Newsletter Nr. 6 vom 14.02.2014

Sachsen will Erstaufnahme für Asylbewerber aufteilen

Am Dienstag stellte Innenminister Markus Ulbig die ersten Details zur Verteilung der zentralen Erstaufnahme von Asylbewerbern vor. Künftig sollen neu ankommende Asylbewerber zu gleichen Teilen auf die Großstädte Chemnitz, Dresden und Leipzig aufgeteilt werden. Die drei Einrichtungen sollen für etwa 500 Asylbewerber ausgelegt sein. Ab dieser Größe einer Erstaufnahmeeinrichtung könne das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Asylverfahren an Ort und Stelle durchführen.

Derzeit gibt es in Sachsen nur in Chemnitz eine Erstaufnahmeeinrichtung. Die Außenstelle der EAE Chemnitz in Schneeberg soll künftig wieder entfallen.

Ulbig geht nach Gesprächen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière außerdem davon aus, dass die Bearbeitungsfristen der Asylverfahren zeitnah auf drei Monate verkürzt werden können. Im Moment liege man im Durchschnitt bei etwa neun Monaten.

Expertenforum zur Arbeitsmarktintegration sucht Unternehmen

Das Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH lädt gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden e. V. für den 4. April 2014 zum 3. Expertenforum mit Berufs- und Bildungsbörse ein. Es findet von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen, Carolaplatz 1, 01097 Dresden, statt.

Zielgruppe des Expertenforums, das im Rahmen des XENOS-Projektes GE.W.IN.N. stattfindet, sind Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Qualifizierung, einen Praktikumsplatz, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle suchen. Gleichzeitig richtet es sich an sächsische Unternehmen, die auf der Suche nach motivierten und qualifizierten Fachkräften sind, sowie an Fachleute im Bereich Migration.

Kern der Veranstaltung ist das Expertenforum. Es bietet Hintergrundwissen zu einzelnen Migrationsthemen und gibt den Beteiligten die Gelegenheit, in direkten Kontakt zu kommen. Den Rahmen bildet die Beratungs- und Bildungsbörse, bei der Unternehmen ihre freien Stellen und Ausbildungsplätze anbieten. Außerdem werden sich Bildungsträger und Vereine vorstellen und es gibt Unterstützungsangebote für die Erstellung persönlicher Bewerbungsunterlagen.

Gern können sich Unternehmen oder Organisation präsentieren. Anmeldeschluss ist der 14. März 2014. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Anmeldehinweise finden Sie unter:
www.xenos-gewinn.de Veranstaltungsinformation

Kontakt:
Ilona Weidner
Rudolf-Walther-Straße 4
01156 Dresden
Telefon 0351 4250248
E-Mail
Ilona.Weidner@bsw-mail.dewww.bsw-sachsen.de

Landkreis Zwickau mit neuer Broschüre zu Bildung und Anerkennung

Eine Arbeitsgruppe des „Interkulturellen Arbeitskreises des Landkreises Zwickau“ hat eine Broschüre für jugendliche Flüchtlinge mit dem Titel „Bildung und Anerkennung von Abschlüssen“ entwickelt. Informiert wird zu Sprachkursen, Schulpflicht und Berufsschulpflicht sowie zu schulischen und beruflichen Abschlüssen. Außerdem werden Studienmöglichkeiten, die Anerkennung von bisherigen Abschlüssen und Studienleistungen sowie Überbrückungsmöglichkeiten thematisiert. An der Redaktion wirkten mit: Jugendmigrationsdienst der AWO Erzgebirge, Jugendamt Landkreis Zwickau - Bereich Jugendsozialarbeit, Kompetenzagentur Landkreis Zwickau, Sozialarbeiter der Asylheime und die Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte des Landkreises Zwickau.

Die Broschüre kann online geladen werden
http://www.landkreis-zwickau.de/download/landratsamt_infos_merkblaetter_D0/FluechtlingeInformationBildung.pdf

Ansprechpartnerin für das Projekt:
Birgit Riedel
Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte
Landratsamt Landkreis Zwickau
Postfach 10 01 76
08067 Zwickau
Telefon 0375 440221051
E-Mail birgit.riedel@landkreis-zwickau.de

Leipzig Handreichung mit Definitionen, Fakten, Zahlen

Am 31.Januar veröffentlichte das Referat Integration und Migration eine Handreichung mit Daten, Fakten und Erläuterungen zum Bereich „Migration und Asyl". Damit soll die öffentlichen Diskussionen der vergangenen Monate versachlicht und Informationsdefizite abgebaut werden.
http://www.leipzig.de/news/news/migration-und-asyl/

Hilfestellung der Caritas für Gemeinden und Ehrenamtliche

Bischof und Dekane des Bistums Dresden-Meißen sehen in der Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ein wichtiges Arbeitsfeld für die Kirche und ihr soziales Engagement. Deshalb wird die Caritas pastorale Mitarbeiter und Ehrenamtliche für ein Engagement in diesem Bereich qualifizieren.

Handreichung für Gemeinden

Speziell an Gemeinden, die sich für Hilfe für Flüchtlinge und Migranten engagieren wollen, richtet sich eine neue Handreichung des Caritasverbandes Dresden-Meißen. Sie kann unter folgender Adresse geladen werden:
Internetangebot der Caritas

Fortbildung für Ehrenamtliche zum Thema Flüchtlings- und Migrationshilfe

Unter dem Motto „Der Fremde soll euch wie ein Einheimischer gelten" (Levitikus) findet vom 6. bis 9. März 2014 eine Fortbildung für Ehrenamtliche der Caritas in der Familienferienstätte St. Ursula Naundorf statt. Im Mittelpunkt steht die aktuelle Flüchtlingsproblematik in Deutschland und was Gemeinden tun können, um die Flüchtlinge aufzunehmen.

Inhalt der Fortbildung sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Chancen, Gefährdungen und Grenzen des Engagements und die Möglichkeiten der Unterstützung, Entlastung und Kooperation.

Eingeladen sind ehrenamtlich Tätige in Caritas-Gruppen und Gremien der Pfarrei, pastorale Mitarbeiter und andere Interessierte.

Weitere Informationen zur Fortbildung

Kontakt und Anmeldung:
Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e. V.
Referat Gemeindecaritas
Magdeburger Straße 33
01067 Dresden
Telefon 0351 4983734
E-Mail gatter@caritas-dicvdresden.de

Jugendprogramm „JEBB!!! – Junges Engagement Baut Brücken“ gestartet

Der interkulturelle Jugendverband djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen e. V. sucht interessierte Jugendliche und junge Erwachsene aus Ostsachsen, die am neu gestarteten Jugendprogramm „JEBB!!!“ teilnehmen wollen. Die jungen Leuten sollen sich mit ihren Ideen aktiv in die Gesellschaft einbringen und zu Brückenbauern zwischen Kulturen zu werden. Die Jugendlichen können ihre Ideen mit Hilfe von Kleinprojekten unbürokratisch realisieren: Sport, Musik, Kreatives, Politik oder Medien – alles ist möglich! Die djo hilft dabei, die Ideen zu konkretisieren und die Projekte zu planen.

In einem Starterseminar, welches vom 21. März bis 23. März 2014 in Dresden stattfindet, lernen die Jugendlichen die Grundlagen des Projektmanagements und bekommen eine Einführung in die projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit. Innerhalb eines halben Jahres realisieren die Jugendlichen ihre Projekte. In dieser Zeit werden sie bei allen inhaltlichen und organisatorischen Fragen beraten und gecoacht. Im Herbst findet das Auswertungsseminar statt.

„JEBB!!!“ läuft über zwei Jahre und ermöglicht somit zwei Projektzyklen, in denen insgesamt bis zu 15 Kleinprojekte realisiert werden können. Das Programm möchte insbesondere auch jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit geben, sich zu engagieren und unterstützt in erster Linie Projektideen mit einem interkulturellen Bezug.

Anmeldungen für das Programm und weitere Informationen:
djo-Deutsche Jugend in Europa
Landesverband Sachsen e. V.
Karina Werner
E-Mail info@djo-sachsen.de

www.djo-sachsen.de

Gesetzentwurf des Bundesrates: Integrationskurse auch für Asylsuchende

Mit dem Gesetzentwurf vom 5. Februar 2014 will der Bundesrat die Zulassung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern sowie Ausländerinnen und Ausländern mit Aufenthaltserlaubnissen aus humanitären, völkerrechtlichen oder politischen Gründen sowie Asylbegehrenden und Geduldeten zum Integrationskurs ermöglichen.

Der Personenkreis könne sich so frühzeitiger im neuen Lebensumfeld orientieren. Potentiale blieben nicht ungenutzt. Wörtlich heißt es in dem Gesetzesentwurf: „Bei späterer Verfestigung des Aufenthaltes befördern die erworbenen Sprachkenntnisse die weitere Integration. Bei Nichtanerkennung als Asylberechtigter und Rückkehr können die erworbenen Sprachkenntnisse wiederum dazu beitragen, die beruflichen Perspektiven im Heimatland deutlich zu verbessern. Als Folge des durch Beschäftigung sichergestellten Lebensunterhalts würde eine nicht unerhebliche Entlastung der öffentlichen Kassen eintreten.“

Zum Gesetzentwurf des Bundesrates im Angebot des deutschen Bundestages:
Drucksache 18/455

Online-Dossier zur Willkommenskultur vom IQ-Netzwerk „Integration durch Qualifizierung"

Das Dossier „Inklusiv, offen und gerecht? Deutschlands langer Weg zu einer Willkommenskultur“ beleuchtet die bisherigen Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven, Disziplinen und Handlungsfeldern. Herausgeber ist die IQ-Fachstelle „Diversity Management“. Die Beiträge des Dossiers ermöglichen einen differenzierten Einblick in die vielfältigen Stimmen, Meinungen und Projekte zum Thema „Willkommens- und Anerkennungskultur“.

http://www.vielfalt-gestalten.de/service/dossiers/inklusiv-offen-gerecht.html

Präsident des deutschen Städtetages fordert eine rationale Betrachtung der Zuwanderung aus Osteuropa

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly, spricht sich in einem Namensbeitrag für den Mediendienst Integration für eine sachliche Betrachtung der Situation in den Kommunen aus. Ein gewisses Maß an Zuwanderung werde benötigt. Das ändere jedoch nichts an den diffusen Ängsten in der Bevölkerung. Es sei aber „toxisch“, in der Diskussion steigende Asylbewerberzahlen mit der Freizügigkeitsregelung für Bulgaren und Rumänen sowie der „Armutszuwanderung“ zu mixen. Ein nennenswerter Zuzug in die Sozialsysteme in Deutschland sei nicht zu verzeichnen. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern, wie etwa Italien, Spanien und Großbritannien, kämen zu uns nur viele rumänische und bulgarische Einwanderer, so Maly. Die meisten von ihnen seien Studierende oder arbeiten als Saisonarbeiter und Fachkräfte überall dort, wo sie dringend gebraucht werden. Zahlreiche unterdurchschnittlichUntersuchungen viele rumänische und bulgarische Einwanderer, so Maly. Die meisten von ihnen seien Studierende oder arbeiten als Saisonarbeiter und Fachkräfte überall dort, wo sie dringend gebraucht werden. Zahlreiche zeigten, dass Deutschland von der Freizügigkeit in Europa stark profitiert. Wer anderes behaupte, bleibt die Belege schuldig, so der Präsident.

Gleichzeitig gebe es in Deutschland, so wörtlich, „keine heile Welt“. In einigen wenigen Städten sei die Armutszuwanderung ein handfestes Problem, welches Kommunen, Länder und Bund gemeinsam angehen müssten. Die Rahmenbedingungen dafür seien vorhanden. Maly betonte, dass das „…deutsche Sozialrecht … nämlich durchaus wehrhaft gegen potenziellen Missbrauch ausgestaltet [sei].“ Einschränkungen der europäischen Freizügigkeit seien hingegen sinnlos und falsch.

Dr. Ulrich Maly (SPD) ist seit 2002 Oberbürgermeister der Stadt . Seit 2013 ist er Präsident des Deutschen NürnbergStädtetags. Seit 2013 ist er Präsident des Deutschen .

http://mediendienst-integration.de/artikel/staedtetag-maly-armutsmigration-keine-ehrliche-debatte.html?utm_source=Themen-Alert+Mediendienst+Integration&utm_campaign=2c6b9ca464-September_III9_13_2013&utm_medium=email&utm_term=0_e43692422d-2c6b9ca464-17296737

Fachtag „Zuwanderung und Antiziganismus"

Am Freitag, dem 4. April findet an der Fachhochschule Düsseldorf der Fachtag „Zuwanderung und Antiziganismus. Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven“ statt. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus und Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf (FORENA) soll dieser Fachtag unterschiedliche Erscheinungsformen und Auswirkungen eines jahrhundertealten Antiziganismus beleuchten. Zentral wird die Frage sein, welche politischen und pädagogischen Handlungsstrategien entwickelt werden müssten, damit kein neuer Nährboden für Diskriminierung, Antiziganismus und Rassismus bereitet wird.

Aktueller Hintergrund ist die Öffnung des EU-Arbeitsmarktes für Menschen aus Rumänien und Bulgarien, die für manche Kommunen eine große Herausforderung sind dar. Auswirkungen zeigen sich vor allem in Städten, in denen sich arme und wenig qualifizierte Menschen ansiedeln, Wohnung und Arbeit suchen, Kinder in Schulen gehen sollen oder soziale Unterstützung erforderlich ist. Einige Kommunen und Bildungseinrichtungen fühlen sich angesichts der Zuwanderung überfordert und benötigen Unterstützung. Zugleich wächst in der Bevölkerung die Ablehnung gegenüber Sinti und Roma. Die Wahrnehmung dieser Gruppe ist oftmals verzerrt und schwankt zwischen Vorurteilen, prinzipieller Ablehnung, offenem Rassismus und Verklärung.

Der Fachtag wird gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung NRW, dem Paritätischen in Nordrhein-Westfalen, Terno Drom und fiftyfifty durchgeführt.

Anmeldeschluss ist der 20.März. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 € (ermäßigt 10 €). Das Programm mit Anmeldemöglichkeit finden Sie unter
http://www.forena.de/wp-content/uploads/2014/01/Flyer-Fachtag.pdf

Stellenausschreibung BAMF

Auf Grund der steigenden Asylzahlen werden verstärkt Einstellungen im Asylbereich des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorgenommen. Bis zum 17. Februar können sich Absolventen mit Bachelor- oder Diplom-Studium (FH) der Fachrichtungen öffentliche Verwaltung, Public-Management, Verwaltungswissenschaften, Staatswissenschaften oder einen an einer Hochschule erworbenen gleichwertigen Abschluss beim BAMF bewerben.

Auch Studenten, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, sind angesprochen. Der Einsatz der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter ist für verschiedene Standorte in Deutschland und für die Zentrale in Nürnberg geplant. Die ausführliche Ausschreibung steht unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2014/20140210-stellenausschreibung-sachbearbeiter.html