Newsletter Nr. 33 vom 12.10.2012

Mit Herz gesehen - Im Heim mutterseelenallein

Bei meinen Besuchen der Asylbewerberheime Sachsens treffe ich immer wieder auch auf Menschen, die dort mutterseelenallein sind.

Menschen kommen aus aller Welt zu uns und suchen Hilfe aus ihrer Not. Sie kommen meist ohne Deutschkenntnisse. Auch Fremdsprachen sind für sie oft verschlossene Bücher mit sieben Siegeln. Und was, wenn es doch Gemeinsamkeiten gibt, die aber aus Sprachgründen verschlossen bleiben?

Anfang Oktober besuchte ich das Asylbewerberheim in Elbisbach im Leipziger Land. Als Ausländerbeauftragter nehme ich immer zwei meiner Mitarbeiter mit, sowie eine Person mit besonderen Sprachkenntnissen. Diesmal hatten wir eine Frau dabei, die sowohl Persisch als auch Arabisch sprach.

Just an dem Tag trafen wir im Heim auf einen evangelischen Pfarrer, der regelmäßig das Heim besucht und mit Christen dort Gottesdienste abhält. Wie es der Zufall so will, waren etwa acht seiner Kollegen aus der ganzen Bundesrepublik angereist und hatten eine Nacht im Heim verbracht. Sie wollten am Vormittag einen Gottesdienst mit einigen Heimbewohnern halten.

Im selben Heim trafen wir auch auf eine alleinstehende Frau aus dem Irak, die nur Arabisch sprach. Sie trug ein Kettchen mit einem Kreuz am Hals. Niemand sonst im Heim konnte mit ihr in ihrer Sprache korrekt kommunizieren. Es stellte sich heraus, dass sie eine Katholikin aus dem Irak war. Jemand hatte ihr zu verstehen gegeben, dass eine Teilnahme am evangelischen Gottesdienst für sie verboten sei. Mit ein paar kurzen Sätzen konnten wir den Irrtum aufklären und sie dem Pfarrer vorstellen. Selbstverständlich nahm sie dann auch am anschließenden Gottesdienst teil.

Auch das ist die Realität in unseren Asylbewerberheimen.

Ich denke, dass es sich lohnt, auch in entlegenen Heimen die Dienste von Dolmetschern zu Rate zu ziehen, damit die Isolation der Asylsuchenden nicht noch ausgeprägter wird, als sie es schon ist.

Vielleicht gibt es im Leipziger Land auch eine katholische Gemeinde, die unsere irakische Flüchtlingsfrau gelegentlich in ihre Gottesdienste einbeziehen möchte?

Martin Gillo

Interkultureller Kalender 2013 eingetroffen

Grafik 2

Der Interkulturelle Kalender 2013 kann ab sofort in der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten bestellt werden. Es entstehen keine Kosten. Der Wandkalender ist im Format A2 und gut beschreibbar. Er informiert über Feiertage, Schulferien und Plenartage in Sachsen. Berücksichtigt und erläutert werden ausgewählte Feiertage und Zeiten der größten religiösen und ethnischen Gruppen.

www.offenes-sachsen.de

Elternkarte zum Berufswahlpass jetzt mehrsprachig verfügbar

Der Berufswahlpass (BWP) ist ein Ringordner, in dem Jugendliche ihre persönlichen

Arbeitsergebnisse, Dokumente und Informationen aus mehreren Schuljahren systematisch zusammenfassen können. So entsteht eine Grundlage für die Berufswahl. Für die Eltern gibt es zum Berufswahlpass eine Elternkarte, die über die Ziele und Möglichkeiten des Passes informiert. Sie bietet Informationen zum Aufbau, Inhalt und Arbeitsweise des BWP und stellt Möglichkeiten der Nutzung durch Eltern und Kind vor, denn Eltern tragen eine zentrale Verantwortung für den Berufsorientierungsprozess ihres Kindes. Durch die Arbeit mit dem Berufswahlpass wird die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern gefördert und das Elternhaus systematisch in den Prozess eingebunden.

Neu ist ein „Ergänzungspaket Migration Sachsen“ für den Berufswahlpass. Die Beratungsstellen des Jugendmigrationsdienstes in Dresden regten eine Übersetzung der Elternkarte zum Berufswahlpass in die entsprechende Herkunftssprache an. Damit können Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

zielführender angesprochen und beraten werden. Eltern mit Migrationshintergrund haben durch fehlende Sprachkenntnisse und kulturelle Hintergründe oftmals Schwierigkeiten, Flyer und Unterlagen, die die Schule mitgibt, zu verstehen. Die Elternkarte liegt in den Sprachen Englisch, Arabisch, Vietnamesisch, Russisch, Französisch und Persisch in den Beratungsstellen des Jugendmigrationsdienstes und dem Jugendamt vor.

Seit 2006 ist der Berufswahlpass in Sachsen ein zentrales Element der sächsischen Strategie zur Berufs- und Studienorientierung. 80 Prozent aller Mittel- und Förderschulen und Gymnasien setzen den Berufswahlpass ein und unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, mehr und mehr selbstständig mit dem Portfolio zu arbeiten.

Über die Internetseite www.berufswahlpass-sachsen.de sind die Karten und das Ergänzungspaket Migration Sachsen als Datei verfügbar.

Marwa El-Sherbini-Stipendium in Dresden geht an Jordanierin

In Dresden ist das erste Stipendium in Erinnerung an die ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini vergeben worden. Wie die Stadt Dresden am Dienstag vergangener Woche mitteilte, hat sich das Kuratorium einstimmig für die gebürtige Jordanierin Hiba Omari entschieden. Die 24-Jährige bekommt nun 750 Euro monatlich als Unterstützung für ihr Elektrotechnik-Studium. Ausschlaggebend neben den schulischen Leistungen war auch das gesellschaftliche Engagement der jungen Frau.

Marwa El-Sherbini wurde am 1. Juli 2009 vor den Augen ihres Mannes und ihres Sohnes während einer Gerichtsverhandlung in Dresden niedergestochen. Der wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Täter hatte als Motiv Hass auf Muslime angegeben. Das Stipendium für Weltoffenheit und Toleranz soll an das Opfer erinnern. Es wird je zur Hälfte von der Stadt Dresden und dem Freistaat Sachsen finanziert.

Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden 2012 beginnt

Am 14. Oktober 2012 startet die 16. Ausgabe der Jüdischen Musik- und Theaterwoche Dresden mit dem Londoner Klezmer-Ensembles She’Koyokh. Vor dem Konzert berichtet der Romanist Prof. Georg Bossong (Universität Zürich) zum Hauptthema des Festivals "Auf den Spuren der Sepharden". Es widmet sich der jüdisch-spanischen Kultur der sephardischen Juden. Sie verbreiteten sich Ende des 15. Jahrhunderts im gesamten mediterranen Raum. Das Festival umfasst rund 45 Veranstaltungen. Dazu erschien ein Programmheft, das in allen Vorverkaufsstellen sowie an den Veranstaltungsorten ausliegt.

www.juedische-woche-dresden.de

Afrika-Woche in Dresden

Vom 13.- 17. November 2012 findet in der Neustädter Markthalle in Dresden die Afrika-Woche statt. Der Verein power4africa e.V. organisiert das Ereignis zum achten Mal, bei dem Aussteller afrikanische Handarbeitskunst, Lebensmittel und Reisen vorstellen. Täglich werden Trommelkurse, afrikanischer Musik, Percussionkonzerte und Tanzaufführungen angeboten. Eine Fotoausstellung von Thomas Meixner ergänzt die Präsentation. Im Rahmen der Afrika-Woche findet zwei Wochen später, am 27. November 2012 im TechnologieZentrumDresden, ein Energieworkshop zum Thema „Der rasant wachsende Energiebedarf in Sub-Sahara Afrika“ statt. Nähere Informationen zum Programm der Afrika-Woche und zum Energieworkshop unter:

www.power4africa.de

http://www.wipro-dresden.de/energieworkshop.php.

Schindler, Porsche, Freud – deutsch-tschechische Lebensbilder

Das Goethe-Institut Dresden lädt im Rahmen der tschechisch-deutschen Kulturtage zur Eröffnung der Ausstellung „In Böhmen und Mähren geboren – bei uns (un)bekannt?“ herzlich ein.

Die Texte und Bilder zu zwölf ausgewählten Leben befassen sich mit den Wurzeln bekannter Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Kultur- und Sprachkreis der böhmischen Länder wie zum Beispiel Otfried Preußler, Oskar Schindler, Ferdinand Porsche, Sigmund Freud oder Marie von Ebner-Eschenbach. Die meisten Namen sind dabei sehr bekannt, vielfach jedoch nicht die Tatsache, dass der Geburtsort dieser Menschen auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik liegt.

Die Vernissage ist am Mittwoch, den 17. Oktober 2012, um 18.00 Uhr im Goethe-Institut Dresden, Königsbrücker Straße 84. Die Ausstellung ist durchgehend zweisprachig (deutsch-tschechisch) und wird bis zum 21. November 2012 im Goethe-Institut zu sehen sein.

www.goethe.de/dresden

Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns besucht spontan Asylbewerberheim

Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD) hat am Mittwoch spontan das in den vergangenen Wochen mehrfach attackierte Asylbewerberheim im vorpommerschen Wolgast besucht. Sellering hatte sich nach Angaben eines Regierungssprechers am Vortag zum Besuch entschlossen. Während der knapp einstündigen Visite habe der Ministerpräsident mit der Leitung des Heims gesprochen, sich die Räumlichkeiten angesehen und auch das Gespräch mit Bewohnern gesucht. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur epd.

Der Regierungschef erklärte im Anschluss, er wollte sich selbst ein Bild von der Lage machen. Er habe den Eindruck gewonnen, dass in der vorpommerschen Stadt eine gute Lösung gefunden worden sei und es in Wolgast auch viel Unterstützung für die Asylbewerber gebe. Allerdings sei ihm auch berichtet worden, dass es vereinzelt Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit gebe. "Für die NPD ist die Unterkunft ein Symbol, diese Auseinandersetzung müssen wir führen", sagte Sellering.

Auf das Heim war am vergangenen Freitag ein Anschlag verübt worden.

In dem Wohnheim in einer Plattenbausiedlung sind derzeit 75 Asylbewerber aus der Türkei, Russland, Afghanistan, Ghana und dem Iran untergebracht.

Kostenlose Fortbildung zur Sprachfördermethode KIKUS in Leipzig

Die Siemens Stiftung und das Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V. (zkm) erweitern ihr Angebot an kostenlosen Fortbildungen zur Sprachfördermethode KIKUS (Kinder in Kulturen und Sprachen) im Schuljahr 2012/13. Ab Januar werden vier KIKUS Grund- und Aufbauseminare für Erzieherinnen und Erzieher in Leipzig, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf angeboten. Neue Wege in der Sprachförderung gehen die Kooperationspartner mit der interaktiven Sprach-Lern-Software KIKUS digital. Neben einem Workshop in München erhalten fünf Grundschulen eine Fortbildung direkt an ihrer Schule. Bewerbungen für alle Kurse sind ab sofort möglich.

Weitere Informationen auf der Projektseite

www.siemens-stiftung.org/sprachfoerderung.html

Forum Globale Fragen am 18. Oktober 2012 im Auswärtigen Amt

Die 31. Veranstaltung der Reihe befasst sich mit dem Thema "Flüchtlinge und internationale Solidarität - von der humanitären Hilfe zu dauerhaften Lösungen". Referent ist der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen António Guterres. Geplant ist im Anschluss ein Gespräch mit Tom Koenigs, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestags.

„Dauerhafte Lösungen für Flüchtlinge - Welchen Beitrag kann die internationale Gemeinschaft leisten?“ ist das Thema der zweiten Gesprächsrunde.

Teilnehmen werden:

Gabriele Hauser, Leiterin der Abteilung Migration, Integration und Flüchtlinge, Bundesministerium des Innern

Dr. Oliver Müller, Leiter Caritas international, Deutscher Caritasverband

Dr. Volker Türk, Direktor für Internationalen Flüchtlingsschutz, UNHCR Genf

Michael von Ungern-Sternberg, Leiter der Abteilung Vereinte Nationen und Globale Fragen, Auswärtiges Amt

Zu der Forumsreihe informiert das Auswärtige Amt auf seiner Homepage

http://www.auswaertiges-amt.de/sid_BE327B7E693DBFE32F14AD801FE7EBDC/DE/Aussenpolitik/GlobaleFragen/ForumGF/Veranstaltungen_node.html

Forum Globale Fragen

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft

Auswärtiges Amt

Werderscher Markt 1

10117 Berlin

Telefon (030) 1817 1922

Telefax (030) 1817 1885

E-Mail vn03-s1@diplo.de

Bundesverwaltung mit neuer Ausbildungsseite für Jugendliche

Die Chance, im öffentlichen Dienst eine Karriere zu beginnen, bietet sich Jugendlichen und Berufseinsteigern mit und ohne Migrationshintergrund. Doch was ist, wenn ich keinen deutschen Pass besitze? Kann ich mich beim Bund bewerben, wenn ich nicht in Deutschland geboren bin? Wo kann ich mich bewerben? Welche Behörden bilden aus? Und wo finde ich diese Behörden?


Diese Fragen soll die Homepage für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und deren Eltern beantworten. Unter dem Motto „Mach mit – gestalte Zukunft!“ präsentiert sich die Bundesverwaltung innovativ. Der öffentliche Dienst ist mit etwa 4,5 Millionen Beschäftigten der größte deutsche Arbeitgeber. Davon sind cirka 457.000 in der unmittelbaren Bundesverwaltung beschäftigt. Ein unter Jugendlichen und Berufseinsteigern weit verbreiteter Irrtum ist, dass die Bundesverwaltung nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit deutscher Staatsangehörigkeit in langweiligen Büroberufen beschäftigt. In der Bundesverwaltung gibt es vielfältige Möglichkeiten, eine Berufsausbildung zu machen. In den Ministerien und den vielen Bundesbehörden im ganzen Land wird in insgesamt über 130 Berufen ausgebildet.

www.wir-sind-bund.de

DGB-Tagung zu Migrationsbewegungen auf dem Arbeitsmarkt

Die Internationalisierung der Arbeitsmärkte ist Thema der Tagung Europäischen Migrationsgespräche: Migration und Globalisierung. Dazu lädt das DGB Bildungswerk für den 16. November 2012, von 10:30 – 16:00 Uhr in das Haus des DGB Bildungswerkes in der Hans-Böckler-Straße 39, 40476 Düsseldorf, ein.

Migrationsbewegungen wie auch Arbeitsmärkte sind längst nicht mehr nur im bundesdeutschen oder im europäischen Kontext zu sehen. Grenzen sind überschritten und dies fordert eine globale Betrachtung. Welchen Bedingungen sind Arbeitsmigranten ausgesetzt? Welche Chancen bieten internationale Abkommen, Absprachen und Kooperationen für sie?

Im Programm sind Vorträge zu folgenden Themen vorgesehen: „Weltweite Migration und Internationalisierung des Arbeitsmarktes“ und „Die Bedeutung internationaler Abkommen und internationaler Zusammenarbeit für Arbeitsmigranten“.

Anschließend diskutieren Expertinnen und Experten zu ihren Erfahrungen eines internationalen Arbeitsmarktes und „fairer Mobilität“.

Die Veranstaltung richtet sich an Akteure im Migrationsbereich wie Politik, Wissenschaft, NGOs, Migrationsorganisationen, Gewerkschaften, Kammern, EURES-Berater/Beraterinnen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

www.migration-online.de/EMG_Nov12

Die Anmeldung finden Sie hier.

Kontakt
DGB Bildungswerk Bund e.V.
Michaela Dälken
Leitung Kompetenzzentrum Globale Mobilität und soziale Sicherheit
Telefon (0211) 4301 198
E-Mail michaela.daelken@dgb-bildungswerk.de

Die Kommune als Arbeitgeber: DGB-Fachgespräch

Das DGB Bildungswerk beschäftigt sich zusammen mit kooperierenden Verwaltungen seit Jahren mit dem Themenfeld Interkulturelle Öffnung. Auch im neuen XENOS-Projekt veris (Verwaltungen interkulturell stärken – Chancen nutzen) geht es um die Frage, wie Interkulturelle Öffnung konkret vor Ort umgesetzt werden kann.

Das Fachgespräch „Die Kommune als Arbeitgeber – woher kommen perspektivisch die Mitarbeitenden? Rekrutierung zwischen Vielfalt und Mangel“ am 22. November 2012 rückt den Austausch der Mitarbeitenden aus Verwaltungen und öffentlichen Betrieben aus ganz Deutschland in den Mittelpunkt:

Welche Trends sind im Bereiche kommunaler Beschäftigung zu erkennen?

Wo sind Potentiale, unter anderem bei zukünftigen Zuwanderungsgruppen?

Wie werden Rekrutierungsprozesse neu gestaltet?

Welche Herausforderungen ergeben sich für Kommunen mit vielfältiger Belegschaft?

Zielgruppe sind Beschäftigte in Verwaltungen. Die verbindliche Anmeldung für das Fachgespräch in Düsseldorf, im Hans-Böckler-Haus in der Hans-Böckler-Str. 39, erfolgt über die Internetseite

www.migration-online.de/2012_fg_verwaltung.

Kontakt

DGB Bildungswerk BUND

Migration und Qualifizierung

Bildungsreferent Daniel Weber

Leiter Interkulturelles Kompetenzzentrum

Telefon (0211) 4301-197

Telefax (0211) 4301-134

E-Mail daniel.weber@dgb-bildungswerk.de

Zentrale Aufgabe Integrationspolitik

Das 18. Forum Migration der Otto Benecke Stiftung e.V. findet am Donnerstag, dem 6. Dezember 2012, in Bonn, in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland statt. Thema des Tages ist: Vielfalt als Motor gesellschaftlicher Entwicklung.

Sprachliche, kulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt sind heute gesellschaftliche Normalität und Tatsache. Wenn Vielfalt als Normalität verstanden wird, so wird Integrationspolitik zu einer zentralen Aufgabe einer modernen Gesellschaftspolitik. Grundsätzliches Ziel ist die Herstellung gleichberechtigter Teilhabechancen der in Deutschland lebenden Menschen. Nicht die Frage ob, sondern wie es gelingt, steht im Mittelpunkt dieser Politik. Wie kann Chancengerechtigkeit in zentralen gesellschaftlichen Bereichen erreicht werden?

Das 18. Forum Migration diskutiert mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik, was Teilhabe in einer Migrationsgesellschaft bedeutet und welche Handlungsstrategien und Konzepte daraus für die Gesellschaft und Projektarbeit resultieren.

Mitwirkende sind Guntram Schneider (Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW), Prof. Dr. Ludger Pries, Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu und Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan.

Weitere Informationen auf der der Homepage der OBS:

http://www.obs-ev.de/forum-migration/

Otto Benecke Stiftung e.V.

Kennedyallee 105 – 107

D-53175 Bonn

Telefon (0228) 8163 0

Telefax (0228) 8163 400