Newsletter Nr. 39 vom 07.11.2012

Anerkennung und Respekt für Preisträger

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Gute Resonanz hat die Verleihung des Sächsischen Integrationspreises 2012 am vergangenen Freitag gefunden. Der Wettbewerb stand unter dem Thema „Migranten für Sachsen – Sachsen für Migranten“ und wurde gemeinsam von der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Christine Clauß, und dem Sächsische Ausländerbeauftragte, Professor Martin Gillo ausgelobt. Die vier Preisträger wurden von einer siebenköpfigen Jury unter den 24 Bewerbungen aus ganz Sachsen ausgewählt.

Geehrt wurde Mehrdad Kalateh Agha Mohammadi vom Förderverein Jugend-, Kultur- und Sozialzentrum Aue e.V. Er engagiert sich bei der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund und setzt aktiv auf Begegnung und Kommunikation mit der einheimischen Bevölkerung.

Ein weiterer Preis ging an den multiethnischen Verein ProDialog Leipzig e.V., der eine interkulturellen Fortbildungsreihe für Erzieher und Mitarbeitende aus öffentlichen Einrichtungen initiiert und durchgeführt hat.

Die Preisträger vom Kunst- und Tanzstudio „Schöne Welt“ aus Oelsnitz im Vogtland setzen auf Kunst und Kultur als Brücke zwischen „Fremden“ und Einheimischen. Deutsche und Zuwanderer engagieren sich für gemeinsame Projekte und bereichern mit dieser kulturellen Vielfalt spürbar den Alltag in dieser Region.

Den Sonderpreis Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz erhielt der Verein zur Förderung von Kinder- und Jugendsport in Dresden. Er organisierte gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden einen Fahrradkurs für Migrantinnen. Frauen aus Afghanistan, dem Jemen und dem Iran konnten hier das Radfahren lernen – was in ihren Heimatländern eher unüblich ist. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei und der Verkehrswacht kam es zu interkulturellen Begegnungen und einem besseren Verstehen zwischen den Kulturen.

Luisa Noack und Duy Tran vom Mitteldeutschen Rundfunk moderierten die Veranstaltung, die musikalisch von der Band Stilbruch aus Dresden begleitet wurde.

Eine Ausstellung in der Lobby des Parlamentes sowie eine Broschüre informierten über alle Initiativen, die sich um den Integrationspreis 2012 beworben hatten. Die Ausstellung ist derzeit im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zu sehen und wird in den nächsten Monaten weitere Stationen in Sachsen absolvieren.

Die ausführlichen Preisbegründungen sind zu finden unter:

http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/veranstaltungen/8796.aspx

Glückwünsche an Sebastian Krumbiegel

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Der Leipziger Sebastian Krumbiegel ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Bundespräsident Joachim Gauck verlieh dem 46-Jährigen am Montag im Berliner Schloss Bellevue den Orden für sein gesellschaftliches Engagement. Der Sänger habe sich durch sein jahrzehntelanges gesellschaftliches, demokratisches und soziales Engagement verdient gemacht, hieß es zur Begründung. Zum Tag des Ehrenamts verlieh Gauck insgesamt 26 Bürgern aus allen Ländern das Bundesverdienstkreuz. Die Geehrten engagieren sich laut Präsidialamt in vorbildlicher Weise in sozialen und kulturellen Initiativen, in der Kirche, im Sport oder für die Integration von Ausländern.

Krumbiegel engagiert sich seit 20 Jahren gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Er ist Mitbegründer des Leipziger „Courage-Festivals gegen Rechts“. Zudem setzt sich der Sänger für krebskranke Kinder ein und unterstützt weitere soziale Projekte. Mit den „Prinzen“ wurde der ehemalige Thomaner-Chorknabe Anfang der 1990er Jahre bekannt. Das Bild zeigt ihn während seiner musikalischen Festrede beim Einbürgerungsfest am 16.Juni im Sächsischen Landtag.

Zur ausführlichen Berichterstattung des Bundespräsidialamtes:

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Joachim-Gauck/2012/12/121203-Verdienstorden-Tag-des-Ehrenamtes.html

Vietnamesen in Dresden feiern Weihnachten mit einem Festival

Anlässlich des Weihnachtsfestes veranstaltet der Verein der Vietnamesen in Dresden e.V. eine Begegnung der Kulturen, zu der er herzlich einlädt. Das Erste Festival der jungen Talente aus Dresden und Umgebung startet am Sonnabend, den 15.12.2012 um 19.30 Uhr im Kulturrathaus Dresden. Das Kulturprogramm wird von jungen Talenten gestaltet, deren Wurzeln sowohl in der deutschen als auch in der vietnamesischen Kultur liegen. Der Eintritt ist frei.

www.vnvereindd.de

Bundesweite Vorbereitungstagung zur interkulturellen Woche im Februar 2013

„Wer offen ist, kann mehr erleben.“ lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2013. Die bundesweite Vorbereitungstagung dazu findet am 22. und 23. Februar 2013 in Berlin statt.

Anmelden kann man sich per Post oder Telefax oder über ein Webformular,

das Tagungsprogramm finden Sie hier

http://www.interkulturellewoche.de/sites/default/files/uploadsfiles/B_neu_OEVA_Programm_Flyer_Versand.pdf

Ökumenische Vorbereitungsausschuss zu Interkulturellen Woche (ÖVA)
Postfach 16 06 46
60069 Frankfurt am Main
Telefon 069 23 06 05
Telefax 069 23 06 50
E-Mail
info@interkulturellewoche.dewww.interkulturellewoche.de

CIVIS - Europa Medienpreis ausgeschrieben

Der CIVIS - Europas Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt zeichnet 2013 Programmleistungen im Radio, im Fernsehen und im Internet aus, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster nationaler, ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft fördern. Gesucht sind die besten Radio, Online und TV Programme zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt. Einsendeschluss ist der 20. Januar 2013.

Mit dem "Young CIVIS Media Prize" kommt ein europäischer Förderpreis für junge Journalistinnen und Journalisten sowie Studierende der Film- und Medienhochschulen hinzu. Der "CIVIS Online Media Prize" 2013 zeichnet darüber hinaus journalistisch aufbereitete Webseiten zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt aus. Am Wettbewerb teilnehmen können alle Radio- und Fernsehsender sowie Webanbieter in der Europäischen Union und der Schweiz. Die Preisverleihung und TV-Gala wird am 16. Mai 2013 im Auswärtigen Amt in Berlin stattfinden.

Die Teilnahmebedingungen und Ausschreibung sind unter:



http://www.civismedia.eu/downloads/2013_CIVIS_Media_Prize.pdfhttp://www.civismedia.eu/downloads/2013_Young_CIVIS_Media_Prize.pdf

Die Anmeldung muss online über civismedia.eu erfolgen.

CIVIS Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa
Breite Strasse 48-50
50667 Köln
Telefon 0221 277 587-0
Telefax 0221 277 587-16
E-Mail: civis@civismedia.eu

Aktionen und Appelle zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Am 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Aus diesem Anlass zeigt die save-me-Kampagne Chemnitz in Zusammenarbeit mit der AG In- und Ausländer den Film „In this world“. Der dokumentarisch gestaltete Spielfilm von Michael Winterboom begleitet zwei junge Afghanen auf ihrer Flucht von Peshawar, Pakistan nach London, England. Der Film zeigt ein Flüchtlingsschicksal, das beispielhaft für Millionen steht. Er wurde 2002 mit dem Goldenen Bären und dem Friedensfilmpreis ausgezeichnet.

Ebenfalls anlässlich des Tages der Menschenrechte positioniert sich die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl. Sie fordert einen sofortigen Winterabschiebestopp für Asylsuchende aus Serbien und Mazedonien sowie den Widerstand der Innenminister der Länder gegen eine Einstufung dieser Staaten als sichere Herkunftsstaaten. Weiter will Pro Asyl eine Bleiberechtsregelung für langjährig geduldete Flüchtlinge erreichen. Kritik äußert Pro Asyl darüber, dass sich die aktuell tagende Innenministerkonferenz nicht mit der Problematik syrischer Flüchtlinge befasse, die ein Aufnahmeprogramm erfordere.

OECD-Studie bemängelt: Zu wenig Migranten im öffentlichen Bereich

In Deutschland holen Menschen mit Migrationshintergrund in Bildung und Ausbildung sowie auf dem Arbeitsmarkt auf. Dennoch haben es selbst hochqualifizierte Migranten schwerer. Das ist das Ergebnis einer internationalen Vergleichsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Studie „Integration von Zuwanderern“ fasst Indikatoren Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Wohnungsmarkt zusammen. Grundsätzlich sei die Situation in Deutschland besser als in anderen OECD Mitgliedsländern. Trotzdem hätten Kinder von Migranten häufiger einen niedrigeren Bildungsstand als ihre deutschen Altersgenossen.

Mit dem zunehmenden Bildungserfolg der Migranten steigt auch die Beschäftigungsrate. Sie stieg im vergangenen Jahrzehnt in fast allen OECD-Ländern. 2010 lag sich mit 65 Prozent gerade einmal 2,6 Prozent unter der Beschäftigungsquote der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. In Deutschland waren im Jahr 2010 rund 64 Prozent der Zuwanderer im Erwerbsalter beschäftigt. Im Jahr 2000 lag diese Quote noch bei 57 Prozent.

Großen Aufholbedarf attestiert die OECD-Studie jedoch dem öffentlichen Sektor. Hier sind nur wenige Zuwanderer beschäftigt. So arbeiteten etwa 26 Prozent aller Beschäftigten zwischen 15 und 34 im Jahr 2008 in Deutschland in der öffentlichen Verwaltung, bei Sozialdienstleistern, bei Gesundheitsanbietern oder in Bildungseinrichtungen. Bei Migranten beträgt die Beschäftigungsquote in diesem Bereich lediglich dreizehn Prozent. Nur die Länder Luxemburg und Dänemark weisen in diesen Bereichen einen ähnlich großen Unterschied auf.

Quellen: OECD und Migazin

http://www.migazin.de/2012/12/04/oecd-integrationsstudie-zu-wenige-migranten-im-offentlichen-sektor-beschaftigt/

Die OECD-Studie im Original in englischer Sprache finden Sie hier:

www.oecd.org

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Redaktion

Der Sächsische Ausländerbeauftragte

Prof. Dr. Martin Gillo MdL

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1

01067 Dresden

V.i.S.d.P.: Dr. Ute Enderlein

Postanschrift: Telefon/Fax:

Postfach 12 07 05 0351 4935171

01008 Dresden0351 4935474

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