Newsletter Nr. 7 vom 02.04.2015

Pressekonferenz 100 Tage im Amt als Sächsischer Ausländerbeauftragter

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Nach Ablauf seiner ersten 100 Tage im neuen Amt stellte der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth MdL am vergangenen Donnerstag in Dresden seine zentralen Anliegen vor. Er erläuterte, wie er sein Amt in der sechsten Wahlperiode ausfüllen will. Er verstehe sich als eine Art Ombudsmann für die Ausländer in Sachsen. „Die Themen Integration und Migration berühren naturgemäß nicht nur Ausländer, sondern auch Eingebürgerte, Familienangehörige, Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen - letztlich die gesamte Gesellschaft.“, so Mackenroth vor der Landespressekonferenz.

Akzeptanz sei für ihn ein Schlüsselbegriff. Sie soll durch Aufklärung, Kommunikation und Transparenz gestärkt und gewonnen werden.

Mackenroth erläuterte vor den Journalisten weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. So will er den Wissenstand der Sachsen zum Thema Asyl flächendeckend verbessern, die Arbeit der hauptamtlichen Beauftragten stärken und die Rahmenbedingungen für den ehrenamtlichen Einsatz ausbauen. Der „Heim-TÜV“ werde weiterhin in erweiterter Form durchgeführt.

Die Presseerklärung zur Pressekonferenz am 26. März
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/pressemitteilungen/6844_11733.aspx

Ausländerbeauftragter lud kommunale Ausländer- und Integrationsbeauftragte und Vertreter von Ausländer- und Migrantenbeiräten ein

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Am 25. März trafen sich die Ausländer- und Integrationsbeauftragten und Vertreter von Ausländer- und Migrantenbeiräten im Sächsischen Landtag. Eingeladen hatte zu diesem Treffen der Sächsische Ausländerbeauftragte. Seitens der Geschäftsstelle wurden Termine, Perspektiven und rechtliche Änderungen vorgestellt und die Arbeitsschwerpunkte des Sächsischen Ausländerbeauftragten erläutert. In einer ersten Runde berichteten die Teilnehmer über die Situation und aktuellen Herausforderungen in ihren Kommunen sowie neue Projekte.

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In seinem Referat ging Dr. Thomas Voigt, 2. Beigeordneter des Landkreises Leipzig, besonders auf die mögliche Vernetzung der Integrationsakteure in den Kommunen ein. Sein Schwerpunkt lag auf der besonderen Situation in Landkreisen. Voigt ermutigte, bereits vorhandene Strukturen für die Betreuung, Beratung und Integration zu nutzen und keine parallele Struktur zu entwickeln. In einer anschließenden Gesprächsrunde wurde über die Vernetzung der Migranten, Behörden und Initiativen in den Kommunen diskutiert.

In der weiteren Diskussion zeichnete sich immer wieder ab, dass es gerade dann deutlichen Optimierungsbedarf gibt, wenn sich der Status des Asylbewerbers ändert und die Betreuung durch das Jobcenter übernommen wird.

Neues Faktenblatt zu Asyl in Sachsen erschienen

Aufgrund der großen Nachfrage nach aktuellen Zahlen zu Asyl in Sachsen hat der Sächsische Ausländerbeauftragte ein aktuelles Faktenblatt herausgegeben.

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„Fakten und Daten zum Thema Asyl in Sachsen“ erschien am 26. März und ist über die Internetseite www.offenes-sachsen.de bestellbar. Der Umfang beträgt vier A4 Seiten, die auch online abgerufen werden können.

Die Übersicht enthält Zahlen zur weltweiten Flüchtlingssituation, Daten über die Asylantragsteller in Deutschland 2014, über die Verteilung der Asylbewerber in Deutschland und deren Herkunftsländer. Die Angaben werden bis auf Sachsen heruntergebrochen, etwa die der Asylanträge im Jahr 2014.

Außerdem wird das Asylverfahren erläutert und die Unterbringung der Asylsuchenden in Sachsen geschildert. In einem Glossar werden Begriffe wie Dublin-Verfahren und subsidiär Schutzberechtigte erklärt.

Onlineversion zum Download
http://www.landtag.sachsen.de/dokumente/sab/Faktenblatt_Asyl-240315.pdf

Bestellmöglichkeit
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/service/publikationen/index.aspx

Ökumenisches Forum an TU Dresden thematisiert „Europa, Islam und (In)Toleranz“

Am 18. April findet in Dresden das 18. Ökumenische Forum der Instituten für Katholische und Evangelische Theologie sowie des Ökumenisches Informationszentrum e.V. statt. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion werden die Toleranz und Intoleranz in der biblisch-christlichen Tradition und im Islam behandelt. Bis zum 10. April wird um Anmeldung gebeten unter
E-Mail sekretariat-ikth@mailbox.tu-dresden.de

Mehr Informationen unter
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikt/news/Europa_Islam_18_4_15

Ausstellung über deutsche Muslime im Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresden

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Im Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresden ist bis Ende April eine Wanderausstellung mit dem Titel „Was glaubst Du denn?!“ zu sehen. Konzipiert wurde sie von der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie zeigt Facetten des Alltags von Muslimen und ihrer Religiosität. Besonders richtet sich die Ausstellung an Schüler ab der 5. Klasse aller Schulformen. Ein zentraler Punkt der Ausstellung ist das Peer Education Programm. Dabei werden die Besuchergruppen durch freiwillige Schüler geführt. Sie wurden extra dazu ausgebildet und ermöglichen Gespräche auf Augenhöhe.

Die Ausstellung ist bis zum 28. April montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr auch für Besucher geöffnet. Über die Kar- und Osterfeiertagen werden folgende Öffnungszeiten angeboten: 2. April 17 bis 19 Uhr, 4. und 5. April 15-17 Uhr.

Weitere Informationen der Bundeszentrale zur Ausstellung unter
http://www.wasglaubstdudenn.de/

Zur Ausstellung in Dresden http://cms.sn.schule.de/fileadmin/_special/gruppen/29/startseite/Was_glaubst_du_denn_Homepage-Link.pdf

Angebot interkulturelle Workshops für Schulen

Der Verein Spuren e.V. entwickelte das Austauschprogramm „Worte zwischen Welten“, das auf Verstehen und Verständigung ausgerichtet ist. Mit dem Programm soll in Sachsen, einem Land mit relativ wenigen Ausländern, Raum zum Kennenlernen und Auseinandersetzen angeboten werden. Denn obwohl die meisten Einheimischen keine Ausländer persönlich kennen, haben sie ihnen gegenüber Angst und begegnen den Fremden teilweise mit Verachtung. Angst und mangelnder Respekt aber erzeugen Konflikte.

Die Workshopangebote richten sich unter anderem an Mittel- und Oberschulen sowie Gymnasien ab der 9. Klassenstufe. Das Programm wird in Deutsch und in Englisch angeboten. Die Referenten sind unter anderem ein Quäker aus den USA, eine Buddhistin aus Malaysia und ein muslimischer Erasmus-Student aus Jordanien. Eltern und Großeltern sind neben den Schülern eingeladen, an den Workshops teilzunehmen.

Für weiterführende Informationen
http://de.traces.org/worte_zwischen_welten_broschuere

Kontakt
Spuren e.V.
Telefon 0170 2440003
E-Mail staff@TRACES.org

STUBE Veranstaltungen für das Sommersemester

Das Studienbegleitprogramm für Studierende aus anderen Ländern hat die geplanten Seminare und Veranstaltungen für das Sommersemester veröffentlicht.

Die Seminare und weitere Informationen über die angebotene Betreuung der ausländischen Studierenden unter
http://www.stube-sachsen.de/downloads

Fachtag zur Unterbringung am 23. April auf Immobilienmesse in Leipzig

Der Fachtag „Flüchtlinge, Asyl und Immobilienmarkt“ im Rahmen der Immobilien Real Estate Mitteldeutschland konzentriert sich erstmals auf das Spannungsfeld der Unterbringung von Asylbewerbern und der Gegebenheiten am Immobilienmarkt. Die Veranstalter wollen so auf das bedeutsame und sensible Thema der Unterbringung von asylsuchenden Menschen reagieren. Sie möchten der Frage nachgehen, vor welchen Herausforderungen und Sachfragen Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft stehen. Dazu diskutieren Landes- und Kommunalpolitiker, Experten und Immobilienprofis über die aktuelle Lage, Probleme und Lösungsansätze.

In Zusammenarbeit mit dem Kongressveranstalter W&R IMMOCOM gibt es ein „Spezial-Ticket für Partner von Facheinrichtungen/ Fachverbänden/ Kommunen/ Verwaltungen im Bereich Integration/Asylbewerber“.

Kontakt und Anmeldung
www.immobilienmesse-leipzig.de

Konferenz für Vielfalt in der Arbeitswelt in Berlin

Am 5. und 6. November findet die vierte Diversity Konferenz in Berlin statt. In diesem Jahr stehen unter anderem die Demographie, die Generationenvielfalt und die Diversity in der Markenkommunikation im Mittelpunkt. Außerdem wird ein Diversity-Slam veranstaltet. Der Tagesspiegel und der Charta der Vielfalt e.V. richten diese Veranstaltung aus.

Mehr Informationen und Tickets unter
http://www.diversity-konferenz.de/

Sprach- und Integrationsbuch Türkisch erschienen

Das Buch „Sprache verbindet – Integration schafft Zukunft“ von Ethem Yilmaz soll die Integration der türkisch sprechenden Mitbürger fördern. Es enthält beispielsweise Alltagshilfen zu den Themen Freizeitgestaltung und Sport, Mobilität oder Einkaufen.

Außerdem sind nützliche Adressen und Internetlinks abgedruckt. Deutsche Leser finden kurze Hinweise zur türkischen Aussprache, zur Religion, zu Festtagen und wichtige Worte für das Zusammenleben.

Das deutsch-türkische „Sprach- und Integrationsbuch – Konuşma ve Uyum Kitabı“ wird von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und dem Verein Can Arcadaş, Hannover, herausgeben.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten unter
http://lotto-sport-stiftung.de/sprach-und-integrationsbuch-tuerkisch/