Netzwerk Integration und Migration Sachsen stellt „Kursbuch“ vor

Pressemitteilung 7/2014 vom 27.06.2014

Wo liegen im Integrationsbereich in den nächsten Jahren die großen Herausforderungen? Wie lässt sich das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft am besten gestalten? Welche Rahmenbedingungen sollten sich verbessern? Welche Aufgaben haben aus Sicht der lokalen Integrationsakteure in Sachsen höchste Priorität?

Das Netzwerk Integration und Migration Sachsen (NIMS) präsentiert am Freitag, dem 27. Juni bei einem Treffen im Deutschen Hygiene-Museum Dresden mit dem „Kursbuch Integration und Migration Sachsen“ Antworten auf diese Fragen.

Unter der Überschrift „Initiativen zur Einigkeit in Vielfalt“ stellen die Netzwerkmitglieder die wichtigsten Handlungsfelder der künftigen Arbeit im Integrationsbereich vor. Das Kursbuch ist das Ergebnis einer sechsmonatigen gemeinsamen Arbeit des Netzwerkes. Es dient als Grundlage für die weitere Netzwerkarbeit und ist ein fachliches Angebot für Entscheidungsträger und Engagierte im Integrationsbereich.

Für folgende fünf Handlungsfelder werden konkrete Lösungsansätze und Umsetzungsschritte beschrieben:

  • Deutsch für alle: Spracherwerb optimieren und für alle Zielgruppen ermöglichen
  • Integration durch Bildung: Bildungsorganisationen interkulturell öffnen
  • Vielfalt als Stärke: Integration von Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund in kleine und mittlere Unternehmen verbessern 
  • Zusammenleben und Inklusion: Qualifizierte Flüchtlingssozialarbeit ermöglichen
  • Aufbau einer psychosozialen Versorgungsstruktur für traumatisierte Flüchtlinge in Sachsen

Außerdem enthält das Kursbuch Vorschläge für eine Verstetigung der Netzwerkarbeit.

Das heutige Netzwerktreffen findet zum letzten Mal auf Einladung des Ausländerbeauftragten Prof. Dr. Martin Gillo statt. „Das Netzwerk zeigt mit diesem Kursbuch, welches Potential in einer guten Zusammenarbeit steckt. Die Mitglieder des NIMS haben gemeinsam den aktuellen Handlungsbedarf im Integrationsbereich in Sachsen aufgezeigt, konkrete Arbeitsschritte vorgeschlagen und neue Akteure für die Zusammenarbeit gewonnen“, schätzt der Ausländerbeauftragte ein.

Das NIMS ist ein landesweit agierendes Netzwerk, das sich auf Initiative des Sächsischen Ausländerbeauftragten im Jahr 2010 gegründet hat und sich mindestens halbjährlich trifft. Dem NIMS gehören heute etwa 200 Organisationen und etwa 40 Einzelpersonen aus ganz Sachsen an. Es ist grundsätzlich offen für weitere Mitstreiter, die sich in den Bereichen Migration und Integration engagieren. Das NIMS bietet die Möglichkeit, wichtige Integrationsthemen gemeinsam zu bearbeiten und multiprofessionelle Lösungsansätze zu entwickeln.

Das heutige Netzwerktreffen findet in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt. www.dhmd.de

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