Newsletter Nr. 10 vom 22.09.2016

Sterntaler geht an zwei Projekte, die sich besonders für Kinder und Bildung einsetzen

Grafik 3

Das Projekt „Vielfalt Willkommen“ Zeok e.V und die Kindertageseinrichtung „Kleiner Globus“ wurden am 20. September, dem UN-Weltkindertag, vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten mit dem Sterntalerpreis 2016 ausgezeichnet. Der Sterntaler würdigt den bemerkenswerten Einsatz in der Arbeit mit Flüchtlingskindern. Das Preisgeld beträgt je 1.500 € und ist für künftige Projekte mit Flüchtlingskindern vorgesehen.

Den Preis nahmen die Vereinsmitglieder Ariane Meixner und Katrin Pausch für den Zeok e.V. und für die Kita „Kleiner Globus“ Swetlana Kreismann, Markus Degenkolb und Anja Rube im Sächsischen Landtag entgegen. Gisela Grüneisen und Christina Koch vom Vorstand des Sächsischen Kinderschutzbundes würdigten die bildungsorientierten Beschäftigungsprogramme für eine heterogene Gruppe von Kindern. Ebenso wie Geert Mackenroth stellten sie fest: „Für Flüchtlingskinder ist ein guter Start in die schulische Bildung besonders wichtig. Sie brauchen Aufmerksamkeit und Unterstützung. Wir wollen gemeinsam auf die Situation von und auf Hilfemöglichkeiten für diese Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen und deren Lage so nachhaltig verbessern."

Sozialministerin Barbara Klepsch würdigte die Preisträger: „Andere Kulturen und Sprachen kennen zu lernen, ist eine wichtige Erfahrung für alle. Kinder lernen mit großer Offenheit und Neugierde und können so erleben, dass Vielfalt willkommen ist“.

Eine kurze Beschreibung der Arbeit der Preisträger und Bilder von der Preisverleihung im Sächsischen Landtag finden Sie unter
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/veranstaltungen/14976.cshtml

Asylbegehrende in Sachsen Stand August 2016

Vom 1. Januar bis zum 31. August 2016 registrierte die Zentrale Ausländerbehörde in Sachsen 11.209 Personen. Die meisten von ihnen (2.344) kamen aus Syrien, das macht einen Anteil von 20,9 Prozent aus. Zweites Hauptherkunftsland war Afghanistan. Von dort kamen 1669 Personen; ein Anteil von 14,9 Prozent. Aus dem Herkunftsland Irak kamen an dritter Stelle 1.260 Personen (11,2 Prozent).

Im August wurden 1.100 Asylbegehrende neu registriert. Im Vergleich zum August 2015 entspricht das einem Sechstel.

6.458 Personen waren im August vollziehbar ausreisepflichtig, davon 1.539 geduldete Personen.

Eine Aufstellung der Hauptherkunftsländer und der Zugangszahlen hat die Landesdirektion Sachsen veröffentlicht:

https://www.lds.sachsen.de/asyl/?ID=11723&art_param=720

Interkultureller Wandkalender des Sächsischen Ausländerbeauftragten für 2017 bestellen

Grafik 4

Der Interkulturelle Kalender 2017 kann ab sofort kostenfrei in der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten bestellt werden. Der Wandkalender hat ein Format von A2 und bietet ausreichend Platz zum Schreiben. Er markiert Feiertage, Schulferien und ausgewählte religiöse Feiertage der größten religiösen und ethnischen Gruppen. Wichtige internationale Feste werden kurz in der Legende erklärt.

Der Interkulturelle Kalender 2017 ist über das Internetangebot offenes-sachsen.de kostenlos bestellbar in der Rubrik Service / Publikationen.
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Aufwandspauschale 2017 für Engagement beantragen

Der Freistaat möchte auch dieses Jahr das Engagement seiner Einwohner fördern. Unterstützt werden sollen Bürger, die bereit sind, sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einzusetzen. Das Programm „Wir für Sachsen“ bietet eine pauschale Aufwandsentschädigung für Vereine, Verbände, Stiftungen, Kirchen sowie Städte und Gemeinden als Projektträger, die sich insbesondere in den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, Umwelt und Gesellschaft engagieren.

Für durchschnittlich mindestens 20 Stunden freiwilligen Einsatz im Monat können Bürger über den jeweiligen Projektträger bis zu 40 Euro monatlich erhalten.

Die vollständigen Antragsunterlagen können bis zum 31. Oktober eingereicht werden. Weitere wichtige Informationen finden Sie unter
www.ehrenamt.sachsen.de

Fortbildungsreihe „Sprachsensibler Fachunterricht in der beruflichen Qualifizierung“

Der Volkshochschulverband e.V. führt im Rahmen des IQ Netzwerk Sachsen Tagesseminare für „Integriertes Fach- und Sprachlernen von Lehrenden“ durch.

Die Fortbildungsreihe umfasst drei Module à 1,5 Tage.

Modul 1 - Grundlagen eines sprachsensiblen Fachunterrichts

Modul 2 - Unterrichtsinteraktion sprachförderlich gestalten

Modul 3 - Aufgaben und Übungen sprachförderlich gestalten, Prüfungsvorbereitung optimieren

Die Module finden in Dresden und Leipzig jeweils Freitag von 15-18 Uhr und Samstag von 10-17 Uhr statt. Die Fortbildung ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Termine unter
www.netzwerk-iq-sachsen.de/seminare

Fortbildung für ehrenamtliche Deutschlehrer am Goethe-Institut Dresden

Das Projekt FEELS (Flüchtlinge – Einführungskurs – Ehrenamtliche – Lernbegleitende – Spracharbeit) bietet eine Fortbildung für ehrenamtliche Deutschlehrer. Angeboten werden fünf Kurse im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016. Diese umfassen je 16 Unterrichtsstunden und finden immer Montag und Mittwoch von 17.00 - 20.30 Uhr statt. Das sind vier Termine pro Kurs.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ehrenamtliches Engagement zeigen möchten und die Integration von Geflüchteten fördern wollen.

Die Kurse finden in den Räumen des Goethe-Instituts, Königsbrücker Str. 84, 01099 Dresden statt.

Weitere Informationen zum Projekt unter
https://www.goethe.de/de/spr/flu/esd.html

Ansprechpartnerin
Nour El Nasr
Sachbearbeiterin im Projekt FEELS
Goethe-Institut Berlin
Neue Schönhauserstr. 20
10178 Berlin

Symposium zu kultureller Vielfalt in der Musikpädagogik vom Interkulturellen Musikforum Sachsen

Das Interkulturelle Musikforum Sachsen lädt zu einem Symposium zum Thema „Kulturelle Vielfalt in der Musikpädagogik“ ein. Die Veranstaltung findet am Wochenende vom 21. bis zum 23. Oktober statt. Veranstalter sind das Kinder- und Elternzentrum „Kolibri“ e.V. in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria Weber, das Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden und die Musikschule des Landkreises Meißen. Geplant sind Vorträge, Workshops und verschiedene musikalische Beiträge. Veranstaltungsorte sind

Freitag und Samstag
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Neubau Wettiner Platz/Schützengasse
01067 Dresden

Sonntag
Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.V.
Glacisstraße 30/32
01099 Dresden.

Die Teilnahme und Verpflegung sind kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 7. Oktober.

Das vollständige Programm und das Anmeldeformular finden Sie unter www.interkulturelles-musikforum.de

Aktuelle Zahlen zu Asylanträgen und Entscheidungen bundesweit

Im August 2016 haben insgesamt 91.331 Personen einen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt. Das ist ein Anstieg um 54.909 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat August 2015. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl der Asylantragsteller um 16.877 Personen gestiegen. Das entspricht 22,7 Prozent.

Die Zahl der Asylerstanträge im August 2016 lag bei 89.703. Die Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.

Die Zahl der tatsächlich neu eingereisten Asylsuchenden war geringer als die Zahl der Asylanträge im August 2016. Bundesweit gab es 18.143 Zugänge von Asylsuchenden, die im EASY-System im Monat August 2016 registriert wurden. EASY steht für Erstverteilung der Asylbegehrenden und ist eine IT-Anwendung des BAMF zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Im August 2015 wurden 104.460 Zugänge registriert, somit ist ein Rückgang zu verzeichnen.

Die dennoch höhere Zahl der Asylanträge ist auf die Bemühungen des BAMF, Rückstände abzubauen, zurück zu führen. Es werden derzeit viele Asylanträge von Personen angenommen, die bereits 2015 eingereist sind, jedoch nicht zeitnah einen Asylantrag stellen konnten.

Entscheidungsstatistik

Im August entschied das Bundesamt über die Anträge von 57.058 Personen. Das ist der höchste Monatswert in der Geschichte des Bundesamtes.

25,3 Prozent erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen der Genfer Flüchtlingskonvention. 38,0 Prozent erhielten subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Dieser gilt bei Fällen, in denen das Asylrecht nicht greift, aber dennoch scherwiegende Gefahren für Freiheit, Leib oder Leben drohen. Bei 2,3 Prozent wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 12.886 Personen (22,6 Prozent). 11,8 Prozent wurden anderweitig erledigt, zum Beispiel durch das Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages.

Im Zeitraum Januar bis August 2016 haben insgesamt 577.065 Personen Asyl in Deutschland beantragt.

Bevölkerung mit Migrationshintergrund 2015

Im Jahr 2015 hatten 17,1 Millionen der in Deutschland lebenden Menschen einen Migrationshintergrund. Damit stand die Zahl auf Rekordniveau.

Laut Informationen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entsprach dies einem Zuwachs von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung beträgt 21,0 Prozent.

11,5 Millionen Zuwanderer lebten im Jahr 2015 in Deutschland, das waren 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zahlen basieren auf dem Mikrozensus 2015. Dieser ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich etwa 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Es ist davon auszugehen, dass dieser die Zuwanderung des Jahres 2015 nur teilweise widerspiegelt.

Berliner Gesundheitspreis 2017 ausgeschrieben

Unter dem Thema „Migration und Gesundheit – Integration gestalten“ steht der Berliner Gesundheitspreis 2017. Der AOK-Bundesverband, die Ärztekammer Berlin und die AOK Nordost bieten mit dem Preis Unterstützung für besondere Projekte in Deutschland, um interkulturelle Herausforderungen im Gesundheitswesen zu überwinden. Denn im Gesundheitswesen gebe es viele Barrieren für Menschen mit Migrationshintergrund. Sprachprobleme und kulturelle Unterschiede seien Ursachsen, weshalb diese nicht immer gleichermaßen von der Gesundheitsversorgung profitieren können.

Der Berliner Gesundheitspreis sucht Projekte, welche sich besonders zwei Aspekten widmen: Das Schaffen einer gleichermaßen guten Gesundheitsversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund und die Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund.

Projekte die sich mit einer dieser Kategorien identifizieren, können noch bis zum 30. November 2016 ihre Bewerbung einreichen.

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen finden sie unter
www.berliner-gesundheitspreis.de

Workshop zur Integration von UMA in Braunschweig

Die Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften der TU Braunschweig veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem SterniPark einen eintägigen Workshop zum Thema „Unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge erfolgreich integrieren - aber wie?“. Dieser findet am 6. Oktober im Kultur und Kommunikationszentrum Brunsviga in Braunschweig statt. Thema ist die Integration unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter. Es werden bestehende Konzepte vorgestellt und diskutiert. Die Initiatoren wollen dazu anregen, Forschungsergebnisse der Universität in der Praxis umzusetzen. Geplant sind Kurzvorträge, Arbeitsgruppen und eine Podiumsdiskussion. Zudem gibt es den sogenannten Markt der Möglichkeiten, bei dem verschiedene Organisationen und Einrichtungen ihre Projekte zur Integration von Geflüchteten vorstellen.

Anmeldung und weitere Informationen unter
www.tu-braunschweig.de/fk6/sprachlernunterstuetzung/veranstaltungen