Newsletter Nr. 5 vom 20.05.2016

Neues stark erweitertes Piktogrammheft „Deutsch lernen!“

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Der Sächsische Ausländerbeauftragte hat eine erweiterte und überarbeitete Version seines Piktogrammheftes vorgestellt. Das 50-seitige Heft dient der Orientierung und dem Erlernen des Basiswortschatzes. Es enthält 576 Piktogramme, 231 mehr als die Vorgängerversion. Hinzugekommen sind Verkehrszeichen, Logos, Beziehungen, Regeln und Zustände. In die erweiterte Auflage wurden Hinweise von Vereinen, Sprachmittlern, ehrenamtlichen Deutschlehrern und Beratern aufgenommen. Die Substantive wurden um ihre Artikel erweitert und auch ein Alphabet angefügt.

Die aktuelle Auflage beträgt 15.000 Stück. Von der Vorgängerversion wurden 30.000 Hefte und 15.000 Plakate ausgeliefert.

Der Basiswortschatz deckt die wichtigsten Bereiche ab und hilft im Alltag beim Einkaufen, bei Notfällen - erklärt Körper, Zahlen, Kleidung, Amt oder Möbel. Die Piktogramme sind auf beschreibbarem Papier gedruckt und werden kostenfrei abgegeben. Plakat und Heft wurden durch die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten zusammen mit der Agentur Ö-Grafik aus Dresden entwickelt.

Bei der Konzeption und Gestaltung wurden folgende Prinzipen angewandt:

neutral für die Bevölkerung aller Kontinente, Religionen

Farbschema, aktive Person oder Detail sind immer farblich gleich

systematischer Aufbau vom übergeordneten Begriff zu den einzelnen
(Körper->Kopf->Hand)

keine Ansätze für die Diskriminierung von Gruppen

Kostenfreie Bestellung ist möglich unter
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Ausländerbeauftragter informiert zu Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge

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Ein Wegweiser für künftige Berufstätige und Arbeitgeber über die Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme für Geflüchtete und Zuwanderer kann in der Geschäftsstelle des Ausländerbeauftragten bestellt werden. Das Doppelblatt im Format A4 informiert potentielle Berufstätige und Arbeitgeber. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen. Das Blatt gibt einen Überblick über die gängigsten Möglichkeiten und die Bedingungen des Zugangs zum Arbeitsmarkt. Außerdem informiert es über die jeweiligen Ansprechpartner und die einschlägigen Informationsquellen.

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth will mit der Herausgabe eine staatliche Informationslücke schließen helfen: „Es gibt viele Lebenswirklichkeiten, für die völlig unterschiedliche Regelungen gelten, die man kennen und beachten muss. Die Fülle von beteiligten Stellen und möglichen Ansprechpartnern ist groß. Deshalb möchten wir den Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Beratern ein Hilfsmittel an die Hand geben. Ich bin sicher, dass in einigen Jahren die Integration durch Arbeit vom Sonderfall zum Regelfall wird, aber dafür müssen wir handeln.“

Das Faktenblatt kann über den Internetauftritt des Sächsischen Ausländerbeauftragten kostenfrei bestellt werden
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Download zur Ansicht
http://sab.landtag.sachsen.de/dokumente/landtagskurier/SAB-Faktenblatt_Dezember2015_web18012016.pdf

Regionaltreffen Migration und Entwicklung in Mitteldeutschland

Das 3. Regionale Netzwerktreffen Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene für Mitteldeutschland (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt) ist am 9. Juni 2016 in Plauen. Veranstalter ist die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH.

Mit dem Treffen soll die Zusammenarbeit gefördert, über Chancen und Möglichkeiten entwicklungspolitischer Arbeit aufgeklärt und die Verbindung von integrations- und entwicklungspolitischen Themen aufgezeigt werden. Außerdem soll ein Überblick über die vorhandenen Angebote der Einen-Welt-Arbeit und migrantischen Organisationen und die Netzwerke in der Region ermöglicht und gute Praxisbeispiele aus der Region vorgestellt werden.

Die Veranstaltung richtet sich gezielt an Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen aus den Fachbereichen Integration, Internationales, Städtepartnerschaften, Lokale Agenda 21 und Umwelt sowie an Vertreterinnen und Vertreter von migrantischen Organisationen und anderen entwicklungs- und integrationspolitischen Vereinen.

Mehr Informationen zur Arbeit der SKEW im Bereich „Migration und Entwicklung auf kommunaler Ebene" finden Sie unter
http://www.service-eine-welt.de/migration/migration-start.html

Organisation

Zusätzliche Gelegenheit für informellen Austausch und Kennenlernen gibt im Anschluss an das Treffen ein informelles Abendprogramm. Fahrtkosten können erstattet werden. Bei Bedarf buchen die Veranstalter eine kostenlose Hotelübernachtung mit Frühstück. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung bitte per Mail oder Fax bis zum 31. Mai 2016 zurück.

Für Rückfragen
Frau Rauschenbach; Telefon 01522 151 79 75

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Postadresse: Tulpenfeld 7
53113 Bonn
Telefon +49 228 20 717-434
Telefax +49 228 20 717-389


www.service-eine-welt.dewww.engagement-global.de

Landesverband der Sächsischen Tafeln e. V. zieht Zwischenbilanz und bittet um Unterstützung

Im Jahr 2015 sammelten etwa 1.500 freiwillige und ehrenamtliche Helfer in zirka 900 Märkten bis zu 15.000 Tonnen Lebensmittel ein und verteilten diese an über 40.000 sozial bedürftige Personen im Freistaat Sachsen. Viele Lebensmittel wurden so vor der Vernichtung bewahrt. Den Ehrenamtlichen gelang es, der gewachsenen Bedarfslage durch die zusätzliche Versorgung von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern weitgehend gerecht zu werden, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Tafeln e. V., Joachim Rolke. Er machte darauf aufmerksam, dass die Sächsischen Tafeln mehr denn je Hilfe von außen benötigten. Rolke appellierte an die sächsische Bevölkerung, in Anbetracht der gestiegenen Anforderungen die Tafeln gerade finanziell nachhaltiger zu unterstützen, damit die anstehenden Aufgaben auch in Zukunft für alle zufriedenstellend bewältigt werden können.

Bundesweit 60.943 Asylanträge und Entscheidungen im April

Im April 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 60.943 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet einen Anstieg um 124,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April 2015.

Hauptherkunftsländer der Antragsteller waren im April Syrien (25.891 Antragsteller), Irak (9.569 Antragsteller) und Afghanistan (8.483 Antragsteller).

Entschieden hat das Bundesamt im April 2016 über die Anträge von 44.395 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 131,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April 2015 (19.199 Entscheidungen). 21.557 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (48,6 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 4.116 Personen (9,3 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 276 Personen (0,6 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Im EASY-System wurden im Monat April 2016 bundesweit 15.941 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Mehrfacherfassungen nicht ausgeschlossen.

Neuer Sozialreport 2016 für Deutschland – Bildung entscheidet

„Bildung ist entscheidend für die Integration von Migrantinnen und Migranten“- das ist eine der Kernaussagen des „Datenreport 2016 – ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland“, den das Statistische Bundesamt gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und dem Sozio-ökonomischen Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung am 3. Mai dieses Jahres veröffentlicht hat. Mit steigender beruflicher Qualifikation sinkt demnach das Risiko der Erwerbslosigkeit, auch bei der Höhe des Einkommens zahlt sie sich aus. Migranten blicken im Vergleich mit der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund zuversichtlicher in die Zukunft, obwohl sie besonders im Alter häufiger von Armut betroffen sind. So eine weitere Aussage des Berichts.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die gesellschaftliche Teilhabe der Migranten in Deutschland unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Da sie außerdem stark von der Durchlässigkeit der Gesellschaft für Migranten abhängig ist, soll Integration nicht als einseitiger Prozess betrachtet werden.

Der gesamte Bericht zum Download
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Datenreport/Downloads/Datenreport2016.pdf?__blob=publicationFile

Materialien für die Interkulturelle Woche (IKW) bestellen

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Ab sofort können Werbe- und Aktionsmateriallien für die IKW 2016 vorbestellt werden. Der Versand beginnt voraussichtlich Ende Mai. Es stehen drei Plakat- und sechs Postkartenmotive zur Verfügung. Sie stehen ebenso wie ein PDF des Materialheftes auch zum Download bereit.

http://www.interkulturellewoche.de/content/bestellformular-2016

Bundesagentur erweitert Migrationmonitor zum Arbeitsmarkt

Der Migrationsmonitor ermöglicht mit tabellarischen Übersichten und interaktiven Schaubildern einen Überblick über die Entwicklung des Arbeitsmarktes für Staatsangehörige aus den Migrationsländern. Die Berichterstattung über die Entwicklung wichtiger Bestandsgrößen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Arbeitslosen und der Leistungsbezieher in der Grundsicherung für Arbeitsuchende wird nun um folgende Elemente erweitert:

Arbeitslosen-, Beschäftigungs- und Hilfequoten

Prozesskennzahlen zu Zu- und Abgängen in und aus Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug SGB II

Strukturinformationen zu Qualifikation, Alter und Geschlecht von Arbeitslosen, Arbeitsuchenden und Beschäftigten

Einsatz von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten

Beschäftigungsstruktur und –veränderung

Auswertungen für Bundesländer (mit Ausnahme der Quoten).

Zum Migrationsmonitor:
http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_489222/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Statistische-Sonderberichte/Migration-und-Arbeitsmarkt.html

Bundesfamilienministerium bietet Informationen und Hilfe für Geflüchtete, Frauen und Schwangere

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt Menschen in Konfliktsituationen mit Hilfetelefonen und Materialen. Sie sind auch für geflüchtete Menschen wichtig.

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“
Qualifizierte Beraterinnen sind täglich in 15 Sprachen rund um die Uhr anonym und kostenfrei erreichbar.

Telefon: 08000 116 016
Online www.hilfetelefon.de

Hilfetelefon „Schwangere in Not“
Qualifizierte Beraterinnen sind täglich in 15 Sprachen rund um die Uhr anonym und kostenfrei erreichbar. Sie informieren auch über die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung durch die Bundesstiftung “Mutter und Kind“.

Telefon 0800 40 40 020
Online www.schwanger-und-viele-fragen.de

Informationsmaterial
Umfassendes Angebot zur Unterstützung, Hilfe und Schutz zum Beispiel für schwangere Frauen oder Menschen in Not, steht zum Download oder zur Bestellung bereit. Viele davon sind in verschiedenen Sprachen erhältlich.

www.bmfsfj.de/informationen-fluechtlinge

ADFC München veröffentlicht Verkehrsregeln für Radfahrer in 10 Sprachen

Das kostenlose Angebot umfasst die Sprachen Albanisch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch und Tigrinia. Erklärt werden die wichtigsten Verkehrszeichen sowie Grundlagen der Vorfahrt.

Die Flyer sind abrufbar unter
http://www.adfc-muenchen.de/adfc-muenchen/arbeitsgruppen/asyl/XXX

Bayern bietet Praktikumsbörse für Jugendliche mit Flucht- oder Migrationshintergrund an

Um Geflüchteten und Zugewanderten eine Teilhabe an Bildung und Arbeit zu ermöglichen und so zur Integration beizutragen, sind passgenaue Angebote im Bereich Berufsorientierung notwendig. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Durchführung von Praktika, die einen Einblick in die Arbeitswelt in Deutschland bieten. Hier setzt die Online-Praktikumsbörse für Schülerinnen und Schüler mit Flucht- oder Migrationshintergrund an. Das Angebot richtet sich insbesondere an junge Geflüchtete aus Berufsintegrations- und Übergangsklassen in Bayern, die bereits ausreichende Deutschkenntnisse mit sich bringen.

Unternehmen können die Börse kostenlos im Rahmen Ihres Recruitingprozesses nutzen. Über ihre Praktikumsangebote und ihr Firmenprofil erreichen sie potentielle Auszubildende und zukünftige Mitarbeiter für ihre Unternehmen.

https://www.sprungbrett-intowork.de/fluechtlinge/?no_cache=1