Newsletter Nr. 4 vom 31.03.2017

Asylzugänge für Februar in Deutschland und Sachsen

Im Februar 2017 kamen 14.289 Asylsuchende nach Deutschland, und zwar vorwiegend aus Syrien (3.533 Personen), Irak (1.387 Personen) und Eritrea (1.017 Personen). Das BAMF entschied im Februar über die Anträge von 71.499 Personen, wird aber voraussichtlich sein Ziel verfehlen, bis Mai alle Altfälle abgearbeitet zu haben.

In den Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates Sachsen kamen im Februar 2017 573 Asylsuchende neu an, im Januar waren es noch 771. Hauptherkunftsländer im Januar und Februar waren Syrien (254), Afghanistan (195), Libyen (142), Irak (130), Russland (106) und Eritrea mit 105 Personen.

Mit Stand Ende Februar waren in Sachsen 27.012 Asylbewerber und vollziehbar Ausreisepflichtige untergebracht, davon 25.742 in den Kommunen.

Entscheidungen bundesweit

15.146 Personen (21,2 Prozent) wurde im Februar die Rechtsstellung eines Flüchtlings zuerkannt. 13.264 Personen (18,6 Prozent) erhielten subsidiären Schutz. Darüber hinaus hat das BAMF bei 4.527 Personen (6,3 Prozent) Abschiebungsverbote festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 26.146 Personen (36,5 Prozent). Anderweitig erledigt (z. B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 12.416 Personen (17,4 Prozent).

Die Zahl der beim BAMF gestellten förmlichen Anträge lag im Monat Februar bei 16.568.

Quelle: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/03/asylantraege-februar-2017.html

Entscheidungen sachsenweit

In den ersten beiden Monaten wurden durch das Bundesamt 1.601 Personen die Rechtsstellung als Asylberechtigter bzw. Flüchtling zuerkannt oder sie erhielten subsidiärer Schutz oder es wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Abgelehnt wurden die Anträge von 2.432 Asylbewerbern. Sonstige Verfahrenserledigungen gab es 1.227.

Bürger sollen sich an der Fortschreibung des Zuwanderungs- und Integrationskonzeptes beteiligen

Die Fortschreibung des Zuwanderungs- und Integrationskonzeptes des Freistaates Sachsen (SZIK) geht ressortübergreifend voran. Die Federführung hat die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping. Eine Beteiligung ist ausdrücklich erwünscht. Institutionen, Vereine, Initiativen oder fachkundige Bürger können online mitwirken.

In insgesamt zehn Handlungsfeldern können Stellungnahmen zum Zuwanderungs- und Integrationskonzept abgegeben werden. Unter „Gegenstände des Verfahrens - Fortschreibung ZIK II“ ist das Handlungsfeld auswählbar. Dabei kann sowohl eine allgemeine Stellungnahme zum gesamten Handlungsfeld als auch zu den einzelnen Unterthemen abgeben werden.
https://www.buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/sms/beteiligung/aktuelle-themen/1001504

Fachaustausch in Breslau

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Gemeinsam mit den Fachsprechern der Landtagsfraktionen reiste der Sächsische Ausländerbeauftragte am 27. März zu einem Fachaustausch nach Polen. Auf der Tagesordnung standen Gespräche mit dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen, die Vorstellung von Projekten für Ausländer und Einwohner in Breslau wie das Projekt „Infolink“. Einen Erfahrungsaustausch gab es mit der Kontaktstelle für alle Ausländer in Breslau. Die Breslauer präsentierten besonders erfolgreiche Initiativen wie die "Botschafter des Dialogs" und die Stafette „Stopp der Hasssprache in Schulen". Anna Szarycz, die Integrationsbeauftragte der Stadt Breslau, berichtete über die Aktivitäten der Stadt und der Wojwodschaft. Für den weiteren Austausch wurden ein Gegenbesuch und die Teilnahme an einem Netzwerktreffen vereinbart, um von guten Erfahrungen zu profitieren.

Starterpakete zum Spracherwerb versandt

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Die von der Landeszentrale für politische Bildung mit Unterstützung des Sächsischen Ausländerbeauftragten herausgegebenen Starterpakete zum Einstieg in den deutschen Alltag konnten im März ausgeliefert werden. Die Handreichung wendet sich an ehrenamtliche Sprachmittler, die für Geflüchtete erste Orientierungs- und Sprachkurse anbieten. Jedes Paket besteht aus einer Broschüre mit Hinweisen und Anregungen zur Verwendung der Materialien sowie Basiswissen zu unterschiedlichen Themenkomplexen, farbigen Lehrblättern als Zeige-Blätter, Lehrblättern als Kopiervorlage sowie Kartensätzen und Übungsblättern. Autorinnen sind Sieglinde Eichert und Anne Potzel.

Derzeit sind 2.517 ausländische Ärzte in Sachsen tätig

2.517 ausländische Ärzte aus 94 Nationen sind derzeit bei der Sächsischen Landesärztekammer insgesamt gemeldet. Davon sind 2.288 berufstätig. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Zuwachs von 96 zu verzeichnen. Die Anzahl der syrischen Ärzte hat sich in den letzten drei Jahren von 52 auf 182 mehr als verdreifacht. Daneben stammen die meisten ausländischen Ärzte aus der Tschechischen Republik (376), der Slowakei (274), aus Polen (233), Rumänien (180), der Russischen Föderation (152), Bulgarien (114), der Ukraine (99) und Ungarn (96).

1.767 ausländische Ärzte arbeiten im stationären und 282 im ambulanten Bereich. Der Anteil der berufstätigen ausländischen Ärzte ist in Bezug auf die Gesamtzahl der berufstätigen Mediziner von 12,9 Prozent im Jahr 2015 auf 13,5 Prozent gestiegen.

Weitere Zahlen zum Thema finden Sie unter http://www.slaek.de/de/04/pressemitteilungen/2017/017_steigende_Arztzahlen_.php

Dresdner Gymnasium veranstaltet Fotowettbewerb „Vielfalt Dresden“

Das Gymnasium Dresden-Klotzsche schreibt dresdenweit einen Jugendfotowettbewerb zum Thema „Vielfalt Dresden“ aus. Neben Geldpreisen für die ersten drei Plätze gibt es auch einen Sonderpreis für geflüchtete Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren. Sie werden ausdrücklich ermuntert, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Die besten Aufnahmen sollen in einer Wanderausstellung (beginnend am Gymnasium Klotzsche inklusive eines thematischen Begleitprogramms im Zeitraum Mai/Juni 2017) gezeigt werden.

Jeder Teilnehmer kann ein Bild bis zum 12. April 2017 per E-Mail einsenden (längste Seite: 1400 Pixel, JPG-Format, Qualität 12). Dateiname: Name-Vorname-Alter-Nationalität-Bildtitel.jpg (Mustermann-Max-12Jahre-Italienisch-Mustertitel.jpg). Mit der Einsendung des Fotos willigt der Urheber in dessen Veröffentlichung im Rahmen des Wettbewerbs ein. Aufnahmen, welche verfassungswidrige Inhalte zeigen, werden nicht berücksichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Idee des Fotowettbewerbes stammt vom Migrationsteam der Schule. Das allgemeine Ziel des Migrationsteams ist es, die Schüler auf eine bunte, heterogene, pluralistische und globalisierte Welt vorzubereiten. Der Jugendfotowettbewerb soll helfen, verschiedene Blickwinkel auf das Thema Vielfalt in Dresden zu veranschaulichen, um im Anschluss darüber mit Schülern, Lehrern, Eltern, Geflüchteten und externen Partnern der Schule und Stadt ins Gespräch zu kommen. Das Deutsche Lehrerforum fördert den Jugendfotowettbewerbs zum Thema "Vielfalt Dresden" mit 1.000 Euro.

Die Bewerbung oder eine Interessenbekundung für die Wanderausstellung bitte an
E-Mail vielfalt.dresden@gmail.com

BPSA-Info-Tag: Praktikum oder Studienaufenthalt zu Hause im Ausland

Das Studienbegleitprogramm Sachsen (STUBE) veranstaltet einen Infotag zu ihrem BPSA-Stipendium. BPSA ist die Abkürzung für berufsvorbereitende Praktika- und Studienaufenthalte. Auf Antrag können die Reise- sowie Kosten des Aufenthaltes im Herkunftsland finanziert werden. STUBE Sachsen vergibt pro Jahr etwa zehn Stipendien. Der Infotag findet am 8. April 2017 von 12.00 bis 17.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist Dresden, Kreuzstraße 7 (4. Etage). Alle Interessierten, die sich für ein BPSA-Stipendium bewerben wollen, sollten an diesem Tag teilnehmen.

STUBE richtet sich an Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Süd-Ost-Europa, die zurzeit in Deutschland studieren und besonders an Studierende ohne Stipendium.

Nähere Informationen unter
http://www.stube-sachsen.de/praktika

Anmeldung bitte an
E-Mail bpsa@infozentrum-dresden.de

Bildungsprojekt des Ausländerrates Dresden sucht Mitstreiter

„Grenzen überwinden“ heißt ein Bildungsprojekt des Ausländerrates Dresden e. V., das Workshops für Jugendliche zu den Themen Migration, Rassismus, Flucht und Asyl in und um Dresden anbietet. Für das Projekt werden neue Mitstreiter gesucht, die Lust haben im Team Workshops mit jungen Menschen zu leiten. Um selbst Projekttage durchführen zu können, ist die Teilnahme an vier Fortbildungsmodulen notwendig. Dabei werden die Inhalte der Workshops und die eigene Position in der Gesellschaft thematisiert und pädagogische „Werkzeuge“ erlernt.

Weitere Informationen und die wichtigen Termine finden Sie unter
http://www.auslaenderrat-dresden.de/news/1/378642/nachrichten/unser-bildungsprojekt-grenzen-überwinden-sucht-teamende.html

Gemeindedolmetscherdienst Dresden sucht Muttersprachler/-innen

Der Gemeindedolmetscherdienst (GDD) sucht neue Mitarbeiter zur Unterstützung des Teams. Dieses besteht derzeit aus 60 Mitgliedern, die über 30 Sprach- und Kulturregionen abbilden.

Benötigt werden Muttersprachler für:

Persisch (Farsi, Dari, Paschtu)

Kurdisch (Sorani, Kurmandschi/Badini)

afrikanischer Sprachraum (Tigrinya, Somali,...)

Polnisch

Russisch

Die ehrenamtlichen Mitstreiter absolvieren ein umfangreiches und zertifiziertes Schulungsprogramm, welches unter anderem die Technik des Dolmetschens und die fachliche Vorbereitung für die Einsatzgebiete beinhaltet.

Voraussetzungen für eine Mitarbeit im GDD sind gute Deutschkenntnisse, eine hohe soziale Kompetenz, die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit und genügend Tagesfreizeit. Interessierte können sich per E-Mail mit einem kurzen Lebenslauf und unter Angaben ihrer Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) bewerben.

E-Mail viaa.dd@t-online.de

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.convectus.de/de/der-verein-stellt-sich-vor/der-gemeindedolmetscherdienst-dresden-und-umland-gdd/

Sachverständigenrat stellt Studie zur Rückkehrpolitik von abgelehnten Asylbewerbern vor

Der SVR-Forschungsbereich hat in einer Ende März vorgestellten Studie die Umsetzung der Rückkehrpolitik in drei Ländern untersucht und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Zwar habe die freiwillige Ausreise abgelehnter Asylbewerber Vorrang vor Abschiebungen, doch gäbe es kaum verbindliche Vorgaben für die Ausgestaltung und Förderung, heißt es. Zudem sei der Stellenwert der geförderten Rückkehr je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Der SVR empfiehlt, die Rückkehrberatung flächendeckend einzuführen und gesetzlich zu verankern. Bund und Länder müssten sich besser abstimmen. Die Förderstrukturen sollten gestärkt werden und es bedürfe klarer und transparenter Vorgaben für den behördlichen Vollzug.

Die gesamte Studie des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration inklusive einer Kurzfassung finden Sie unter
https://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2017/03/SVR_FB_Rueckkehrpolitik.pdf

Journalisten-Stipendium für Projekte zum Thema „Integration und Bildung“

Das Programm „Kartographen – Stipendien-Programm für JournalistInnen“ ist eine Initiative des Vereins „Fleiß und Mut e. V.“, die durch die Stiftung Mercator gefördert wird. Jedes Jahr werden mehrere Stipendien in Höhe von bis zu 28.000 Euro pro Team vergeben. Die Journalisten-Teams sollten aus zwei bis drei Personen bestehen. Das Schwerpunktthema für 2017 lautet „Integration und Bildung“.

Die Bewerbungsfrist endet am 3. Mai 2017.

Alle Teilnahmebedingungen unter
http://fleissundmut.org/ausschreibung-kartographen/

Gutes Beispiel – Kampagne „Dein Grundgesetz“ - Menschenwürde statt Fremdenhass!

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Artikel 1 des Grundgesetzes gilt für alle Menschen. Nach den Katastrophen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges gab es ein allgemeines Empfinden, wie wichtig die Grundrechte für alle Menschen auf der Erde sind, um allen ein Leben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen.

Die Kampagne „Dein Grundgesetz“ wurde mit der Intention gestartet, dieses Bewusstsein wieder in Erinnerung zu rufen. Die Kampagne macht mit ihren „Ortseingangsschildern“ auf sich und ihr Anliegen aufmerksam. Es soll öffentlich eine klare Position für die Grundrechte und Menschenwürde eines jeden Menschen bezogen werden, um denen, die es vielleicht vergessen haben, zu zeigen, wie wertvoll und aktuell diese Artikel sind.

„Dein Grundgesetz“ ist eine Kampagne des BDKJ-Diözesanverbandes Magdeburg in Kooperation mit Partnern in Kirche und Gesellschaft.

Weitere Informationen zur Kampagne, Materialien und Teilnahmemöglichkeiten unter
www.dein-grundgesetz.de