Newsletter Nr. 14 vom 05.04.2012

Mit Herz gesehen - Unser buntes deutsches Dorf

Das Leben ist schon manchmal merkwürdig: Es kann durchaus auf Trauerveranstaltungen sein, dass wir den Beginn einer neuen Idee zum ersten Mal klar erkennen. So auch auf der Gedenkveranstaltung in Berlin zur Erinnerung an die zehn Mordopfer, die auf die braune NSU Terrorzelle zurückgehen.

Die zehn Mordopfer hinterließen viele Familienmitglieder. Sie alle waren in Berlin dabei. Ich nahm als einer von 1200 Gästen teil. Viele von Ihnen werden die Feier im Fernsehen verfolgt haben. So durfte ich miterleben, wie Angela Merkel aussprach, worauf viele Menschen seit Jahren gewartet haben: „Zu Deutschland gehören alle, die hier leben, egal, wo sie hergekommen sind.“

Unsere Bundeskanzlerin sprach dann von Deutschland als Land der Vielfalt.

Auch ein Vater und zwei Töchter der Mordopfer sprachen. Eine der Töchter sprach aus, was zur Vielfalt gehört: Einigkeit in Vielfalt. Sie, eine Zukunftsdeutsche, sprach sich für Einheit aus. Welch ein bemerkenswerter Wunsch!

Einheit und Vielfalt gehören natürlich zusammen. Blaise Pascal, der französische Philosoph, sprach es schon lange vor uns aus: „Vielfalt ohne Einheit ist Wirrwarr. Einheit, die sich nicht in Vielfalt gliedert, ist Tyrannei.“

Was heißt Einheit in Vielfalt? Dazu gehören unter anderem drei Prinzipien: Soziale Inklusion, gegenseitiger Respekt, und das Entdecken der Gemeinsamkeit.

Soziale Inklusion

Soziale Inklusion bedeutet, dass alle Menschen, die bei uns wohnen, an unserer Gesellschaft teilhaben, ob sie nun Studenten sind, Forscher, Kulturschaffende, Fachkräfte, Familienangehörige oder Flüchtlinge. Viele von ihnen leben bei uns anfänglich „nur“ auf Zeit. Doch solange sie hier sind, erwarten wir von ihnen, dass sie hier gesellschaftlich verantwortlich leben. So wie die Eltern, die mit den Lehrern zusammenarbeiten müssen, um ihrem Kind die beste Schulleistung zu ermöglichen. Sollen sie nicht mit den Lehrern über ihre Kinder sprechen, mithelfen, dass sie sich integrieren und konstruktiv mitmachen? Denken wir an die Menschen aus anderen Ländern, die unsere freiheitlich-demokratischen Grundordnung erkennen und respektieren sollen. Ist nicht diese Grundordnung die Basis für ein verträgliches Auskommen miteinander? Doch wer vermittelt ihnen das? Oder wird es ihnen überhaupt vermittelt? Wo es bisher passiert ist, geschah es spontan. Binden wir sie alle gesellschaftlich ein, öffnen wir uns ihnen gegenüber. Dann erreichen wir, was uns am Herzen liegt: dass sich alle eingebunden und damit mitverantwortlich fühlen. Wir profitieren davon mindestens genauso wie die „Neuen“.

Respekt

Gegenseitig Respekt zu zeigen, das ist leichter gesagt als getan. Jeder von uns kann leicht unsere kulturellen Stärken benennen. Genauso fällt es uns leicht, die Schwächen anderer Kulturen zu erkennen. Beim Optiker würden wir für diese klare Sicht Anerkennung erhalten. Wenn es aber um die Schwächen unserer eigenen Kultur geht, oder um die Stärken in anderen Kulturen geht, sind wir dagegen von einer bemerkenswerten Blindheit geschlagen.

Das ist sicherlich nicht zufällig so. In vergangenen Zeiten, in denen Länder und Kulturen im gegenseitigen Kampf bis hin zu Kriegen verstrickt waren, war es nützlich, die eigenen Stärken zu erkennen und relativ blind denen der Anderen gegenüber zu sein. Auf diese Weise macht man sich keine Gedanken darüber, ob man für die „richtige“ Seite sein Leben aufs Spiel setzt.

In unserer Zeit geht es darum, ob wir es schaffen, dass alle Völker friedfertig miteinander leben können. Wir erinnern uns an die 80er Jahre. Deshalb ist uns klar, dass die Alternative zum Miteinander nuklearer Winter heißt. Wir müssen lernen, unsere selektive Blindheit zu überwinden, indem wir unsere Augen öffnen, aufeinander zuzugehen und uns dafür engagieren, dass wir im gemeinsamen deutschen, europäischen und Weltdörfchen konstruktiv zusammenleben können.

Goethe konnte noch unwidersprochen schreiben, dass er den roten Wein aus Frankreich zu schätzen wisse, aber dass jeder rechte Deutsche den Franzmann als Feind hassen würde. Nach zwei Weltkriegen und einer ganz anderen Welt, nach 60 Jahren deutsch-französischer Freundschaft, wissen wir, dass er zwar beim Rotwein richtig, aber bei seiner Feindseligkeit völlig falsch lag.

Genauso werden wir lernen, auch mit den Menschen aus anderen Kulturen zusammenzuleben, und zwar auf Grundlage des gegenseitigen Respektes.

Einheit

Doch was ist mit der Einheit? Ein Land der Vielfalt zerfällt in Wirrwarr, wenn es keine bindenden Kräfte entdeckt und sie stärkt. Nur so ist Einheit zu erreichen. Und die beginnt, indem wir das Gemeinsame aufzeigen. Das, was uns als Menschen zusammenhält.

Erinnern wir uns noch an das Lied: „We are the world“? Wir sind alle Menschen, die zusammengehören. Die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen haben so viel, was sie verbindet. Daran erinnern wir uns meist erst in Momenten wie beim Lied. Dabei gehört z.B. das Gebot der Nächstenliebe zu jeder Weltreligion. In der Not zeigen wir das. Und wir nehmen es dankbar in Empfang, wenn wir in Not sind. Wir brauchen nur an die Flut 2002 zurückzudenken. Wie viel Hilfe bekamen wir aus aller Welt!

In Notsituationen fällt uns Einheit leichter als im täglichen Leben. Doch auch im Alltag können wir das Verbindende zum Leben bringen. Auch die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, der Menschenwürde und der Weltoffenheit bringen uns und halten uns zusammen.

Eine der größten Kräfte für Einheit ist die Entdeckung, dass unsere unterschiedlichen kulturellen Stärken kombiniert werden können. Wo uns das gelingt, entdecken wir im gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich viele Vorteile, die uns auch im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben lassen können. Wer das Beste aus den verschiedenen Kulturen kombinieren kann, der trägt zu unserem Zusammenhalt bei.

Einheit in Vielfalt: Setzen wir alle darauf. So wird aus unserem Land ein buntes Dörfchen, das gut funktioniert und in dem alle Menschen in Frieden, Respekt und Wohlstand zusammenarbeiten und - leben können.

Ihr Martin Gillo

Anerkennungsgesetz des Bundes in Kraft getreten

Zum 1. April 2012 trat das Anerkennungsgesetz des Bundes (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz – BQFG) in Kraft. Damit haben Inhaber ausländischer Qualifikationen erstmals einen individuellen Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur Anerkennung ihrer Qualifikationen. Künftig sollen Antragsteller innerhalb von drei Monaten nach Vorlage aller Unterlagen einen Bescheid erhalten, ob ihre im Ausland erworbene Ausbildung einem deutschen Abschluss entspricht.

Gleichzeitig werden sie darüber informiert, wenn es noch Defizite gibt, die einer Anerkennung im Wege stehen und wie diese beseitigt werden können.

Das Gesetz gilt für all jene Berufe, die bundesrechtlich geregelt sind, wie z.B. die Ausbildungsberufe des dualen Systems (Bäcker, Maschinen- und Anlagenführer, Elektroanlagenmonteur u.Ä.) und bei den Heilberufen die Ärzte, Psychotherapeuten und Krankenschwestern. Die Regelung über die dreimonatige Entscheidungsfrist wird am 1. Dezember 2012 in Kraft treten.

www.bmbf.de/pubRD/bqfg.pdf

Begleitende Ländergesetzgebung

Für die landesrechtlich geregelten Berufe wie Lehrer, Erzieher oder Ingenieure wollen die Bundesländer zügig ihre Anerkennungsverfahren dem Bundesgesetz anpassen. Dazu hat die Kultusministerkonferenz einen Mustergesetzentwurf für die Ländergesetzgebung vorgelegt. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus erarbeitet gemeinsam mit den anderen Ressorts derzeit einen Referentenentwurf für ein Sächsisches Anerkennungsgesetz (SächsBQFG), das sich an den Grundprinzipien des Bundesgesetzes orientiert.

Orientierungshilfe in Sachsen

Die Vielzahl der zuständigen Stellen für Anerkennungsfragen bleibt auch mit dem neuen Gesetz bestehen. Deshalb ist eine gute Verweis- und Verfahrensberatung für Antragsteller und Ratsuchende notwendig.

In Sachsen arbeitet dazu seit 2011 die Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen (IBAS), die über das Förderprogramm „Netzwerk Integration durch Qualifizierung“ gefördert wird. Diese Erstanlaufstelle hilft bei Fragen der im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen vor Ort weiter. Die IBAS ist derzeit an zwei Standorten in Dresden und Zwickau zu erreichen und bietet darüber hinaus Beratungen in anderen Städten an.

IBAS Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen
c/o EXIS Europa e.V.
Weißeritzstraße 3 (Yenidze)
01067 Dresden

Telefon 0351 4370 7040

Telefax 0351 4370 7070

E-Mail anerkennung@exis.de

IBAS Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen
c/o EXIS Europa e.V
Am Schwanenteich 4
08056 Zwickau

E-Mail anerkennung@exis.de

www.anerkennung-sachsen.de

www.netzwerk-iq.de

Orientierungshilfen bundesweit

Die Vielzahl der zuständigen Stellen für Anerkennungsfragen hat sich nur zum Teil reduziert. Deshalb wurden parallel zum Bundesgesetz Informationsmöglichkeiten geschaffen, die Antragstellern und potentiellen Arbeitgebern die Orientierung erleichtern sollen.

So bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine neue Telefon-Hotline: Unter der Rufnummer +49 (0)30 1815-1111 kann man sich zum Thema Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, zu Verfahren und den zuständigen Stellen informieren. Die Servicezeiten sind Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr.

Weitere Informationen finden Ratsuchende im Internetportal „Anerkennung in Deutschland“ des , des und der Bundesministeriums für Bildung und ForschungBundesministeriums für Arbeit und SozialesBundesagentur für Arbeit, des und der . Es wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betrieben.

Das Informationsportal „bq-Portal“ unterstützt Entscheidungsträger und potentielle Arbeitgeber bei der Bewertung ausländischer Berufsabschlüsse mit umfassenden Informationen zu ausländischen Berufsqualifikationen.

Eine fachliche Unterstützung für Anerkennungsstellen bietet die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei der Kultusministerkonferenz, die Gutachten für konkrete Einzelfälle und allgemeine Informationen über das betreffende Land und sein Bildungssystem anbieten. Diese Informationen sind auch über die Datenbank „anabin“ zugänglich.

Die IHK FOSA (Foreign Skills Approval) in Nürnberg ist als zentrale Stelle für die Prüfung und Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen im Bereich der Industrie- und Handelskammern zuständig. 77 der 80 deutschen IHKs haben sich der IHK FOSA angeschlossen. Die regionalen Industrie- und Handelskammern bieten eine individuelle Einstiegsberatung an, prüfen die formalen Antragsvoraussetzungen und helfen bei der Einschätzung des Referenzberufes. Die IHK FOSA führt das Anerkennungsverfahren selber durch und stellt die abschließenden Bescheide aus.

http://anerkennung-in-deutschland.de/html/de/

https://www.bq-portal.de/de

http://anabin.kmk.org/

http://www.ihk-fosa.de/

Menschenwürde messbar machen: „Heim-TÜV“ Faktor 9

Im Dezember 2011 haben wir unseren Bericht „Mitmenschen im Schatten: ‚Heim-TÜV‘ 2011 über das Leben in sächsischen Gemeinschaftsunterkünften“ veröffentlicht und alle sächsischen Unterkünfte nach einem Ampelsystem bewertet.

Dieser „Heim-TÜV“ prüft die menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden im Freistaat Sachsen anhand von zehn Faktoren. Heute geht es um

Zustand und Umfeld
Grafik 2

Das Gesetz sieht in der Regel eine Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften vor. Es macht aber keine Vorschriften zur Art der Gebäude.

Besonders in Gebäuden mit Kasernencharakter sind die Gefahren für repressive Hierarchien und Gewalt groß, wenn die Bewohner im Wesentlichen sich selbst überlassen bleiben. Sozialarbeit kann diese Gefahr eingrenzen, indem sie unsere Werte verständlich vermittelt, dadurch die Akzeptanz von Regeln und Normen erhöht und darüber beispielsweise auch einen sorgfältigen Umgang mit den zur Verfügung gestellten Einrichtungsgegenständen

fördert.

Die Ausstattung des Heimes sollte angemessen, sicher und funktional sein. Die Sanitäranlagen sollten ebenfalls funktional, sauber gehalten und sicher abschließbar sein.

Zu einer menschenwürdigen Unterbringung gehört außerdem die Einhaltung von Mindeststandards im Bereich Hygiene. Schimmelbefall und Schädlinge sind keine Nebensächlichkeiten, sondern gesundheitsschädlich und außerdem eine gravierende emotionale Belastung für diejenigen, die beispielsweise mit Schädlingsbefall leben müssen.

Diesen Faktor haben wir anhand von fünf Fragen bewertet:

In welcher Art Gebäude ist die Gemeinschaftsunterkunft untergebracht?

Grün: Die Gemeinschaftsunterkunft befindet sich in einem Wohnhaus oder in einer kleineren Wohnplatte.

Rot: Die Unterkunft ist im Kasernenstil gebaut, ist ein besonders großes Gebäude mit dunklen Fluren.

Wie ist der bauliche Zustand (innen/außen)?

Grün: Die Unterkunft ist gepflegt, gut erhalten und entspricht dem aktuellen Standard.

Rot: Das Gebäude ist abgewohnt, schadhaft und renovierungsbedürftig.

Wie adäquat sind die Räume ausgestattet?

Grün: Die Räume sind funktional mit Wohnmöbeln ausgestattet.

Rot: Die Räume sind vollständig abgenutzt oder unvollständig/defekt.

In welchem Zustand befinden sich die Sanitäranlagen?

Grün: Sanitäranlagen sind sauber gehalten und funktional, sowie jederzeit offen und sicher abschließbar.

Rot: Die Anlagen befinden sich in einem dreckig/infektiösen, defekten und unsicheren (nicht sicher abschließbar, oben/unten offen) Zustand.

Wie ist die Hygiene des Heimes im Allgemeinen einzuschätzen?

Grün: Es gibt keine Hinweise auf Schimmel und Schädlingsbefall.

Rot: Es gibt mehrfach sichtbare Hinweise auf Schimmel oder Schädlingsbefall.

Schimmel und Schädlinge wurden teilweise vom Personal lediglich auf fehlerhaftes Verhalten der Bewohner zurückgeführt, auch wenn wir von einem massiven Schädlingsbefall ausgehen mussten. Für ein Mindestmaß an Hygiene müssen natürlich alle Beteiligten zusammenarbeiten und eine regelmäßige Überprüfung muss gewährleistet werden.

Insgesamt haben wir 17 Heime gelb, fünf rot und acht grün bewertet. Vielfach fanden wir Militärbetten und Militärspinde vor, die Ausstattung und die Sanitärbereiche sind teilweise sehr alt. Hier kann adäquates, sicheres und funktionales Mobiliar schlechten Umgang und Vandalismus im Heim verhindern.

Kasernenartige Unterkünfte fördern die Entwicklung von selbstorganisierten Hierarchien unter den Bewohnern. Wohnhäuser oder kleinere Wohnplatten dagegen schaffen eine angemessene Atmosphäre.

Den gesamten Bericht können Sie im Internet bestellen oder online laden

www.offenes-sachsen.de.

Informationsveranstaltung zum EU-Förderprogramm "Jugend in Aktion"

Die Landeshauptstadt Dresden und die Nationalagentur "Jugend für Europa" führen am 10. Mai 2012 in Dresden eine Informationsveranstaltung zum EU-Förderprogramm „Jugend in Aktion“ durch. Die Teilnahme ist kostenlos.

Frank Peil, Referent der Nationalagentur, informiert aus erster Hand, welche konkreten Förderangebote es gibt und wie die Mittel beantragt werden können. Im Rahmen der Informationsveranstaltung besteht außerdem die Möglichkeit zur Fragestellung zum Antragsverfahren, zu den Prioritäten und Zielsetzungen des Programms sowie zur Anerkennung der erreichten Lernziele und Erfahrungen durch das Youthpass-System.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldeschluss ist der 4. Mai 2012.

Weitere Informationen, der Veranstaltungsablauf sowie die Möglichkeiten zur Anmeldung sind über folgende Internetseite erreichbar:
www.fachkraefteportal.info/templates/tyTP_standard_large.php?topic=fkp_foerderung_eu_info_va

Kontakt:
Jan Ehnert
Landeshauptstadt Dresden
Büro der Oberbürgermeisterin
Abt. Europäische und Internationale Angelegenheiten
PF 12 00 20
01001 Dresden
Telefon 0351 488 2181
Telefax 0351 488 2146
E-Mail
JEhnert@dresden.dewww.dresden.de/europa

Runder Tisch „Gesundheits- und Pflegeberufe im Dreiländereck“.

Bei Pflegeberufen gibt es in den drei Regionen im Dreiländereck Niederschlesien, Nordböhmen und Sachsen gleichermaßen Personalmangel. Eine alternde Gesellschaft, der Wegzug junger Leute und Versäumnisse bei der Ausbildung von

Nachwuchskräften in der Gesundheits- und Pflegebranche haben dazu beigetragen. Die Beraterinnen und Berater der Grenzpartnerschaft EURES-TriRegio, in der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Arbeitsverwaltungen aus dem Dreiländereck zusammenarbeiten, erhalten eine Vielzahl von Vermittlungsanfragen insbesondere für gut ausgebildete Fachkräfte. Auf Anregung des Lenkungsausschusses der EURES-TriRegio initiiert der DGB Sachsen daher einen Runden Tisch zum Thema „Gesundheits- und Pflegeberufe im Dreiländereck“.

Die Veranstaltung ist am Dienstag, dem 24. April 2012, von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr,

im Volkshaus Dresden, Schützenplatz 14, 01067 Dresden.

An dem Runden Tisch nehmen Vertreter der Sozialpartner, Arbeitsverwaltungen sowie von Betrieben aus dem Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland teil, die Experten für das Thema Pflege- und Gesundheitsberufe sind. Durch Referate eingeleitet und gemeinsam diskutiert werden die Themen:

Verfahren der Anerkennung von Berufsabschlüssen im Pflege- und Gesundheitsbereich in Polen, Tschechien und Deutschland

Bedarf an Fachkräften in den Teilgebieten der EURES-TriRegio,

Ausbildung und Weiterbildung in Pflege- und Gesundheitsberufen

Handlungsbedarf für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Verdolmetscht wird für Polnisch, Tschechisch und Deutsch. Für das leibliche Wohl

ist gesorgt. Bitte melden Sie sich bis zum 18. April 2012 per E-Mail bei

Frau Rosi Koscielny

E-Mail: rosi.koscielny@dgb.de

STUBE stellt Semesterprogramm vor

Das Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa macht auf seine Seminare an Sächsischen Hochschulen für das Frühjahrssemester aufmerksam:

Jugend und Bildung

7. bis 9. April 2012 in Leipzig

Zum Praktikum nach Hause?

22. April 2012 Das Programm BPSA wird vorgestellt.

Rohstoffe – Segen oder Fluch?

4. bis 6. Mai 2012 in Freiberg

Ernährung und Landwirtschaft

1. bis 3. Juni 2012 in Krummenhennersdorf

STUBE – Planungstag

23. Juni 2012

Gesellschaft im Übergang – Transformationsgesellschaften

12. bis 14. Oktober 2012 in Berlin

Bewerbung und Jobsuche

27. Oktober 2012

Frauen und Männer in ihren Gesellschaften

9. bis 11. November 2012 in Pirna-Liebethal

Religion und Gesellschaft

7. bis 9. Dezember 2012 in Dresden


Ausführlichere Information zu STUBE im Internet unter

www.stube-sachsen.de

Gute Praxis: Gesprächsrunde zu drei großen Weltreligionen in Mittelsachsen

Die mittelsächsische Ausländerbeauftragte Ilse Rose initiierte am Sonntag, dem
25. März 2012 eine Diskussionsrunde mit jüdischen, christlichen und islamischen Vertretern. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Wir sind Mittelsachsen“ statt und hatte Information und Begegnung zum Ziel. Mit Renate Aris von der jüdischen Gemeinde Chemnitz nahm eine der letzten Holocaustüberlebenden teil. Dr. Rashid Nawaz von der Bergakademie Freiberg informierte über das islamische Glaubensverständnis. Der Döbelner Pfarrer Stephan Siegmund vertrat die Christen.

Während des Gesprächs wurden Gemeinsamkeiten der drei monotheistischen Weltreligionen herausgestellt, aber auch Trennendes benannt. Im Vordergrund stand für die Zuhörer die Information über Interessantes und Wissenswertes. Zudem bestand die Möglichkeit zu einer ausgiebigen Fragerunde, die rege genutzt wurde. Eine Teilnehmerin fasste ein Anliegen des Gesprächskreises zusammen: „Wissen über Religionen ist ein bedeutendes Stück Allgemeinbildung.“ Religiöse Toleranz brauche aufgeklärte Menschen und so soll die thematische Runde fortgesetzt werden.

Asylverfahren für Syrer können wieder aufgenommen werden

Auf eine Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge machen Flüchtlingsräte aufmerksam. Demnach ist bei abgelehnten Asylbewerbern aus Syrien das Asylverfahren von Amts wegen wieder aufzunehmen. Das BAMF hatte auch im Entscheiderbrief 3/2012 vom 26. März 2012 zu seiner Entscheidungspraxis in Syrien informiert.

Bescheid vom 21. März 2012 - 5501799-475

http://www.asyl.net/index.php?id=185&tx_ttnews%5Btt_news%5D=45084&cHash=6e698138ab27cf5a44fc9701ef2ffef3

Entscheiderbrief BAMF 26. März 2012

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Entscheiderbrief/2012/entscheiderbrief-03-2012.pdf?__blob=publicationFile