Newsletter Nr. 2 vom 22.01.2016

Deutsch lernen! – Aufruf zu neuen Piktogrammen

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Die Plakate und Hefte zum Thema „Deutsch lernen!“ gehen weg wie warme Semmeln. „Wir wussten, dass es einen Bedarf gibt, aber dass wir seit November bereits knapp 30.000 Einheiten verschickt haben, hat uns doch überrascht und gefreut.“ so Geert Mackenroth. „Die Bestellungen und Rückmeldungen aus ganz Sachsen und aus anderen Bundesländern geben uns Rückhalt und Ermutigung.“

Die nächsten Auflagen der Hefte mit Piktogrammen sollen nun sogar erweitert werden. Ehrenamtliche Sprachlehrer, Flüchtlinge, Betreuer und Berater sowie Flüchtlingsorganisationen sind aufgerufen, neue Begriffe für den Basiswortschatz einzusenden.

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Die Hefte enthalten zurzeit 328 Begriffe. 100 neue sollen dazu kommen. Die Rubriken sollen differenzierter und um wichtige Basisbegriffe erweitert werden. Das Grundniveau bleibt unverändert, da es sich um Einsteiger- und Orientierungsmaterial handelt. Aus den eingesandten Begriffen wählt die Redaktion die meist genannten und passenden aus, soweit sie darstellbar sind.

Senden Sie bis zum 1. Februar Ihren Vorschlag an die Geschäftsstelle des Ausländerbeauftragten ein! Die Begriffe können gern mit einer Bildidee versehen werden. Diskriminierende oder rassistische Begriffe sind ausgeschlossen. Die Redaktion behält sich bei strafrechtlich relevanten Einsendungen eine Anzeige vor.

Machen Sie mit und schreiben Sie uns den Begriff, der Ihnen fehlt!

Piktogramme für Deutsch lernen!
Begriff:
Bildidee:
Name des Einsenders:
E-Mail:

Unter den Einsendern verlosen wir zehn stabile Planentaschen zum Umhängen.

Einsendungen an:
E-Mail: saechsab@slt.sachsen.de

Bestellungen und Download:
Deutsch lernen! - Das Plakat und Deutsch lernen! - Das Heft
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Können wir alle aufnehmen? - Abendveranstaltung mit Rupert Neudeck und Christine Langenfeld am 2. Februar

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Gemeinsam mit dem Präsidenten des Sächsischen Landtages Dr. Matthias Rößler lädt der Sächsische Ausländerbeauftragte zur Veranstaltung am 2. Februar um 19.00 Uhr mit Herrn Rupert Neudeck und Frau Prof. Dr. Christine Langenfeld in den Plenarsaal des Sächsischen Landtags ein. Der Cap-Anamur-Gründer und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e. V. Rupert Neudeck wird in seinem Vortrag „Können wir alle aufnehmen?" auf die aktuelle Entwicklung der weltweiten Flüchtlingssituation und ihre Folgen für Deutschland eingehen.

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Die Vorsitzende des Sachverständigenrates Deutscher Stiftungen für Integration und Migration und Direktorin des Instituts für Staatsrecht an der Universität Göttingen Prof. Dr. Christine Langenfeld erörtert in ihrem Beitrag die Integrationsanforderungen, denen sich unsere Gesellschaft gegenübersieht. Im Anschluss daran besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Eine begrenzte Anzahl von Plätzen im Plenarsaal ist noch verfügbar. Wenn Sie teilnehmen wollen, senden Sie bitte bis zum 26. Januar eine E-Mail unter Angabe Ihres vollen Namens, Ihres Geburtsdatums und einer E-Mail-Anschrift an die Geschäftsstelle. Die Daten werden zur Bestätigung bzw. Anmeldung benötigt und nach der Veranstaltung gelöscht. Bitte bringen Sie ein Personaldokument mit.

Wir bitten um Verständnis, dass nur Personen mit einer bestätigten Anmeldung Einlass gewährt werden kann.

Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten
E-Mail saechsab@slt.sachsen.de
Telefon 0351 4935171

Bayerischer Integrationsbeauftragter und Sachsens Ausländerbeauftragter besuchten Bayern-Kaserne

Am 13. und 14. Januar besuchte der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth MdL den Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer MdL. Im Zentrum des Informationstreffens stand ein Besuch in der Bayern-Kaserne mit dem Regierungspräsidenten von Oberbayern, Christoph Hillenbrand. Die Erstaufnahmeeinrichtung Bayern-Kaserne ist zum Symbol der Bewältigung der Flüchtlingssituation geworden. Die beiden Beauftragten vereinbarten eine weitere enge Zusammenarbeit der Ausländer- und Integrationsbeauftragten von Bayern und Sachsen.

Themen der Gespräche waren unter anderem die geplanten Gesetzesänderungen im Asylrecht sowie die Frage, ob und wie die Akzeptanz in der Bevölkerung geschaffen und erhalten werden kann. Übereinstimmend bezeichneten die beiden Beauftragten Informationen und Aufklärung auf klarer Faktenbasis als Voraussetzung dafür. Dabei seien Herausforderungen und Probleme der Integration klar zu benennen und zu bewältigen.

Gemeinsame Presseerklärung vom 14. Januar 2016
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/14203.cshtml

Härtefallkommission hat neue Mitglieder

In die Sächsische Härtefallkommission wurden neue Mitglieder berufen. Eine aktuelle Kontaktliste der Mitglieder und Stellvertreter finden Sie auf den Seiten des Sächsischen Ausländerbeauftragten unter
http://sab.landtag.sachsen.de/de/der-saechsische-landesbeauftragte/haertefallkommission/mitglieder-der-haertefallkommission-6774.cshtml

Aktuelle Zahlen zu Asylsuchenden

Die Landesdirektion Sachsen hat aktuelle Zahlen zu Asylsuchenden in Sachsen für das Jahr 2015 veröffentlicht.
https://www.lds.sachsen.de/asyl/?ID=9260&art_param=720

Weitere Informationen des Sächsischen Innenministeriums unter
www.asylinfo.sachsen.de

Sächsisches Onlineportal zum Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit

Auf der Internetseite des Landesverbands Soziokultur Sachsen stehen zahlreiche und umfangreiche Materialien sowie Informationen zur aktuellen Flüchtlings- und Asylthematik zur Verfügung. Das Infoportal bietet beispielsweise konkrete Hilfestellungen für ehrenamtlichen Sprachunterricht, Freizeitangebote, Sachspenden und den Umgang mit Traumata. Monatlich erscheint auf dem Portal ein Newsletter. Ebenso ist eine Übersicht über relevante Förderprogramme zu finden. Die Seiteninhalte sollen veranschaulichen, wie Flüchtlinge mithilfe der Kultur- und Jugendarbeit integriert werden können.

Das Onlineportal des Landesverbands Soziokultur Sachsen ist abrufbar unter
www.soziokultur-sachsen.de/infoportal-flucht-asyl

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge veröffentlicht Asylgeschäftsstatistik für das Jahr 2015

Im Berichtsjahr 2015 wurden 441.899 Erstanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 173.072 Erstanträge. Dies bedeutet einen hohen Zuwachs von 155,3 Prozent. Die Zahl der Folgeanträge im Jahr 2015 hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert (29.762 Folgeanträge) um 16,76 Prozent auf 34.750 Folgeanträge erhöht.

Damit sind insgesamt 476.649 Asylanträge im Jahr 2015 beim Bundesamt eingegangen; im Vergleich zum Vorjahr mit 202.834 Asylanträgen bedeutet dies einen deutlichen Anstieg um 135,0 Prozent.

2015 kamen aus Syrien die meisten Antragsteller (162.510 Asylsuchende), gefolgt von Albanien (54.762 Asylsuchende) und Kosovo (37.095 Asylsuchende).

Entscheidungen im Jahr 2015

Die Gesamtschutzquote lag bei den Entscheidungen über Asylanträge für Syrer bei 96,1 Prozent. Am zweithöchsten war die Schutzquote für Eritreer mit 92,0 Prozent. Insgesamt wurden 282.726 Erst- und Folgeanträge im Jahr 2015 entschieden. Im Vergleich zum Vorjahr (128.911 Entscheidungen) ist die Zahl dieser Entscheidungen um 119,3 Prozent gestiegen.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer liegt für das Berichtsjahr 2015 bei 49,8 Prozent (davon allein 137.136 positive Entscheidungen von insgesamt 282.726). Für das Vorjahr 2015 konnte eine Gesamtschutzquote von 31,5 Prozent (40.563 positive Entscheidungen von insgesamt 128.911) ermittelt werden.

Am Ende des Jahres 2015 lag die Zahl der anhängigen Verfahren bei insgesamt 364.664 Verfahren. Im Vergleich zum 31.12. des Vorjahres (169.166 anhängige Verfahren) stieg die Zahl der beim Bundesamt anhängigen Verfahren deutlich um 115,57 Prozent.

Asylzahlen für den Zeitraum Dezember 2015

Im Dezember 2015 beantragten 48.277 Personen beim BAMF Asyl, davon 46.730 als Erstanträge und 1.547 als Folgeanträge. Im November hatten noch 9.539 Personen mehr einen Erstantrag gestellt. Mit einem Rückgang von 16,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Erstanträge damit erstmals seit August letzten Jahres leicht rückläufig. Die Anzahl der Folgeanträge geht bereits seit Juli 2015 leicht zurück.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Asylbewerber um 27.893 Personen (136,8 Prozent) gestiegen.

Die Hauptherkunftsländer der Antragsteller im Dezember waren Syrien (25.357), Irak (4.954) und Afghanistan (4.237). Das sind 5.216 syrische Staatsbürger weniger als noch im Vormonat. Der Zustrom aus Afghanistan nahm leicht ab (Vormonat: 4.976), aus dem Irak nahm sie leicht zu (Vormonat: 4.479).

Die Zahl der albanischen Antragsteller nahm deutlich ab, von 3.044 im Vormonat auf 1.801 im Dezember. Ebenfalls deutlich rückläufig sind die Zahlen der Antragsteller aus Serbien, Eritrea und Pakistan.

Allerdings wuchs die Anzahl der Antragsteller mit ungeklärter Staatsbürgerschaft im Vergleich zum Vormonat um 107 Prozent, von vormals 1.618 auf 3.349.

Entscheidungen im Dezember

Das Bundesamt entschied über die Anträge von 43.227 Personen (Vorjahresmonat: 15.655, Vormonat: 35.422). In 70,8% der Entscheidungen (30.621 Personen) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings zuerkannt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 7.955 Personen (18,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.260 Personen (9,9 Prozent).

Die gesamte Asylgeschäftsstatistik für Dezember und das Jahr 215 finden Sie unter
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/201512-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.pdf?__blob=publicationFile

Telekom stellt großes Informationsangebot für Flüchtlinge online

Mit Unterstützung von freiwilligen Helfern wurde unter „refugees.telekom.de" eine Internetplattform für Flüchtlinge aufgebaut. Das Portal bietet Flüchtlingen unter anderem Informationen zum Asylverfahren und zum Leben und Arbeiten in Deutschland. Darüber hinaus ermöglicht es die Kontaktaufnahme zu Helfern und Organisationen vor Ort. Das Informationsangebot steht in acht Sprachen zur Verfügung und wird kontinuierlich weiter ausgebaut.

Angeboten werden allgemeine und konkrete lokale Informationen. In der Region Ost gibt es dazu Inhalte zu Dresden, Doberlug-Kirchhain, Chemnitz und Heidenau.

https://refugees.telekom.de/de

Programm „Kultur öffnet Welten“ jetzt mit Sonderpreis für Teilhabe Geflüchteter

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien lobt einen Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe von geflüchteten Menschen aus. Projekte können bis zum 28. Januar 2016 eingereicht werden.

Eine Auflistung der Vorschlagberechtigten finden ie hier:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2015/2015-12-15-sonderpreis-vorschlagsberechtigte.html

Die bundesweite Initiative „Kultur öffnet Welten“ will sichtbar machen, wie sich Kulturschaffende und Institutionen für kulturelle Teilhabe engagieren. Im Fokus stehen die Planung, Umsetzung und Vermittlung kultureller Angebote für Menschen aller Altersgruppen, unabhängig von ihrer sozialen Lage, einer Beeinträchtigung oder ihrer ethnischen Herkunft. In der Aktionswoche vom 21. bis 29. Mai 2016 sollen die Handelnden aus Bund, Ländern und Kommunen die kulturelle Vielfalt ihrer Regionen erlebbar machen. Auf dem Internetportal www.kultur-oeffnet-welten.de werden ab Januar 2016 die Teilnehmer präsentiert und ab April 2016 Best-Practice-Beispiele reflektiert.

„Kultur öffnet Welten“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, künstlerischen Dachverbänden und AkteurInnen aus der Zivilgesellschaft. Das netzwerk junge ohren ist die bundesweite Koordinierungsstelle. Das Haus der Kulturen der Welt stellt weitere Informationen zur Teilnahme und zur Projektwoche bereit unter
www.kultur-oeffnet-welten.de