Newsletter Nr. 32 vom 20.09.2013

Mit Herz gesehen – wortlos

Sächsische Wähler sollen demokratische Parteien wählen

Die Bischöfe der Evangelischen und die der Katholischen Kirchen rufen die sächsischen Wähler zur Stimmabgabe auf. In einem gemeinsamen Aufruf zur Bundestagswahl vom Montag werden die Sachsen aufgefordert, demokratische Parteien zu unterstützen. Die NPD sei für Christen nicht wählbar. „Dass wir in unserer Gesellschaft demokratische Strukturen haben, ist eine große Errungenschaft und nicht selbstverständlich”, so der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heiner Koch, in dem am Montag verbreiteten Aufruf. In vielen Diktaturen sehnten sich die Menschen nach freien Wahlen.

Umgang mit Asylsuchenden maßgeblich

Die Bischöfe erinnerten daran, die Prinzipien des Evangeliums bei der Wahlentscheidung zu bedenken. „Nicht zuletzt am Umgang mit Asylsuchenden zeigt sich die christliche Verantwortung. Wer in existenzieller Not aus seiner Heimat fliehen muss, braucht Hilfe und eine menschenwürdige Behandlung. Parteien, die zu Ablehnung und Hass gegen diese Menschen aufstacheln, stehen zur christlichen Botschaft in krassem Widerspruch“, so Landesbischof Bohl und Bischof Koch. Empört zeigten sie sich über Wahlplakate der NPD, die Hass und Feindschaft säten.

Bohl erinnerte die Bürger daran, dass sie mit ihrer Stimme die Richtung der politischen Entwicklung entscheiden könnten. „Die Pflanze der Demokratie kann nur gedeihen, wenn sie gepflegt wird, und der beste Dünger für sie ist eine hohe Wahlbeteiligung.“

Zudem wurde am letzten Sonntag ein Wahlaufruf der Deutschen Bischofskonferenz in allen katholischen Gemeinden des Bistums Dresden-Meißen verlesen.

http://www.evlks.de/aktuelles/nachrichten/22326.html

http://www.bistum-dresden-meissen.de/front_content.php?idcat=1579&idart=22448

Interkulturelle Tage in Dresden “Weltoffen sein und mehr erleben!“

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Der Vorbereitungskreis der Interkulturellen Tage in Dresden wirbt mit dem Motto „Weltoffen sein und mehr erleben" um eine neue Willkommenskultur in Dresden.

Zeitgleich mit der Bundestagswahl starten am Sonntag, 22. September 2013, die 23. Interkulturellen Tage. Dabei werden 73 Veranstaltungen von 56 Veranstaltern angeboten. Die Oberbürgermeisterin Helma Orosz lädt am 22. September zu einem Ratsschmaus ein. Ein Straßenfest am 28. September verspricht ein buntes Bühnenprogramm. Bis zum 6. Oktober können alle großen und kleinen Besucher die zahlreichen Angebote nutzen.

Das gesamte Programm finden Sie unter:
http://www.dresden.de/media/pdf/auslaender/interkulturelle_tage2013_programm.pdf

Dialogforum über das Zuwanderungs- und Integrationskonzept in Chemnitz

Die Chemnitzer Ausländerbeauftragte, Etelka Kobuß, lädt zu einem Dialogforum über das Sächsische Zuwanderungs- und Integrationskonzept (ZIK) ein. Hauptreferenten der Veranstaltung sind Karl Bey, Referatsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, und der Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Chemnitz, Pedro Martin Montero Pérez. Bey wird unter dem Motto „Wo stehen wir?“ das ZIK vorstellen und zum Sachstand berichten. Pérez verspricht kritische Anmerkungen zum Konzept. Nachbetrachtung und Forderungen der Organisationen der Migrationssozialarbeit mit anschließender Diskussion sind für den Nachmittag vorgesehen.

Etelka Kobuß möchte mit der Veranstaltung vorhandene Kräfte bündeln und gemeinsame Ziele sowie Vorgehensweisen entwickeln. Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Wirtschaft, Verwaltung, Vereine und Institutionen, Organisationen von Menschen mit Migrationshintergrund – alle Bürgerinnen und Bürger – stehen gemeinsam in der Verantwortung, heißt es in der Einladung.

25. September 2013 von 10.00 Uhr bis 14:00 Uhr
AG In- und Ausländer e. V.
Müllerstraße 12
09113 Chemnitz (Hinterhof)

Rückmeldungen bitte bis zum 23. September an:

AG In- und Ausländer e. V.
Müllerstraße 12
09113 Chemnitz
Telefon 0371 49512754
Telefax 0371 49512755
E-Mail agiua@agiua.de

Mehrsprachigkeit in Dresdner Kindertageseinrichtungen

„Weltoffen. Schon im Kindergarten?“ ist der Fachtag zur Mehrsprachigkeit in Dresdner Kitas überschrieben, zu dem der Ausländerrat Dresden einlädt. Am 24. September 2013 wird im Kinder- und Elternzentrum Kolibri e. V. auf der Ritzenbergstraße 3 in 01067 Dresden zu Mehrsprachigkeit im Hinblick auf Identität, Normalität in der deutschen Gesellschaft gesprochen. Die Podiumsgäste werden zudem die Situation und Aussichten in Dresden diskutieren. Beginn ist 16 Uhr, Ende gegen 19 Uhr.

Die Anmeldung erwarten die Veranstalter bis zum 20. September 2013 unter der
E-Mail familien@auslaenderrat.de

Fachtag Elternarbeit in der Migrationsgesellschaft in Dresden

Zu einem weiteren Fachtag lädt der Ausländerrat Dresden e. V. für den 18. Oktober 2013 in die Johannstadthalle in Dresden, Holbeinstraße 68, ein. Die Arbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund soll dabei in den Fokus rücken. Olga Sperling präsentiert Erfahrungen und Ergebnisse des dreijährigen Projektes in Dresden-Johannstadt. Prof. Marion Gemende von der Evangelischen Hochschule Dresden referiert zu den Lebensrealitäten von Familien mit Migrationshintergrund und grundlegenden Herausforderungen. Außerdem wird über das Spannungsfeld zwischen Normalität und besonderer Unterstützung diskutiert.

Anmeldung und Information:
Antje Großmann
Ausländerrat Dresden e. V.
Büro Johannstadt
Elisenstraße 35
01307 Dresden
Telefon 0351 3070969

E-Mail grossmann@auslaenderrat.de

Botschaftsprechstunden für Ukrainer in Chemnitz

Die Konsularabteilung der Botschaft der Ukraine in der BRD wird am 26. September 2013 von 11.00 bis 15.00 Uhr in der Villa des Bildungszentrums der DPFA Akademiegruppe GmbH, 09131 Chemnitz, Emilienstraße 50, konsularische Sprechstunden durchführen. Folgende konsularische Handlungen werden vorgenommen:

zeitweilige oder ständige konsularische Anmeldung

Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Reisepasses

Annahme von Unterlagen über den Austritt aus der ukrainischen Staatsangehörigkeit

Annahme von Unterlagen über den ständigen Wohnsitz in der BRD

Annahme von Unterlagen über die Angehörigkeit bzw. Nichtangehörigkeit zur ukrainischen Staatsbürgerschaft

Legalisierung von Unterlagen natürlicher und juristischer Personen

notarielle Handlungen

Annahme von Visumunterlagen

Annahme von Unterlagen zwecks konsularischer Handlungen mit ukrainischen Reisepässen

Annahme von Unterlagen über die Registrierung von Personenstandsakten

Unterlagen, die für die oben genannten Fragen benötigt werden, und die jeweiligen Anforderungen sind auf der Webseite der Ukrainischen Botschaft in der BRD im Abschnitt „Konsularische Tätigkeiten“ zu finden:
http://www.mfa.gov.ua/germany

Senioren, Veteranen und Menschen mit Behinderung haben bei der Einreichung der Dokumente Vorrang. Die Voranmeldung in Chemnitz erfolgt unter:

Telefon 0341 24251520 und 0171 2884332 oder
E-Mail hkonsulat@jelena-hoffmann.com

Diakonie und Jesuiten-Flüchtlingsrat fordern Trennung von Straf- und Abschiebehaft

In einer Erklärung vom 29. August 2013 fordern der Jesuiten-Flüchtlingsdienst und die Diakonie den sofortigen Stopp der Inhaftierung von Abschiebungsgefangenen in normalen Gefängnissen. Der Bundesgerichtshof hat in zwei aktuellen Beschlüssen die gängige Praxis, Abschiebungshäftlinge gemeinsam mit Straftätern zu inhaftieren, in Frage gestellt und dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt.

Nach Ansicht von Diakonie und Jesuiten-Flüchtlingsdienst muss die Abschiebungshaft damit in den Bundesländern unterbleiben, in denen nur Justizvollzugsanstalten zur Verfügung stehen.

Heiko Habbe, Policy Officer des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, sagte: „Diese mutmaßlich rechtswidrige Praxis muss sofort aufgegeben werden, da der Bundesgerichtshof bereits deutliche Zweifel geäußert hat.“ Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand der Diakonie Deutschland, hält Abschiebungshaft für unverhältnismäßig. Schließlich haben Abschiebungshäftlinge keine Straftat begangen, so Loheide. „Die Betroffenen leiden massiv unter ihrer Inhaftierung – psychisch und physisch.“

Überwiegend würden Asylsuchende in Haft genommen, für deren Asylverfahren möglicherweise ein anderer EU-Mitgliedstaat zuständig sei. Die Unterzeichner der Erklärung geben an, dass Seelsorger und Berater den Anteil der inhaftierten Asylsuchenden auf bis zu 80 Prozent schätzen.

Es sei für viele Betroffene eine verstörende und traumatisierende Erfahrung, dass Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, ins Gefängnis gebracht werden. In den meisten Fällen sei Abschiebungshaft zudem überflüssig, weil es zum Freiheitsentzug Alternativen gibt.

Der Wortlaut der Erklärung finden Sie unter:
http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/images/pdf/jrs%20diakonie%20gemeinsame%20erklaerung%20eugh%20abschiebungshaft.pdf

Zehn Prozent der Hochschulabsolventen 2012 waren Ausländer

Im Prüfungsjahr 2012 erwarben 413.300 Absolventen einen Hochschulabschluss an deutschen Hochschulen. 39.578 von ihnen waren ausländische Absolventen. Die stärksten ausländischen Gruppen kamen aus China, der Türkei und Russland, gefolgt von Polen, Österreich und der Ukraine. Das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes hervor.

Im Prüfungsjahr 2012 (Wintersemester 2011/2012 und Sommersemester 2012) erwarben Absolventen mit einem Anteil von 44,3 Prozent am häufigsten einen Bachelorabschluss. An zweiter Stelle standen die traditionellen universitären Abschlüsse mit 19,4 Prozent, gefolgt von Masterabschlüssen mit 14,2 Prozent. Eine Lehramtsprüfung (hier sind die Lehramt-Bachelor und Lehramt-Masterabschlüsse eingerechnet) legten 9,4 Prozent der Absolventen erfolgreich ab, 6,5 Prozent erwarben eine Promotion und 6,2 Prozent erreichten einen herkömmlichen Fachhochschulabschluss.

Detaillierte Ergebnisse sind in der Fachserie 11, Reihe 4.2 „Prüfungen an Hochschulen“ dargestellt.
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Hochschulen/PruefungenHochschulen2110420127004.pdf?__blob=publicationFile

Fortbildungsreihe zu Empowerment für Migranten

Die Fortbildungsreihe 2013-2014 der RAA Brandenburg trägt den Titel „Empowerment und Partizipationsförderung für Drittstaatenangehörige in den neuen Bundesländern – Kooperation auf Augenhöhe“. Der thematische Schwerpunkt der Fortbildungsreihe liegt in der Unterstützung von Gemeindestrukturen und -aktivitäten in den neuen Bundesländern und im Aufbau der Kooperation von Religionsgemeinschaften mit anderen Trägern und Einrichtungen sowie in der interkulturellen Öffnung.

Veranstaltungsort ist eine Bildungsstätte bzw. einem Tagungshotel im Land Brandenburg. Die Teilnahme ist kostenlos, Übernachtungs- und Verpflegungskosten sowie Fahrtkosten werden übernommen.

Am Qualifizierungsprogramm können vor allem Migranten teilnehmen, die aus Ländern außerhalb der EU zugewandert sind und die sich in Religionsgemeinschaften in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen engagieren. Vorausgesetzt wird das Interesse am gemeinsamen Lernen und an der interkulturellen und interreligiösen Begegnung.

Die Teilnahme ist sowohl für Migranten aus Organisationen, die bereits als Verein und/oder Gemeinde organisiert sind, als auch für Migranten in bisher informellen und lockeren Zusammenschlüssen möglich.

Die Fortbildungsreihe umfasst sechs Seminare, die nur komplett besucht werden können:

I. Kommunikation, Moderation und Konfliktmanagement
Sonntag, 20. Oktober 2013, 18.00 Uhr – Dienstag, 22. Oktober 2013, 16.00 Uhr

II. Religionsrecht und Gemeindeleben
Sonntag, 10. November 2013, 18.00 Uhr – Dienstag, 12. November 2013, 16.00 Uhr

III. Diskriminierungserfahrungen und Handlungsstrategien. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Sonntag, 8. Dezember 2013, 18.00 Uhr – Dienstag, 10. Dezember 2013, 16.00 Uhr

IV. Projektmanagement: Projekte entwickeln – durchführen – abschließen
Sonntag, 19. Januar 2014, 18.00 Uhr – Dienstag, 21. Januar 2014, 16.00 Uhr

V. Projektmanagement: Projektfinanzierung und Zuwendungsrecht
Sonntag, 16. Februar 2014, 18.00 Uhr – Dienstag, 18. Februar 2014, 16.00 Uhr

VI. Erfolgreiche Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit
Sonntag, 16. März 2014, 18.00 Uhr – Dienstag, 18. März 2014, 16.00 Uhr

Kontakt
Projektleiterin Dina Ulrich
RAA Brandenburg
Benzstraße 11/12
14482 Potsdam
Telefon 0331 7478028
Telefax 0331 7478020
Mobil 0151 59210280
E-Mail

d.ulrich@raa-brandenburg.dewww.raa-brandenburg.dewww.projekt-empa.de