Sachsens Ausländerbeauftragter zur Kriminalitätsstatistik für 2015: Straftaten gegen Asylunterkünfte präventiv verhindern!

Pressemitteilung 7/2016 vom 06.04.2016

Zu der am Mittwoch vorgestellten aktuellen Kriminalitätsstatistik für 2015 erklärt der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth MdL: "Es gilt, künftige Angriffe gegen Gemeinschaftsunterkünfte zu unterbinden und das diesen Straftaten zugrunde liegende gesellschaftliche Klima zu verbessern. Natürlich haben wir mehr Flüchtlinge, mehr Heime und mehr Reibungsflächen, aber das kann keine Entschuldigung für Straftaten sein.“, so Mackenroth.

„Jeder Anschlag auf ein Heim ist ein Angriff auf Menschen, auf unsere Werte und letztlich auch auf unsere Steuergelder. Wir müssen die Täter verfolgen und für ein Klima werben und arbeiten, das Gewalt als Drohmittel weit außerhalb des gesamtgesellschaftlichen Konsenses stellt.“

In Sachsen wurden im vergangenen Jahr 118 politisch motivierte Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert. 2014 waren es insgesamt 31 Straftaten gegen Asylunterkünfte.

Mackenroth weiter: "Aus der Statistik geht hervor: Die überwiegende Mehrheit der Zuwanderer in Sachsen verhält sich rechtskonform, nur ein geringer Anteil von 6,7 Prozent ist straffällig geworden. Diese kleine Gruppe von 604 mehrfach und intensiv tatverdächtigen Personen ist für fast 40 Prozent der Straftaten durch Zuwanderer verantwortlich. Diese Tätergruppe müssen wir im Interesse der Schutzbedürftigen in den Griff bekommen,“ so der ehemalige Justizminister. Mackenroth äußerte sich grundsätzlich zustimmend zu Plänen des Innenministers, die häufigen Straftaten beim sogenannten Schwarzfahren durch personalisierte Tickets zur ÖPNV-Nutzung abzubauen.