Newsletter Nr. 12 vom 18.11.2016

Bundesweite Tagung der Ausländer- und Integrationsbeauftragten der Länder verabschiedete Resolution

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Zum Abschluss ihrer Jahreskonferenz am 3. und 4. November verabschiedeten die Ländervertreter eine Dresdner Erklärung. Schwerpunkte der Tagung waren die Einschätzungen des Sachverständigenrates SVR Integration, die Qualitätssicherung der Unterbringung und die geplante und effektive Organisation von Integrationsmaßnahmen.

Die Dresdner Erklärung
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Asylbewerber in Sachsen - Stand Oktober 2016

Sachsen hat im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 20. September 12.209 Asylbewerber aufgenommen. 2.429 kamen aus Syrien, 1.738 aus Afghanistan und 1.318 aus dem Irak.

Im September waren 1.652 Asylbewerber in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht (2015 gleicher Zeitpunkt 12.079).

Zum 30. September 2016 waren 32.144 Asylbewerber in Sachsen. Davon waren 5.572 vollziehbar Ausreisepflichtige in den Kommunen und 24.929 Asylbewerber im Verfahren in den Kommunen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschied in Sachsen vom 1. Januar bis zum 30. September 2016 über 23.510 Fälle. Anerkannt wurden 15.114, abgelehnt 5.554, sonstige Verfahrensentscheidungen gab es 2.842.

Bis einschließlich September kam es 2016 in Sachsen zu 1.450 Abschiebungen nach § 58 Abs.1 AufenthG.

Zum Vergleich gab es bundesweit 281.051 Asylbewerber (1.1. - 18.10.16). Auch hier kam die größte Gruppe aus Syrien (30%), gefolgt von Afghanistan mit 16 Prozent und dem Irak (15%). Eine Bleibeperspektive wird durch das Bundesamt für 52 Prozent gesehen, dabei haben Syrer mit einer Gesamtschutzquote von 98,1 Prozent den größten Anteil.

Quelle: Landesdirektion Sachsen

Veranstaltungsreihe zur Zuwanderung gestartet – nächste Veranstaltung mit Stephan J. Kramer am 30. November

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Der zweite Vortrag in der Reihe „Was wir schaffen wollen" findet am 30. November um 19 Uhr im Plenarsaal des Sächsischen Landtags statt. Referent ist der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen Stephan J. Kramer. Er war zudem von 2004 bis 2014 Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und gleichzeitig Direktor des Büros des European Jewisch Congress.

Information und Anmeldemöglichkeit unter
https://eveeno.com/Das-wollen-wir-schaffen-301116

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Am 25. Oktober startete die Reihe mit dem Psychologen und Islamwissenschaftler Ahmad Mansour. Er sprach sich für eine professionelle Integrationsarbeit aus. In seinem Vortrag setzte sich der Psychologe für eine dezidierte Auseinandersetzung mit muslimischen Gruppen ein. Die Mehrheitsgesellschaft solle Forderungen stellen, müsse aber gegenüber jedem Geflüchteten intensiv für die Grundwerte der deutschen Gesellschaft werben. „Wir haben viel mehr anzubieten als die Islamisten." so Mansour im Plenarsaal.

Sachsen: weltoffen! – Geschichtsbuch präsentiert

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In Dresden wurde am 10. November das neue Buch „Sachsen: weltoffen!“ vorgestellt. Die 14 Aufsätze stammen von Wissenschaftlern des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping und vom Sächsischen Ausländerbeauftragten, Geert Mackenroth. Auf über hundert Seiten wird deutlich, dass es kontinuierliche Zuwanderungsprozesse auf das Gebiet des heutigen Sachsens gegeben hat. Das Buch zeigt Interessantes und Unerwartetes zum Thema Zuwanderung in Sachsen. Mobilität, Fremdheit und Toleranz gehören schon immer zur sächsischen Gesellschaft.

Ausführliche Beschreibung und kostenfreie Bestellmöglichkeit
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/15890.cshtml

Festveranstaltung zur Verleihung des Sächsischen Integrationspreises 2016 im Sächsischen Landtag

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Am 2. Dezember um 17 Uhr werden die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth die drei Preisträger im Plenarsaal des Landtags würdigen. Die Jury, in der auch Vorjahrespreisträger entschieden, tagte am 4. November.

Eingesandt wurden über 70 Bewerbungen von Einzelpersonen, Initiativen, Vereinen, Projekten und Unternehmen. Alle Bewerber sind herzlich eingeladen.

Anmeldung unter
https://eveeno.com/Integrationspreis-2016

Ausbildung zum Migrations- und Integrationsberater ab Januar in Leipzig

Die Akademie für Mediation, Soziales und Recht startet ab dem 4. Januar 2017 eine neue Ausbildung zum Migrations- und Integrationsberater (m/w) in Leipzig. Die Ausbildung besteht aus sechs Modulen und umfasst insgesamt 14 Tage. Für die Gesamtausbildung wird mit 216 Stunden gerechnet. Bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung endet die Ausbildung mit dem Hochschulzertifikat „Migrations- und Integrationsberater/-in“ der staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin. Für Interessierte findet am 21. November 2016 eine Infoveranstaltung statt.

Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie unter http://www.akasor.de/migrationsberater_integrationsberater

Jahresprogramm des Studienbegleitprogramms für Ausländer an sächsischen Universitäten und Hochschulen

STUBE steht für Studienbegleitprogramm. STUBE Sachsen richtet sich an Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Süd-Ost-Europa, die zurzeit in Deutschland studieren. Insbesondere Studierende, die kein Stipendium zur Verfügung haben, können bei STUBE Unterstützung finden.

Auch im Wintersemester werden verschiedene Veranstaltungen und Seminare durchgeführt, ein Raum für gegenseitigen Austausch geschaffen und berufsbezogene Praktika und Studienaufenthalte (BPSA) gefördert.
http://www.stube-sachsen.de/

Mercatorstudie: Neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln veröffentlichten eine Studie zur schulischen Einbindung neu zugewanderter Kinder und Jugendlichen. Die Studie spiegelt die Entwicklungen im Jahr 2015 wider.

Informationen und die vollständige Studie zum Nachlesen unter
http://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de/aktuelles/meldung/2016/studie-schulen-muessen-sich-auf-200000-neu-zugewanderte-kinder-und-jugendliche-einstellen/

Selbsthilfe-Fachtagung zu Multikulti der AOK in Berlin

Der AOK-Bundesverband lädt zur Selbsthilfetagung „Multikulti in der Selbsthilfe – nur ein Traum?“ in Berlin ein. Die Fachtagung findet am 25. November 2016 statt. Kerngedanke ist es, die Gesundheitskompetenz von Migranten und Geflüchteten zu stärken und vor allem die Arbeit in der Selbsthilfe zugänglicher zu gestalten.

Anmeldung bis 18. November unter
http://aok-bv.de/hintergrund/dossier/selbsthilfe/index_17255.html

Bundesfachkongress INTERKULTUR im April in Braunschweig

Vom 3.- 5. April 2017 findet der 6. Bundesfachkongress INTERKULTUR in Braunschweig statt. Dieser steht unter dem Leitspruch „Land in Sicht - Interkulturelle Visionen für heute und morgen“. Veranstalter und Organisatoren des Kongresses sind der Bundesweite Ratschlag Kulturelle Vielfalt, das Haus der Kulturen Braunschweig, das Forum der Kulturen Stuttgart e. V. sowie weitere Kooperationspartner. Neben dem interkulturellen Diskurs und Erfahrungsaustausch wird der Kongress mit künstlerischen Beiträgen gestaltet.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.bundesfachkongress-interkultur-2017.de

Hilfsangebote, Handreichungen und gute Ideen

Hilfsangebote im katholischen Bistum Dresden-Meißen online

Das Bistum leistet ein umfangreiches Hilfsangebot für Flüchtlinge. Für das Jahr 2016 steht ein Flüchtlingshilfsfonds in Höhe von 50.000 Euro bereit. Derzeit beherbergen verschiedene Pfarreien 24 Flüchtlinge. Eine Übersicht über das gesamte und regionale Hilfsangebot im Bistum Dresden-Meißen steht unter
http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/fluechtlingshilfen-im-bistum.html

Schwanger und viele Fragen

Das Bundesfamilienministerium bietet Hilfestellungen für schwangere geflüchtete Frauen. Auf der Internetseite können mehrsprachige Flyer, Plakate und Postkarten mit der Nummer des Hilfetelefons bestellt werden. Zudem werden auch Banner und Textbausteine für die eigene Website angeboten.
www.schwanger-und-viele-fragen.de

Saxoniaverlag veröffentlicht Ausländerecht

Enthalten sind die Änderungen durch das Integrationsgesetz und dessen Verordnungen. ISBN 978-3-946374-24-4
www.laenderrecht.de/auslaenderrecht-integrationsgesetz-2016.html

Clowns ohne Grenzen besuchten Asylbewerberunterkünfte

Die professionellen und ehrenamtlichen Clowns wollen Menschen vor Ort mit den kostenlosen Shows wieder Lebensmut geben. Die wenigen Augenblicke purer Freude und unbeschwerter Heiterkeit während der Besuche wirken noch lange nach - besonders bei Kindern, dem ersten Zielpublikum. Die gemeinsam erlebten Momente der Freundschaft bieten in den traumatisierenden und trostlosen Lebensumständen eine kleine Rettungsinsel. Im Herbst 2016 besuchte eine Clowngruppe Gemeinschaftsunterkünfte in Löbau, Friedersdorf und Bautzen.
www.clownsohnegrenzen.de