Newsletter Nr. 1 vom 04.01.2013

Mit Herz gesehen – Auf ein ganz schön herausforderndes Neues Jahr!

Wir sind am lebendigsten, wenn wir neue Herausforderungen annehmen, die den Einsatz aller unserer Fähigkeiten erfordern. Das ist die Einsicht der Sozialforschung der letzten Jahrzehnte.

Entgegen der langläufigen Meinung macht es uns nicht auf Dauer glücklich, wenn wir als Beobachter am Rande einer Party dem Sonnenuntergang zusehen. Wirklich glücklich sind wir, wenn wir aktiv schaffen und dabei vier Dinge gleichzeitig zusammenkommen:

(1) Wir arbeiten an einem konkreten Ziel.

(2) Der Erfolg ist von Regeln abhängig.

(3) Unsere Fähigkeiten sind voll und ganz gefordert.

(4) Das Ziel ist uns persönlich sehr wichtig.

Denken wir einfach an einen Maler, vertieft in sein nächstes Werk, eine Automechanikerin bei der Rekonstruktion eines Klassikers oder ein Paar bei der Meisterschaft im Schlittschuhlauf.

Wo immer diese vier Elemente zusammenkommen, da gehen wir in unserer Arbeit auf. Die Zeit verliert ihre Bedeutung: Was uns als Stunde vorkommt, können in Wirklichkeit vier Stunden sein.

Der amerikanische Forscher Mihaly Czikszentmihalyi nennt diesen Zustand „Flow“, hat 25 Jahre dazu an der University of Chicago geforscht und ein gleichnamiges Buch veröffentlicht.

„Flow“ heißt wörtlich übersetzt „Fluss“. Czikszentmihalyi hat diesen Ausdruck gewählt, weil die Menschen ihm den Zustand so beschrieben haben, dass ihre Arbeit fließt und sie einfach mitfließen. Es gibt bei uns kein deutsches Wort dafür. Und dennoch, wahrscheinlich haben Sie diesen Zustand selbst schon einmal erlebt.

Wie auch immer man es nennt: Ein erfülltes und glückliches Leben ergibt sich aus unseren echten Anstrengungen für Ziele, die für uns wirklich lohnenswert sind.

Wie sieht das mit unserer Arbeit beim Sächsischen Ausländerbeauftragten aus?

(1) Wir arbeiten an dem konkreten Ziel, die Weltoffenheit in Sachsen zu erhöhen. Wir arbeiten für eine Willkommensgesellschaft, die offen für Menschen aus aller Welt und allen Kulturen ist, die sich bei uns konstruktiv einbringen wollen.

(2) Unser Erfolg ist von Regeln abhängig. Fortschritte ergeben sich z.B. durch unsere Überzeugungskraft, durch parteiübergreifende Konsens und andere konstruktive Wege, Menschen auf die gesellschaftliche Reise zur Willkommensgesellschaft mitzunehmen.

(3) Wir versuchen dabei, alle unsere Fähigkeiten einzubringen. Menschen wollen überzeugt werden, sie wollen selbst erleben können, was Weltoffenheit heißt. Wie nehmen wir am besten Menschen auf diese Reise mit? Möglichkeiten zur Begegnung und Aufklärungsarbeit mit Freude sind gefragt. Menschen zu erreichen, dazu gehört viel Geduld und Empathie. Was auch hilft, ist die Perspektive, dass die Skeptiker von heute die Überzeugten von morgen sind.

(4) Das Ziel der Willkommensgesellschaft ist die Einheit in Vielfalt in unserem Land. Wenn uns das gemeinsam gelingt, dann können wir mit Optimismus in die Zukunft sehen; denn wir meistern Herausforderungen und nutzen Chancen, die uns die Welt von morgen bescheren wird. Diese Vision stärkt uns auch in solchen Augenblicken, in denen wir so viel Arbeit auf uns zukommen sehen, dass sich uns das Bild einer Riesenwelle aufdrängt, die uns zu überschütten droht.

Ist die sächsische Willkommensgesellschaft auch für Sie ein lohnenswertes Ziel?

Dann sind Sie hiermit sehr herzlich eingeladen, bei uns oder den vielen Initiativen und Netzwerken für Integration und Migration aktiv mitzumachen. Geld und Anerkennung können wir nicht versprechen, aber jede Menge Möglichkeiten zum „Flow“ - und damit zum persönlichen Glück.

Martin Gillo

Fachtag "Nächstenliebe – Polizei – Gesellschaft” in Zwickau

Am 31. Januar 2013 in Zwickau beschäftigt sich ein Fachtag mit Strategien gegen Rechtsextremismus. Die Veranstaltung im Rathaus Zwickau steht unter dem Titel:

"Nächstenliebe – Polizei – Gesellschaft: vernetzt für eine starke Demokratie".

Die Schirmherrschaft hat der Bundesinnenministers Dr. Hans-Peter Friedrich übernommen. Der Fachtag findet zum vierten Mal statt. Erwartet werden Angehörige der Polizei, verantwortliche Haupt- und Ehrenamtliche aus den Kirchen, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeitende der Jugendarbeit und Mitglieder zivilgesellschaftlicher Gruppen und Initiativen aus Sachsen und weiteren Bundesländern.

Deutlich sei, so die Veranstalter, welche überragende Bedeutung Informationen zum Thema und das gegenseitige Wahrnehmen und Kennenlernen der Verantwortlichen und Mitarbeitenden habe. Unterschiedliche Bereiche und Arbeitszusammenhänge, Partei- und Konfessionsgrenzen seien zweitrangig.

Den Hauptvortrag hält Prof. Dr. Elmar Brähler zur Studie „Die Mitte im Umbruch“. Danach geben zehn Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen praxisorientierten Themen Raum für Gespräche und Wissenserweiterung. Themen sind unter anderem „Neonazismus und Sport“, „Schule als Lernort für Demokratie“, „Die Rolle der Kirche in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus“, „Engagement gegen Rechtsextremismus in ländlichen Räumen“, „Die Entfaltung neonazistischer Strukturen“. Der Fachtag endet mit einem öffentlichen Konzert im Bürgersaal des Rathauses in Zwickau.

Veranstalter ist die „AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ in Kooperation mit dem Bistum Dresden-Meißen/Dekanat Zwickau, dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, dem Kirchenbezirk Zwickau, dem Kulturbüro Sachsen e.V., der Polizei Sachsen, dem Projekt Vorlesen, der Stadt Zwickau und der Sächsischen Staatskanzlei.

Das Faltblatt mit weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage

www.Kirche-fuer-Demokratie.de

Bund gibt mehr Geld für Integrationskurse

Wie das Bundesinnenministerium am 27. Dezember 2012 mitteilte, erhöhen sich die Kostenerstattungssätze und Vergütungsgrenzen für Integrationskurse. Freiberufliche Integrationskurslehrkräfte können künftig besser bezahlt werden.

Eine der wichtigsten innenpolitischen Aufgaben ist die Förderung der Integration von in Deutschland lebenden Zuwanderern, heißt es in der am letzten Donnerstag des Jahres verbreiteten Erklärung. Kernstück der Integrationsförderung seien die Integrationskurse, die sich als große Erfolgsgeschichte erwiesen.

Ab dem 1. Januar 2013 werden die bisher geltenden Kostenerstattungssätze für die Durchführung von Integrationskursen von 2,54 € bzw. 2,60 € (für Alphabetisierungs- und Jugendkurse sowie Kurse für behinderte Menschen) pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit einheitlich auf 2,94 € erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung um rund 16 Prozent.

Die Vergütungsgrenze für Lehrkräfte wird von 18 € auf 20 € angehoben. Das bedeutet, dass Träger von Integrationskursen nur dann eine mehrjährige Zulassung erhalten, wenn sie die Vergütungsgrenze von 20 € einhalten. Zahlt ein Träger weniger, erfolgt die Zulassung des Kursträgers für die Durchführung von Integrationskursen nicht mehrjährig, sondern lediglich für ein Jahr.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2005 wurden über eine Million Teilnahmeberechtigungen ausgestellt. Im ersten Halbjahr 2012 erreichten erstmals 57 Prozent der Prüfungsteilnehmer das höchstmögliche Sprachziel B1. Für den künftigen Integrationserfolg seien qualifizierte Integrationsträger und Lehrkräfte unerlässlich, so das Ministerium.

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/12/integrationskurse.html

Transkulturelle Kompetenz in der Klinik

Mit transkultureller Kompetenz im klinischen Alltag befasst sich eine Fachtagung vom 2. bis 3. März 2013 in München. Interkulturelle Lehrinhalte in der universitären Ausbildung und die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung werden in Fachvorträgen, Dialogforen und Workshops erörtert. Thematisiert werden außerdem kultursensible Konzepte und die Notwendigkeit der Reflexion des eigenen kulturellen Kontextes bei der transkulturellen Arbeit. Vertreter mehrerer Ausbildungskliniken und Medizinischer Hochschulen stellen ihre interkulturellen Angebote vor.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung
www.ce-management.com

„Deutsch für alle“ wieder lieferbar

Die Broschüre „Deutsch für alle - 99 Wege zur deutschen Sprache“ liegt druckfrisch zum kostenfreien Versand bereit. In die vorliegende dritte Auflage wurden zahlreiche Anregungen aufgenommen und alle Tipps sprachlich vereinfacht. Einzelpersonen können bis zu drei Exemplare bestellen, Vertreter von Vereinen, Beratungsstellen und Behörden können auf Anfrage größere Mengen zugesandt bekommen. Die Broschüren sind nicht für den kommerziellen Einsatz vorgesehen.

Weitere Informationen zum Anliegen der Broschüre und zur Bestellmöglichkeit sind im Internetangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten zu finden.

www.offenes-sachsen.de

Ihre Tipps für den Newsletter – mehr aus den Regionen

Kurz vor dem Weihnachtsfest hatten wir Sie im Newsletter 40 gebeten, uns eine kleine Hilfestellung für unseren Newsletter geben. Wir freuen uns über die Rückmeldungen. Insgesamt beteiligten sich 25 Leser. Alle Befragten wünschten mehr Hinweise zu regionalen Veranstaltungen, Projekten und guten Beispielen.

Nachgefragt wurden außerdem praktische Hilfen, Hinweise zu Weiterbildungen sowie die Vorstellung von aktiven Personen und Vereinen. Angeregt wurde zudem, positive Beispiele der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Beratungsstellen vorzustellen. Wünschenswert sei auch ein Onlinearchiv, um in vergangenen Meldungen nach Fördermöglichkeiten und Tipps recherchieren zu können. Die Rubrik „Mit Herz gesehen“ fand großen Zuspruch.

Die zehn Gewinner der Planentasche wurden von uns bereits informiert, sie bekommen in den nächsten Tagen ihren Gewinn zugesandt.