Newsletter Nr. 38 vom 18.11.2013

Mit Herz gesehen - Bündnis der demokratischen Parteien für Mitmenschlichkeit jetzt!

Die Zahl der Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten müssen, steigt weltweit. Die Ursachen sind vielfältig. Allein der anfangs so hoffnungsvolle arabische Frühling hat für viele nur Krieg, Chaos und Verfolgung gebracht. Allein über eine Million syrische Kinder sind heute auf der Flucht. Deshalb suchen auch immer mehr Menschen in Europa und in Deutschland Schutz vor Gefahren und Not.

Nach Sachsen kommen fünf Prozent der nach Deutschland kommenden Asylsuchenden. Sie werden uns nach dem Königsteiner Schlüssel vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugeteilt. Für sie brauchen wir Unterkünfte, in denen sie bescheiden, aber in jedem Fall menschlich leben können. Denn wir bekennen uns zum menschenwürdigen Umgang mit den Flüchtlingen, solange sie bei und mit uns leben.

Die Eröffnung neuer Heime für Asylsuchende hat bei einigen Bürgerinnen und Bürgern in Sachsen zu Sorgen, Angst, Zorn und dem Satz „Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber bitte nicht hier!“ geführt. Sorgen und Ängste sind nachvollziehbar. Was wir nicht hinnehmen können, ist die Ausgrenzung, denn sie entspricht nicht unserem Bekenntnis zu Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Wir berufen uns gern auf unsere christlichen Werte. Hier ist ein Ausschnitt aus einem Gebet von Franz von Assisi:

„Herr, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,
Dass ich liebe, wo man hasst,
Dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
Dass ich verbinde, wo Streit ist,
Dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
Dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
Dass ich Licht anzünde, wo Finsternis regiert,
Dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.“

Nach den anfänglichen Gedanken von „Warum denn nur bei uns?“ erkennen die meisten Bürgerinnen und Bürgern in den sächsischen Kommunen schnell, dass sie eine Mitverantwortung für die Solidarität Deutschlands gegenüber den Flüchtlingen haben. Deshalb wurden aus den Unmutsbekundungen in den sächsischen Kommunen meist sehr schnell Koalitionen der Mitmenschlichkeit. Das sahen wir unter anderem in Großenhain, in Gröditz, in Riesa, in Bautzen und in Hoyerswerda.

Bei den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen in Chemnitz und Schneeberg lief es bislang nicht so gut. Das ändert sich gerade, besonders in Schneeberg.

Am letzten Freitag veranstaltete die evangelische Gemeinde dort ein Friedensgebet mit Bischof Bohl. Und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Freistaat Sachsen wirbt für Nächstenliebe und Gastfreundschaft auch für Asylsuchende. Bischof Bohl zitierte in seiner Predigt aus dem Neuen Testament:

„Ich bin Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.“ (Matth. 25, 35ff)

Viele Initiativen von Kommunen, Kirchen und Gruppen in Sachsen zeigen genau diese Mitmenschlichkeit im Umgang mit den bei uns lebenden Flüchtlingen.

Angesichts dieser Solidarität ermutige ich die demokratischen Parteien, beim Thema menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden in Sachsen, ebenso solidarisch zusammenzustehen.

Das würde uns in Sachsen gut zu Gesicht stehen.

Martin Gillo 

Jury des Sächsischen Integrationspreises einigte sich

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Am Mittwoch, dem 13. November 2013, tagte die Jury des Sächsischen Integrationspreises 2013. Nach einer knapp zweistündigen Sitzung standen die Preisträger fest, die am 29. November 2013 im Plenarsaal des Sächsischen Landtages ausgezeichnet werden. Die Auszeichnungen werden die Initiatoren des Wettbewerbes vornehmen: Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Christine Clauß, und der Ausländerbeauftragte Professor Martin Gillo. Die Feier steht unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler, der ebenfalls anwesend sein wird. Bis zur Preisverleihung bleiben die Sieger dieses Jahres allerdings noch geheim.

In der Jury arbeiteten neben den Vorjahrespreisträgern auch je ein Vertreter aus der Wirtschaft und aus der Verwaltung mit. Im Fokus standen in diesem Jahr Organisationen, die sich bewusst interkulturell öffnen.

Insgesamt bewarben sich 24 Initiativen und Projekte aus ganz Sachsen. Die Vorschläge zur Nominierung betreffen Projekte aus Vereinen, Initiativen, Netzwerken und Unternehmen.

Für den Sonderpreis wurden insgesamt sechs Personen vorgeschlagen. Dieser Preisträger oder die Preisträgerin soll für langjähriges Engagement ausgezeichnet werden.

Auch wenn nur wenige Initiativen ausgezeichnet werden können, haben die Sozialministerin und der Ausländerbeauftragte Martin Gillo herzlich alle Beteiligten und Akteure in der Integrationsszene Sachsens zur Verleihung der Preise in den Landtag eingeladen. Im Programm ab 16 Uhr sind ausdrücklich mehrere Möglichkeiten zur Begegnung, zur Information und zum Austausch vorgesehen.

Bewerber um den Sächsischen Integrationspreis 2013

Nominierte für den Integrationspreis 2013
Projekt – Bewerber – Ort
Kurzbeschreibung - Ansprechpartner

Hallo Nachbar – Interkulturelles Nachbarschaftsfest im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Wochen - Das Zusammenleben e.V. Freital - Freital

selbstorganisierte Integrationshilfe für Migranten mit den Kernbereichen Soziales, Kultur und Sport; Unterstützung aller Hilfesuchenden bei Alltagsproblemen und die Selbstorganisation; Teilnahme an verschiedenen sportlichen Veranstaltungen und kulturellen Events - Tatjana Jurk

Toleranz leben -- AWO Sonnenstein gemeinnützige GmbH - Dresden

gemeinwesensorientiertes Projekt der AWO Sonnenstein GmbH, will mit bildungspolitischen Angeboten für breite Gruppen der Zuwanderungsbevölkerung in Dresden demokratische Werte und die Kultur der Anerkennung stärken - Hang Thanh Phung, Malgorzata Büttner

Zusammenleben e.V. –Zusammenleben e.V. – Torgau

der Verein richtet sich an unterschiedliche Interessengruppen und Altersgruppen, bietet künstlerische Tanz- und Theatergruppen, moderne Tänze, kleine Sportgruppe - Valentina Serjakow

Interkulturelle Öffnung und Integration durch pädagogisch-erzieherische Tätigkeit einer afghanischen Migrantin - Stadtverwaltung Zwickau – Zwickau

Modellprojekt zur gezielten Begleitung von Kindern mit Migrationshintergrund in den Kitas „Stadtstrolche“, „Kinderinsel Hegelstraße“ und „Krümelkiste“ durch Einstellung von Personal mit Migrationshintergrund, baut Brücken zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, ihren Eltern und dem Kita-Team - Dr. Pia Findeiß (OB´in)

Heart & Art: „International Women“ im Campusbüro Uni mit Kind der TU Dresden - Technische Universität Dresden - Dresden

regelmäßiger Treff von internationalen Wissenschaftlerinnen oder Frauen von Wissenschaftlern, kreative Angebote und Sprachpraxis, trägt zu weltoffenen Dresden und „Willkommensgesellschaft Sachsen“ bei - Gabriele Feyler

Vektor e.V - Vektor e.V. - Leipzig
das gemeinnützige Bildungs- und Kulturzentrum „Vektor“ e.V. steht für Integration der deutschen und russischen Kultur; aktive Unterstützung für Mitbürger der ehemaligen Sowjetunion bei der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft - Vera und Konstantin Ermisch

Deutsch-Polnische Folklore-Tanzgruppe für Kinder - Deutsch-Polnischer Verein Zwickau e.V. - Zwickau
die Folkloretanzgruppe ist ein Teil der Vereinsarbeit des „Deutsch-Polnischen Vereines Zwickau e.V.“, Vereinsziel ist es, den Dialog zwischen Deutschen und Polen zu fördern - Justyna Quilitzsch

Stark für Kinder – Väter in interkulturellen Familien - Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. - Leipzig

Ziel des Projektes ist eine bessere Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben durch Väter mit Migrationshintergrund und damit eine bessere Unterstützung der Kinder - Özcan Karadeniz

Lichtensteiner Modell - Daetz-Stiftung - Lichtenstein
seit über 15 Jahren realisiert die Daetz-Stiftung Projekte, um Verständnis für die Lebensweisen der Menschen aus anderen Kulturkreisen zu wecken - Peter Daetz

Mein Gott, dein Gott, kein Gott – Die Vielfalt der Religionen on Tour - Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. - Leipzig

die interaktive Wanderausstellung „Mein Gott, dein Gott, kein Gott!" lädt Kinder und Erwachsene ein, die religiöse Vielfalt vor Ort zu entdecken und sich mit Fragen zur eigenen Identität und Zugehörigkeit auseinander zu setzen - Jule Wagner, Rudaba Badakhshi -

Angekommen in Dresden – Beispiele erfolgreicher Integration von Ausländern - Gesprächskreis ALTERnative - Dresden

„Angekommen in Dresden“ ist Projekt, Ausstellung und Dokumentation zugleich: Es enthält Porträts von Ausländern und beruht auf Interviews mit ihnen, würdigt das Gesicht des Ausländers - Dr. Hans-Dietrich Reiche, Jürgen Müller

Integrationsmessen in Chemnitz - Vorbereitungskreis der Integrationsmessen in Chemnitz - Chemnitz

seit 2012 veranstalten das Sozialamt der Stadt Chemnitz und DC DuvierConsult GmbH gemeinsam mit weiteren Partnern Integrationsmessen in Chemnitz, Angebot für Mitbürger mit ausländischen Wurzeln aus Chemnitz und Umgebung, die Zugang zum Arbeitsmarkt suchen und ausländische Studenten - Dr. Jesko Vogel - DC DuvierConsult GmbH

Wir gehören zu einem lebendigen Gemeinwesen - Landesverband Integrationsnetzwerk Sachsen e.V. - Freital

organisierte im Juni den „Sächsischen Migrationsgipfel 2013", der Erfahrungen und Bedürfnisse ermittelte, gemeinsame Tagung von Landesverband "Integrationsnetzwerk Sachsen e. V." mit dem Sächsischen Migrantenbeirat und Kooperationspartnern (Kulturbüro Sachsen e. V., Ausländerrat Dresden e. V.) im Rahmen des Projektes "Zusammen sind wir stärker" - Tatjana Jurk

Initiativenkonferenz „Asyl in Sachsen“ - Kulturbüro Sachsen e.V. - Dresden
mit dem Projekte soll die Arbeit von ehrenamtlichen Initiativen im Bereich Asyl unterstützt und professionalisiert werden; Austausch, Vernetzung und Erfahrungstransfer soll ermöglicht werden, stärkere Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen - Kulturbüro Sachsen e.V. und Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.

Am Ball bleiben – Dynamofans laden Fluchtlinge ins Stadion ein - „1953international“ und AG Asylsuchende – Pirna
Vereine ermöglichen Asylsuchenden den gemeinschaftlichen Besuch von Heimspielen der SG Dynamo Dresden und organisieren die Teilnahme an Trainingslagern für Kinder mit Migrationshintergrund, klären im Stadion zur Situation von Migranten auf und sensibilisieren - c/o Kulturbüro Sachsen e.V.

Mitten in Europa – Ausbildungsinitiative Kosovo - Arbeiter-Samariter-Bund Ortsverband Neustadt/Sa. e.V. - Neustadt/Sa.

seit 2009 werden jedes Jahr drei Schüler als Auszeichnung für hohes schulisches und soziales Engagement für eine Woche nach Deutschland eingeladen, seit 2012 gibt es Ausbildungsangebote mit Probepraktikum in der Pflege, drei Azubis werden Wohnraum und Ausbildung ermöglicht - Alexander Penther

Schwimmkurs des Interkulturellen Frauentreffs - Ausländerrat Dresden e.V. - Dresden

der Schwimmkurs für Migrantinnen ist ein Projekt des Interkulturellen Frauentreffs des Ausländerrates Dresden e.V., Stärkung des Selbstwertes und Partizipation am gesellschaftlichen Leben, die Angebote des Interkulturellen Frauentreffs richten sich an Frauen ohne und mit Migrationshintergrund aus der Stadt Dresden - Olga Sperling

Das Fest der Kulturen … geht auf Weltreise - Ausländerbeirat der Stadt Zittau - Zittau

veranstaltet in diesem Jahr das „Fest der Kulturen“ und schickte die Besucher auf eine Weltreise der besonderen Art, zu Kulturen in 20 Ländern aus fünf Kontinenten konnten sich die Besucher informativ, medial, spielerisch, kulturell und kulinarisch informieren - Jan Lange

DREBERIS - Dreberis GmbH - Dresden
Unternehmen berät strategisch und ökonomisch internationale Investoren, öffentlichen Einrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen bei grenzübergreifenden Projekte vorrangig auf den mittel- und osteuropäischen Märkten, internationales Team, legt Wert auf die Bewältigung von Mentalitätsunterschieden - Markus Reichel

Ich reiche dir meine Hand – Vorbereitung der Multiplikatoren für die Alltagsbegleitung von Senioren - Hoffnung-Nadeshda e.V. - Freiberg
Grundqualifizierung der Betreuer für die Alltagsbetreuung, Unterstützung von Senioren im Alltag und Freizeit; soziale Schule für Spätaussiedler, schafft Verbindungen zwischen Senioren – Hoffnung-Nadeshda e.V.

Interkulturelles Familienzentrum: „Familien starken – Vielfalt erleben – gemeinsam wachsen“ - Mütterzentrum e.V. - Leipzig

Projekt fördert die alltagsnahe Inklusion von Familien mit und ohne Migrationserfahrung, niederschwellige Angebote, interkulturelle Öffnung von Familienzentren, zielt auf wechselseitige Akzeptanz und Nutzung aller Kompetenzen zur positiven Bereicherung - Stefanie Ackermann, Franziska El-Makhloufi

Integrationsbegleiter bei „MITTENDRIN – gemeinsam mit viel Herz“- ZENTRUM NEUE ARBEIT – Mittleres Erzgebirge e.V. - Zschopau

im Projekt sollen Integrationsbegleiter helfen, bestehende Probleme bei der Integration und bei der interkulturellen Öffnung zu verbessern, Spätaussiedler und Migranten sollen in ihren Ressourcen bestärkt werden und sich für eine neue soziale Identität öffnen – Prof. Dr. H. Enderlein, Annelie Kunz

Sprache ist Brücke - Lichtpunkt e.V. - Freiberg
das Projekt richtet sich an Freiberger und „Umländer“ sowie ausländische Studierende und Doktoranden der TU Bergakademie, Studienerfolge sollen erhöht und die Integration der Studierenden in Freiberg verbessert werden; Abbau von Berührungsängsten auf beiden Seiten, fünfteiliges Programm mit Sprachtutoren, Sprachpaten, Märchenlesen, Sprachtandem und ausländischen Referenten - Kirsten Hutte

Beschäftigung von Arbeitnehmern und Praktikanten mit Migrationshintergrund - Lensspirit Kontaktlinsen-Versand - Leipzig
das Unternehmen organisiert regelmäßig Firmenführungen für Migranten, es bietet Praktikumsplätze und Schulungen an und erleichtert den Zugang zu Arbeit, unterstützt sprachliche und fachliche Weiterentwicklung - Swetlana Reiche

Nominierte für den Sonderpreis
Name, Ort - Kurzbeschreibung

Peter Daetz, Lichtenstein - Er gründete 1998 die gemeinnützige Daetz-Stiftung in Lichtenstein. Leitgedanke der Stiftung ist, dass von einer Willkommenskultur gegenseitiger Respekt ausgeht. Die Programme der Daetz-Stiftung sollen Chancen und Bereicherung begreifbar machen.

Matthias Czech, Dresden - Er engagiert sich neben seiner eigentlichen Arbeit als Arzt und ASB-Vorstand in hohem Maß auf dem Gebiet der Integration. Damit setzt er sich für die Ausbildung von jungen Menschen aus dem Kosovo in Sachsen ein und sorgt so für Perspektiven.

Nina Tabere, Dresden - Sie organisiert und vermittelt internationale Künstlergruppen. Damit ermöglicht sie Begegnungen mit Künstlern bei Festivals, Veranstaltungen und in Dresdner Heimen.

In Am Sayad Mahmood, Dresden - Sie engagiert sich für den interreligiösen Dialog und setzt sich in mehreren Vereinen ehrenamtlich und engagiert für das Zusammenleben von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft ein. Besonders am Herzen liegen ihr dabei die Bedürfnisse von Flüchtlingen.

Gerd Klenk, Leipzig - Er ist Mitbegründer wichtiger Leipziger Vereine, Initiativen und Netzwerke, so zum Beispiel des Flüchtlingsrates Leipzig und der Leipziger Integrationsmesse. Ihm ist wichtig, dass Migranten keinen Sonderstatus benötigen. Voraussetzung für eine tatsächliche Integration seien vielmehr eine breite Akzeptanz und Wertschätzung in der Bevölkerung.

Elke Preusser-Franke, Dresden - Vorsitzende des Vereins Jüdische Frauen. Sie setzt sich für die Integration jüdischer Mitbürger ein. Sie richtete mit Hilfe eine Beratungsstelle ein und unterstützt die Neuankömmlinge bei Arztbesuchen, Amtsgeschäften und im Alltag.

Caritas bietet der Stadt Dresden Hilfe bei Sozialarbeit für Asylsuchende an

Religionsunabhängig, kostenfrei und unter Wahrung der Schweigepflicht will der Caritasverband für Dresden e. V. der Landeshauptstadt Dresden Hilfe bei der steigenden Nachfrage der Sozialarbeit für Asylsuchende anbieten. Das teilte Geschäftsführer, Joachim Franke, in der Mitgliederversammlung des Verbandes in Dresden am 9. November mit. Bei Aufnahme in der Stadt benötigen Asylsuchende neben Wohnraum und lebensnotwendigen materiellen Dingen auch dringend soziale Betreuung, so Franke. Das sei eine wesentliche Aufgabe der Caritas. Dabei setzten die Helfer auf die Selbstbestimmung der Menschen und geförderte Selbsthilfekräfte.

Die Flüchtlingssozialarbeit der Caritas bietet Migrantinnen und Migranten insbesondere Informationen, Orientierung, individuelle Hilfe sowie Integrationshilfe für die Zeit des Aufenthalts. Die Betreuung erfolgt religionsunabhängig und kostenfrei unter Wahrung der Schweigepflicht in den Sprachen Englisch, Arabisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. Derzeit betreut die Caritas 256 Flüchtlinge in der Region Sächsische Schweiz und im Osterzgebirge.

www.caritas-dresden.de

Seminar Inclusion Leaders in Berlin

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe CrossKultur 2013 bieten Each One Teach One (EOTO) e. V. und die Integrationsbeauftragte des Bezirks Tempelhof-Schöneberg vom 16. – 20. Dezember 2013 in Berlin das viertägige Seminar „Netzwerk Inclusion Leaders“ an. Das Seminar will den Aufbau einer starken, vernetzten und gut geschulten Interessenvertretung der vielfältigen Gesamtbevölkerung für eine demokratische und inklusive Gesellschaft fördern.

Schwerpunkte des Seminares sind die Identifizierung, Vernetzung & Empowerment von jungen „Leadern" (18 – 27 Jahre) in ihren jeweiligen Interessensvertretungen und die bessere Sichtbarkeit ihrer NGOs (Interessenvertretungen) und Aktivitäten. Das Seminar vermittelt einen Einblick in die politischen Kämpfe von People of Color und Schwarzen in den USA und Deutschland und verdeutlicht die Notwendigkeit von Leadership und Diversity.

Praktische Trainings bestärken die Teilnehmenden in ihren vielfältigen Perspektiven, schulen ihre Präsentationskompetenzen und vermitteln politisches Handwerkszeug.

Das Seminar wird von renommierten Trainern aus den USA, Deutschland und Großbritannien durchgeführt. Eingeladen sind beispielsweise Joshua Kwesi Aikins, Safter Çinar, Jeff Johnson, Mekonnen Mesghena, Noa Ha, Nuran Yigit.

Bewerben können sich bis zum 23. November 2013 Interessenten, die sich für die Vielfältigkeit in der Gesellschaft engagieren und von Diskriminierung betroffen. Sie sollten zwischen 18 und 27 Jahren alt sein und englisch sprechen.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsunterlagen, Unterbringung und Kostenbeihilfen bei:

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Integrationsbeauftragte Gabriele Gün Tank
John-F.-Kennedy-Platz
10820 Berlin
Telefon 030 9027 76263
Telefax 030 9027 76344