Newsletter Nr. 22 vom 14.06.2013

Mit Herz gesehen - Wie unvorhersehbar die Politik doch sein kann!

Die in Deutschland geborenen Kinder von ausländischen Migranten dürfen die doppelte Staatsangehörigkeit erwerben, wenn ihre Eltern mindestens acht Jahre in Deutschland gelebt haben. Allerdings müssen sie sich bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres für eine der beiden Staatsbürgerschaften entscheiden.

Das gilt allerdings nur, solange beide Elternteile Ausländer sind. Sobald ein Elternteil deutsch ist, dürfen die Kinder die doppelte Staatsangehörigkeit für immer behalten. Das Gleiche gilt für EU-Bürger und dort, wo das zweite Land ihre Bürgerinnen und Bürger nicht aus der Staatsangehörigkeit entlassen. Das ist z. B. bei Brasilien und Marokko der Fall. Deshalb werden die meisten Einbürgerungen mit anerkannter Doppelstaatlichkeit vorgenommen.

Die Optionsregel stellt die betroffenen jungen Menschen vor ein herzzerreißendes Entweder-Oder. Eine der beiden Staatsangehörigkeiten müssen sie abgeben. Im 21. Jahrhundert macht das eigentlich wenig Sinn. Per Skype, Internet, Satellitenfernsehen und Billigflügen rund um den Globus haben wir uns daran gewöhnt, mit der Welt in Kommunikation zu sein.

Entweder-oder? Das war vorgestern. Ich kann ebenso gut in zwei Regionen der Welt zuhause sein, wie ich zwei Staaten gegenüber loyal sein kann.

Und was passiert, wenn sich ein junger Mensch aus verschiedenen Gründen entscheidet, seine ausländische Staatsangehörigkeit zu behalten, oder vergisst, sie abzulegen? Dann informiert ihn die deutsche Behörde über seine Zwangsausbürgerung aus Deutschland. Er darf natürlich weiterhin in Deutschland leben und arbeiten und sein Glück finden.

Doch wie fühlen sich die jungen Menschen dann, als Deutsche zunächst willkommen geheißen und dann Jahre später von Deutschland abgelehnt zu werden?

Fühlt man sich da nicht im Herzen zutiefst verletzt? Wie reagiert man langfristig, wenn man so abgelehnt wird? Oft stellt sich dann die Einstellung ein: „Ich lehne den ab, der mich ablehnt!“ Ist es da nicht vorstellbar, dass sich die so ausgebürgerten Mitbürger anfangen, über gesellschaftliche Alternativen innerhalb Deutschlands Grenzen nachzudenken?

Es gibt da leider schon eine Reihe von bedenklichen Randfiguren, die gesellschaftliche Enklaven in Deutschland errichten wollen, in denen auch andere Gesetze als deutsche gelten sollen. Wollen wir denen Zulauf verschaffen? Natürlich nicht!

Deshalb war und bin ich überzeugt, dass die Optionsregel langfristig nur ein vorübergehender Kompromiss gewesen sein kann und darf. Optimistisch, wie ich bin, schrieb ich vor einigen Jahren, dass wir bis 2014 eine überparteiliche Lösung finden würden.

Falsch!

Im Wahlkampfjahr 2013 scheinen sich die Fronten sogar verhärtet zu haben. Leider. Dabei wäre eine schnelle Akzeptanz der doppelten Staatsangehörigkeit für alle Betroffenen und vor allem für unsere Gesellschaft langfristig das Beste.

Warum scheinen wir es nicht zu schaffen, dieses Problem jetzt zu lösen?

Zum einen hat es die Politik versäumt, über dieses Thema mit der Bevölkerung zu sprechen und sie auf die Probleme der Zwangsausbürgerungen für unsere Gesellschaft hinzuweisen. Zum anderen beweist es wieder einmal, dass Nichtstun in der Politik meist ungestraft bleibt. Politische Unterlassungssünden werden von den Wählern im Allgemeinen ignoriert. Leider. Sonst hätten wir dieses Problem längst gelöst.

Optimistisch bleibe ich trotzdem. Die Lösung kommt. Später.

Ihr Martin Gillo

Ilse Rose, die Ausländerbeauftragte in Mittelsachsen geht in den Ruhestand

„Und immer daran denken, dass alle Menschen unter der Haut gleich sind“

Mit diesen Worten verabschiedet sich zum Ende dieses Monats die kommunale Ausländer- und Integrationsbeauftragte des Landkreises Mittelsachsen, Ilse Rose, in den Ruhestand. Sie beschreiben die Grundhaltung einer Frau, die sich für die Belange der in Mittelsachsen lebenden Menschen mit Migrationshintergrund engagiert. Für Ilse Rose gehören zur Integration Herz, Hirn und Humor bei allen Beteiligten. Diesen Zusammenhang begreiflich zu machen, war ihre lohnende Daueraufgabe im Sinne einer sich verändernden modernen Gesellschaft.

Seit Ende 2008 war sie nicht einfach im Amt – sondern: sie war eine treibende und authentische Kraft im Landkreis. Wenn ich auf die reichlich vier Jahre ihres Engagements zurückblicke, bin ich froh über all das, was sie in ihrem Landkreis erreichen konnte. Man sagt ja, dass die Fremdenskepsis dort am größten ist, wo die wenigsten Fremden leben. Trotz einem Ausländeranteil in Mittelsachsen von nicht einmal zwei Prozent konnte sie mit verschiedenen Initiativen und Projekten zeigen, dass Zuwanderer im Landkreis herzlich willkommen sein können und sich mit ihrer kulturellen Vielfalt in die Gesellschaft einbringen sollen.

Ise Rose überzeugt unseren Innenminister Markus Ulbig zum Thema Integration vor den Kreisräten zu sprechen. Sie organisierte Bildungsveranstaltungen und Begegnungen. Gern denke ich auch an den von ihr initiierten Chor, bestehend aus 30 Menschen aus elf Nationen, der die Mittelsachsen immer noch bei Veranstaltungen begeistert. Genauso überzeugt bin ich von Ihrem Projekt „Die Ausländerbeauftragte informiert“, um sich bekannt zu machen und Hilfe anzubieten. Immer wieder brachte sie in unsere Zusammenkünfte die Sicht einer Ausländerbeauftragten aus einem Landkreis ein, wies auf die damit verbundenen anderen Bedingungen hin wie die weite Verteilung der Ausländer, die zahlreichen einzelnen Ansprechpartner und die zusätzlichen Wegstrecken.

Mit dem Weggang von Ilse Rose steht der Landkreis Mittelsachsen vor der Aufgabe, wie er einen oder eine Ausländer- und Integrationsbeauftragte findet, die ähnlich viel Engagement für dieses wichtige Thema zeigt. Ich danke ihr aus ganzem Herzen für Ihre Arbeit der letzten Jahre, und wünsche ihr eine erfüllte Zukunft mit viel Freude, Gesundheit und Schaffenskraft

Danke.

Martin Gillo

Brandschutztag für Kinder mit Migrationshintergrund

Anlässlich des 1. Diversity-Tages am Dienstag, den 11. Juni, organisierte die Peniger Feuerwehr einen Brandschutztag mit Kindern mit Migrationshintergrund an der Fichte-Mittelschule Mittweida. Spielerisch wurde den Schülern vermittelt, wie man sich im Brandfall richtig verhältt. Mit einer grünen, gelben oder roten Karte konnten die ausländischen Kinder signalisieren, wie viel sie im praktischen Unterricht auf Deutsch und Englisch verstanden haben. Zum Abschluss wurde den Kindern je ein Rauchmelder geschenkt. Ziel der Aktion war es, verschiedenen Kulturen vorbeugendes Wissen über den Brandschutz zu vermitteln, darüber spielerisch Deutsch zu lernen und Kindern die Aufgaben der Feuerwehr näher zu bringen.

Diese Idee hatte Andreas Schmidt, Feuerwehrmann und technischer Einsatzleiter des Landratsamtes Mittelsachsen. Er hatte im Vorfeld an einem Seminar zum Thema „Interkulturelle Kompetenz im Brand- und Katastrophenschutz“ an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler teilgenommen. Gemeinsam mit der Mittelschule, der Ausländerbeauftragten Mittelsachsens, Ilse Rose und dem Diakonischen Werk Rochlitz initiierte er die interkulturelle Brandschutzübung.

Schmidt ist gern bereit, sein Wissen und seine Erfahrungen auf seinem Fachgebiet weiter zugeben.

Insgesamt 50 Schüler aus 15 verschiedenen Nationen lernen Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in der Fichte-Mittelschule Mittweida. Zwei Etappen helfen den Schülern beim Spracherwerb, um sie anschließend in reguläre Klassen integrieren zu können. Im Landkreis Mittelsachsen bieten darüber hinaus auch Schulen in Penig und Limbach-Oberfrohna DaZ-Klassen an.

Ausschreibung für ergänzende Integrationsprojekte des BAMF

Projekte zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern mit dauerhafter Bleibeperspektive können bis zum 31. Oktober 2013 für die Förderperiode 2014 beim BAMF beantragt werden. Mit bis zu 50.000 Euro jährlich fördert das BAMF altersunabhängige, niederschwellige und Jugendprojekte mit bis zu drei Jahren Laufzeit. Sie sollen das gesetzliche Integrationsangebot ergänzen.

Die öffentliche Ausschreibung finden Sie unter: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationsprojekte/oeffentliche-bekanntmachung-foerderjahr2014-pdf.html?nn=1363094

Förderrichtlinien stehen auf den Seiten des BAMF zum Download bereit:
www.bamf.de

Islam-Konferenz engagiert gegen Polarisierung

„Gemeinsam gegen gesellschaftliche Polarisierung“ – eine Projektinitiative der Deutschen Islam-Konferenz will Projekte gegen Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus und religiös begründetem Extremismus unter muslimischen Jugendlichen fördern.

Ziel ist es, Jugendliche bei Identitätsbildung und Selbstreflektion zu unterstützen und Multiplikatoren der Jugend- und Bildungsarbeit fortzubilden.

Bis zum 7. Mai 2014 können interessierte Projektträger Skizzen für eine maximal einjährige Förderung einreichen:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Geschäftsstelle der Deutschen Islam-Konferenz
Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
E-Mail Dik.geschaeftsstelle@bamf.bund.de

Fachgespräche mit Trägern im Angebot

Parallel zur Projektförderung finden drei Fachgespräche mit bisherigen und potentiellen Trägern von Präventionsmaßnahmen statt. Aktuelle Konzepte werden vorgestellt und neue Empfehlungen erarbeitet.

28./29. Juni 2013 „Jugendliche stärken“

9./10. September 2013 „Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren“

27./28. September 2013 „Internet nutzen!“

Die Anmeldung für Fachgespräche unter:
E-Mail info@deutsche-islam-konferenz.de

Fördergrundlage, Hinweise zum Auswahlverfahren und weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Service/Bottom/Projektfoerderung/projektfoerderung-node.html

KAUSA-Medienpreis für engagierte Journalisten

Junge Journalisten, die objektiv und ausgewogen über die Bildungswege von Menschen mit Migrationshintergrund berichten, können sich bis zum 8. Juli 2013 für den KAUSA-Medienpreis 2013 bewerben.

Unter dem Motto „Macht sie sichtbar – Bildungswege von Migrantinnen und Migranten” wird der Preis zum vierten Mal vergeben. Initiator ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Im Mittelpunkt steht die Berichterstattung über außergewöhnliche
(Bildungs-)karrieren, kreative Unternehmensgründungen und ausländische Berufstätige, die trotz Hürden erfolgreich im Berufsleben stehen.

Angesprochen sind junge Journalisten bis 35, die im Zeitraum zwischen dem
20. Juli 2012 und dem 8. Juli 2013 publiziert und damit die Wahrnehmung von Menschen mit Migrationshintergrund positiv geprägt haben. Über ein Online-Anmeldeformular können Text-, Audio-, Video- und Multimediabeiträge wie Webdocumentaries, Audioslideshows oder Podcasts eingereicht werden.

30.000 Euro Preisgeld erhalten insgesamt 12 Preisträger zur Verleihung Anfang Dezember in Berlin. KAUSA, die Koordinierungsstelle Ausbildung bei Selbstständigen mit Migrationshintergrund, ist Teil des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung und wird gefördert durch Mittel des BMBF und ESF.

Zu Anmeldung, Werbetrailer und Beiträgen der letzten Preisträger sowie weiteren Informationen zu Teilnahmebedingungen und Preisverleihung siehe:
http://www.kausa-medienpreis.de/

Interkultureller Dialog im Deutschen Feuerwehrverband

Im Zeichen des interkulturellen Dialogs stehen zwei Regionalkonferenzen des deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) im Herbst:

Vom 27. bis 29. September 2013 in der hessischen Landesfeuerwehrschule, Heinrich-Schütz-Allee 62, in Kassel sowie vom 15. bis 17. November 2013 im Bildungszentrum des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, Lindenallee 41-43 in Koblenz.

Feuerwehrangehörige mit Migrationshintergrund und Interessenten sind eingeladen, ihre Erfahrungen auszutauschen und sich besser kennen zu lernen. An den Samstagen finden feuerwehrpraktische Übungen statt, und es werden Projekte vorgestellt. An den Sonntagen stehen interkulturelle Themen auf dem Programm.

Für den 6. und 7. Dezember 2013 ist in Berlin ein Projektabschlusskonferenz. Die Konferenzen sind Teil des DFV-Integrationsprojektes „Miteinander reden!“, welches durch das BAMF und den ESF gefördert wird.

Teilnahme und Übernachtung sind kostenlos, die Anreise erfolgt auf eigene Kosten.

Zu Anmeldung und weiteren Informationen über das Projekt unter:
http://www.feuerwehrverband.de/miteinander-veranstaltungen.html

Studie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Migrantenunternehmen

Eine aktuelle repräsentative Studie befragte 1.000 Unternehmen, in denen der Arbeitgeber einen Migrationshintergrund hat, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Studie erfolgte im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Zahl von Unternehmern mit Migrationshintergrund nimmt kontinuierlich zu. Mittlerweile wird jedes sechste bis siebte Unternehmen von einem Arbeitgeber mit Migrationshintergrund geführt.

Seit 2003 ist die Zahl der Selbstständigen mit Migrationshintergrund um 77 Prozent gestiegen. Etwa 2 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland haben einen Arbeitgeber mit Migrationshintergrund. Zum Großteil handelt es sich dabei um kleine Unternehmen.

Das Prädikat der Studie lautet „gut, aber ausbaufähig“.

98 Prozent der Unternehmer mit Migrationshintergrund bieten für ein familienfreundliches Arbeiten folgende Angebote an:

Flexible Arbeitsgestaltung (91 Prozent), Angebote für Beschäftigte mit Kindern (88 Prozent), Kinderbetreuungsmaßnahmen (82 Prozent), Maßnahmen bei pflegebedürftigen Angehörigen (80 Prozent) und haushaltsnahe Dienstleistungen oder Freizeitangebote (25 Prozent).

Auch in diesen Unternehmen wächst das Bewusstsein, dass familienfreundliche Maßnahmen wichtig für den Erfolg des Unternehmens sind. 82 Prozent der Arbeitgeber mit Migrationshintergrund sehen die Bedeutung für das „Halten und Gewinnen von Mitarbeitern“, 81 Prozent die „stärkere Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen“. Unternehmen, die schon vielfältige Maßnahmen anbieten, sind sich der Bedeutung am meisten bewusst.

Die Studie zeigt klar, dass es keinen Zusammenhang zwischen Herkunft und Familienfreundlichkeit im Unternehmen gibt. Vielmehr beeinflussen betriebliche Strukturen wie Größe, Beschäftigungsstruktur und wirtschaftliches Betätigungsfeld die Familienfreundlichkeit in Unternehmen.

Die vollständige Studie finden Sie unter:

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Vereinbarkeit-von-Familie-in-Migrantenunternehmen,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

Gutes Beispiel – Gemeinschaft der Ahmadiyyat hilft nicht nur zur Flut

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Zahlreiche pakistanische Asylbewerber engagierten sich in den letzten Tagen und Wochen als Fluthelfer in Heidenau. Bis zu 16 Freiwillige der Gesellschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat halfen, Sandsäcke zu füllen und zu schichten, beräumten Keller und trugen so zum Hochwasserschutz in Heidenau bei. Täglich acht Stunden wurde versucht, das Pestalozzi-Gymnasium Heidenau, Kindergärten, Firmengelände und Kleingartenanlagen vor dem Hochwasser zu schützen. Das Foto zeigt die Fluthelfer auf dem Gelände eines Heidenauer Bauhofes.

Das Engagement der Ahmadiyya Gemeinschaft
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Dieses Engagement ist kein Einzelfall. Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat führen jährlich eine Aufräumaktion zum Neujahrstag durch. Während sich die meisten Dresdner in den Morgenstunden des 1. Januar 2013 noch von einer langen Silvesternacht ausschliefen, versammelten sich bereits 25 Mitglieder der Majlis Khuddam-ul-Ahmadiyya Dresden, der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat auf dem Neumarkt. Ihr Ziel war, den Marktplatz vom Silvestermüll zu befreien. Im fünfstündigen ehrenamtlichen Einsatz reinigten die Männer den gesamten Platz. Die Aktion stand unter der Leitung von Adeel Ahmand, dem Leiter der Jugendorganisation in Dresden.

Außerdem engagiert sich ein Großteil der in Heidenau als Asylbewerber lebenden Ahmadis in einem Kooperationsprojekt mit dem Heidenauer Pestalozzi-Gymnasium. Dabei geht es um das Zusammenleben von Deutschen und Flüchtlingen. In dessen Rahmen wurden neben einem Fußballspiel, gemeinsame Kochabende und Besuche einer Kirche durchgeführt.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine islamische Reformbewegung. Insbesondere pakistanische Ahmadis beantragen seit vielen Jahren in Deutschland Asyl, da sie religiösen Verfolgungen in ihrem Heimatland ausgesetzt sind.

Das Bundesland Hessen hat Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) bereits im April dieses Jahres als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt. Dies ist die erste Anerkennung einer muslimischen Vereinigung in Deutschland.