Martin Gillo geht den Meldungen zum Brand eines Sintiwohnhauses in Klingenhain persönlich nach

Pressemitteilung 01/2010 vom 27.01.2010

Klingenhain. Aufgrund der Pressemitteilung der Opferhilfe RAA Sachsen e.V. vom 25. Januar 2010 hat sich der Sächsische Ausländerbeauftragte gestern persönlich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Schadens am Haus und dem Stand der Ermittlungen gemacht.

Dazu stellt er fest:

 

Die schwere Brandstiftung ist ein bedrohliches und bedauerliches Verbrechen.

 

Bei dem Wohnhaus handelt es sich um einen Teil einer ehemaligen Stallanlage einer LPG in einem landwirtschaftlich genutzten Gelände. (Siehe Foto).

 

Die Ermittlungen der Polizei gehen in alle Richtungen und dauern an, da es für die Tatzeit keine Zeugen gibt. Bislang scheint es keine Fakten zu geben, die ein rassistisches Motiv des Gewaltaktes belegen oder entkräften. Das bestätigten auch Gespräche vor Ort.

 

Ich empfehle allen Beteiligten und Interessierten eine Abwägung der Tatsachen vor einer Stellungnahme. Eine ergebnisoffene Einstellung hilft uns am ehesten, zu einer Aufklärung zu kommen. Vorschnelle Schlussfolgerungen helfen weder der geschädigten Familie noch dem Ansehen des Freistaates Sachsen.

 

Auf alle Fälle verdient die Familie unsere tatkräftige Solidarität.

 

Im Namen der Betroffenen bitten die Mitarbeiterinnen der Opferberatung um Spenden auf folgendes Konto:

 

RAA Sachsen e.V.

Kontonr: 0643998600         BLZ: 85080200

Verwendungszweck: Spende Klingenhain
Stallgebäude in Klingenhain