Newsletter Nr. 27 vom 05.09.2014

Tagung zur interkulturellen Gesundheitsversorgung im Hygienemuseum Dresden

Am 8. Oktober 2014 findet im Deutschen Hygiene-Museum Dresden die Tagung „Verstehen wir uns richtig?- Ausländische Patienten und Fachkräfte in der Gesundheitsversorgung“ statt. Beginn ist 14.00 Uhr, Ende gegen 19.00 Uhr.

Anliegen der Veranstaltung ist, für die unterschiedlichen kulturellen und religiösen Vorstellungen zu sensibilisieren, die in der Begegnung zwischen Ärzten, Patienten und Pflegekräften sowie Therapeuten wichtig sind.

In Sachsen sind heute Ärzte aus über 90 Nationen tätig. Deutsch ist für manche Patienten, aber auch für einen Teil der Pflegekräfte eine Fremdsprache. Neben den Sprachbarrieren geht es aber auch um das Aufeinandertreffen kulturell unterschiedliche Gewohnheiten im Gesundheitssystem, um Tabus und Schamgrenzen.

Die Tagung soll helfen, für diese Unterschiedlichkeiten zu sensibilisieren, Wissen zu vermitteln, um darüber Verständigungsschwierigkeiten und Irritationen in der alltäglichen Praxis zu vermeiden.

Auf dem Programm stehen neben mehreren Workshops folgende Vorträge:

„Situation der gesundheitlichen Versorgung im Einwanderungsland Deutschland“
Dr. Claudia Martini
Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

„Interkulturelle Herausforderungen, Ressourcen und Konzepte im Gesundheitssystem“
Ramazan Salman
Geschäftsführer des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V.,
Dipl.-Sozialwissenschaftler und Medizinsoziologe

„Als ausländischer Arzt in Sachsen“
Nabil Al Nawa
Klinikum Obergöltzsch, Rodewisch

„Mittler zwischen den Welten: Übersetzen, wenn es um die Gesundheit geht“
Nguyen Thi Bach Sa
Gemeindedolmetscherin, Dresdner Verein für soziale Integration von Ausländern
und Aussiedlern e. V.

Veranstalter sind die Sächsische Landesärztekammer, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, Traumanetz Seelische Gesundheit und das Deutsches Hygiene-Museum.

Um verbindliche Anmeldung mit Angabe des Workshop-Wunsches wird gebeten bis zum 30. September 2014 unter
E-Mail veranstaltungen@dhmd.de


Beschreibung der Tagung und Workshops sowie Anmeldung auf der Internetseite des Hygienemuseums finden Sie unter
www.dhmd.de/anmeldung

Es werden sechs Punkte für die zertifizierte Fortbildung für Ärzte angerechnet.

Ausblick auf die Interkulturelle Woche in Sachsen

In rund zwei Wochen finden auch in Sachsen die Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche statt. Einige Programme sind bereits online. Bitte nutzen Sie die Chance, Ihre Veranstaltungen auch in die bundesweite Veranstaltungsdatenbank eintragen zu lassen.

www.interkulturellewoche.de

Eine Auswahl von sächsischen Veranstaltungsangeboten finden Sie hier:

Dresden - 21. September bis 5. Oktober 2014
http://www.dresden.de/media/pdf/auslaender/interkulturelle-Tage-programm-2014.pdf

Leipzig - 21. September bis 5. Oktober 2014
http://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/auslaender-und-migranten/migration-und-integration/interkulturelles-leipzig/interkulturelle-wochen/

Chemnitz - 27. September bis 12. Oktober 2014
http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/kultur-freizeit/kulturelle-hoehepunkte/interkulturelle-wochen/

Bautzen - 21. September bis 27. September 2014
http://www.interkulturellewoche.de/system/files/termine/pdf/lk_bautzen_ikw_2014_0.pdf

Landkreis Zwickau - 21. September bis 1. Oktober 2014
http://www.interkulturellewoche.de/system/files/termine/pdf/lk_zwickau_ikw_2014_0.pdf

Landkreis Vogtlandkreis - 21. September bis 3. Oktober 2014
http://www.interkulturellewoche.de/system/files/termine/pdf/lk_vogtlandkreis_ikw_2014.pdf

Torgau - 21. September bis 28. September 2014
http://www.interkulturellewoche.de/system/files/termine/pdf/torgau_ikw_2014.pdf

Stadt Leipzig informiert zur geplanten Notunterkunft für Flüchtlinge

In Leipzig soll ab Oktober eine Notunterkunft für Asylbewerber eingerichtet werden. Das Gebäude in Leipzig-Eutritzsch wird für drei Jahre von der Stadt Leipzig als Notunterkunft für Flüchtlinge angemietet. In dem ehemaligen Bürogebäude sollen 200 Menschen unterkommen. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Die Anwohner wurden für die kommende Woche zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Bürgermeister Thomas Fabian und Sozialamtsleiterin Martina Kador-Probst informieren über das Vorhaben. Nach Angaben der Stadt wird es eine soziale Betreuung für die Flüchtlinge geben, die auch Ansprechpartner für Nachbarn ist.

Bürgermeister Thomas Fabian begründet die Notwendigkeit der Notunterkunft mit dem rasch gestiegenen Bedarf. „So schnell lassen sich nicht ausreichend neue Plätze in kleineren Wohnhäusern oder in Wohnungen schaffen. Deshalb benötigen wir diese Notunterkunft. Ich bitte die Leipzigerinnen und Leipziger, die Flüchtlinge willkommen zu heißen, so dass sie sich bei uns gut aufgenommen fühlen.“

Leipzig rechnet für das Jahr 2014 mit insgesamt 1.400 neuen Flüchtlingen.

Innenausschuss des Bundesrates für sichere Herkunftsstaaten

Im Ergebnis der Beratung des Innenausschusses des Bundesrates am Donnerstag dieser Woche empfiehlt der Ausschuss dem Bundesratsplenum, dem Gesetz der Bundesregierung zuzustimmen. Das Gesetz erklärt Bosnien Herzegowina, Mazedonien und Serbien zu sicheren Herkunftsstaaten.

Die Einstufung als sicherer Herkunftsstaat bedeutet, dass Asylanträge aus den Staaten grundsätzlich als unbegründet betrachtet werden. Eine Verfolgung muss gesondert geltend gemacht werden. Der Bundestag hat das Gesetz bereits verabschiedet, der Bundesrat hat das Vorhaben für den 19. September 2014 auf die Tagesordnung gesetzt.

Journalistische Beiträge über Betreiber von Gemeinschaftsunterkünften

Am kommenden Sonntag, dem 7. September 2014, läuft im WDR Fernsehen um 15.45 Uhr in der Sendung CosmoTV ein Beitrag über die privaten Betreiber von Flüchtlingsheimen. Der Journalist Thorsten Poppe war vor Ort, sprach mit privaten Betreibern und verspricht ungewohnte Einblicke in ein kaum bekanntes Geschäftsmodell.

http://www1.wdr.de/fernsehen/information/cosmo_tv/

Bereits am vergangenen Wochenende berichtete die „Welt am Sonntag“ über die Unterbringung von Asylsuchenden und den sächsischen „Heim-TÜV“ für Gemeinschaftsunterkünfte.
Ausgabe 35 vom 31.8.14 „Die Asyl-Industrie“ von Ileana Grabitz
http://www.welt.de/print/wams/politik/article131755761/Die-Asyl-Industrie.html

Informationsveranstaltung „ISIS – was verbirgt sich dahinter?“

Im Ökumenischen Informationszentrum Dresden (ÖIZ) findet am Mittwoch, dem
10. September 2014 um 18.00 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Völkermord und der Vertreibung durch ISIS-Terroristen im Irak und Syrien statt. Veranstalter sind der Irakische Kulturklub e. V. Dresden, der Arabische Kulturklub Al-Nady Dresden in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Informationszentrum e. V.

Seit mehreren Monaten sind die Taten der ISIS in den Medien präsent, meist im Zusammenhang mit Vertreibung, Folter und Mord. „Brot, Freiheit, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit“, so lauteten die Forderungen des Arabischen Frühlings. Wieso kommt es, dass danach ISIS folgt? Was sind die Ursprünge dieser Organisation, und was ist sie heute? Warum ist sie scheinbar so erfolgreich? Wer unterstützt sie? Wie können ISIS und andere extremistische Gruppierungen kurz- und langfristig aufgehalten werden?

Warum richtet sich der Terror nicht nur gegen religiöse und ethnische Minderheiten wie Christen, Jesiden, Schabak, Turkmenen und andere, sondern vor allem auch gegen Muslime - schlicht gegen alle, die nicht den von der ISIS propagierten politischen Islamismus unterstützen?

Diesen Fragen wollen die Veranstalter nachgehen, Hintergründe erklären und Nachfragen beantworten. Das ÖIZ ist in der Kreuzstraße 7 in 01067 Dresden in der vierten Etage.

Im Internetangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten wurde eine Einschätzung zur ISIS vom ehemaligen Informationsminister Saad Ben Tifla Alagami aus Kuwait aufgenommen. Der Kommentar wurde freundlicherweise übersetzt von Nabil Yacoub:
http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/service/6759.aspx

Umfrage zur Situation und Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Außenwirtschaft in Sachsen

Mit einer Online-Umfrage beginnt die Uni Leipzig die Analyse von Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen an international kompetente Fach- und Führungskräfte. Auf dieser Grundlage können die Hochschulen später ihren Studierenden ein attraktives Lehrangebot bieten und erfahren im Austausch direkt von Entwicklungen und Trends in den Unternehmen, die wiederum auf Forschung rückwirken.

Von diesem Mehrwert profitieren auch die Unternehmen. Sie gewinnen frühzeitig Einfluss auf die Ausbildung ihrer späteren Arbeitnehmer und profitieren direkt von angewandter Lehre und Forschung und sie sparen sich mit gezielter Rekrutierung aufwändige Traineeprogramme. Denn durch stärkere Internationalisierung richtet sich der Geschäftsverkehr zunehmend auf internationale Märkte aus und benötigt qualifiziertes Fachpersonal. Die Hochschulen rekrutieren verstärkt im Ausland und bilden Absolventen aus, für die Auslandsaufenthalte und Fremdsprachenkenntnisse immer selbstverständlicher werden. Bislang zeigen Unternehmen und Hochschulen zwar wachsendes Interesse aneinander beim Wissens- und Technologietransfer, doch stehen einzelne erfolgreiche Initiativen eher nebeneinander als im Einklang. Es fehlen die systematische Untersuchung und Nutzung des Kooperationspotentials.

Mit dem Projekt „Wissenschaft und Wirtschaft im Dialog: Regionale Allianzen für die Ausbildung international kompetenter Fach- und Führungskräfte“ soll nun auf beiden Seiten das Bewusstsein über das Potential einer sinnvollen Zusammenarbeit gestärkt werden. Das Projekt wird durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Die Universität Leipzig koordiniert mit regionalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zunächst bis Jahresende 2014 verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der beschriebenen Situation.

Den Ausgangspunkt für alle Aktivitäten bildet eine Analyse der tatsächlichen Anforderungen, die kleine und mittlere Unternehmen im Bereich Außenwirtschaft heute an Hochschulabsolventen stellen. Auf dieser Basis sollen bestehende Studieninhalte überprüft und konkrete Kooperationen angestoßen werden. Workshops mit „Guten Beispielen/Best Practices“ ergänzen den zielgerichteten Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen und Hochschulen.

Die Analyse der Qualifikationsanforderungen startet am 1. September 2014 mit einem Online-Fragebogen, der in den Kammerbezirken Leipzig, Dresden und Chemnitz zirkuliert.

Unter folgendem Link können Unternehmen in einem Fragebogen anonym ihre Situation einschätzen:
http://befragung.wifa.uni-leipzig.de/index.php/571781/lang-de

Kontakt
Dr. Svend Poller und Tabea Mager
Universität Leipzig
Akademisches Auslandsamt
E-Mail tabea.mager@zv.uni-leipzig.de
Telefon 0341 9732053

Bundesministerium sucht Dienstleister für Existenzgründungsprojekt von Migrantinnen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sucht ab sofort einen Dienstleister im Bereich Mentoring für das Projekt „MIGRANTINNEN gründen - Unterstützung bei der Existenzgründung von Migrantinnen“ in Deutschland“.

Das Projekt soll Migrantinnen konkret bei der Existenzgründung durch Mentoring unterstützen. Die eigenen Kompetenzen und die Vernetzung und Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und anderen Partnern der Existenzgründung für die Potenziale von Migrantinnen sollen verstärkt werden.

Das Projekt ist Teil einer gemeinsamen Initiative von Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Förderung von Existenzgründerinnen.

Angebote oder Teilnahmeanträge sind bis zum 26. September 2014 zu richten an:

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Zentrale Vergabestelle des BMFSFJ
Frau Claßen-Sielaff
Sibille-Hartmann-Str. 2-8
50969 Köln
Telefon 0221 36734267
Telefax 0221 36734664
E-Mail zentrale-beschaffung@bafza.bund.de

Nähere Informationen finden Sie in der Auftragsbekanntmachung unter:
http://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/EDITOR/Bundesministerium-fuer-Familie-Senioren-Frauen-und-Jugend/2014/08/1031461.html

Ein Eckpunktepapier der Initiative steht als PDF-Datei zum Download bereit unter:
http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=649540.html

Neues Berliner Online-Portal stärkt Willkommenskultur für internationale Fachkräfte

Die Stadt Berlin hat ein Online-Portal entwickelt, das sich direkt an Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland richtet. Ziel ist es, diesen den Einstieg in ein Leben in Berlin zu erleichtern. Bereitgestellt werden zentral gebündelte Informationen zum Berliner Arbeitsmarkt, zum Thema Wohnen oder zu Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen. Neben Informationen soll durch intensive Einbindung in soziale Netzwerke auch eine Online-Gemeinschaft aufgebaut werden. Auf der Plattform können Fragen gestellt und beantwortet werden. Das Portal ist eine gemeinsame Initiative der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung.

Zum Portal in deutscher und englischer Sprache:
www.talent-berlin.de

Wegweiser informiert in türkischer Sprache über das deutsche Ausbildungssystem

Ein türkischsprachiger Wegweiser über berufliche Bildung wurde am 1. September 2014 in Düsseldorf vorgestellt. Er richtet sich an Eltern, Jugendliche und Multiplikatoren und soll die Einbindung von Migranten in das Berufsbildungssystem, die Teilhabechancen und das multikulturelle Zusammenleben fördern. Erklärt werden Fachbegriffe und Aufbau des deutschen Berufsbildungssystems. Erarbeitet wurde der Wegweiser von der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) in Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der vor drei Jahren gegründeten „Initiative für interkulturelle Kommunikation und Arbeit - INTRA“.

Der Wegweiser kann entweder bestellt werden unter:
E-Mail sentuerk@zfti.de

oder als PDF-Datei (9,82 MB) heruntergeladen werden unter:
http://www.intra-info.de/index_htm_files/intra_wegweiser_2014.pdf

Wanderaustellung „anders? – cool!“ kann wieder gebucht werden

Ab sofort kann die Wanderausstellung „anders? – cool!“ für 2015 kostenfrei gebucht werden. Die Ausstellung informiert über Hintergründe, Sprachen und Erwartungen zugewanderter Jugendlicher. Außerdem zeigt sie die Angebote der Jugendmigrationsdienste auf, mit denen Jugendliche Unterstützung zur sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration erfahren können. Die multimediale Ausstellung richtet sich an Schulklassen, Integrationskurse, Pädagoginnen und Pädagogen, Netzwerkpartner Politikerinnen und Politiker sowie interessierte Bürger. Sie kann für einen Zeitraum von jeweils 14 Tagen gebucht werden.

Die multimediale Wanderausstellung „anders? - cool!“ des Servicebüros Jugendmigrationsdienste richtet sich an junge Menschen im Alter von 12 bis 27 Jahren. Sie soll die Sorgen, Freuden und Hoffnungen der Jugendlichen widerspiegeln.

Die Jugendmigrationsdienste vor Ort finden Sie unter:
www.jugendmigrationsdienste.de

Informationen zur Ausstellung und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie unter:
www.anders-cool.de