Newsletter Nr. 30 vom 11.09.2012

Endspurt für den Sächsischen Integrationspreis 2012

Am kommenden Montag, den 17. September 2012, endet die Bewerbungsfrist um den Sächsischen Integrationspreis 2012.

Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Migranten für Sachsen - Sachsen für Migranten“. Er soll das Engagement von Zuwanderern und Migranten würdigen, die sich für ein respektvolles Miteinander und für die sächsische Willkommensgesellschaft einsetzen.

Die Initiative, auf die sich die Bewerbung bezieht, sollte aktuell sein und aus den Jahren 2011/2012 stammen. Die Kandidaten können auch von anderen vorgeschlagen werden. Der Preis wird gemeinsam vom Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Martin Gillo getragen.

Der Integrationspreis will Initiativen aus unterschiedlichen Bereichen auszeichnen und bekannt machen, wie zum Beispiel aus Alltag und Nachbarschaft, aus dem Sportbereich, dem Arbeits- und Wirtschaftsleben, der Kinder- und Jugendarbeit, aus den Medien, aus Bildung und Wissenschaft sowie aus dem interreligiösen Bereich.

Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wird auf vier Preise zu je 1.500 Euro verteilt. Einer der Preise wird vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz als Sonderpreis für den Bereich „Arbeits- und Wirtschaftsleben“ ausgelobt.

Die prämierten Projekte werden am 30. November 2012 im Sächsischen Landtag unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler ausgezeichnet.

Telefon 0351 4935171

E-Mail saechsab@slt.sachsen.de

Zur Ausschreibung und den Bewerbungsunterlagen des Preises.

Interkulturelle Woche 2012

Am 23. September 2012 beginnt bundesweit die diesjährige Interkulturelle Woche. Sie steht unter dem Motto „Herzlich willkommen – wer immer Du bist.“ In der 39. Kalenderwoche und um diese herum werden auch im Freistaat Sachsen zahlreiche Veranstaltungen stattfinden.

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo wird in Kamenz, Chemnitz, Flöha, Dresden, Leipzig, Plauen, Zschopau, Freital und Grimma mit Grußworten oder als Diskussionsteilnehmer präsent sein.

Podiumsdiskussion aus Anlass der Interkulturellen Woche in Dresden

Am 24. September veranstaltet der Ausländerbeirat Dresden im Ortsamt Blasewitz, Naumannstraße 5, 01309 Dresden, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Herzlich willkommen – wer immer Du bist, aber gilt das auch in den Parteien?“. Die Vorsitzenden der demokratischen Parteien in Dresden sind eingeladen, ihre innerparteilichen Konzepte zur Integration vorzustellen.

Seminar zur Interkulturellen Öffnung in Dresden

Auf Initiative des Diakonischen Werks der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens e.V. findet am 17. und 18. Oktober 2012 in Dresden ein Seminar mit dem Titel „Unsere Zukunft hat schon begonnen – Herausforderungen durch Zuwanderung“ statt. Veranstalter ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit.

Angesichts des demografischen Wandels soll das Seminar die Potentiale und die Herausforderungen interkultureller Öffnung der Gesellschaft verdeutlichen. Außerdem bietet die Tagung die Möglichkeit, eigene Denk- und Verhaltensmuster in der Begegnung mit kultureller Vielfalt und Differenz zu reflektieren.

Zielgruppe sind Mitarbeitende in sozialen Diensten, die sich mit interkultureller Kompetenz beschäftigen und Lösungen für die eigene Praxis entwickeln wollen bzw. die einen persönlichen Zugang zum Thema erlangen wollen.

Veranstaltungsort ist das Kim Hotel im Park, Otto-Harzer-Str. 2, 01156 Dresden-Altfranken. Der Teilnahmebeitrag beläuft sich inkl. Übernachtung auf 250.- €. Anmeldeschluss ist der 14. September 2012.

Anmeldungen über:

Judith Jünger

Projektleiterin der Weiterbildung „Mehrwert IKÖ“

Telefon 0711 16489-43

E-Mail juenger@bagejsa.de

Vanessa Höke

Sachbearbeiterin d. Weiterbildung „Mehrwert IKÖ“

Telefon 0711 16489-34

E-Mail hoeke@bagejsa.de

Arbeitsmarktpolitisches Fachgespräch in Düsseldorf

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Gesprächsreihe wird folgende thematische Schwerpunkte haben:

Integration auf dem Arbeitsmarkt durch Verbesserung der Deutschkenntnisse

Sozialpartner im Gespräch (Anerkennungsgesetz – Integration von Kompetenzen und Potenzialen von Menschen mit Migrationshintergrund in die Arbeit)

Interkulturelle Kompetenz in der Arbeitsvermittlung

Zielgruppe sind Mitarbeitende von Jobcentern und Arbeitsvermittlungen. Das Fachgespräch findet am 19. Oktober 2012 von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr im DGB Bildungswerk Düsseldorf in der Hans-Böckler-Str. 39 statt.

Kontakt:

DGB Bildungswerk Bund e.V.

Leo Monz, Leiter des Bereichs Migration & Qualifizierung

Telefon 0211 4301351

E-Mail leo.monz@dgb-bildungswerk.de

DFB-Integrationspreis: Viele Kulturen – eine Leidenschaft

Der Deutsche Fußball-Bund stellt sich der Aufgabe, in allen Strukturen, von den Vereinen bis zu den Landesverbänden, die Teilhabe von Bürgern mit Migrationsbiographien zu fördern und zu fordern. Mit dem Integrationspreis des Deutschen Fußball-Bund und von Mercedes-Benz sollen Initiativen der Integrationsförderung ausgezeichnet werden, die die sozialen Potenziale des Fußballs nutzen.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle, die im Fußball oder mit Hilfe des Fußballs die Integration von Menschen verschiedener Herkunft fördern.

Der Einsendeschluss ist der 30. September 2012. Weitere Informationen und die Online-Bewerbungsunterlagen finden Sie unter

http://www.dfb.de/index.php?id=511288

http://www.dfb.de/index.php?id=512014

Anerkennung als Flüchtling bei Verfolgung wegen Religion

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit Urteil vom 5. September 2012 entschieden, dass EU-Staaten Angehörige von Staaten, die nicht Mitglieder der EU sind, als Flüchtlinge anerkennen müssen, wenn diese in ihrer Heimat schwerwiegend

religiös verfolgt werden. Eine Verfolgung liegt demnach unter anderem dann vor, wenn die Glaubensbetätigung in der Öffentlichkeit so gravierende Maßnahmen und Sanktionen nach sich zieht oder ziehen kann, dass dies eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung und damit eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Menschenrechte darstellt.

Der Entscheidung des EuGH lag eine Vorlage des Bundesverwaltungsgerichts zugrunde. Dieses ersuchte den EuGH um Klarstellung, welche Beschränkungen der Glaubensbetätigung eine Verfolgung darstellen, die die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft rechtfertigt. Hintergrund des Verfahrens waren die Asylanträge zweier aktiver Angehöriger der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft aus Pakistan. Die Glaubensgemeinschaft, die sich als islamische Erneuerungsbewegung versteht, gilt in Pakistan offiziell als abtrünnig. Das Bekenntnis zu ihr wird strafrechtlich bedroht. Die beiden Asylbewerber gaben zudem an, in Pakistan bereits bedroht und angezeigt bzw. misshandelt und inhaftiert worden zu sein.