Newsletter Nr. 3 vom 23.01.2015

Stadt Zwickau mit neuem Wegweiser für Migranten

Seit Januar verfügt die Stadt Zwickau über einen „Wegweiser für Migranten – Erste Schritte in Zwickau“. In der Broschüre finden Migranten, die neu in der Stadt sind, erste Informationen, Adressen und Öffnungszeiten von Behörden und Einrichtungen. Sie sollen die Anmeldung und den Zugang zu Arbeit und Beruf, Sprache, Sozialen Leistungen, Kindergarten, Schule und Ausbildung erleichtern. Das teilte Ulrike Lehmann, die Gleichstellungs-, Ausländer- und Frauenbeauftragte der Stadtverwaltung Zwickau, mit.

Neuankommende erhalten den Wegweiser bei der Anmeldung im Bürgerservice, bei den Migrationsberatungsstellen in der Stadt und weiteren Beratungs- und Unterstützungsstellen für Migranten. Erarbeitet wurde der Wegweiser durch den Arbeitskreis Integration in Zwickau unter Leitung der Ausländerbeauftragten der Stadt Zwickau. Bisher liegt die Broschüre in deutscher Sprache vor. Es ist geplant, sie in weitere Sprachen zu übersetzen.

Vogtlandkreis sucht Vereine, um Migranten einzubinden und deren Sprachkenntnisse zu fördern

Damit die Sprachkenntnisse von Migranten besser werden, sucht der Vogtlandkreis Vereine, die Migranten in ihre Aktivitäten integrieren. Zusammen mit dem Jobcenter arbeitet die Gleichstellungs-, Integrations- und Frauenbeauftragte Veronika Glitzner daran, Migranten zu integrieren, die schon länger hier leben und auch schon Integrationskurse besucht haben, aber noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben.

Kontakt für interessierte Vereine unter
http://www.vogtlandkreis.de/landratsamt.php?parent=75

Hygienemuseum Dresden erklärt Recht und Situation von Asylsuchenden

Im Deutschen Hygienemuseum Dresden ist am 7. Februar ein Infonachmittag zum Thema „Asyl und Flucht“. Von 13 Uhr bis 19 Uhr informieren an verschiedenen Ständen Vertreter von Vereinen, Behörden und Asylsuchende über die rechtlichen Hintergründe und bürokratischen Abläufe eines Asylverfahrens, über die konkrete Lebenssituation von Flüchtlingen und über die Möglichkeiten, sich persönlich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren.

Neben den Infoständen können die Besucher testen, ob sie beispielsweise einen Einbürgerungstest bestehen würden. Stände mit Snacks und Getränken werden von Flüchtlingen aus Radebeul betreut.

http://www.dhmd.de/index.php?id=2512

Präsident des Bundesamtes bei der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Veranstaltung „Auf der Flucht“ richtet ihren Blick auf die Situation in den Flüchtlingslagern in Europa und sie Situation vor Ort in Dresden. Deren Auswirkungen sollen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.

Dazu haben die Friedrich Ebert Stiftung und der Ausländerrat Dresden e.V. den Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Manfred Schmidt, eingeladen. Weitere Gäste sind Marko Schmidt vom Sächsischen Flüchtlingsrat und Anja Braune, die Projektkoordinatorin bei Ärzte ohne Grenzen.

Die Veranstaltung findet am 30. Januar, 18:00 Uhr im Haus an der Kreuzkirche statt.

Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeit unter
http://www.fes.de/sachsen/inhalt/vera.php

KAS-Bildungsforum buchstabierte mit großen Zuspruch PEGIDA aus

In der vergangenen Woche bot das Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung kurzfristig drei Veranstaltungen unter dem Titel „PEGIDA ausbuchstabieren“ an. An jedem Abend kamen 400 bis 450 Personen. Nach den Vorträgen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gingen die Vortragenden und Teilnehmer den Begrifflichkeiten der Protestbewegung in einer Diskussion nach.

Am ersten Abend sprach Prof. Dr. Werner J. Patzelt vom Institut für Politikwissenschaft an der TU Dresden zu der ersten Silbe „PE – Patriotische Europäer?“.

Zum Thema „-GI – Gegen Islamisierung“ sprachen am zweiten Abend der Präsident des Sächsischen Verfassungsschutzes, Gordian Meyer-Plath, und Daniel Roters vom Zentrum für Islamische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Den Abschluss bildete am Donnerstag „-DA – Des Abendlandes“, welches von Prof. Dr. Karlheinz Ruhstorfer vom Institut für Katholische Theologie an der TU Dresden behandelt wurde.

Eine Zusammenfassung der Veranstaltungen und Audio-Mitschnitte liegt vor unter
http://www.kas.de/sachsen/de/publications/

Bundesinnenminister stellt Migrationsbericht 2013 vor – Zuzüge steigen

Am Mittwoch stellte Bundesinnenminister Thomas de Maizière den Migrationsbericht für 2013 vor. Er enthält Statistiken des Jahres 2013. Der Bericht zeigt, dass die Zahl der Zuzüge nach Deutschland im Jahr 2013 gestiegen ist. Mehr als 1,23 Millionen Personen zogen zu. Im Vorjahr waren es rund eine 1 Million. Gleichzeitig stieg die Zahl der Fortzüge auf 800 000 Personen (Vorjahr 712 000), so dass sich für 2013 ein Wanderungsgewinn von rund 430 000 Personen ergab (Vorjahr 370 000).

Etwa 118 000 der Zugezogenen waren Deutsche. Rund 708 000 waren Bürger der Europäischen Union, während es sich bei etwa 400 000 um Drittstaatsangehörige handelte.

Die Bundesregierung veröffentlicht jährlich den Bericht, in dem Wanderungsbewegungen von und nach Deutschland und Bevölkerungsentwicklungen analysiert werden. Er bietet auch einen europäischen Vergleich zum Migrationsgeschehen und zur Asylzuwanderung.

Pressemitteilung der Bunderegierung und Bericht
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2015/01/vorstellung-migrationsbericht-2013.html

Studie zur Zuwanderung empfiehlt Punktesystem um qualifizierte Zuwanderer für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen

Die Stärken und Schwächen eines Zuwanderungsmodells nach kanadischem, neuseeländischem oder australischem Vorbild untersuchte das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung am Beispiel Kanadas. Es bewertet das Punktesystem als geeignete Möglichkeit, weil es flexibel geändert werden kann, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Positiv sei auch, dass Zuwanderer mit dem größten Integrationspotenzial gewonnen werden können.

Die Berliner machen aber deutlich, dass den Zuwanderern in Kanada viele Leistungen angeboten werden, um sich zu integrieren. Kanada verzeichnet so einen Popularitätsvorsprung gegenüber Deutschland. Um diesen zu verkleinern, sollte Deutschland schon in den Heimatländern der Migranten durch Informationskampagnen aktiv werden.

Die Studie „Nach Punkten vorn – Was Deutschland von der Zuwanderungs- und Integrationspolitik Kanadas lernen kann“ aus dem Jahr 2014 ist eine Neuauflage der Studie aus dem Jahre 2012.

Die Studie aus dem Jahr 2012 finden Sie auf Deutsch unter
www.berlin-institut.org/publikationen/studien/nach-punkten-vorn.html

Die Neuauflage in englischer Sprache aus dem Jahr 2014 unter
http://www.berlin-institut.org/en/publications/studies/leading-on-points.html

Seit 2011 kamen 78.000 Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland

Seit dem 1. Januar 2011, also nach Beginn des Bürgerkriegs in Nahost, sind 78.000 syrische Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, um hier Schutz zu finden. Darunter befinden sich 24.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die weitaus meisten Flüchtlinge (46.912) sind 2014 nach Deutschland geflüchtet. Im Vergleich zu 2013 (18.083) hat sich damit die Zahl der eingereisten Flüchtlinge aus Syrien mehr als verdoppelt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/3436) im Bundestag hervor.

Bund und Länder haben bisher rund 31.000 Aufnahmeplätze für Syrien – Flüchtlinge bereitgestellt. 20.000 dieser Plätze hat der Bund in drei humanitären Aufnahmeprogrammen geschaffen, die Länder 11.000 mit 15 Programmen. Diese Aufnahmeprogramme richten sich an syrische Schutzsuchende, die Verwandte in Deutschland haben.

Vielfalt unternehmen! – Diversity Tag am 9.Juni

Der bundesweite Diversity Tag 2015 wird am Dienstag, dem 9. Juni sein. Zur Teilnahme ruft der „Charta der Vielfalt e.V.“ auf. Beteiligen sollen sich Arbeitgeber und Beschäftigte, um ein Zeichen für Vielfalt zu setzen.

Anmelden kann sich jeder, der sich mit seiner Aktion für ein Arbeitsumfeld ohne Vorurteile einsetzen möchte. Beispiele für Aktionen sind ein Flash-Mob, ein Tag der offenen Tür, ein Imagefilm über den Stellenwert der Vielfalt im Unternehmen und andere mehr. Weitere Aktionsideen finden sich auf der Website.

Der Deutsche Diversity Tag 2015 wird im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ gefördert. Die Mittel dafür kommen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Website des „Charta der Vielfalt e.V.“
http://www.charta-der-vielfalt.de/startseite.html

Auf in eine neue Runde – neuer START Jahrgang beginnt

Ab dem 1. Februar bis zum 1. März 2015 können sich engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund für eine START Förderung bewerben. Für den Jahrgang 2015/16 stehen 200 Stipendienplätze in 14 Bundesländern zur Verfügung.

Nach einer erfolgreichen Kurzbewerbung, durch die die Zugangsvoraussetzungen geprüft werden, erfolgt eine ausführliche Bewerbung. Diese enthält unter anderem ein Motivationsschreiben.

START als größte deutsche Förderinitiative für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH zusammen mit der Deutsche Bank Stiftung, der Landeshauptstadt Dresden, der DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Stadt Leipzig, der Peter Herbst Stiftung und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus. START unterstützt gesellschaftlich engagierte Schüler mit Migrationshintergrund durch beispielsweise Workshops zu verschiedenen Themen und gegenseitige Vernetzung. Zum 13. Mal wird eine neue Bewerbungsrunde gestartet.

Weitere Informationen zur Bewerbung und der Stiftung
http://www.start-stiftung.de/bewerbung.html

Studienwerk schreibt Stipendium für begabte Muslime aus

Beim Avicenna-Studienwerk können sich muslimische Abiturienten, Studierende und Promovierende bis zum 31. März um ein Stipendium bewerben. Vergeben werden 80 Stipendien aller Fachrichtungen. Für Studierende können 670 € Stipendium und zusätzlich 300 € Studienkostenpauschale gefördert werden. Promovierende bekommen 1150 € pro Monat. Im Rahmen des ideellen Programms werden fachliche Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung gefördert.

„Alle da!“ – ein Kinderbuch macht Lust auf die multikulturelle Gesellschaft

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Humorvoll und einfühlsam machen die Autoreninnen Anja Tuckermann und Tine Schulz die Themen Flucht, Einwanderung, Vielfalt und Verschiedenheit für Kinder greifbar. Mit vielen Bildern und anschaulichen kleinen Texten werden Fluchtgeschichten geschildert und eine weltweit verteilte Familie vorgestellt. Die unterschiedlichen Sprachen, die viele Kinder sprechen, können erraten werden und die Bedeutung der Sprache wird erklärt. Erklärt werden auch die unterschiedlichen Feste, die gefeiert werden und für jeden eine ganz individuelle Bedeutung haben.

Was ist ein Vorurteil? An kleinen Beispielen werden das Entstehen und die Auswirkungen von Vorurteilen und Angst geschildert. Die Angst vor dem Fremden kann sich schnell in Luft auflösen, wenn man einander kennen und schätzen lernt.

Das Buch „Alle da! – unser kunterbuntes Leben“ ist im Klett Kinderbuch Verlag erschienen und kostet rund 14 Euro.

Weitere Informationen und eine Leseprobe unter
http://www.klett-kinderbuch.de/index.php?id=181

Stellenausschreibung - Mitarbeiter für Verband binationaler Familien und Partnerschaften

Für das fünfjährige Projekt „Elternzeit im Ramadan?! – Muslimische Väter im Fokus“ sucht der „Verband binationaler Familien und Partnerschaften“ einen Mitarbeiter. Das Projekt will eine differenzierte Wahrnehmung muslimischer Väter erreichen. Begrüßt werden insbesondere Bewerbungen von Männern mit muslimischer Sozialisation und familiärer Migrationsgeschichte. Arbeitsort für die 30-Stunden-Stelle ist Leipzig. Bewerbungsschluss ist der 28. Januar 2015.

Die ausführliche komplette Stellenausschreibung
http://www.verband-binationaler.de/fileadmin/Dokumente/Regionalgruppen-pdfs/Stellenausschreibung_1501.pdf