Newsletter Nr. 26 vom 13.07.2012

Sächsischer Integrationspreis 2012 gestartet

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Der Sächsische Integrationspreis 2012 ist ausgeschrieben. Bis zum 17. September 2012 können sich Zuwanderer und Migranten bewerben, die sich in Organisationen oder als Einzelne für ein kulturelles Miteinander engagieren. Der diesjährige Preis steht unter dem Motto „Migranten für Sachsen - Sachsen für Migranten“. Er soll ganz gezielt das Engagement von Zuwanderern und Migranten würdigen, die sich für ein respektvolles Miteinander und für die sächsische Willkommensgesellschaft einsetzen.

Die Initiative, auf die sich die Bewerbung bezieht, sollte aktuell sein und aus den Jahren 2011/2012 stammen. Die Kandidaten können auch von anderen vorgeschlagen werden. Der Preis wird gemeinsam vom Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Prof. Dr. Martin Gillo getragen.

Der Integrationspreis will Initiativen aus ganz unterschiedlichen Bereichen bekannt machen, wie zum Beispiel aus Alltag und Nachbarschaft, aus dem Sportbereich, dem Arbeits- und Wirtschaftsleben, der Kinder- und Jugendarbeit, aus den Medien, aus Bildung und Wissenschaft sowie aus dem interreligiösen Bereich.

Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wird auf vier Preise zu je 1.500 Euro verteilt. Einer der Preise wird vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz als Sonderpreis für den Bereich „Arbeits- und Wirtschaftsleben“ ausgelobt.

Die prämierten Projekte werden am 30. November 2012 im Sächsischen Landtag unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler ausgezeichnet.

Die Flyer mit dem Aufruf zum Wettbewerb wurden an alle sächsischen Städte und Gemeinden gesandt, um auch regional begrenzte kleinere Initiativen in den sächsischen Kommunen zu erreichen. Wer zusätzliche Flyer benötigt, kann sich an die Geschäftsstelle des Ausländerbeauftragten wenden.

Telefon 0351 493 5174

E-Mail saechsab@slt.sachsen.de

Zur Ausschreibung und den Bewerbungsunterlagen des Preises.

Sachsens kommunale Ausländer- und Integrationsbeauftragte tagten

Prof. Dr. Martin Gillo begrüßte am 9. Juli 2012 die kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten in den Räumen des Sächsischen Landtags. Wie bei jedem Treffen tauschten sich die Beauftragten zuerst über aktuelle Anliegen aus den Landkreisen und Kreisfreien Städten aus. Anschließend arbeiteten die Teilnehmer in Kleingruppen an der Gestaltung einer „Orientierungshilfe für Asylsuchende“ weiter.

Frischen Wind brachte der Schülersprecher des Pestalozzi- Gymnasiums Heidenau, Sebastian Schwab. Er stellte das von ihm initiierte Projekt „Begegnung wagen - Zukunft gestalten“ vor, bei dem sich Schüler gemeinsam mit Asylbewerbern Gedanken über die Zukunft Deutschlands machen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung referierte Kay Tröger von der Informations- und Beratungsstelle Anerkennung Sachsen (IBAS) über das Bundesanerkennungsgesetz BQFG und seine Umsetzungspraxis. Den Stand der Landesgesetzgebung in Sachsen stellte Michael Rothkopf vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus vor.

Sommerschule Borderlines zu Flucht und Asyl

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen veranstaltet vom 13. bis 16. September 2012 eine Sommerschule zum Thema „Asyl und Flucht“. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende sowie Menschen, die zum Thema Asyl und Flucht in Vereinen, NGOs oder in freien Gruppen mitarbeiten und / oder selber Asylbewerber sind oder waren.

Vorgesehen sind folgende Programmpunkte:

Workshop „Europäisches und deutsches Asylrecht“ mit Franziska Vilmar, Amnesty International

Video-Diskussion mit Ketty Kehayioylou, UNHCR Griechenland

Inputs „Konfliktfelder der Europäischen Asylpolitik“, Video-Diskussion mit Cecilia Malmström, EU-Kommissarin für Innenpolitik

Diskussionsrunde „Lokalpolitische Herausforderung Flucht und Asyl“ mit Dr. Martin Gillo, Sächsischer Ausländerbeauftragter

Stadtrundgang „Asyl in der DDR“

Workshop „Europa zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz», Dr. Silja Klepp, Uni Bremen

Seminar „(Inter)nationale Flüchtlingsforschung-Stand und Perspektiven“, Dr. Karin Scherschel, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Politisches Panel „Europäische Asylpolitik“ mit Ska Keller, Mitglied des Europäischen Parlaments und Karl Kopp, Europareferent Pro Asyl

Tagungsort ist das Umweltzentrum Dresden in der Schützengasse 18.

Das Programm kann unter folgendem Link abgerufen werden:

http://event.boell-net.de/OrgClient/Downloads/11433.pdf

Studienstipendienprogramm "Medienvielfalt, anders"

Die Heinrich-Böll-Stiftung will jungen Migrantinnen und Migranten den Zugang zum Journalismus ermöglichen. Seit vier Jahren führt sie das Studienstipendienprogramm für Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsjournalisten „Medienvielfalt, anders“ durch. Es will Studierenden mit Migrationsgeschichte und dem Berufswunsch Journalismus die Chance eröffnen, sich gezielter auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Das Programm ermöglicht Networking, Austausch und Kontakte in den Journalismus und trägt zur Vielfalt in den Medien als Bestandteil einer lebendigen Demokratie bei. Gemeinsam mit den Medienpartnern – taz, rbb, Deutsche Welle, Süddeutsche.de, Zum goldenen Hirschen, Tagesspiegel – werden ein studienbegleitendes Qualifizierungsprogramm zu handwerklichen Kompetenzen, Seminare zu medienpolitischen Themen, Studienreisen ins Ausland sowie Networking und Praktika bei den Medienpartnern angeboten. Außerdem gibt es eine Zusammenarbeit mit den Neuen deutschen Medienmachern und dem netzwerk recherche e.V.

Bewerbungstermine sind der 1. September 2012 und der 1. März 2013.

Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung
Telefon 030 28534-400
E-Mail studienwerk@boell.de

http://www.boell.de/stipendien/bewerbung/bewerbung-1724.html