Newsletter Nr. 29 vom 27.08.2012

Mit Herz gesehen - Fremdenfeindlichkeit gleich Dummheit?

Anfang August erschütterte eine furchtbare Schreckensnachricht die Welt. In den USA stürmte ein Nazi einen Sikh-Tempel. Er erschoss und verwundete dort eine große Zahl von Gläubigen. Die Polizei kam zu Hilfe und musste den Amokläufer erschießen, um das Morden zu beenden. Der Täter war am ganzen Körper tätowiert, unter anderem mit Hakenkreuzen. Es stellte sich heraus, dass er Muslime töten wollte, aus Rache für die Attacken der Al Kaida Terroristen. Nun ist es grundsätzlich falsch, unschuldige und unbeteiligte Menschen wegen verbrecherischer Handlungen anderer anzugreifen. Diese Art von selbst ernannter Selbstjustiz gehört in das Denken der Steinzeit, nicht ins Heute.

Das allein wäre schon verabscheuenswürdig. Doch es wird noch abstoßender durch die schiere Dummheit des Täters, der die Sikhs mit Muslimen verwechselte. Sikhs glauben an die Gleichheit aller Menschen und an die universelle Einheit aller Menschen mit Gott. Sikhs werden in einigen Regionen der Welt verfolgt. Es ist deshalb auch kein Wunder, dass es auch unter den Flüchtlingen die in Sachsen leben, eine Reihe von Sikhs gibt. Könnte es sein, dass Fremdenfeindlichkeit mit einer gewissen Art von Dummheit gleichgesetzt werden kann, wie es in diesem krassen Fall in Wisconsin offensichtlich wurde?

Wir sollten uns grundsätzlich von Verallgemeinerungen fern halten. Doch ich bin mir über eins sicher: Fremdenfeindlichkeit ist oft mit fehlendem Wissen gepaart. Es fehlt das Wissen über die vielen kulturellen Reichtümer, die es in anderen Ländern und Kulturen gibt. Und dann fehlt die Bereitschaft, sich für Neues zu öffnen. Das erinnert mich an einen Spruch im Amerikanischen: Verwirre mich nicht mit Fakten. Meine Meinung habe ich schon festgelegt.

Martin Gillo

Jury zum Sächsischen Integrationspreis 2012 berufen

Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz und der Ausländerbeauftragte haben die Jury für den Integrationspreis 2012 berufen. Ihre Mitarbeit erklärten unter anderem Mitglieder der Vereine, die im Jahr 2011 zu den Preisträgern gehörten. Einsendeschluss des aktuellen Wettbewerbs ist der
17. September 2012. Der Preis wird am 30. November 2012 im Landtag verliehen.

Zusammensetzung der Jury für den Sächsischen Integrationspreis 2012

Frau Christine Clauß MdL
Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

Prof. Dr. Martin Gillo MdL
Sächsischer Ausländerbeauftragter

Frau Swetlana Kreismann

Ausländerrat Dresden e.V.

Frau Tina Dencker
Verein zur Förderung von Fraueninitiativen Frauenzentrum „Regenbogen“ e.V.

Frau Michaela Mickoleit
Max Planck Institute of Moleculare Cell Biology and Genetics

Frau Nargis Amiri

Bon Courage e.V.

Prof. Dr. phil. Christian Prunitsch
Ausländerbeauftragter der TU Dresden

Ausschreibung und Bewerbungsunterlagen unter www.offenes-sachsen.de

http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/veranstaltungen/8796.aspx

NIMS-Treffen – Datum vormerken

Das nächste Netzwerktreffen für Integration und Migration in Sachsen (NIMS) verspricht konstruktive Diskussionen und produktiven Austausch. Diesmal geht es am 15. Oktober von 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr mit dem Thema „Mehr-Vernetzung-Mehr-Wert“ um die Basis jeder Vernetzung. Wir wollen die sächsische Vernetzungslandschaft einerseits bekannter machen und Vernetzungen in Sachsen fördern und unterstützen. Gemeinsam werden wir in Workshops, einem gegenseitigen Kennenlernen und durch Vorträge aktuelle Forderungen aus den Gruppen bearbeiten. Über den genauen Ort und die detaillierte Tagesordnung wird im September informiert.

Anmeldungen bitte bis zum 8. Oktober an:

Gesa Busche

E-Mail: Gesa.Busche@slt.sachsen.de

Telefon 0351-4935177

Telefax 0351 4935474

Sächsischer Fundraisingtag und Kirchenfundraisingtag in Dresden

Am 13. September vermitteln praxiserfahrene Referenten beim 9. Sächsischen Fundraisingtag in Seminaren aktuelle Erkenntnisse zum Thema Finanzierung für gemeinnützige Organisationen. Der Fundraisingtag soll helfen, den Austausch zum Thema Spenden zu vertiefen und für eine weitere Professionalisierung des Fundraisings zu sorgen. Denn nicht nur große Organisationen bitten erfolgreich um Spenden. Auch kleine regionale Organisationen optimieren zunehmend ihre Möglichkeiten: sie binden ihre Spender langfristig, erforschen Spendermotive, richten sich danach und entwickeln innovative Ideen zur Neuspendergewinnung. All diese Themen finden Sie auf dem Fundraisingtag, vertreten von Praktikern aus Non-Profit-Organisationen und Agenturen. Durch Sponsoren und Partner ist die Teilnahmegebühr moderat.

Ein Forum des Fundraisingtags ist der 6. Kirchenfundraisingtag der in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Landeskirche Sachsen gestaltet wurde. Drei Praktiker aus Kirchgemeinden und kirchennahen Einrichtungen geben ihre Praxiserfahrungen weiter. Neu ist das Vortragsprogramm, das statt der vertiefenden Inhaltsvermittlung im Seminar sechs aktuelle Themen aus der Vereinsarbeit bündelt. Gelegenheit gibt es zur Kontaktaufnahme mit den Aktiven von 150 gemeinnützigen Organisationen aus der Region. Zum Abschluss präsentiert Gertrud Bohrer von der GfK exklusiv für den Fundraisingtag Zahlen zum Spendenverhalten in Sachsen.

Programm, Informationen, Kosten, Anmeldung

http://www.fundraisingtage.de/index.php/anmeldung.html

RESQUE PLUS ermöglicht gezielte Schulungen

Das Netzwerk RESQUE PLUS bietet Schulungen und Seminare für Multiplikator/- innen in Sachsen an. Die Themenschwerpunkte und einzelnen Module, sowie der Zeitrahmen können in Absprache mit dem Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig, Frau Badakhshi, vereinbart werden.

Einige mögliche Seminarthemen sind:

Aufenthaltsrecht in Verbindung mit Instrumenten der Arbeitsmarktintegration von Bleibeberechtigten und anderen Flüchtlingen

Sozialrechtliche Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktzugang von Migrant/-innen im SGB II – Bezug und Zugang zu Bildung

Interkulturelle Öffnung von Einrichtungen, Institutionen und der Verwaltung- Interkulturelle Kompetenzen und interkulturelle Kommunikation

Sensibilisierung von Partnern der Integrationsarbeit für die Arbeit mit Bleibeberechtigten und anderen Flüchtlingen (Themenschwerpunkt je nach Kontext der Arbeitsbereiche)


Kontakt:
Rudaba Badakhshi
Stadt Leipzig, Der Oberbürgermeister
Referat für Migration und Integration
04092 Leipzig
Telefon 0341 123-2694
Telefax 0341 123-2695
E-Mail rudaba.badakhshi2@leipzig.de

Initiativenkonferenz Asyl in Sachsen

Für den 15. September lädt der Sächsische Flüchtlingsrat e.V. zu einer Tagung in den Herbert-Wehner-Saal in Dresden ein. In fünf Workshops geht es um die rechtliche Situation von Asyl, die Verbesserung der Lebenssituation von Asylsuchenden, die Sensibilisierung der Mehrheitgesellschaft, das Rahmenkonzept der Liga der freien Wohlfahrtspflege und um den konstruktiven Umgang mit Frust bei der Arbeit. Das genaue Programm steht unter

http://bit.ly/Oqghee

Migranten als entwicklungspolitische Botschafter

Zu einem Workshop am 31. August lädt das entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e.V. nach Dresden ein. Das Thema lautet: Was kümmert mich Entwicklungspolitik? Eingeladen sind Migranten und Aktive im entwicklungspolitischen Bildungsbereich, die ehrenamtlich oder beruflich im Verein, Initiativen, Gruppen tätig sind. Die Teilnahme kostet inklusive Verpflegung drei Euro.

http://www.einewelt-sachsen.de/aktuelles/was-kummert-mich-entwicklungspolitik

Wie willkommen sind Migranten bei den Parteien?

Im Rahmen der Interkulturellen Tage der Stadt Dresden verspricht die Veranstaltung „Herzlich willkommen – wer immer Du bist, aber gilt das auch in den  Parteien?“ eine fruchtbare Diskussion. Der Ausländerbeirat Dresden lud die Vorsitzenden aller demokratischen Parteien in Dresden ein, ihr eigenes innerparteiliches „Integrationskonzept“ in einer Podiumsdiskussion vorzustellen.

24.September von 19 bis 21 Uhr

Ortsamt Blasewitz

Naumannstraße 5

01309 Dresden

Veranstaltungsdatenbank zur Interkulturellen Woche ist online – Programme können weiter eingesandt werden

In vielen Kommunen werden derzeit die Veranstaltungen zur Interkulturellen Woche 2012 vorbereitet. Bitte senden Sie Ihre Programme auch an den bundesweit agierenden Ökumenischer Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche.
Die Mitarbeitenden veröffentlichen die zugesandten Programme in der Online-Veranstaltungsdatenbank der Homepage www.interkulturellewoche.de. Damit wird es für Besucher, Multiplikatoren und die Berichterstatter leichter, sich über die umfangreichen Angebote zu informieren.

Die zugesandten Programme oder Veranstaltungsankündigungen werden fortlaufend eingepflegt. Sinnvoll ist es, den Programmflyer - möglichst als PDF – und den Kontakt zu einer Ansprechperson an info@interkulturellewoche.de zu senden.

Die Online-Veranstaltungsdatenbank zeigt wie breit das Engagement im Rahmen der Interkulturellen Woche in ganz Deutschland ist und ermöglicht die gezielte Suche nach Veranstaltungen vor Ort. Über die Printexemplare Ihres Plakates und/oder Programmes freuen sich der Ausschuss ebenfalls.

Neuer Fotowettbewerb zur Interkulturellen Woche

Dieses Jahr startet zum ersten Mal einen Fotowettbewerb im Rahmen der Interkulturellen Woche. Die Ausschreibung ist ab September auf www.interkulturellewoche.de (Galerien).

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ endet am 28. September

Zum 12. Mal schreibt das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in diesem Jahr den Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ aus. Den Gewinnern winken Geldpreise im Wert von 2.000 bis 5.000 € und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Damit unterstützt das von der Bundesregierung gegründete BfDT zivilgesellschaftliche Aktivitäten im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung. Demokratie bedeutet, sich in die eigenen Angelegenheiten im Land einzumischen; sie beginnt in der Familie, in der Schule, in der Freizeit. Wir wollen Einzelpersonen und Gruppen, die dort und anderswo das Grundgesetz auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement würdigen.

Mit dem Wettbewerb soll ehrenamtliche, zivilgesellschaftliche Arbeit vor Ort für die breitere Öffentlichkeit sichtbarer werden. Ausschreibungsbedingungen und Termine stehen unter:

www.buendnis-toleranz.de/aktiv_12

Kontakt:

Cornelia Schmitz
Bundeszentrale für politische Bildung
Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz
Friedrichstraße 50
10117 Berlin
Telefon 030 254504-461
Telefax 030-254504-478
E-Mail buendnis@bpb.bund.de

Integration durch Sport mit einem Heimspiel

Ein „Heimspiel“ veranstaltet der Deutsche Olympische Sportbund am Freitag, 21.September 2012, dem „Tag der Integration“ in Potsdam. In dem ungewöhnliches Gesprächsforum geht es um Fragen wie: Ist es möglich, dass alle Teams auf dem Platz ein Heimspiel haben – gleichzeitig und egal woher sie kommen? Und wie kann es gelingen, dass alle Beteiligten als Siegerinnen und Sieger vom Platz gehen?

Interessenvertreter/innen, Medienschaffenden und Akteure aus den Themenbereichen Migration, Integration und Sport sollen die Teams unterstützen – Handtuch und Turnschuhe werden nicht gebraucht.

Das Programm der Veranstaltung sowie alle wichtigen Downloads finden Sie auf

http://www.dosb.de/index.php?id=14701&rid=t_3905&mid=388&aC=c52d5f79&jumpurl=-1

Antidiskriminierungsstudie zu Alltagserfahrungen von Migranten

Anfang August stellte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) eine aktuelle Studie „Benachteiligungserfahrungen von Personen mit und ohne Migrationshintergrund“ vor. Demnach berichtet fast jeder Zweite (42 %) in Deutschland lebende Zuwanderer von diskriminierenden Alltagserfahrungen – doppelt so häufig wie die Mehrheitsbevölkerung. Basis der Studie ist eine repräsentative Befragung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR).

Rund 24 Prozent der Befragten ohne und 42 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund gaben an, in einem der acht abgefragten Lebensbereiche (Bildung, Arbeitsmarkt, Ämter / Behörden, Nachbarschaft, Religionsausübung, Freizeitaktivitäten, öffentliche Transportmittel, Wohnungssuche) benachteiligt worden zu sein. Einen signifikanten Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland gab es dabei nicht.

Die Studie der Antidiskriminierungsstelle basiert auf Befragungen im Rahmen des Integrationsbarometers des SVR. (Erhebungszeitraum: Sommer 2011). Insgesamt nahmen mehr als 9200 Personen an der Befragung teil. Migranten waren mit 76,8 Prozent vertreten, Personen ohne Migrationshintergrund mit 23,2 Prozent. Die Studie kann kostenlos heruntergeladen werden.

http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/expertise-Ost-West-Vergleich.pdf?__blob=publicationFile

Pathfinder stärkt jugendliche Migranten

Mit dem Projekt Pathfinder sollen Jugendliche in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe und Eigeninitiative durch verschiedene Angebote, unter anderem durch Seminare zum Globalen Lernen, gestärkt und unterstützt werden. Das Projekt richtet sich an junge Migrantinnen und Migranten aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten). Angesprochen sind Jugendliche aus Sachsen-Anhalt. Es können auch junge Menschen aus den Ländern Brandenburg, Sachsen und Thüringen teilnehmen. Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenlos, Fahrtkosten können übernommen werden. Vom 14.-16. September findet beispielsweise ein Kreativworkshop statt und in der letzten Oktoberwoche werden Teamleiter ausgebildet.

Träger des Projektes ist die Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V., es wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds gefördert. PATHFINDER gibt es seit April 2012Über die aktuellen Seminaren, Aktionstagen und Schulungen informiert die Website

www.pathfinder-lsa.de

Förderungen für 2013 beim Bundesamt beantragen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert in der Förderperiode 2013 gemeinwesenorientierte Integrationsprojekte für Zuwanderinnen und Zuwanderer mit dauerhafter Bleibeperspektive. Gefördert werden können Jugendprojekte bzw. altersunabhängige Projekte mit einer jeweiligen Laufzeit von bis zu drei Jahren. Diese Unterstützung soll die gesetzlichen Integrationsangebote ergänzen.

Mit der Förderung werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

Stärkung der Kompetenzen von Zugewanderten,

gleichberechtigte Teilhabe Zugewanderter am gesellschaftlichen und politischen Leben,

Verbesserung der wechselseitigen Akzeptanz von Zuwanderer- und Aufnahmebevölkerung,

Kriminalitäts-, Gewalt- und Suchtprävention,

verstärkte Einbeziehung von Migrantenorganisationen in die Integrationsarbeit vor Ort

Die Zielsetzungen bilden den inhaltlich-systematischen Rahmen für förderfähige Maßnahmen. Jährlich können bis zu 50.000 € zugewandt werden. Die Anträge sind bis zum 31. Oktober 2012 einzureichen. Ausführliche Informationen zu den thematischen Förderschwerpunkten und zur Antragsstellung unter:

http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2012/20120530-ausschreibung-gemeinwesenorientierte-projekte.html

Bundesamt informiert über Fachkräfte, die Blaue Karte EU und mehr Asylerstanträge

Eine neue Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge untersucht die Qualifikation der Arbeitsmigranten, die in den letzten Jahren zugewandert sind bzw. aktuell zuwandern.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2012/20120726-wp44-zuwanderung-fachkraefte.html

Zum 1. August ist das Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie in Kraft getreten, das darauf abzielt, einen gemeinsamen Aufenthaltstitel (Blaue Karte EU) für Hochqualifizierte auf EU-Ebene einzuführen.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2012/20120801-blaue-karte-eu.html

4.498 Menschen stellten im Monat Juli 2012 in Deutschland einen Asylerstantrag. Gegenüber dem Juni war das ein Anstieg um 15,3 Prozent.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2012/20120810-asylgeschaeftsstatistik-juli.html

Zwei Drittel der ausländischen Jugendlichen wurden in Deutschland geboren

Das Statistische Bundesamt informiert, dass 67 Prozent der im Jahr 2011 in Deutschland lebenden ausländischen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren in Deutschland geboren wurden.

Handbuch zum Schutz vor Diskriminierungen

Das Deutsche Institut für Menschenrecht veröffentlichte ein Onlinehandbuch zum Schutz vor Diskriminierungen. Es richtet sich vor allem an Verbände.

www.aktiv-gegen-diskriminierung.de

Buchempfehlungen

Kleine Einführung in das Schubladendenken

Jens Förster

ISBN-10: 3421042543

8,95 € Goldmann Verlag


Der Autor ist Professor für Sozialpsychologie, Kabarettist und Sänger und er forscht zu Ursachsen und Wirkungen von Vorurteilen. Das verspricht eine wissenschaftlich fundierte und unterhaltsame Lektüre. Die Theorie: Vorurteile sind Prophezeiungen, die sich selbst erfüllen. Studien zufolge schneiden Menschen mit negativen Erwartungen an sich selbst unter Zeitdruck schlechter ab als andere. Förster verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit anschaulichen Berichten von persönlichen Erfahrungen, um zu erklären, wie Vorurteile und Stereotype zustande kommen, was sie anrichten, welche positiven Auswirkungen sie mitunter haben und wie wir sie wieder loswerden können.

Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit!

Nicol Ljyubic (Herausgeber)

ISBN-10: 3455502466

17,99 € Hoffmann und Campe Verlag

Siebzehn deutsche Schriftsteller erzählen von ihren Erfahrungen in einem Land, das sie Heimat nennen. Sie heißen Ljubic, Bánk, Müller, Gorelik, Barbetta oder Özdogan. Sie sind Deutsche, aber man nennt sie „Deutsche mit Migrationshintergrund“. Hier äußern sie sich zur Debatte über Heimat, Herkunft und ihre Identität. Herausgeber Nicol Ljubic und seine Mitstreiter versuchen mit viel persönlichem Einsatz und Herzenstexte zu reparieren, was durch die Sarrazin-Debatte kaputtgegangen ist.