Newsletter Nr. 11 vom 21.10.2016

Netzwerktreffen Integration und Migration Sachsen (NIMS) – Achtung anderer Tagungsort: BSZ Technik Dresden

Das Netzwerktreffen wird unter dem Thema „Das Jahr der Integration“ am 26. Oktober 2016 von 10.00 bis 16.00 Uhr im BSZ Technik Gustav-Anton-Zeuner auf der Gerokstraße 22 in 01307 Dresden stattfinden. Das Berufliche Schulzentrum für Technik befindet sich im Stadtteil Johannstadt, zwischen dem Gericht (Sachsenplatz) und der Trinitatiskirche (Trinitatisplatz).

Aus dem aktuellen Programm:

Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Dr. Hans-Georg Clemens, der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth und die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping werden die Tagungsteilnehmer begrüßen.

Zum Thema „Helfer in Not - Umgang mit Anfeindungen im Netz“ wird der Medienberater Peter Stawowy Hilfen und Techniken vorstellen. Prof. Dr. Werner Esser wird für die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten ein Impulsreferat zur „Ehrenamtskoordination in Sachsen – Koordination der Koordinatoren?“ halten.

Nach dem Mittagessen steht die Entwicklung eines Sächsischen Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen (SLMO) im Fokus. Zu Zielsetzung und Stand berichten Sebastian Vogel (Leiter des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration), Tatjana Jurk (Integrationsnetzwerk Sachsen) und Christine Oliwkowski (Projektkoordinatorin SLMO). Eine offene Runde mit Berichten aus den Regionen schließt sich an.

Anmeldungen zum NIMS sind noch über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten möglich.

Ahmad Mansour spricht im Plenarsaal des Landtags am 25. Oktober

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Am 25. Oktober um 19 Uhr beginnt die Vortragsreihe "Was wir schaffen wollen" im Plenarsaal mit dem Referenten Ahmad Mansour. Dazu laden der Präsident des Sächsischen Landtags und der Sächsische Ausländerbeauftragte herzlich ein.

Der Diplom-Psychologe Ahmad Mansour lebt seit zehn Jahren in Deutschland, wo er sich für Demokratie, Gleichberechtigung und friedliches Zusammenleben einsetzt. Er ist Programme Director bei der European Foundation for Democracy in Brüssel und beschäftigt sich mit Projekten und Initiativen gegen Radikalisierung, Unterdrückung im Namen der Ehre und Antisemitismus in der muslimischen Community.

Eine Anmeldung ist erforderlich und kann noch kurzfristig bis zum 23. Oktober erfolgen über die Internetseite:

https://eveeno.com/Das-wollen-wir-schaffen-251016

Konferenz „Vielfalt schätzen. Teilhabe stärken. Zukunft gestalten.“ in Leipzig

Das Kompetenzzentrum „Vielfalt weiterdenken“ des ZEOK e.V. veranstaltet die erste Sächsische Integrations-Fachkonferenz. Am 11. November 2016 finden in den Räumen der Universität Leipzig verschiedene Workshops und Vorträge zu Themen wie „Willkommenskultur in der Verwaltung“, „Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Zivilgesellschaft“ und „Wie kann Integration gelingen?“ statt. Referenten sind neben weiteren Dr. Franziska Giffey, Dr. Sabine Handschuck und Mika Kaiyama. Anschließend findet ein Podiumsgespräch statt, zu welchem auch der Bürgermeister und Beigeordnete für Allgemeine Verwaltung der Stadt Leipzig Ulrich Hörning kommt.

Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie unter http://zeok.de/fachkonferenz-vielfalt-schaetzen-teilhabe-staerken-zukunft-gestalten/

Bundesinnenministerium veröffentlicht Asylzahlen für das 3. Quartal 2016

Der Zugang von neu eingereisten Asylsuchenden war in den ersten neun Monaten 2016 stark rückläufig: Die konsolidierte Zahl der im Kerndatensystem als Schutzsuchende registrierten liegt bei gut 213.000 Zugängen für die ersten drei Quartale. Im September wurden 76.400 Asylanträge gestellt. Diese Zahl liegt darin begründet, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vermehrt förmliche Asylanträge von Asylsuchenden angenommen hat, die bereits vor 2016 eingereist sind.

Entschieden wurde von Januar bis September 2016 über 462.314 Anträge. Dies bedeutet einen Anstieg von 164,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 (174.545 Entscheidungen). 196.862 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (42,6 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 89.325 Personen (19,3 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 7.144 Personen (1,5 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Ausführliche Informationen mit detaillierten Herkunftsländern unter
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/10/asylantraege-september-2016.html

Volle Anerkennung für rund 12 700 ausländische Berufsqualifikationen im Jahr 2015 – vor allem in Gesundheitsberufen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahr 2015 bundesweit 12 666 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt. Im Vorjahr waren es 11 541 gewesen (+ 10 Prozent). 3 996 Anträge wurden im Jahr 2015 als eingeschränkt gleichwertig beschieden (2014: 2 766; + 44 Prozent). Darunter fallen vor allem Bescheide mit Auflage einer Ausgleichsmaßnahme sowie Bescheide der teilweisen Gleichwertigkeit.

Insgesamt wurden 22 404 Anerkennungsverfahren während des Jahres 2015 bearbeitet, darunter 19 389 Neuanträge. Im Vergleich zum Jahr 2014 (19 806 Anerkennungsverfahren) sind im Jahr 2015 rund 13 Prozent mehr Verfahren bearbeitet worden. Negativ beschieden wurden 450 Anträge im Jahr 2015. Bei 5 292 Anträgen war Ende 2015 noch keine Entscheidung gefallen.

Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen wie in den Vorjahren Gesundheitsberufe. Aus dieser Berufsgruppe stammten allein 16 311 der 22 404 im Jahr 2015 bearbeiteten Verfahren, darunter 6 603 von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen beziehungsweise -pflegern, 6 372 von Ärztinnen beziehungsweise Ärzten und 858 von Physiotherapeutinnen beziehungsweise -therapeuten.

Etwa die Hälfte der Anerkennungsverfahren (11 046 Verfahren) bezog sich auf Abschlüsse, die innerhalb der Europäischen Union erworben wurden.

Neue Website „Gesundheit für Geflüchtete“ online

Das Netzwerk Medizinischer Flüchtlingshilfen in Deutschland hat eine neue Website erstellt, in welcher die rechtlichen Grundlagen der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden, Geduldeten und Menschen ohne gültige Ausweisdokumente erläutert werden. Zudem werden häufige Fragen beantwortet. An den Inhalten der Website wirken Experten der gesundheitlichen Versorgungssituation für geflüchtete Menschen mit.
http://gesundheit-gefluechtete.info/

Forum Migration der Otto-Benecke-Stiftung in Bonn

Die Otto Benecke Stiftung e.V. lädt zum 21. Forum Migration ein. Das diesjährige Thema lautet „Integration durch Bildung! Neue Ansätze für Geflüchtete“. Die Veranstaltung findet am 8. Dezember 2016 im Post Tower Bonn statt.

Hintergrund ist der Weg der Integration im Bildungssystem. Nach Schätzungen seien allein 2015 bis zu 400 000 Geflüchtete im schulpflichtigen Alter nach Deutschland gekommen. Das Forum bietet die Möglichkeit mit Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis in den Dialog zu treten und ausgewählte Praxisbeispiele aus deutschen Städten kennen zu lernen.

Informationen zum diesjährigen und vergangenen Forum Migration finden sie unter http://www.obs-ev.de/programme/foren-und-veranstaltungen/forum-migration/

Familienunterstützungszenten für syrische Flüchtlinge

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) startete im Juni 2016 ein Unterstützungsprogramm für die Angehörigen syrischer Geflüchtete. Diese Initiative soll den Familiennachzug zu syrischen Geflüchteten, die in Deutschland leben, unterstützen. Hierzu habe IOM „Familienunterstützungszentren“ in Beirut, Istanbul und Gaziantep eröffnet. Bei der Beantragung für ein Visum zum Familiennachzug solle man sich an die Zentren wenden. Diese bieten Unterstützung, sodass alle notwendigen Dokumente rechtzeitig vorgelegt werden können. Die Zentren seien zugleich eine Maßnahme, um unseriösen Vermittlern die Geschäftsgrundlage zu entziehen.

Weitere Informationen und deutsche Beratungsstellen:
http://germany.iom.int/de/kontakt#1

Buchempfehlung „Hass im Netz: Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“

Beleidigungen, Drohungen und Verbreitung von Lügen sind kein seltenes Phänomen im Internet. Das Schüren von Hass in sozialen Netzwerken nimmt weiter zu. Die Hintergründe dafür und Schutzmöglichkeiten dagegen beschreibt die österreichische Journalistin Ingrid Brodnig in ihrem neuen Buch.

„Hass im Netz: Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können“ wurde im April dieses Jahres vom Brandstätter Verlag veröffentlicht. Die Autorin fordert zur „digitalen Zivilcourage“ auf, sodass wieder fair miteinander umgegangen wird – auch im Netz.
https://www.brandstaetterverlag.com/buch/hass-im-netz