Newsletter Nr. 14 vom 23.09.2015

Sterntaler geht an Freiberger Verein

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Der Arbeitskreis Ausländer und Asyl Freiberg e.V. wurde am vergangenen Freitag anlässlich des Weltkindertages vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten mit dem Sterntalerpreis ausgezeichnet. Der Sterntaler würdigt den bemerkenswerten Einsatz in der Arbeit mit Flüchtlingskindern. Das Preisgeld beträgt 2.000 € und soll für die Umsetzung weiterer Projekte mit Flüchtlingskindern genutzt werden.

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth und Professor Ullrich Gintzel, der Vorstandsvorsitzende des Sächsischen Kinderschutzbundes, würdigten das abwechslungsreiche und pädagogisch orientierte Beschäftigungsprogramm für eine heterogene Gruppe von Kindern. Auch Sozialministerin Barbara Klepsch würdigte das ehrenamtliche Engagement, das Flüchtlingskindern das Ankommen in Sachsen auf vielfältige Weise erleichtert.

Aktuell kommen immer mehr Familien mit Kindern nach Deutschland. Auch die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) nahm in den letzten Jahren stetig zu.

So gab es 2013 in Sachsen 72 Inobhutnahmen durch das Jugendamt, 2014 waren es 142. Allein im Frühjahr 2015 wurden 141 Betroffene aufgegriffen und für 2016 werden rund 1500 UMA in Sachsen erwartet.

Zum Projekt des Preisträgers

Das Freiberger Projekt „Lernen und Erleben - Integration von Flüchtlingsfrauen und -kindern“ bemüht sich seit Jahren, Flüchtlingskinder abwechslungsreich zu beschäftigen und durch vielfältige und regelmäßige Aktionen mit ihrer neuen Umgebung vertraut zu machen. Zum Beispiel werden gemeinsam Freizeitanlaufstellen für Kinder besucht und die Stadt besichtigt.

Das Projekt begann mit einer Hausaufgabenbetreuung und anschließendem Spielen und Basteln. Dazu etablierte sich mittlerweile das Projekt „Steine der Welt - Welt der Steine“, das einen künstlerischen Beschäftigungs- und Verarbeitungsansatz verfolgt. Es kooperiert mit regionalen Künstlern und der Terra Mineralia. Die Kinder malen und gestalten und können ihre Werke öffentlich ausstellen.

Zur Ausstellungseröffnung zum Projekt "Welt der Steine- Steine der Welt" am 24.09.15 um 15.30 Uhr lädt der Verein herzlich in das Landratsamt Mittelsachsen, Freiberg ein.

Interkulturelle Woche vom 20. September bis 4. Oktober

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Am Sonntag, den 27. September, findet der bundesweite Auftakt der Interkulturellen Woche unter dem Motto "Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt." in Mainz statt. Die Interkulturellen Tage und Wochen gibt es seit 40 Jahren.

Die Veranstaltungen zur Interkulturellen Woche sind bereits im vollen Gang. Über 30 sächsische Kommunen beteiligen sich in diesem Jahr an dem bundesweiten Programm für Vielfalt, Toleranz und Austausch. Neben kulturellen Veranstaltungen finden Vorträge, Diskussionsforen und Begegnungen statt. Allein in Leipzig werden 140 Veranstaltungen angeboten. Großen Zuwachs verzeichnen neben den Städten immer mehr örtliche Initiativen in Stadtteilen und Landkreisen.

Ein Großteil der sächsischen Angebote ist im bundesweiten Veranstaltungskalender aufgeführt. Dort kann man sein Projekt zentral einpflegen.

Veranstaltungsübersicht für Sachsen
http://www.interkulturellewoche.de/bundesland/sachsen

Interkultureller Kalender 2016 ab sofort lieferbar

Der Interkulturelle Kalender 2016 kann ab sofort in der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten bestellt werden. Es entstehen keine Kosten. Der Wandkalender hat das Format A2 und ist gut beschreibbar. Er informiert über Feiertage, Schulferien und ausgewählte Feiertage der größten religiösen und ethnischen Gruppen. Außerdem sind die Sitzungstage des Sächsischen Landtags aufgeführt. Zur kostenfreien Bestellung
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Projekt RESQUE 2.0 startet in Leipzig

Für eine bessere Qualifizierung und Integration von Flüchtlingen läuft bis 2019 das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt RESQUE 2.0 für die Region Leipzig. Angesprochen sind besonders Jugendliche. Partner sind die Aufbauwerk Region Leipzig GmbH als Koordinatorin des Projektes, die Deutsche Angestellten Akademie GmbH, der Caritasverband Leipzig e. V. und das Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig. Neben der direkten Schulung und Beratung sollen

Unternehmen, Arbeitsagenturen sowie öffentliche Verwaltungen über die besonderen Bedingungen und Belange bei der Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt informiert und sensibilisiert werden. Ausführliche Informationen unter
http://www.leipzig.de/news/news/fuer-bessere-qualifizierung-und-integration-von-fluechtlingen-und-asylbewerbern-start-des-projektes/

Neues Hilfeportal im Netz – Hilfen und Suchen jetzt eintragen

Das Portal goods4refugees ist online. Auf ihm können hilfsbereite Menschen nach Spenden, Tätigkeiten, materieller und immaterieller Unterstützung für Flüchtlinge suchen und weitere Informationen wie Adressen oder Öffnungszeiten finden. Organisationen und Städte können dort ihre Sucheinträge und Angebote einstellen.

Das Angebot wurde von einer Chemnitzer Initiative erstellt und betrieben. Es ist für weitere Städte angelegt und heinfach nutzbar.

http://goods4refugees.org

Internationale Tagung zu Rassismus im Deutschen Hygienemuseum

Vom 8. bis 10. Oktober findet im Deutschen-Hygiene-Museum Dresden eine Tagung unter dem Titel „Rasse, Geschichte und Aktualität eines gefährlichen Konzeptes“ statt. Die Tagung findet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung statt.

Informationen zum Programm, Anmeldung, Referenten unter
http://dhmd.de/index.php?id=2594

BAMF fördert Integrationsprojekte für Eingewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive

Ab 2016 wird das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Integrationsprojekte mit bis zu 50.000 Euro jährlich fördern. Eine Voraussetzung ist eine maximale Laufzeit von drei Jahren. Die Zielgruppe der Projekte können entweder Eingewanderte ab zwölf Jahren (altersunabhängige Projekte) oder Eingewanderte von zwölf – 27 Jahren (Jugendprojekte) sein. Die Projekte sollen sich an Eingewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive richten. Die Antragsfrist endet am 30. Oktober 2015.

Öffentliche Bekanntmachung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationsprojekte/oeffentliche-bekanntmachung-foerderjahr2016-pdf.pdf;jsessionid=DD47CE0A2C5B55607C211650D1A1A3C2.1_cid368?__blob=publicationFile

Wanderausstellung „anders? – cool!“ 2016 zur Integrations- und Netzwerkarbeit ab sofort buchbar

Interessierte, die in den Bereichen Pädagogik, Integration und Politik tätig sind, können die multimediale Wanderausstellung für 14 Tage buchen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Schulklassen. Die Ausstellung will einen Beitrag gegen Fremdenfeindlichkeit leisten und einen Einblick in die Integrationshilfen der Jugendmigrationsdienste geben. Interessenten können sich beim Jugendmigrationsdienst ihrer Stadt melden.

Übersicht über die regionalen und lokalen Jugendmigrationsdienste:
http://www.jmd-portal.de/_template.php?1=1

Weitere Informationen zur Wanderausstellung finden Sie unter
http://anderscool.de/

Institut für Urbanistik will Einfluss der Zuwanderung untersuchen und sucht Teilnehmer für Langzeitprojekt

Das Forschungs-Praxis-Projekt „Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten – sozialräumliche Integration, städtische Identität und gesellschaftliche Teilhabe“ soll bis Juni 2018 laufen. Das Projekt des Deutschen Instituts für Urbanistik richtet sich an Kommunen mit einer Größe zwischen 10.000 und 50.000 Einwohnern. Es will die Bedeutung von Zuwanderung für die städtische Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt untersuchen und vorhandene integrationspolitische Ansätze weiterentwickeln. Darüber hinaus geht es, vor allem für ostdeutsche Kommunen, um die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Strukturen. Bundesweit können acht Kommunen an dem Forschungs- und Kooperationsprojekt teilnehmen. Der Bewerbungsschluss ist am 19. Oktober 2015.

Weitere Informationen für interessierte Kommunen unter
http://www.difu.de/sites/difu.de/files/interessensbekundung.pdf

Bundesamt führt neue Zulassungskriterien für Lehrkräfte ein

Ab 1. September gelten zunächst als Modell für ein Jahr befristet neue Zulassungskriterien für Lehrkräfte in Integrationskursen. Die Veränderungen betreffen vor allem pädagogische und sprachbezogene Abschlüsse (Lehramt, Neuphilologien, Übersetzer) sowie Zertifikate in den Bereichen "Deutsch als Fremdsprache (DaF)" und "Deutsch als Zweitsprache (DaZ)".

Die wichtigsten Änderungen und Einzelheiten im Internetangebot des BAMF
http://www.bamf.de/DE/Infothek/Lehrkraefte/Kriterien/kriterien.html

Gutes Beispiel - Sonderdruck „Asyl im Landkreis Bautzen Fragen und Antworten“

Das Landratsamt Bautzen hat eine 16-seitige Broschüre für die Bewohner des Landkreises herausgegeben. Neben Zahlen und Fakten zu Asylbewerbern im Landkreis werden die wichtigsten Fakten zum Asylrecht erläutert. Erklärt werden Fluchtgründe, Entscheidungswege und Konsequenzen oder Fragen zu Schule und Gesundheitsversorgung.

Webangebot des Landkreises mit Broschüre
http://www.landkreis-bautzen.de/14017.html