Newsletter Nr. 4 vom 05.02.2015

Geert Mackenroth ist neuer Vorsitzender der Härtefallkommission

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Die Sächsische Härtefallkommission (HFK) hat in ihrer Sitzung am 30. Januar 2015 einstimmig Geert Mackenroth zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der neue Sächsische Ausländerbeauftragte folgt auch in diesem Amt seinem Vorgänger Martin Gillo, der die Kommission von Januar 2010 bis Dezember 2014 geleitet hatte.

Mackenroth erklärte: „Ich freue mich auch auf diese neue Aufgabe. Die Härtefallkommission entscheidet mit über die Frage, wer bei uns bleiben darf, jenseits aller Paragraphen auch nach Gesichtspunkten der Menschlichkeit. Sie ist damit ein gelebtes Beispiel für ein humanes Ausländerrecht.“

Aufgaben, Mitglieder und Rechtsgrundlagen der Härtefallkommission finden Sie unter
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/der_saechsische_landesbeauftragte/6735.aspx

Landesdirektion Sachsen bietet Service für Asylfragen

Auf ihrer Internetseite bietet die Landesdirektion Sachsen unter dem Stichwort Asyl Antworten auf oft gestellte Fragen. Außerdem können per E-Mail Fragen an die Landesdirektion gestellt werden, die schnell und möglichst umfassend beantwortet werden sollen.

Landesdirektion Sachsen Asyl
http://www.lds.sachsen.de/soziales/index.asp?ID=8127&art_param=647

Fragen zu Asyl an die Landesdirektion
E-Mail asylfragen@lds.sachsen.de

Sächsisches Kultusministerium ändert Prüfungsvorschrift für Abiturienten mit Migrationshintergrund

Ab dem 6. Februar 2015 können Schüler mit Migrationshintergrund in der Abiturprüfung zusätzlich zu den üblich festgelegten Hilfsmitteln ein zweisprachiges Wörterbuch Deutsch-Herkunftssprache/Herkunftssprache-Deutsch nutzen. Die Neuregelung geht auf eine Initiative des Sächsischen Ausländerbeauftragten vom Oktober 2014 zurück. Die Ausländerbeauftragte der Stadt Chemnitz, Etelka Kobuß, hatte auf den Regelungsbedarf aufmerksam gemacht.

Zur Pressemitteilung des SAB

Fortbildung Trauma - Termin sichern

Die Traumaambulanz bietet die Informations- und Fortbildungsveranstaltung am 24. April 2015 an. Sie findet von 13.30 bis 17.00 Uhr in Dresden statt und richtet sich an Personen, die mit traumatisierten Flüchtlingen arbeiten. Einladende ist Dr. Julia Schellong von der Dresdner Traumaambulanz.

Website der Traumaambulanz Seelische Gesundheit
http://www.psychosomatik-ukd.de/patienteninformation/poliklinik/ambulanz-fuer-traumafolge-und-dissoziative-stoerungen/

Sächsische Hilfsorganisation legt Sachmittelfonds für Flüchtlinge auf

Mit einem eigenen Sachmittelfonds in Höhe von zunächst 3.000 Euro will arche noVa die Flüchtlingshilfe in Sachsen unterstützen. Damit soll Flüchtlingen oder Asylsuchenden beim Ankommen, Orientieren und Einleben geholfen werden. Gemeinnützige Vereine können Anträge für ihre Hilfsprojekte stellen. Erstattet werden beispielsweise Sachmittel für Beratung, Ausflüge, Sprachunterricht und Sportangebote. Der Höchstsatz der Förderung beträgt 500 Euro pro Projekt.

Weitere Informationen über arche noVa finden Sie unter
https://arche-nova.org/de/news/arche-nova-legt-sachmittelfonds-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlingshilfe-sachsen-auf

JEBB!!! – Jugendprogramm startet wieder in Sachsen

Der interkulturelle Jugendverband djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen e. V. sucht interessierte Jugendliche und junge Erwachsene aus Ostsachsen, die am Jugendprogramm „JEBB!!!“ teilnehmen wollen. Die Jugendlichen können ihre Ideen mit Hilfe von Kleinprojekten unbürokratisch realisieren. Das Programm möchte insbesondere jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit geben, sich zu engagieren und unterstützt in erster Linie Projektideen mit einem interkulturellen Bezug.

In einem Starterseminar, welches vom 27. März bis 29. März 2015 in Dresden stattfindet, lernen die Jugendlichen die Grundlagen des Projektmanagements. Sie werden in die projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit eingeführt. Innerhalb eines halben Jahres realisieren die Jugendlichen ihre Projekte. In dieser Zeit werden sie bei allen inhaltlichen und organisatorischen Fragen begleitet. Im Herbst findet das Auswertungsseminar statt.

„JEBB!!!“ begann im März 2014 und läuft über zwei Jahre. So sind zwei Projektzyklen möglich, in denen insgesamt bis zu 15 Kleinprojekte realisiert werden können.

Anmeldungen für das Programm und weitere Informationen:
djo-Deutsche Jugend in Europa
Landesverband Sachsen e. V.
Hana Vasatkova
Telefon 0351 79670750
E-Mail info@djo-sachsen.de

Projektinformationen finden Sie unter
http://www.djo-sachsen.de/news/items/Jugendprogramm_JEBB_startet_in_die_zweite_Runde.html

Mikrozensus: 2,5 Millionen Familien mit Migrationshintergrund in Deutschland

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gibt für 2013 die Zahl von 8,1 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern an. Davon hatten gut 2,5 Millionen Familien einen Migrationshintergrund. Das heißt, mindestens ein im Haushalt lebender Elternteil besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit, hat die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten oder ist Spätaussiedler. Somit hatte fast jede dritte Familie (31 Prozent) ausländische Wurzeln. Die Zahlen basieren auf dem Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland.

Im Vergleich zu 2005 hat sich die Zahl der Familien mit Migrationshintergrund um rund fünf Prozent (131.000 Familien) erhöht.

Gesamtstatistik Mikrozensus 2013 – Haushalte und Familien finden Sie unter
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/HaushalteMikrozensus/HaushalteFamilien2010300137004.pdf?__blob=publicationFile#page=122

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge veröffentlicht Asylgeschäftsstatistik für 2014

Im Berichtsjahr 2014 wurden 173.072 Erstanträge vom Bundesamt entgegen genommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 109.580 Erstanträge; dies bedeutet einen hohen Zuwachs um 57,9 Prozent. Die Zahl der Folgeanträge im Jahr 2014 hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert (17.443 Folgeanträge) um 70,6 Prozent auf 29.762 Folgeanträge erhöht. Damit sind insgesamt 202.834 Asylanträge im Jahr 2014 beim Bundesamt eingegangen; im Vergleich zum Vorjahr mit 127.023 Asylanträgen bedeutet dies einen deutlichen Anstieg um 59,7 Prozent.

2014 kamen aus Syrien die meisten Antragsteller (41.100 Asylsuchende), gefolgt von Serbien (27.148 Asylsuchende) und Eritrea (13.253 Asylsuchende).

Entscheidungen im Jahr 2014

Die Gesamtschutzquote lag bei den Entscheidungen über Asylanträge für Syrer bei 89,3 Prozent. Am zweithöchsten war die Schutzquote für Iraker mit 73,9 Prozent. Über die Hälfte der Entscheidungen über Asylanträge aus Eritrea wurden positiv beschieden (55,2 Prozent).

Insgesamt wurden 128.911 Erst- und Folgeanträge im Jahr 2014 entschieden. Im Vergleich zum Vorjahr (80.978 Entscheidungen) ist die Zahl dieser Entscheidungen um 59,2 Prozent gestiegen.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer liegt für das Berichtsjahr 2014 bei 31,5 Prozent (40.563 positive Entscheidungen von insgesamt 128.911). Für das Vorjahr 2013 konnte eine Gesamtschutzquote von 24,9 Prozent (20.128 positive Entscheidungen von insgesamt 80.978) ermittelt werden.

Am Ende des Jahres 2014 lag die Zahl der anhängigen Verfahren bei insgesamt 169.166 Verfahren. Im Vergleich zum 31.12. des Vorjahres (95.743 anhängige Verfahren) stieg die Zahl der beim Bundesamt anhängigen Verfahren deutlich um 76,7 Prozent. Neben 16.061 Entscheidungen über Widerrufe (2013: 11.125 Entscheidungen) wurden im Jahr 2014 noch 1.393 Entscheidungen über Wiederaufnahmeverfahren (2013: 1.953 Entscheidungen) getroffen. Somit stieg die Zahl aller Bundesamtsentscheidungen (Erstanträge, Folgeanträge, Widerrufsprüfverfahren und Wiederaufnahmeverfahren) von 94.056 Entscheidungen im Vorjahr auf 146.365 Entscheidungen im Berichtsjahr 2014; dies stellt eine Erhöhung um 55,6 Prozent dar.

Die gesamte Asylgeschäftsstatistik für Dezember und das gesamte Jahr 2014 finden Sie unter
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/201412-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.pdf?__blob=publicationFile

Zwischenbilanz zu Sprach- und Integrationskursen und Freizügigkeit EU-2

Vor zehn Jahren wurden die Integrationskurse eingeführt Der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, hält Sprachkurse für sehr erfolgreich.

Gastkommentar vom BAMF-Präsident beim Mediendienst
http://mediendienst-integration.us6.list-manage1.com/track/click?u=ca7dd968b62431ceb99a227f1&id=7835f06c8c&e=0f9b79b9d4

Zum 1. Januar 2014 erhielten Rumänen und Bulgaren die vollen Freizügigkeitsrechte in der Europäischen Union. Anfangs war befürchtet worden, dass mehr Menschen aus diesen Ländern nach Deutschland kommen und "in die Sozialsysteme einwandern" könnten.

Die Zahlen nach einem Jahr Arbeitnehmerfreizügigkeit beim Mediendienst
http://mediendienst-integration.us6.list-manage.com/track/click?u=ca7dd968b62431ceb99a227f1&id=1bcf7341ea&e=0f9b79b9d4

Tagung der Evangelischen Akademie „Rassisten sind immer die Anderen“

Auf der dreitägigen Veranstaltung der Evangelischen Akademie zu Berlin sollen gegenwärtige und historische Erfahrungen, die Verantwortung der Kirche bei diesem Thema und ideologische Grundlagen von Rassismus thematisiert werden. Außerdem steht die Praxis antirassistischer Arbeit auf dem Programm. Die Veranstaltung findet vom 13. März bis 15. März 2015 in der Evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder statt. Anmeldungen sind bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn möglich.

https://www.eaberlin.de/seminars/data/2015/kul/rassisten-sind-immer-die-anderen/?cy=2015&cm=3