministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Willkommen bei Freunden“ eine App zur besseren Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge in Deutschland. Mit ihr sollen Kommunen entlastet und das Ehrenamt vor Ort gestärkt werden. Mit Hilfe der App können Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, einen schnellen Zugang zu Initiativen finden und direkt sehen, welche Art der Unterstützung aktuell gebraucht wird.

Um die App einzusetzen, muss die Kommune ein Profil erstellen und den konkreten Unterstützungsbedarf angeben. Die dazugehörige App wurde gerade freigeschaltet. Die freiwilligen Helfer können schnell und unkompliziert Unterstützung vor Ort anbieten.

www.willkommen-bei-freunden.de

Partnerschaftstelefon

Unter der Nummer 0800 200 50 70 können sich Interessierte, die eine Patenschaft mit geflüchteten Menschen eingehen, eine Vormundschaft übernehmen oder Gastfamilie für einen minderjährigen Flüchtling werden möchten, informieren. Hier erfahren sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten des Engagements und finden Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Organisation vor Ort, die Engagierte vermittelt.