Newsletter Nr. 16 vom 26.04.2013

Mit Herz gesehen: Merkwürdige medizinische Versorgung

Die Regelungen zur medizinischen Versorgung von Asylsuchenden in Deutschland sind eher verhalten. Bis zur Anerkennung des Flüchtlingsstatus soll es medizinische Versorgung nur bei Schmerzen und akuten Krisen geben. Mit diesem Gesetz will der deutsche Gesetzgeber verhindern, dass alle Welt als Flüchtling zu uns kommt und sich medizinisch versorgen lässt.

Das führt manchmal zu merkwürdigen Situationen. Bei unseren Besuchen der Asylbewerberheime in Sachsen trafen wir vor kurzem auf einen jungen Mann, der im Oberkiefer fast keine Zähne mehr hatte.

Als wir nachfragten, erfuhren wir, dass ihm in der Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz viele Zähne gezogen wurden, weil er unter starken Zahnschmerzen litt. Da Asylsuchende nur vorübergehend in der Erstaufnahmeeinrichtung sind und dann in die Gemeinschaftsunterkünfte in den Kreisen und kreisfreien Städten verlegt werden, sagte ihm der behandelnde Zahnarzt, dass ein Zahnarzt in der Nähe des zukünftigen Heimes das Weitere tun würde.

In seiner Gemeinschaftsunterkunft angekommen, war aber Schluss mit Zahnbehandlung. Der junge Mann lebt schon seit etwa einem Jahr in dem Heim, aber er lebt immer noch ohne Zahnersatz im Oberkiefer. Er wünscht sich Abhilfe in seiner Situation.

Essen ist für ihn äußerst schwer. Von seinem Aussehen und seiner Aussprache ganz zu schweigen.

Die Behörden halten sich an die Regeln: Alle glauben, dass sie richtig gehandelt haben: Der Zahnarzt in Chemnitz, der die vielen Zähne entfernte, und natürlich auch die Behörde, die einen Zahnersatz für nicht notwendig erachtet und seit einem Jahr keinen Anlass zu einem Zahnersatz sieht. Rein rechtlich gesehen scheinen sie richtig gehandelt zu haben. Doch menschlich gesehen ist das Ergebnis eine Katastrophe für den jungen Menschen.

Hier ist eine menschliche Lösung angesagt. Und wir sollten darüber nachdenken, wie wir die Regeln so verändern, dass solch ungewollte Merkwürdigkeiten in Zukunft vermieden werden.

Martin Gillo

Netzwerktreffen NIMS zur interkulturellen Öffnung

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Das Treffen des Netzwerkes Integration und Migration Sachsen (NIMS) fand am vergangenen Montag im Sächsischen Landtag auf Einladung von Martin Gillo statt.
Thematische Schwerpunkte waren die interkulturelle Öffnung von Organisationen und die Chancen und Potentiale, die sich durch einen Perspektivwechsel hin zu Vielfalt und Diversity ergeben.

Hauptreferentin war Dr. Sange Addison-Agyei aus dem Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa. Sie informierte zur „Interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung Hessen“ und warb für den Beitritt von Kommunen und Verwaltungen zur „Charta der Vielfalt“.

Zudem informierten Vertreterinnen der Städte Chemnitz und Dresden über kommunale Strategien und Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung (Heike Steege und Etelka Kobuß aus Chemnitz, Dr. Uta Kruse aus Dresden).

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Die etwa 60 Teilnehmer identifizierten in einem kurzen Workshop Verhaltensmuster, welche bereits vorhandene oder fehlende interkulturelle Kompetenzen in Behörden kennzeichnen. Die Ergebnisse werden derzeit aufbereitet und den Teilnehmern und weiteren Interessenten zur Verfügung gestellt.

Zweite Integrationsmesse in Chemnitz

Die Zweite Integrationsmesse in Chemnitz wird am 8. Mai 2013 vom 10:00 bis 14:00 Uhr im Tietz (Moritzstraße 20 in 09111 Chemnitz) stattfinden. Für die Organisation sorgen die Duvier Consult GmbH in Kooperation mit der Stadt Chemnitz (Sozialamt, Ausländerbehörde, Ausländerbeauftragte, Volkshochschule) sowie weitere Partner.

Mit der Integrationsmesse erhalten Migranten/innen in Chemnitz die Möglichkeit, sich über Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, den Widereinstieg in das Berufsleben, Angebote der Sprachförderung sowie sonstige Angebote der beruflichen Integrationsförderung zu informieren. Durch den Messecharakter gibt es vielfältige Möglichkeiten der Information und des direkten Kontaktes mit Anbietern von Sprach- und Ausbildungsförderung, Arbeitergebern, Kammern, Branchenverbänden, Unternehmen, Existenzgründungberatungen und anderen Beratungsstellen.

Neben der offenen Präsentation von Angeboten wird es auch individuelle Beratungsmöglichkeiten und Fachvorträge zur Thematik geben. Dabei können sich die Besucherinnen und Besucher der Messe beispielsweise über Formalitäten eines Bewerbungsverfahrens, über neue gesetzliche Vorgaben und über spezielle Anforderungen verschiedener Berufszweige und Branchen informieren.

Die Veranstalter halten Flyer in verschiedenen Sprachvarianten bereit, mit denen Kunden, Freude oder Arbeitnehmer für die Veranstaltung interessiert werden können.

Kontakt
Etelka Kobuß
Ausländerbeauftragte der Stadt Chemnitz
c/o. Sozialamt
Annaberger Straße 93
09120 Chemnitz
Telefon 0371 488 5047
Telefax 0371 488 5099
E-Mail auslaenderbeauftragte@stadt-chemnitz.de

http://www.sozialatlas-chemnitz.de/netzwerk/neu-zweite-integrationsmesse-8-mai-2013.html

„Yes, we’re open“ – Ausstellung für Willkommenskultur

Am 6. Mai wird im Goethe-Institut Dresden die Wanderausstellung „Yes, we’re open“ eröffnet. Sie tourt ab Mitte April durch zehn deutsche Städte, wirbt für eine neue Willkommenskultur und richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Die Ausstellung zeigt interaktiv, informativ und unterhaltsam, wie eine gute Willkommenskultur in den Unternehmen, Schulen und Behörden in Deutschland aussehen kann und in welchen Bereichen Internationalität bereits selbstverständlich ist. Der Titel der Ausstellung und die geöffnete Tür stehen für ein weltoffenes Deutschland, in dem Zuwanderinnen und Zuwanderer willkommen sind.

Leitmotiv der Ausstellung ist eine abstrakte Wohnung, deren angedeutete Zimmer verschiedene Lebensbereiche symbolisieren. Betreten wird die Wohnung durch eine stilisierte Tür, die als Symbol für Offenheit und Gastfreundlichkeit steht. In der Tür empfangen ein Bildschirm und eine Klanginstallation das Publikum mit Begrüßungsritualen aus aller Welt sowie mit Willkommensgrüßen in deutschen Dialekten. Dominiert wird der Eindruck der Ausstellung von 14 Stelen mit lebensgroß abgebildeten Personen, die für verschiedene Aspekte der Zuwanderung stehen und ihre persönliche Geschichte erzählen. Echte oder grafisch angedeutete Möbelstücke stehen für die unterschiedlichen Bereiche des Zusammenlebens: Hier werden Fakten zu Zuwanderung, gesellschaftlicher Teilhabe und Willkommenskultur durch Filme, Exponate oder spielerische Interaktionen vermittelt.

Die Wanderausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Die Ausstellung kann vom 7. bis 17. Mai 2013, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr im Goethe-Institut, Königsbrücker Straße 84, 01099 Dresden besichtigt werden.

www.yes-we-are-open.info

Bundesamt: Lebenslagen älterer Migranten

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Zunehmend betreffen Alterungsprozesse und Wandel der sozioökonomischen Strukturen auch die ausländische Bevölkerung. Die Zunahme von Zahl und Anteil älterer Menschen mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung und ihre häufig prekäre Lebenssituation im Alter geraten in den Focus. Ältere Migrantinnen und Migranten, die fast ausschließlich in der alten Bundesrepublik leben, stellen eine zunehmend größere und sozial wichtige Gruppe dar. Das berichtet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF in seinem neuen Forschungsbericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2010 waren von den Personen mit Migrationshintergrund 1,5 Millionen bzw. 9,4 Prozent 65 Jahre und älter. Modellrechnungen zeigen, dass in Zukunft der Anteil an Älteren mit Migrationshintergrund sowohl an allen Älteren als auch innerhalb der Gruppe mit Migrationshintergrund weiter zunehmen wird. Bis Anfang der 2030er Jahre wird eine Zunahme von älteren Menschen unter den Migranten auf 15 Prozent erwartet.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Der gesamte Forschungsbericht als PDF
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Forschungsberichte/fb18-aeltere-migranten.html?nn=1367522

Seminare von EURO-Consults zu EU-Fördermittel für Projektträger

Im Vorbereitungsjahr auf die kommende und neue EU-Förderperiode 2014-2020 gibt es zwei neue Seminare und einen neuen Kurs. Alle Fortbildungsangebote sind mit dem aktuellen Wissensstand zur neuen EU-Förderperiode ab 2014 durchsetzt.

EU-Einsteiger-Seminar
Dienstag, 21.Mai 2013 – Dresden
Freitag, 24.Mai 2013 – Leipzig
www.euroconsults.eu/einsteiger

Controlling & Abrechnung von EU
Dienstag, 14. Mai - Berlin
www.euroconsults.eu/controlling

EU-Anträge gut und richtig schreiben
Mittwoch und Donnerstag, vom 22. - 23. Mai 2013 – Dresden
www.euroconsults.eu/guter-antrag

Budgetierung in EU-Projekten
Mittwoch, 22.Mai 2013 – Dresden
www.euroconsults.eu/budgetierung

Deutsche Jugendfeuerwehren sollen Vielfalt entdecken

Zum Thema Integration und Interkultureller Dialog läuft derzeit im Deutschen Feuerwehrverband das Projekt „Miteinander reden!“. Auch die Deutsche Jugendfeuerwehr geht das Thema Vielfalt mit einer Auftaktveranstaltung vom 31. Mai bis 2. Juni 2013 in Frankfurt am Main an. Angeboten werden fünf Praxisworkshops um Einblicke in das Thema Vielfalt in der Jugendfeuerwehr zu geben. Die Themen sind Jugendkultur, die Rolle eines Mentors, Erlebnispädagogik und Vielfalt, Interkulturelle Öffnung und Diversity Management.

Teilnahmebewerbungen sind bis zum 30. April möglich unter
www.vielfalt.jugendfeuerwehr.de

Kontakt
Sindy Papendieck
Referentin
Mitgliederbindung und Veranstaltungsmanagement
Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Reinhardtstraße 25
10117 Berlin
Telefon 030 28 88 48 8-33
E-Mail
papendieck@dfv.orgwww.feuerwehrverband.de

Woche der Weiterbildung für, mit und von Menschen mit Migrationshintergrund

Die Woche der Weiterbildung, die in diesem Jahr vom 27. bis zum 31. Mai 2013 zum siebten Mal stattfindet, bietet gute Chancen für die Zusammenlegung von Informations-, Qualifizierungs- und Beratungsangeboten.

Für die Verbesserung der Chancen von Menschen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt sollten mehr Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote auf Migranten zugeschnitten werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund will ein umfangreiches Angebot von weiterbildenden Veranstaltungen, die auch die Zielgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund miteinschließt, erfassen und diese Zielgruppen auf die bestehenden Weiterbildungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Die Aktivitäten werden gesammelt unter
www.migration-online.de/2013_wdw

Weitere Informationen gibt es unter folgendem Link:
http://migration-online.de/beitrag._aWQ9ODYzNA_.html

Kontakt
Marina Jabbarova
DGB Bildungswerk e.V.
Bereich Migration & Gleichberechtigung
Hans-Böckler-Str. 39
40476 Düsseldorf
Telefon 0211-4301 187
E-Mail migration.p@dgb-bildungswerk.de

Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes Sprach- und Integrationsmittlung

Die Dienstleistung der Sprach- und Integrationsmittler (SprInt) soll professioneller, überall verfügbar und staatlich anerkannt sein. Mit dieser Vision treten zwölf Partner im bundesweiten Netzwerk Sprach- und Integrationsmittlung an. Die Netzwerkpartner bauen in zehn Städten professionelle Vermittlungsservices auf. Über diese Dienste können alle Bildungs-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in einer Region einfach und kurzfristig einen SprInt buchen. In Aachen, Erfurt und Wuppertal gibt es solche Services bereits, ein weiterer öffnet im Frühjahr in Leipzig. Die Partner betreiben seit langem Sprachdienste mit ehrenamtlichen Mittlern. Seit 2011 haben sie sich dem bundesweiten Trend zur Professionalisierung angeschlossen und bilden Sprach- und Integrationsmittler nach dem Wuppertaler Curriculum aus. Aktuell qualifiziert in Düsseldorf die Netzwerkpartnerin renatec 25 Sprach- und Integrationsmittler, die an renommierten Hochschulen bundesweit einheitlich geprüft und zertifiziert werden.

Das Netzwerk ist offen für neue Partner. Die Mitarbeiter im Transferzentrum beraten und unterstützen Organisationen, die bereits eigene Mittlerprojekte betreiben und sich den Qualitätsstandards des SprInt-Netzwerks anschließen möchten

Transferzentrum Sprach- und Integrationsmittlung
Migrationsdienste
Diakonie Wuppertal
Ludwigstr. 22
42105 Wuppertal
Telefon 0202 97444-724 oder 0202 496970
Telefax 0202 453144
www.sprint-transfer.de

Workshop Erwerbstätigenzuwanderung für Gewerkschafter

Der Tagesworkshop am 5. Juni 2013 im Gewerkschaftshaus Hannover richtet sich an Betriebs- und Personalräte, Vertrauensleute und gewerkschaftliche Multiplikatoren und gibt einen Überblick über die Rechtslage bei der Zuwanderung von Erwerbstätigen.

In der Folge der unübersichtlichen Rechtslage müssen viele Betriebe und Verwaltungen, die Menschen aus Drittstaaten anwerben möchten, Vermittlungs- und Rechtsanwaltsbüro einzusetzen, um den bürokratischen Aufwand bei der Anwerbung von Beschäftigten zu regeln. Aber auch Betriebs- und Personalräte, die ihr Mitbestimmungsbrecht bei der Einstellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nutzen möchten und die Integration von Migrantinnen und Migranten fördern sollen, stehen einer schwierigen Aufgabe gegenüber. Welche Probleme können auftreten, wenn ein Beschäftigter mit Duldung eine betriebliche Fortbildung wahrnimmt? Dürfen aus Drittstaaten Leiharbeitnehmer angeworben werden? Welche Regelungen gelten im Rahmen der Hochqualifiziertenzuwanderung?

Themen der Tagung sind:

Zuwanderung von Erwerbstätigkeiten – Möglichkeiten und Grenzen

Überblick über die Rechtslage zur Zuwanderung von Erwerbstätigen

Zuwanderung als Teil der Unternehmenspolitik. Anforderungen zur Integration von Migrantinnen und Migranten in Betriebe und Verwaltungen

Beispiele aus der Praxis mit Kurzstatements von Betriebs- und Personalräten sowie Migrationsberatungen mit anschließender Diskussion

Das Verfahren von der Ausschreibung bis zur Einstellung –Voraussetzungen für Betrieb und Bewerber aus Drittstaaten

Kontakt
Michaela Dälken
DGB Bildungswerk Bund e.V.
Telefon 0211 43 01 -198
E-Mail michaela.daelken@dgb-bildungswerk.de

Anmeldung: www.migration-online.de/2013_ws_erwerbstaetige

MIGOVITA-Kongress in Düsseldorf

MIGOVITA richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit russischer und türkischer Migrationsgeschichte sowie an junge Sinti und Roma. Erstmals lädt die Otto-Benecke-Stiftung zu einem Kongress des Projektes MIGOVITA ein. Die Veranstaltung findet am 26. April in Düsseldorf statt. Erwartet werden etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet.

Nähere Informationen zum Kongress finden Sie unter
http://www.obs-ev.de/programme-und-projekte/projekte/migovita/kongress/

Interreligiöser Feiertagskalender im Internet

Um das gegenseitige Verständnis zu fördern hat die Hamburger Akademie für Weltreligionen einen neuen interreligiösen Feiertagskalender ins Internet gestellt. Man wolle damit vor allem zum Erfahrungsaustausch einladen. Die neue Webseite liefert zunächst Informationen über religiöse Feiertage von Christen, Muslimen, Juden, Buddhisten und Aleviten. Weitere Feiertage auch von anderen Religionen sollen folgen.

Neben einer wissenschaftlich-theologischen Betrachtung der Feiertage haben auch Hamburger Schüler die bislang rund 70 Feste kommentiert. Der Kalender erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, hieß es. Vielmehr stehen besondere, die jeweilige Religion prägende Feiertage im Vordergrund.

www.hamburg.de/interreligioeser-kalender

Seit Donnerstag im Kino – Werden Sie Deutscher!

Ein halbes Jahr lang begleitet der Film die Teilnehmer eines Integrationskurses an einer Berliner Volkshochschule, zeigt ihre persönlichen Motivationen und Mühen, und das Bild, das Deutschland in den Lehrmaterialien von sich selbst entwirft. Während auf der Leinwand Menschen aus aller Welt lernen was es heißt, deutsch zu sein, lernt der Zuschauer was es bedeutet, ein Immigrant in Deutschland zu sein. Und wird mit seinem Selbstbild als Deutscher konfrontiert. Das ist häufig komisch, manchmal absurd und erlaubt zum Teil auch Einblicke in tragische Situationen - ein Film, der Verständnis schafft und verbindet.

Alle Kinotermine sowie einen Trailer finden Sie auf der Internetseite des Films.
http://www.werdensiedeutscher.de/

Buchtipp - Was tun gegen Rechtsextremismus?

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Eine Handreichung für die Gemeindearbeit und die kirchliche Erwachsenenbildung ist im Herderverlag erschienen.
„Insbesondere die sogenannte Neue Rechte gibt sich intellektuell und zielt auf konservativen Erwachsene, gerade auch in kirchlichen Kreisen“, so die Autorin Angelika Strube. Die Theologin vermittelt knapp und verständlich wichtige Grundinformationen über Rechtsextremismus und geht den Fragen nach: Was ist eigentlich „rechts“? Mit welchen Strategien arbeiten Rechtsextreme? Welche Themen besetzen sie? Bin ich rechts, wenn ich konservativ bin?

Für Mitarbeiter in der Pfarrseelsorge und in der kirchlichen Erwachsenenbildung gibt das Buch eine anschauliche Hilfestellung, Rechtsextremismus zu erkennen und vorzubeugen: Gesprächsabende zum Thema können mit den Materialien auf der CD-ROM vorbereitet werden.

Angelika Strube
Rechtsextremen Tendenzen begegnen
160 Seiten, gebunden, mit CD-ROM
16,99 EUR
ISBN 978-3-451-31081-2 HERDER 2013