Martin Gillo heute in Schneeberg: Mitmenschlichkeit und Dialog überwinden Angst und Zorn

Pressemitteilung 11/2013 vom 15.11.2013

Gemeinsam mit Landesbischof Jochen Bohl wird der Sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo heute Abend um 18.30 Uhr am Friedensgebet in der Kirche Schneeberg-Neustädtel teilnehmen. Das Gebet für Frieden in der Stadt findet im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade in Sachsen statt.

Zuvor wird Gillo sich gemeinsam mit Landesbischof Bohl mit einigen Familien aus der Erstaufnahmeeinrichtung treffen. Pfarrer Joachim Krönert von der Evangelisch Lutherischen Kirchgemeinde Schneeberg-Neustädtel ermöglicht die Begegnung. Er setzt damit ein weiteres Signal der Mitmenschlichkeit aus der Mitte der Schneeberger Bevölkerung.

Martin Gillo sagte im Vorfeld: „Als Sächsischer Ausländerbeauftragter und als Christ fühle ich mich wie alle demokratischen Sachsen der Mitmenschlichkeit verpflichtet. Es ist meine persönliche Überzeugung und gehört zu meinem Amtsverständnis, dass unser erster Blick einer der Mitmenschlichkeit sein muss. Solange die Asylsuchenden bei uns leben, sind sie unsere Mitmenschen – und so sollten wir uns auch verhalten.“

Bei den Gesprächen mit den Asylbewerbern möchten sich Bohl und Gillo ein konkretes Bild von der Situation und den Eindrücken der Schutzsuchenden machen, die derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung Schneeberg leben. Gillo dazu: „Wenn wir den Mut haben, unsere eigenen Ängste zu überwinden, dann erkennen wir das menschliche Angesicht derer, die manchen Schneebergern solche Sorgen bereiten. Ich danke Landesbischof Jochen Bohl für sein deutliches Signal und vor allem auch allen Schneebergern, die den Dialog suchen und Brücken bauen. Wenn wir mit Fremden sprechen, erkennen wir, dass uns mehr eint als uns trennt“.

Die diesjährige ökumenische Friedensdekade steht unter dem Motto „Solidarisch?". Seit dem 10. November wird sie mit Gottesdiensten und ökumenischen Andachten für den Frieden begangen. Sie soll im Jahr der Toleranz zu mehr Miteinander statt Gegeneinander aufrufen und um Aufgeschlossenheit und Hilfsbereitschaft werben.

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