Newsletter Nr. 1 vom 13.01.2016

Ausländerbeauftragter gibt Heft zu Grundwerten unserer Gesellschaft in sechs Sprachen heraus

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Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth stellte am vergangenen Freitag eine Broschüre zu den Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland und Sachsen vor. „Diese Grundwerte und Regeln gelten für alle Menschen, die hier leben.“ so Mackenroth bei der Vorstellung des Heftes „Grundlagen unseres Zusammenlebens“. Es umfasst auf 36 Seiten Auszüge aus dem Grundgesetz und der Sächsischen Verfassung. Übersetzt wurde die Publikation in Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch und Farsi. „Diese Broschüre belehrt nicht. Sie lädt uns alle ein, uns immer wieder mit den Fundamenten unserer Gesellschaft vertraut zu machen.“ schreibt Mackenroth im Einleitungstext.

Die Veröffentlichung ist zur Verteilung an Flüchtlinge und Migranten vorgesehen. Der Ausländerbeauftragte erklärte: „Die ausgewählten Rechtsregeln spiegeln in aussagekräftiger und umfangreicher Weise die Grundwerte unseres gesellschaftlichen Miteinanders wider. Für alle in Deutschland lebenden Personen sind diese Grundwerte zugleich Chance und Verantwortung. Wie wichtig und notwendig derartige Hinweise sind, zeigen die Kölner Ereignisse in bedrückender Weise.“

„Auch manchem Deutschen schadet ein Blick in unsere Verfassung nicht.“ so Mackenroth während der Pressekonferenz. Die Auflage beträgt zunächst 3.000 Stück. Kostenlose Bestellung oder Download der Broschüre über die Internetseite des Sächsischen Ausländerbeauftragten
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Land Sachsen veröffentlicht Interpretationshilfe für medizinische Versorgung von Asylbewerbern

Asylbewerber und Flüchtlinge haben während der ersten 15 Monate ihres Aufenthaltes in Deutschland nur einen eingeschränkten Anspruch auf medizinische Versorgung. Dadurch kam es in der Vergangenheit häufiger zu unnötigen zeitlichen Verzögerungen und Abstimmungsproblemen zwischen den Protagonisten. Die Interpretationshilfe, die das Land Sachsen nun vorgestellt hat, bietet den Beteiligten einen Leitfaden, um Entscheidungen korrekt, einfacher und schneller treffen zu können. Staatsministerin Barbara Klepsch erklärte: „Wir sichern damit eine gute und angemessene medizinische Betreuung der Flüchtlinge und Asylbewerber in Sachsen.“

Erstellt wurde die Interpretationshilfe gemeinsam mit der Sächsischen Landesärztekammer, den zuständigen Staatsministerien, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, den Kostenträgern des Freistaates Sachsen, der Krankenhausgesellschaft Sachsen und der Landesdirektion Sachsen. Sachsen ist das erste Bundesland, das eine solche Handreichung vorlegt.
http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/106553

Zentrale Ausländerbehörde informiert zum Ausbau der Erstaufnahmeeinrichtung

Die Zentrale Ausländerbehörde des Freistaates Sachsen baut die Unterbringungskapazität der Erstaufnahmeeinrichtung weiter aus. Zum Jahresende 2015 stehen der Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates Sachsen rund 22.000 Unterbringungsplätze zur Verfügung.

Der Kapazitätszuwachs wird sowohl durch Erweiterung bestehender Unterkünfte, als auch die Inbetriebnahme neuer Unterkünfte erreicht. Erweitert werden die Kapazitäten in den Objekten Schkeuditz OT Dölzig (von 150 auf 350 Plätze), Plauen (von 300 auf 600) und Döbeln (von 300 auf 640 Plätze).

Neu in Betrieb genommen werden die seit Oktober im Bau befindlichen Objekte in Leipzig-Mockau (600 Plätze in 12 Leichtbauhallen), in Leipzig (400 Plätze in 8 Leichtbauhallen) und Leipzig, General-Olbricht-Kaserne (500 Plätze in 10 Leichtbauhallen). Die Kapazität der vorgenannten Unterkünfte wird im 1. Quartal 2016 weiter ausgebaut.

Wann die neuen Einrichtungen bzw. Plätze tatsächlich mit Asylbewerbern belegt werden, ist vom Zustrom der Asylsuchenden abhängig. Konkrete Aussagen dazu sind derzeit noch nicht möglich. Aktuell sind von den 19.600 Plätzen der Erstaufnahmeeinrichtung rund 9.000 belegt. Im Schnitt kommen derzeit täglich rund 250 Asylsuchende im Freistaat Sachsen an.

Übersicht Kapazitätsausbau EAE 23.12.2015
http://www.medienservice.sachsen.de/medien/assets/download/106555

In Hohenstein-Ernstthal und Umgebung bündelt der Netzwerk Zukunft Sachsen e.V. Engagement für Flüchtlinge

Der gemeinnützige und ehrenamtliche Verein sieht sich als Anlaufstelle für alle Menschen der Region, die offensiv und konstruktiv mit den Herausforderungen des Flüchtlingszustroms umgehen. Die Arbeit des Netzwerkes verteilt sich auf verschiedene Ressorts. Das Ressort Sprachvermittlung konzentriert sich beispielsweise auf Sprachkurse für Flüchtlinge und die Schulung von Deutschmuttersprachlern zu Sprachvermittlern. Daneben existieren ein Patenprojekt, das die Flüchtlinge insbesondere bei Behördengängen unterstützen soll, und ein Ressort Freizeit, dessen Unterstützer nicht nur selbst Beschäftigungsangebote schaffen, sondern auch ein Netzwerk aus Freizeit- und Sportvereinen aufbauen wollen.

Dem Netzwerk liegt daran, dass der Dialog zwischen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen nicht abreißt. Das Ressort Dialog organisiert deshalb einen ergebnisoffenen Dialog, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, solange sie die anderen Gesprächsteilnehmer und die freiheitliche-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik achten. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Vereins unter
http://www.netzwerk-zukunft-sachsen.de/

Sächsische Tafeln würdigen Hilfsbereitschaft mit Sonderkonzert

Mit einem Festkonzert der Dresdner Philharmonie setzte der Landesverband Sächsischer Tafeln e.V. ein Zeichen für den solidarischen Zusammenhalt der Bürgergesellschaft im Freistaat Sachsen. Unterstützt von der Dresdner Philharmonie, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Hotel Hilton Dresden konnten in das Albertinum Dresden am 23. Dezember über fünfhundert bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch Helferinnen und Helfer eingeladen werden. Der Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler, würdigte den Höhepunkt der „Tafel-Weihnacht“ in seinem Grußwort und forderte stärkere Solidarität aller Sächsischen Bürgerinnen und Bürger. Der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Tafeln e.V., Joachim Rolke, machte darauf aufmerksam, dass die sächsischen Tafeln mehr denn je Hilfe von außen benötigten. Viele Lebensmittel wurden vor der Vernichtung bewahrt, weil rund 1.500 freiwillige Helfer in etwa 900 Märkten bis zu 15.000 Tonnen Lebensmittel eingesammelt hatten und diese dann an über 140.000 sozial bedürftige Personen im Freistaat Sachsen verteilten. Es sei den Ehrenamtlichen gelungen, dem gewachsenen Bedarf durch die zusätzliche Versorgung von Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern weitgehend gerecht zu werden. Rolke appellierte an die sächsische Bevölkerung, in Anbetracht der gestiegenen Anforderungen die Tafeln gerade finanziell nachhaltiger zu unterstützen.

Landesverband Sächsische Tafeln e.V.
http://landesverband-saechsische-tafeln.de/wir-ueber-uns-der-verein/

Internationale Wochen gegen Rassismus in Dresden

Der Zeitraum der Aktionswochen liegt zwischen dem 15. März und 6. April dieses Jahres. Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus werden bundesweit Veranstaltungen gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit organisiert. Dirk Hilbert, der Oberbürgermeister der Stadt Dresden, ruft dazu auf, sich mit eigenen Veranstaltungen an den Aktionswochen zu beteiligen. Unterstützung erhalten die Pläne außerdem von der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Stadt, über die man bis zum 15. Januar Veranstaltungen anmelden kann.

Weitere Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus und zum Anmeldeverfahren unter
https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/aktuelles/woche-gegen-rassismus.php

Fraunhofer-Gesellschaft in Sachsen bietet Praktika für Flüchtlinge an

Das Angebot richtet sich an anerkannte Flüchtlinge mit wissenschaftlich-technischem Studienabschluss oder Interesse. Ebenfalls unabdingbar sind gute Deutsch- oder Englischkenntnisse sowie eine Arbeitserlaubnis. Die Fraunhofer-Gesellschaft möchte mit den bis zu dreimonatigen Praktika Chancen am deutschen Arbeitsmarkt eröffnen und eine Einstiegsorientierung bieten. Das Praktikum umfasst weiterhin ein Patenmodell mit umfangreicher Betreuung und einem dem individuellen Bedarf angepassten Deutschkurs. Interessenten können jederzeit per E-Mail Kontakt zu den Verantwortlichen aufnehmen über
E-Mail integration@iws.fraunhofer.de

Bundesregierung stellt Migrationsbericht 2014 vor

Der Migrationsbericht 2014 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge liegt als PDF vor und kann in Kürze als Druckversion bestellt werden.

Zum Download gibt es folgenden Link
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Migrationsberichte/migrationsbericht-2014.pdf?__blob=publicationFile

BAMF veröffentlicht Informationsblatt in zwölf Sprachen zum Asylverfahren

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat eine Orientierungshilfe herausgegeben, die Asylbewerbern eine Übersicht über den Ablauf des Verfahrens bietet. Von der Ankunft in Deutschland bis hin zur Entscheidung über den Antrag wird behördliches Handeln genau beschrieben. Den Antragstellern werden konkrete Hinweise zu kooperativem Verhalten gegeben.

Die Handreichung steht in zwölf Sprachen zur Verfügung unter
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Flyer/infoblatt-erstorientierung-asylsuchende.html

Bundeszentrale fördert Modellprojekte zum Thema Flucht

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) möchte in diesem Jahr mindestens 20 Modellprojekte mit je 20.000 bis 50.000 € fördern. Das Angebot richtet sich an gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland. Eine Bewerbung ist bis zum 31. Januar 2016 möglich. Die geförderten Maßnahmen sollen dabei unterschiedlichen Zielgruppen eine intensive Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Vertreibung ermöglichen und eine langfristige Wirkung anstreben. Ebenfalls ist eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2016 erforderlich.

Förderbar sind beispielsweise Fortbildungen und Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte, Ehrenamtliche und Multiplikatoren aller Art sowie Diskussions- und Bildungsangebote für verschiedenste Zielgruppen. Ausführliche Informationen und das Antragsformular finden Sie unter
www.bpb.de/217672/

Verein veröffentlicht Hilfestellung zum rechtlichen Rahmen der Erwerbsintegration

Die Publikation mit dem Titel „Handreichung zum rechtlichen Rahmen der Erwerbsintegration von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit“ wurde bereits Ende des letzten Jahres durch das Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. verabschiedet. Sie ist als praktische Hilfestellung im Umgang mit der komplexen Rechtsmaterie an der Peripherie von Ausländer- und Sozialrecht konzipiert. Die Publikation bezieht sich auf den rechtlichen Stand vom 17. November 2015, das heißt, dass das Asylpaket I mit abgebildet wurde.

Die vollständige Handreichung finden Sie unter
https://www.deutscher-verein.de/de/empfehlungen-stellungnahmen-2015-rechtlicher-rahmen-zur-erwerbsintegration-von-menschen-ohne-deutsche-staatsangehoerigkeit-eine-handreichung-des-deutschen-vereins-1859,714,1000.html

Avicenna-Studienwerk schreibt Stipendien für Muslime aus

Bis zum 1. April können sich Studierende und Promovierende um eine Förderung zum Wintersemester 2016/2017 bewerben. Das Studienwerk fördert besonders begabte muslimische Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen. Nichtmuslimische Bewerber können in begründeten Einzelfällen in das Förderprogramm aufgenommen werden. Aktuell fördert das Studienwerk 145 Stipendiaten. Im nächsten Jahr ist die Aufnahme von weiteren 120 geplant. Von den Bewerbern werden überdurchschnittliche Leistungen sowie soziales Engagement und eine überzeugende Begründung für die Bewerbung erwartet. Das junge Studienwerk will die Vereinbarkeit von muslimischem Glauben und moderner Lebensweise zeigen und fördern. Für die Staatsministerin Aydan Özoğuz ist das Netzwerk „eine der bildungspolitisch bedeutendsten Initiativen der letzten Jahre.“

Weitere Informationen zum Studienwerk und dem Bewerbungsverfahren unter
http://www.avicenna-studienwerk.de/

Bundesweites internationales Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Das Hilfetelefon für Frauen, die physische oder sexuelle Gewalt erleben mussten, geht auf die Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurück und soll Betroffenen deutschlandweit und ganzjährig kostenfreie und vertrauliche Unterstützung bieten.

Die Beratungsstelle weist nun darauf hin, dass ihre Angebote auch Frauen mit einem Migrationshintergrund offenstehen und für diese nutzbar sind. Nach der Einschätzung der Verantwortlichen wissen gerade Frauen, die neu in Deutschland oder nicht mit der Sprache vertraut sind, nicht, an wen sie sich in ihrer Notlage wenden können. Mittels Dolmetscherinnen ist die Beratung in 15 Sprachen möglich, darunter Arabisch, Persisch, Serbokroatisch, Russisch, Türkisch und Vietnamesisch.

Die kostenlose Rufnummer des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ lautet
Telefon 08000 116016

Weitere Informationen zum Beratungsangebot finden Sie unter

http://www.hilfetelefon.de/aktuelles.html