Newsletter Nr. 11 vom 30.06.2015

KAIB Treffen

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Am Montag trafen sich die Kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten Sachsens auf Einladung des Ausländerbeauftragten im Sächsischen Landtag. Hauptthemen der Beratung waren neben dem Austausch die Weiterentwicklung des „Heim-TÜV“ zu einem umfassenderen Qualitätsmanagement, die Gremienarbeit für Migranten vor Ort und die Vorstellung eines Prototyps einer App, die Flüchtlingen auch ohne ständigen Internetzugang Orientierung und Hilfe mit dem Handy bietet.

Bürgerpreis der Bürgerstiftung für Chemnitz ausgeschrieben

In diesem Jahr steht der mit bis zu 2.000 Euro dotierte Preis unter dem Motto „Teilhaben – Teil sein: Engagement von und für MigrantInnen und Flüchtlinge“. Angesprochen sind ehrenamtlich getragene Projekte und Initiativen, die Angebote zur Unterstützung von Flüchtlingen und Migranten zum Inhalt haben.

Bis zum 7. August 2015 können sich die Initiativen und Projekte noch bewerben. Der Preis finanziert sich über Spenden. Er wird seit 2012 verliehen und soll Öffentlichkeit für ehrenamtliches Engagement schaffen.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen finden Sie unter
http://www.buergerstiftung-chemnitz.de/anerkennung/buergerpreis.html

Freital, Zahl der Woche und Einbürgerungsfest auf der Internetseite des Ausländerbeauftragten

Presseinformationen zur Entwicklung rund um die Gemeinschaftsunterkunft in Freital
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/pressemitteilungen/index.aspx

Oft hilft eine Zahl zum Verständnis oder zur Argumentation: „Zahl der Woche“ unter
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/11849.aspx

Ein Rückblick zum Einbürgerungsfest am 13. Juni, einige Bildimpressionen und das Grußwort des Ausländerbeauftragten
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/veranstaltungen/11858.aspx

Schülergipfel „Flucht ?!“

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Der Stadtschülerrat Dresden organisierte am 24. Juni 2015 einen Schülergipfel unter dem Motto „Flucht ?!“. Zu diesem hatten sich 188 Schüler aus Dresden angemeldet, um mehr zum Thema Asyl zu erfahren. Flüchtlinge berichteten von ihren Erfahrungen in ihrem Heimatland, von ihrer Flucht und ihrem Leben. Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth stellte sich in einer Fishbowl-Diskussion den zahlreichen Fragen der Schülervertreter. In drei folgenden Gesprächsrunden diskutierten Vertreter des Ausländerrates, der Ausländerbehörde, der Konrad-Adenauer-Stiftung und von Netzwerkorganisationen. Parallel zu den Workshops gab es ein Interkulturelles Sofa im Kleinen Haus, auf dem man mit Geflüchteten direkt und persönlich sprechen konnte.

Informationsmaterialien der Härtefallkommission aktualisiert

Nach mehreren personellen Neubesetzungen in der Sächsischen Härtefallkommission im Frühjahr dieses Jahres wurden die Informationsmaterialien der Kommission aktualisiert. Zur kostenfreien Bestellung stehen wieder zur Verfügung:

Faltblatt Härtefallkommission

Heft Härtefallkommission in leichter Sprache

Broschüre für Beratungsstellen

http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/service/publikationen/index.aspx

Per Download steht auch eine Version des Faltblattes in elf Sprachen bereit unter
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/der_saechsische_landesbeauftragte/6735.aspx

Drei sächsische Unis für Integration internationaler Studierender ausgezeichnet

Im Wettbewerb „study & work“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Ost-Beauftragten des Bundeswirtschaftsministeriums wurden zehn Hochschulen ausgezeichnet. Für ihre guten Strategien zur Bindung künftiger internationaler Fachkräfte wurden unter anderem die TU Chemnitz, die Bergakademie Freiberg und die TU Dresden ausgezeichnet und für die Förderung ausgewählt.

Die Integration in die regionalen Arbeitsmärkte soll besonders durch Netzwerke aus Hochschulen, Wirtschaft und regionalen Akteuren gelingen und einen problemlosen Übergang internationaler Studierender in die sächsische Wirtschaft gewährleisten.

Die Wettbewerbssieger werden in den nächsten zwei Jahren mit bis zu 120.000 Euro unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.beauftragte-neue-laender.de/BNL/Navigation/DE/Themen/Gleichwertige_Lebensverhaeltnisse_schaffen/Arbeitsmarkt_Ausbildung/Study_and_Work/study_and_work.html

Flüchtlingskinder ans Kreuzgymnasium

Die Schülersprecher des Evangelischen Kreuzgymnasiums in Dresden setzen sich für die Aufnahme zweier Flüchtlingskinder ein. Für ihr Vorhaben suchten sie Unterstützung beim Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth. Die neuen Schüler sollen ab Herbst 2016 idealerweise ab September in die 8. Klasse integriert werden, da dann die Schulklassen neu gemischt werden. Durch intensive Betreuung und Patenschaften sollen sie ihren Schulabschluss in dieser renommierten Bildungsinstitution erreichen. Da das Kreuzgymnasium eine Schule in privater Trägerschaft ist, sind Unterstützer für das notwendige Schulgeld gern gesehen. Dieses beträgt pro Schüler und Schuljahr etwa 1.000 Euro.

Außerdem werden noch geeignete Kandidaten gesucht. Für Vorschläge sind die Schülervertreter dankbar. Erwünscht werden gute Deutschkenntnisse und schulische Vorbildung. Für Schüler außerhalb Dresdens wird die Möglichkeit der Unterbringung bei einer Gastfamilie angestrebt.

Kontakt
E-Mail sv.kreuzschule@googlemail.com

Bundesamt veröffentlicht Asylzahlen für den Monat Mai

Bundesweit wurden insgesamt 25.992 Anträge auf Asyl im Mai gestellt, davon waren 23.758 Erstanträge. Die Antragszahlen bedeuten einen Anstieg von 108,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat April sind die Zahlen um 1.186 Personen (4,4 Prozent) gesunken.

10.732 Anträge kamen aus den sechs Westbalkanstaaten, das sind 41,3 Prozent aller in Deutschland gestellten Anträge im Mai. Im April waren es noch 48,5 Prozent (11.892 Personen) gewesen.

Auch im Mai kamen die meisten Asylantragsteller aus Syrien (5.100 Anträge). An zweiter Stelle steht Albanien mit 4.922 Asylantragstellern. 1.990 Serben haben im Mai 2015 einen Erst- oder Folgeantrag gestellt.

Entscheidungen

Über 16.784 Anträge wurde im Mai entschieden, 33,9 Prozent (5.687 Personen) erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach Genfer Flüchtlingskonvention (GFK). 155 Personen wurden als Asylberechtigte nach Art. 16a GG anerkannt. 84 Personen erhielten subsidiären Schutz, bei 131 Personen wurden Abschiebungsverbote festgestellt. Abgelehnt wurden die Anträge von 6.354 Personen und anderweitig erledigten sich die Anträge von 4.528 Menschen.

Zahlen für Sachsen

In Sachsen wurden im Mai 1.440 Anträge gestellt, davon waren 1.385 Erstanträge. Die meisten Anträge kamen aus Albanien (311 Anträge), gefolgt von 248 Anträgen von Syrern und 239 Anträge kamen von Kosovaren.

Entwicklungen von Januar bis Mai 215

In der Zeit von Januar bis Mai 2015 haben insgesamt 141.905 Menschen Asyl in Deutschland beantragt, darunter waren 125.972 Erstanträge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Erhöhung um 79.303 Menschen (126,7 Prozent). Von Januar bis Mai kamen die meisten Anträge von Kosovaren (29.747 Anträge). Von syrischen Staatsbürgern wurden 29.747 Anträge gestellt.

In Sachsen wurden von Januar bis Mai 8.373 Anträge gestellt, davon waren 7.809 Erstanträge.

Über 4.083 Anträge wurden bis Ende Mai entschieden. Anerkannt als Asylberechtigte wurden 30 Menschen, wobei die meisten Menschen (24) aus Libyen stammten. 684 Personen wurde Flüchtlingsschutz gewährt und 4 Menschen wurden als subsidiär Schutzberechtigte anerkannt. Bei 17 Menschen wurde ein Abschiebungsverbot festgestellt. 2.255 Anträge wurden negativ beschieden und 1.093 Verfahren erledigten sich anderweitig.

Ende Mai waren bundesweit 220.956 Anträge noch nicht entschieden.

Alle Zahlen zum Mai 2015 vom Bundesamt für Migration und Flüchtinge finden Sie unter
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/201505-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.pdf?__blob=publicationFile

Europäische Antragszahlen für April liegen vor

Das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) hat die Antragszahlen auf internationalen Schutz vom April 2015 vorgelegt. Der internationale Schutz umfasst die Anerkennung als subsidiär Schutzberechtigte und als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK).

Das EASO registrierte 64.307 Anträge in den EU+ Staaten (EU Mitgliedsstaaten, Norwegen und die Schweiz). Das sind sieben Prozent weniger als im Vormonat, aber 55 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Antragszahlen aus dem Kosovo sind zum zweiten Mal in Folge gesunken und lagen im April bei etwa 6.000 Anträgen. Das ist weniger als die Hälfte von den registrierten Anträgen im März 2015.

Die meisten Anträge auf internationalen Schutz kamen im April aus Syrien (11.271 Anträge). Nach Deutschland kamen die meisten Antragsteller, gefolgt von Ungarn und Österreich. In 16 Staaten der EU+ Staaten war Syrien unter den drei häufigsten Herkunftsländern, das sind drei Länder mehr als im März.

16.331 Antragsteller kamen aus den sechs Westbalkanstaaten im April nach Europa. Das sind 29 Prozent weniger als im März 2015.

Im zweiten Monat in Folge ist die Zahl der afghanischen Antragsteller gestiegen. Hauptziel der 5.727 Antragsteller war besonders Ungarn, gefolgt von Deutschland und Österreich.

Auch die Zahl der irakischen Antragsteller stieg. Mit 3.371 Anträgen wurde das zweithöchste Niveau seit 2008 erreicht. 71 Prozent der irakischen Schutzsuchenden wurden von Deutschland, Ungarn und Österreich aufgenommen.

Mehr europäische Zahlen finden Sie unter
https://easo.europa.eu/analysis-statistics/

Erste Bilanz nach drei Jahren Anerkennungsgesetz

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung hat der Bundesregierung den „Bericht zum Anerkennungsgesetz 2015“ vorgelegt. Demnach wurden seit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. April 2012 bis Dezember 2013 rund 26.500 Anträge gestellt. Das entspricht knapp einem Prozent der Menschen mit ausländischem Berufsabschluss in Deutschland. Die meisten Anträge stammten von Einwanderern, die in Gesundheitsberufen arbeiten möchten. Von den in 2013 beschiedenen Anträgen konnten rund 96 Prozent als voll oder teilweise gleichwertig anerkannt werden.

Der Bericht zum Anerkennungsgesetz ist hier zu finden unter
http://www.bmbf.de/pub/bericht_zum_anerkennungsgesetz_2015.pdf?utm_source=Themen-Alert+Mediendienst+Integration&utm_campaign=a6c8aafd1f-Januar+2015&utm_medium=email&utm_term=0_e43692422d-a6c8aafd1f-101953629

Hotline zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse heißt jetzt „Arbeiten und Leben in Deutschland“

Mit großem Erfolg betrieb das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit dem 2. April 2012 die Hotline zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Mehr als 25.000 Anrufer ließen sich allein bis November 2014 telefonisch oder per E-Mail zur Anerkennung beraten.

Um den komplexer werdenden Anfragen Rechnung zu tragen, starteten das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die Zentrale Auslands – und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeinsam am 1. Dezember 2014 die neue Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“, in der die Anerkennungshotline aufgegangen ist. Außer zum Thema Anerkennung erhalten die Anrufer hier auch Auskunft zu Jobsuche, Einreise und Aufenthalt sowie dem Erlernen der deutschen Sprache. Das Beratungsangebot richtet sich zum einen an zugewanderte und zuwanderungsinteressierte Fachkräfte im In- und Ausland, aber auch an die Zielgruppe der ausländischen Studierenden und Auszubildenden.

Erreichbar ist die Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“ Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 15:00 Uhr unter
Telefon +49 (0)30 – 1815 1111

Weiterführende Informationen bieten die Websites

www.make-it-in-germany.com/hotlinewww.anerkennung-in-deutschland.de

Erstmals Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begangen

Am 20. Juni wurde zum ersten Mal in Deutschland der „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ begangen. Bei einer Gedenkstunde im Deutschen Historischen Museum wurde nicht nur der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht, sondern auch der vielen Flüchtlinge, die aktuell ihre Heimat verlassen müssen. Bei der Veranstaltung sagte Bundespräsident Joachim Gauck: „Vor 70 Jahren hat ein armes und zerstörtes Deutschland Millionen Flüchtlinge zu integrieren vermocht. Warum sollte ein wirtschaftlich erfolgreiches und politisch stabiles Deutschland nicht fähig sein, in gegenwärtigen Herausforderungen die Chancen von morgen zu erkennen?"

Die Einführung dieses Gedenktages wurde im letzten Jahr durch das Bundeskabinett beschlossen. Mit ihm wird an den Weltflüchtlingstag des UNHCR angeknüpft, der auch am 20. Juni begangen wird.

In diesem Jahr stand der Weltflüchtlingstag unter dem Motto „Flüchtlinge sind Menschen wie Du und ich, die schwierige Zeiten erleben“. Prominente reisten dafür in Krisengebiete und lernten Flüchtlingsschicksale kennen, die auf der Website des UNHCR präsentiert werden. Diese Einzelschicksale sollen auf das Leid und die Not der Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam machen.

Weitere Informationen zum Weltflüchtlingstag unter
http://www.unhcr.de/unhcr/events/weltfluechtlingstag.html

Weitere Informationen zur Gedenkstunde unter
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2015/06/gedenktag-fuer-die-opfer-von-flucht-und-vertreibung.html?nn=3314802

Artikel „Aus Politik und Zeitgeschichte“ Bundeszentrale für politische Bildung zum Gedenktag 20. Juni
http://www.bpb.de/apuz/208013/zur-einfuehrung-des-neuen-gedenktages-am-20-juni

Zum Weltflüchtlingstag forderte der Sächsischen Ausländerbeauftragten mehr Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge und mehr ehrenamtliche Dolmetscherangebote http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/pressemitteilungen/6844_11950.aspx