Newsletter Nr. 28 vom 27.07.2012

Gillo will solidarische Asylpolitik: Erwerbstätigkeit aller Asylsuchenden fördern und fordern

In einer heute verbreiten Presseerklärung bezog der Sächsische Ausländerbeauftragte Prof. Martin Gillo zu den Folgen des Urteil des Bundesverfassungsgerichts Stellung und schlug im Interesse aller nachhaltige Lösungen zur Finanzierung vor. Er erkenne im Urteil Bundesverfassungsgerichts zu den Leistungen für Asylsuchende eine Aufforderung zu einer grundlegenden Änderungen der deutschen Asylpolitik im Sinne von mehr Humanität. Die angeordnete Erhöhung in den Leistungen sei dafür der erste Schritt.

Das Urteil müsse aus seiner Sicht weitere Schritte nach sich ziehen. Dazu gehöre der Zugang zum Arbeitsmarkt: „Wir brauchen langfristige Lösungen, die sowohl der Menschenwürde als auch den Interessen unserer Gesellschaft gerecht werden. Heute dürfen nur wenige Asylsuchende arbeiten. Das belastet nicht nur sie, sondern auch die öffentlichen Kassen. Viele von ihnen könnten arbeiten – warum behandeln wir sie dann nicht als Erwerbsfähige und fördern aktiv die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit?“

Gillo warb in Dresden dafür, dass nach einer Frist alle Asylsuchenden wie alle anderen Erwerbsfähigen in unserer Gesellschaft behandelt werden. „Auch das ist eine Frage der Solidarität. Wie kann ich einem Hartz-IV-Empfänger, der eigentlich arbeiten muss, erklären, dass der Asylsuchende zwar das gleiche Geld erhält, aber der Staat ihn von einer Erwerbstätigkeit fern hält?“

Die vollständige Erklärung finden Sie im Internetangebot www.offenes-sachsen.de

http://www.landtag.sachsen.de/de/integration_migration/aktuelles_presse/pressemitteilungen/index.aspx

Bundesweiter Aktionstag „Voneinander lernen – füreinander da sein“

Für den 26. September 2012 ist der Aktionstag „Voneinander lernen – füreinander da sein“ der „Aktion zusammen wachsen“ geplant. Mit der Aktion sollen Patenschafts- und Mentoringprojekte für junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund unterstützt werden. Vernetzungs- und Unterstützungsangebote sollen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und mehr Menschen gewonnen werden.

Die Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bitten um aktive Beteiligung. Unterstützen soll dabei die Bundesservicestelle der „Aktion zusammen wachsen“:

Telefon 0800 4402005

E-Mail info@aktion-zusammen-wachsen.de

www.aktion-zusammen-wachsen.de

In Deutschland leben wieder mehr Menschen – Dank Zuwanderung

Das berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer Onlineausgabe vom Mittwoch. Erstmals leben in Deutschland seit neun Jahren wieder mehr Menschen, obwohl die Geburtenrate weiter zurückgegangen ist. Die Bevölkerung wächst nur durch Zuwanderer. Wie die Zeitung mit Verweis auf das Statistische Bundesamt weiter schreibt, lebten Ende 2011 mehr als 81,8 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, das waren etwa 92.000 oder 0,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Hauptursache für das Wachstum seien die Zuwanderung, vor allem aus Ost- und Südeuropa. Sachsen verzeichnet einen Rückgang um 12.000 Einwohner im vergangenen Jahr.

Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes:

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/07/PD12_255_12411.html;jsessionid=EDDC4F475F2CDA9C8C98A27E7DBD8AEC.cae2

Forschungsgruppe des BAMF berichtet zum Einbürgerungsverhalten

Zentrale Ergebnisse der Einbürgerungsstudie 2011 sind beispielswiese, dass Eingebürgerte überwiegend jünger sind und deutsche Angehörige haben. Eingebürgerte sind sehr viel besser als Nicht-Eingebürgerte integriert und haben häufiger (58 Prozent) eine höhere schulische Bildung. Sie verfügen über bessere Deutschkenntnisse. Untersucht wurden in der Studie auch Aspekte der Einbürgerung wie Beratungsqualität und pragmatische Gründe für die deutsche Staatsbürgerschaft. Insgesamt wurden 1.534 Personen befragt.

Der Forschungsbericht 15 im Internet:

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Forschungsberichte/fb15-einbuergerungsverhalten.html;jsessionid=0FC3E9D2D02347F0C8F6C9CA9D69E180.1_cid286

Deutsches Jugendinstitut berichtet von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund

Das Deutsche Jugendinstitut DJI hat einen Report über Bildung und Ausbildung von jungen Migrantinnen und Migranten in Deutschland verfasst. Er ist verfügbar unter

www.dji.de/bibs/DJI_Jugend-Migrationsreport.pdf

Eine Zusammenfassung ist im Heft DJI-Impulse Nr. 98, 2/2012, erschienen:

www.dji.de/bulletin/d_bull_d/bull98_d/DJIB_98.pdf

Bundesamt schult Migrantenorganisationen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet 2012 wieder Multiplikatorenschulungen für Migrantenorganisationen an. Ziel ist die Qualifizierung und Professionalisierung von ehrenamtlich Tätigen in Vereinen und Organisationen der Integrationsarbeit.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2012/20120704_multiplikatorenschulungen.html

Bildungsangebote des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) online

Das DGB Bildungswerk des Geschäftsbereichs „Migration & Qualifizierung“ informiert über sein Leistungsangebot für das zweite Halbjahr 2012 - Bildung – Beratung - Information“. Das Angebot umfasst die Formate „Woche der Weiterbildung“, arbeitsmarktpolitische Fachgespräche, Schulung mit BISS, Qualifizierung betrieblicher Akteure zum Umgang mit interkultureller Öffnung, das Konzept „Managing diversity plus“, Europäische Migrationsgespräche und den Beitrag zum DGB Projekt „Faire Mobilität“.

"Migration & Qualifizierung" konzentriert sich auf vier thematische Bereiche, die das Thema "Gleiche Rechte für Menschen mit Migrationshintergrund" als Querschnittsthema einbeziehen: Integration und Bildung, Arbeitsmarkt- und berufliche Integration, globale Migration und soziale Sicherheit sowie interkulturelle Kompetenz.

Das Angebot finden Sie hier zum herunterladen sowie unter der Internetseite

www.migration-online.de/Leistungsangebot