Newsletter Nr. 24 vom 18.07.2014

Staatsministerin Özoğuz beim Sächsischen Ausländerbeauftragten

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Hoher Besuch am 18. Juli 2014 in der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten. Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Aydan Özoğuz, nahm sich nach einer Podiumsdiskussion im Landtagsgebäude die Zeit zu einem Gedankenaustausch mit Martin Gillo. Gillo resümierte kurz über seine ablaufende Amtszeit und stellte die Beweggründe und Erfahrungen aus seiner Arbeit vor. Weitere Themen des Gesprächs waren die Chancen eines konstruktiven und friedlichen Miteinanders sowie die Verstetigung des sächsischen „Heim-TÜV“.

Innenminister Ulbig für Rundumblick bei Asylpolitik

Ausgelöst durch einen aktuellen Entscheid des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg nahm Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Donnerstag Stellung in der Asyl-Debatte. Er plädierte für Ausgewogenheit beim Thema Migration und die richtige Balance zwischen Ordnungspolitik, Willkommenskultur und der humanitären Frage. Sachsen sei offen für ausländische Fachkräfte, hilfsbereit gegenüber Flüchtlingen, setze aber auch die Ausreisepflicht von Menschen ohne Aufenthaltsrecht konsequent durch. Ulbig gehe es darum, sich einen „Rundumblick auf Migration“ zu bewahren. Zudem verwies er auf zahlreiche Aktivitäten Sachsens, um die Lebensbedingungen für Asylbewerber im Freistaat zu verbessern.

Die Luxemburger Richter hatten am gleichen Tag befunden, dass Abschiebehäftlinge bis zu ihrer Ausreise aus Deutschland nicht in Gefängnissen untergebracht werden dürften. Gefordert seien spezielle Einrichtungen. Das sei, so hieß es aus dem Innenministerium, in Sachsen gegeben. Seit Anfang 2014 würden keine sächsischen Gefängnisse mehr der Abschiebehaft dienen. Sachsen nutze dafür eine Einrichtung in Eisenhüttenstadt (Brandenburg).

Wanderausstellung zeigt Integrationsgeschichten in Sachsen

Seit Montag ist im Foyer des Sächsischen Staatsministeriums des Innern die Wanderausstellung „Integration durch Leistung – Vertriebene, Spätaussiedler und Zuwanderer als Unternehmer in Sachsen“ zu sehen. Auf 23 Schautafeln, an drei Hörstationen und in zwei Vitrinen wird die gelungene Integration von Menschen gezeigt, die aus den unterschiedlichsten Gründen in das Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen kamen. Innenminister Markus Ulbig betonte bei der Eröffnung, dass Migration und Zuwanderung auch in Sachsen schon immer Alltag waren. Das zeige die Ausstellung eindrucksvoll und sie vermittle durch die dargestellten Lebenswege der Zuwanderer wertvolle Erfahrungen für die sächsische Willkommenskultur.

Die Wanderausstellung nimmt historisch Bezug auf die Vertriebenen aus Schlesien, die nach dem Verlust von Heimat und Existenz in Sachsen aufgenommen wurden und beleuchtet die Integrationsleistung von Spätaussiedlern und Migranten in jüngerer Zeit. Sie ist bis zum 31. August 2014 im Foyer des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zu sehen und kann danach von Schulen, Unternehmen und anderen öffentlichen Einrichtungen kostenlos ausgeliehen werden.

Dresdner Schüler mit Migrationshintergrund drehten Film

Auf die Premiere des Films „Wenn wir sprechen... - Akzeptanz ist keine Pflicht sondern selbstverständlich“ macht das Kulturbüro Sachsen e. V. aufmerksam. Zehn Jugendliche filmten ihre postmigrantische Sicht auf ihr Leben in Dresden. Die Jugendlichen aus Migrationsfamilien wuchsen in zwei Kulturen auf, fühlen sich jedoch von keiner wirklich akzeptiert. Die zehn jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sind in Deutschland geboren und leben in Dresden. Der Film ist eine Eigenproduktion in Kooperation mit dem Filmstudio Dritte Etage und dem Kulturbüro Sachsen e. V. mit wesentlicher Förderung durch das Kulturbüro Sachsen e. V. und die Amadeu Antonio Stiftung.

24. September 2014, 19.00 Uhr im Kino Schauburg in Dresden

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ startet

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt sucht auch im Jahr 2014 erfolgreiche zivilgesellschaftliche Aktivität für eine lebendige und demokratische Gesellschaft. Ausgeschrieben sind Geldpreise von 1.000 bis 5.000 Euro. Bei der öffentlichen Preisverleihung sollen Personen und Gruppen, die das Grundgesetz auf kreative Art mit Leben füllen, gewürdigt werden. Mit dem Wettbewerb, der zum 14. Mal stattfindet, sollen gute Beispiele vorgestellt und Nachahmer angeregt werden. Einsendeschluss ist der 26. September 2014.

Alle Informationen ausführlich finden Sie unter:
www.buendnis-toleranz.de

Goldene Viktoria für Integrationsprojekt des Jahres im Ausbildungsbereich

Die Deutschlandstiftung Integration zeichnet in der Kategorie „Integrationsprojekt des Jahres“ innovative und nachhaltige Integrationsprojekte im Bereich Ausbildung aus. Bewerben können sich Einzelpersonen, Institutionen, Unternehmen, Vereine, Verbände oder Initiativen mit ihren Projekten, die die Ausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland fördern.

Anerkannt und gewürdigt soll das Engagement von Personen und innovativen Projekten werden, die sich um die Integration und Gleichberechtigung aller Mitbürger in Deutschland gleich welcher Herkunft, Sprache oder kulturellen Prägung und Lebensweise verdient gemacht haben und für eine gegenseitige Anerkennung der Kulturen eintreten. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Berufliche Ausbildung. Gefragt sind gute Ideen und Projekte aus allen Regionen Deutschlands, die eine öffentliche Plattform verdienen. Das Projekt soll einen Vorbildcharakter haben und als Inspiration für andere dienen.

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet während eines feierlichen Festakts im Auswärtigen Amt in Berlin mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur statt. Die Deutschlandstiftung Integration unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat das Ziel, die Chancengerechtigkeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft in Deutschland zu fördern. Gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe sind Grundlage für erfolgreiche Integration.

Bewerbungsleitfaden, häufige Fragen und Wettbewerbsrichtlinien finden Sie unter:
http://stiftung.geh-deinen-weg.org/goldene-victoria/der-wettbewerb/

Neue Publikationen beim SAB bestellbar

Im Internetangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten können ab sofort folgende Druckerzeugnisse bestellt werden:

Kursbuch Integration und Migration Sachsen

Festreden zum Einbürgerungsfest 2014 mit den Grußworten von Landtagspräsident Matthias Rößler, Innenminister Markus Ulbig und Ausländerbeauftragten Martin Gillo sowie der Festrede von Jens Drews.

Aufkleber COEXIST

http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/service/publikationen/index.aspx

oder www.offenes-sachsen.de / SAB-Service / Publikationen