Newsletter Nr. 14 vom 25.04.2014

Forum zur politischen Teilhabe von Migranten

Migranten sollen politisch teilhaben. Deshalb laden der Sächsische Migrantenbeirat und der DGB Bezirk Sachsen für den 17. Mai 2014 von 10.00 bis 17.00 Uhr in das Gewerkschaftshaus Dresden (auch Dresdner Volkshaus) am Schützenplatz 1 in 01067 Dresden zu einem Partizipationsforum ein. Teilnehmen werden Mitglieder des Sächsischen Migrantenbeirates und Abgeordnete des Sächsischen Landtags.

Im Mittelpunkt des Forums stehe die nachhaltige Stärkung der politischen Organisationsstruktur der migrantischen Gesellschaft in Sachsen, teilten die Veranstalter mit. Denn bezogen auf die politische Partizipation sei die jetzige Situation der Migrantinnen und Migranten nicht ausreichend. Mit einem breiten und offenen Diskussionsprozess sollen Lösungsvorschläge für die künftige Form der politischen Beteiligung von Migrantinnen und Migranten auf Landesebene gefunden werden.

Im Freistaat Sachsen gibt es derzeit Ausländer- bzw. Migrantenbeiräte in Zwickau, Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Qualifizierungsreihe Globales Lernen in Leipzig

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen bietet gemeinsam mit dem Netzwerk Integration Migranten Leipzig eine Qualifizierungsreihe mit acht Modulen für Referentinnen und Referenten des Globalen Lernens an. Besonders angesprochen sind Menschen mit Migrationshintergrund. Alle Workshops werden in Leipzig an unterschiedlichen Orten stattfinden.

Inhalte sind beispielsweise

Einführung und Methoden Globales Lernen

Entwicklung und Optimierung von Bildungsangeboten der teilnehmenden Organisationen

Kommunikationstechnik und Moderation von Veranstaltungen

Projektförderung, Projektmanagement

Zusammenarbeit mit Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen

Konzeption, Gestaltung und Durchführung eigener Veranstaltungen

Alle Inhalte, Termine und Anmeldeinformationen finden Sie unter
http://www.faire.de/cms/front_content.php?idart=243&id=109

Kontakt
Miguel Angel Ruiz Martínez
Beratungsstelle für Migranten und Interkulturelle Vereine im Bereich der Entwicklungspolitik
E-Mail ; miguel.ruiz@einewelt-sachsen.deanne.schicht@einewelt-sachsen.de; ;
Telefon 0351 4923364

Sächsische Polizei klärt Angriff auf Asylbewerberheim auf

Die sächsische Polizei hat nach drei Tagen den Angriff auf ein Asylbewerberheim in Hoyerswerda am Karsamstag aufgeklärt. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 25 Jahre alter Einwohner der Stadt ermittelt. Gegen ihn werde wegen Sachbeschädigung in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte das Operative Abwehrzentrum (OAZ) am Dienstag in Leipzig mit.

Nach Polizeiangaben war der Mann 25-Jährige in der Nacht zum Karsamstag über den Zaun des Asylbewerberwohnheimes gestiegen, um mit einem Hammer mehrfach gegen die Fensterscheibe eines Wohnraums im Erdgeschoss zu schlagen, in dem gerade sechs Asylbewerber schliefen. Danach verschwand er unerkannt. An der Fensterscheibe entstand ein Sachschaden im vierstelligen Eurobereich. Personen wurden nicht verletzt.

Fachtag zum Thema „Grauzone“ im Bischof-Benno-Haus

Am 12. Mai 2014 findet im Bildungshaus des Bistums Dresden-Meißen ein Fachtag statt, der die Zuordnungen von Aussagen wie „Ich bin ja kein Nazi, aber ...“ erleichtern soll. Mit solchen oder ähnlichen Aussagen versuchten viele Menschen, ihre Ansichten zu rechtfertigen, die beim näheren Hinschauen problematisch erscheinen.

In dieser „Grauzone“ seien eindeutige Zuordnungen schwieriger als beispielsweise in Fällen der Nutzung von verfassungsfeindlichen Symbolen, öffentlicher Darbietung indizierter Musik und Texte, gewalttätiger Übergriffe gegenüber Menschengruppen oder der Mitgliedschaft in verbotenen Parteien und Organisationen. Der Fachtag bietet Hilfestellung, wenn Musik und Texte nicht eindeutig zuzuordnen sind, besorgte Bürger sich gegen „Asylmissbrauch“ und „Überfremdung“ wehren oder im Wahlkampf Heimatbezug und Europakritik verknüpft werden.

Die Veranstaltung von 9.00 bis 16.30 Uhr richtet sich insbesondere an Menschen, die in der Sozialen Arbeit tätig sind, an Verantwortliche in Politik und Verwaltung, Lehrende sowie Interessierte und Engagierte in diesem Bereich. Veranstaltet wird der Fachtag vom trägerverBUNT, einem Netzwerk für Demokratie und Vielfalt im Landkreis Bautzen.

Information und Anmeldung beim Bischof-Benno-Haus finden Sie unter:
http://www.benno-haus.de/index.php?option=com_content&view=article&id=570%3Afachtag-zum-thema-grauzone-im-bischof-benno-haus-&catid=35%3Akurse&Itemid=1&lang=de

Das vollständige Programm ist hier einsehbar:
http://www.tvbunt.de/wp-content/uploads/flyer-fachtag-grauzone-web.pdf

Caritas argumentiert für Sozialgesetzbuch statt Asylbewerberleistungsgesetz

In der neuesten Veröffentlichung der Reihe FLUCHTPUNKTE des Deutschen Caritasverbandes werden die einzelnen Regelungen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) genauer betrachtet. Beschrieben wird der notwendige gesetzliche Regelungs- und/oder Änderungsbedarf, wenn das AsylbLG in das Hilfesystem der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) und der Sozialhilfe (SGB XII) übertragen würde. Das Heft trägt den Titel „Abschaffung Asylbewerberleistungsgesetz - Gesetzlicher Änderungsbedarf bei Überführung der Personengruppen in die Hilfesysteme der Bücher II und XII des Sozialgesetzbuches“.

Der Verband fordert seit längeren die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes als Sondergesetz außerhalb der Sozialgesetzbücher. Zentrale Kritikpunkte waren und sind dabei die Höhe der Grundleistungen, die Einbeziehung immer weiterer Personenkreise in das Asylbewerberleistungsgesetz, der Zeitrahmen, in dem die betroffenen Personen lediglich abgesenkte Leistungen erhalten, die eingeschränkten Gesundheitsleistungen sowie das Sachleistungsprinzip.

Das Bundesverfassungsgericht hatte dem Gesetzgeber eine Neuregelung der Regelleistungen aufgegeben. Mit der Publikation will der Caritasverband den fachpolitischen und rechtlichen Diskurs anregen, um diese Gelegenheit zur Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes wahrzunehmen.

Die Publikation FLUCHTPUNKTE „Abschaffung AsylbLG“ finden Sie unter:
http://www.caritas.de/fluchtpunkte

DFB schreibt Julius Hirsch Preis 2014 aus

Auch in diesem Jahr hat der Deutsche Fußball-Bund wieder den Julius Hirsch Preis für Toleranz und Respekt, Demokratie und Menschenrechte, sowie gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus, ausgeschrieben. Bis zum 30. Juni können sich die Vereine, Initiativen und Einzelpersonen bewerben, die sich im Zeitraum von Juli 2013 bis Juni 2014 im Zusammenhang mit dem Fußball in besonderem Maße engagiert haben. Es kann sich dabei sowohl um eine zeitlich befristete Aktion als auch um ein unbefristetes Projekt handeln. Der Preis ist mit insgesamt 20 000 Euro und weiteren Sachpreisen dotiert.

Mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises erinnert der DFB an den 1943 in Auschwitz ermordeten deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens und an alle, insbesondere die jüdischen Opfer, des nationalsozialistischen Unrechtsstaates. Der DFB will mit der Stiftung einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft leisten und Demokratie, Menschenrechte und den Schutz von Minderheiten als unveräußerliche Werte deutlich machen. Julius Hirsch steht stellvertretend für viele bedeutende jüdische Spieler, Trainer und Funktionäre, die den deutschen Fußball bis 1933 maßgeblich geprägt haben.

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie unter:
www.dfb.de/julius-hirsch-preis

Die Ausschreibungsunterlagen können auch postalisch oder per E-Mail angefordert werden.

Kontakt
Deutscher Fußball-Bund
Maren Feldkamp
Stichwort: Julius Hirsch Preis 2014
Otto-Fleck-Schneise 6
60528 Frankfurt
Telefon 069 6788 519
E-Mail maren.feldkamp@dfb.de

Gutes Beispiel - Flüchtlingshilfe in Sachsen-Anhalt verdoppelt Fonds

Rund 100 Tage nach der Gründung der Initiative sieht Magdeburgs katholischer Bischof Gerhard Feige die „Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt“ auf einem guten Weg. Am 8. Januar wurde die offene Initiative begründet und vom Bistum zunächst mit
60 000 Euro ausgestattet. Mittlerweile sind daraus durch Spenden etwa 130 000 Euro geworden.

So sammelte der ehemalige Bischof des Bistums Magdeburg, Leo Nowak, zu seinem 85. Geburtstag 9 000 Euro. Weitere etwa 23 000 Euro erbrachte eine Sammlung unter den katholischen Christen des Bistums Magdeburg. Dazu gab es Einzelspender, die Beträge bis zu 15 000 Euro überwiesen.

http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=1374&idart=23370

MDR schreibt Volontariatsstellen aus

Der Mitteldeutsche Rundfunk bietet ab dem 1. Februar 2015 Plätze für ein Redaktionsvolontariat an. Die trimediale Ausbildung dauert 24 Monate und findet in den MDR-Redaktionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Hörfunk, Fernsehen und dem Bereich Telemedien statt. Bewerbungsschluss ist der 30. April.

Alle Bewerbungsinformationen finden Sie unter:
www.mdr.de/volontariat.