Newsletter Nr. 37 vom 08.11.2013

AG Asylsuchende mit Demokratiepreis ausgezeichnet

In der Synagoge Dresden wurde am Donnerstagabend der Sächsische Förderpreis für Demokratie an die AG Asylsuchende Sächsische Schweiz - Osterzgebirge und das Soziokulturelle Zentrum „Alte Brauerei“ Annaberg-Buchholz verliehen. Der Preis für herausragendes Engagement für Demokratie wird vergeben von der Amadeu Antonio Stiftung, die Freudenberg Stiftung und die Sebastian Cobler Stiftung. Die beiden Hauptpreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Eine Jury hatte die Preisträger unter 54 Bewerbern ausgewählt.

Die AG Asylsuchende ist ein Zusammenschluss verschiedener Vereine. „Unermüdlichen und bewundernswerten Einsatz für Asylsuchende im Landkreis“ hob die Jury in der Begründung hervor. Die AG setzt sich für bessere Unterbringung und lokale Integration ein. Das Zentrum in Annaberg-Buchholz bietet eine breite Palette von Themen und sozialen Projekten. Die Jury würdigte die Arbeit für Demokratie und Jugendbildung in einer kleinen Stadt.

Weitere acht Initiativen bekamen einen Anerkennungspreis, der mit jeweils 1.000 Euro dotiert ist. Preisträger waren der Sächsische Flüchtlingsrat und dessen Gruppe „Hilfe für Menschen in Abschiebungshaft“, die Vereine Arbeit und Leben Sachsen, AG Jugendfreizeitstätten Sachsen und das Projekttheater Zittau sowie die Künstlergruppe Grass Lifting Camp aus Zwickau, die Initiative für ein weltoffenes Geithain und das Berufliche Schulzentrum Wurzen.

http://www.demokratiepreis-sachsen.de/

MDR mit Themensendung zu Asylbewerberheimen

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Am Donnerstag standen die Themen Asyl und Flucht im Mittelpunkt der Abendsendung von MDR1 Radio Sachsen. Hörer konnten per E-Mail Fragen und Meinungen einsenden. In vier Gesprächsrunden antworten Kerstin Körner und Professor Martin Gillo. Die Moderation der Sendung hatte Gabi Kammel. Körner leitet die Unterbringungsbehörde im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge. Vorrangige Themen waren Ängste und die Erwartungshaltung der Menschen in der Umgebung von neuen Unterkünften. Immer wieder kristallisierte sich erneut die dezentrale Unterbringung als Kernthema heraus. Körner berichtete von positiven Erfahrungen, wenn neue Asylbewerber nach einer Lern- und Eingewöhnungsphase in Gemeinschaftsunterkünften relativ rasch in Wohnungen untergebracht werden. Gillo plädierte für den frühzeitigen und dauerhaften Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, um Ängste und Hindernisse zu erkennen und abzubauen. Die Sendung steht im Internetangebot des Senders noch einige Tage zum Nachhören online.

http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio694524.html

Afrikawochen mit Energieworkshop in Dresden

Der Verein power4africa wird vom 19. bis 27. November 2013 ein Stück Afrika nach Dresden holen. Die nun 9. Afrika-Woche ist im O.D.C. Einkaufszentrum auf der Reicker Straße 60 in 01219 Dresden. Dr. Karamba Diaby, der erste Bundestagsabgeordnete afrikanischer Abstammung, wird als Gast erwartet.

Afrikanische Aussteller präsentieren afrikanische Handarbeitskunst, wie Malerei, Schmuck, Trommeln, Textilien und Körben sowie typischen afrikanischen Gewürzen. Neben täglichen Trommelkursen, afrikanischer Musik und Percussionkonzerten wird es Tanzaufführungen sowie Fotoausstellungen zu Reisen in Afrika geben.

Im Rahmen der Afrika-Woche findet außerdem am 21. November 2013 im Technologie Zentrum Dresden ein Workshop zum Thema „Wie der politische Wandel in Nordafrika die Energiepolitik im Sub-Sahara Afrika vorantreibt" statt.

Nähere Informationen zu den Vorträgen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter:


www.power4africa.dewww.wipro-dresden.de/energieworkshop

Bundespräsident informiert sich in Mannheim über die Situation von Roma und Sinti

Joachim Gauck besuchte am 7. November 2013 unter dem Thema „ Zuwanderung gestalten, Minderheiten schätzen und schützen“ die Stadt Mannheim. Im Fokus stand die Zuwanderung aus Südosteuropa. Er besuchte sowohl die Neckarschule, die einen besonders hohen Anteil an bulgarischen und rumänischen Schülern aufweist, als auch das Community Art Center und das Kulturhaus RomnoKher, das sich für die Bekämpfung von Antiziganismus einsetzt. Er kam dabei mit den Zuwanderern ins Gespräch und konnte sich dadurch ein Bild von ihren Lebenslagen machen. Gleichzeitig suchte er das Gespräch mit den verschiedenen Einrichtungen und Vertretern der Stadt Mannheim, um über die Herausforderungen zu sprechen, die im Zusammenleben gemeistert werden müssen. Er forderte dazu auf, offen über Probleme zu reden, um sie dadurch überwinden zu können.

Die Stadt Mannheim hat einen Integrationsfonds eingerichtet, durch den ein niederschwelliges Angebot für Roma und Sinti geschaffen werden konnte. Mannheim will Vorbild für das Zusammenleben in Metropolen werden.

Das Bundespräsidialamt informiert zum Besuch des Bundespräsidenten unter: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Joachim-Gauck/2013/10/131031-Thementag-Mannheim.html

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schätzt den Besuch in ihrem Onlineangebot ausführlich ein:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundespraesident-gauck-zu-besuch-in-der-realitaet-12653342.html

Projektstart zur bundesweiten Vernetzung von Migrantinnenorganisationen

Das Bundesfamilienministerium und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördern in einem Projekt die Vernetzung und Qualifizierung von Migrantinnenorganisationen. Damit soll die Gleichstellung von Migrantinnen gefördert und die Interessen der Zielgruppe in Öffentlichkeit, Medien und Politik vertreten werden. Mit dem Projekt soll eine Dachorganisation aufgebaut werden, welche sowohl die Interessen der Migrantinnen auf Bundesebene vertritt als auch Ansprechpartnerin für politische Sachverhalte ist. Das Projekt ist für drei Jahre angelegt und geht auf ein Votum des zweiten Migrantinnenkongress im März 2013 zurück, bei dem die Anwesenden die Notwendigkeit einer bundesweiten Vernetzung ihrer Organisationen zum Ausdruck brachten.

Rechtsberaterkonferenz fordert mehr Schutz für Flüchtlinge

Auf ihrer Herbstkonferenz in Erkner forderte die Rechtsberaterkonferenz der Wohlfahrtsverbände (RBK) die Spitzen von CDU/CSU und SPD auf, den Schutz von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu stärken. Die laufenden Koalitionsverhandlungen sollten dazu genutzt werden, im Koalitionsvertrag verbindliche Vereinbarungen aufzunehmen, die diesem Ziel auf nationaler und europäischer Ebene dienen.

Die RBK ist ein Zusammenschluss von Rechtsanwälten, die es sich in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden Caritasverband (DCV), Diakonie Deutschland und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) sowie dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) seit Jahren zur Aufgabe gemacht haben, Rechtsberatung für Asyl suchende und ausländische Flüchtlinge durchzuführen

Die Erklärung finden Sie unter:
http://www.rechtsberaterkonferenz.de/2013.html

BAMF-Studie zur Unterbringung von Asylbewerbern

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat in einem Working Paper eine Fokus-Studie vorgelegt, die zeigt, wie die Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern in Deutschland organisiert ist. Sie soll Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung auf europäischer wie nationaler Ebene die nötigen Informationen liefern, um ein effektives und menschenwürdiges Aufnahmesystem für Schutzsuchende zu gewährleisten.

Beschrieben werden die föderale Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern und die Mechanismen, mit denen die Aufnahme von Asylbewerbern zwischen den Bundesländern koordiniert wird. Darüber hinaus werden die verschiedenen Verfahren dargestellt, mit denen die Bundesländer die Unterbringung von Asylbewerbern organisieren, und es werden die verschiedenen Unterbringungsformen von Asylbewerbern und die ihnen zur Existenzsicherung gewährten Leistungen vorgestellt.

Das Working Paper 55 „Die Organisation der Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern in Deutschland“
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/EMN/Nationale-Studien-WorkingPaper/emn-wp55-organisation-und-aufnahme-asylbewerber.pdf;jsessionid=871B98C9E6AAF49F49D9042B5BB519FE.1_cid286?__blob=publicationFile