Bon Courage e. V. aus Borna gewinnt den 1. Preis beim Sächsischen Integrationspreis 2011

Pressemitteilung 17/2011 vom 25.11.2011

Die Vereinsmitglieder des Bon Courage e. V. nahmen am Freitag im Rahmen einer Festveranstaltung im Sächsischen Landtag einen Scheck über 2.500 € für den 1. Preis beim Wettbewerb um den Sächsischen Integrationspreis in Empfang.

Seit 2007 engagieren sich die etwa 60 Mitglieder im Alter zwischen 16 und 24 Jahren für Asylbewerber. Ehrenamtlich organisieren sie gemeinsame integrative Volleyballspiele, zu denen sie die Migranten in den Asylbewerberunterkünften abholen. Außerdem helfen sie bei Behördengängen, Arztbesuchen, Übersetzungen und Formularen und unterstützen die Migranten in der neuen Umgebung.

Den zweiten Preis, der mit 1.500 € dotiert ist, erhielt der Ausländerrat Dresden e. V. für sein Projekt „Die Bildungspatenschaften“. 84 Paten und Patinnen konnte der Verein gewinnen, Schülern aus Migrantenfamilien zur Seite zu stehen. Neben der schulischen Hilfe stehen die vertrauten Paten auch bei der Bewältigung von Anforderungen des Alltags hilfreich zur Seite. Kennzeichnend bei diesem Projekt ist die 1 zu 1 Betreuung.

Das Projekt “Science goes to School!” des Dresden International PhD Program (DIPP) wurde mit dem dritten Preis und 500 € geehrt. Die internationalen Doktoranden sind selbst als Lehrende und Partner in Dresdner Bildungseinrichtungen unterwegs. Sie vermitteln Fachwissen und schlagen so eine Bildungsbrücke zur deutschen Gesellschaft. Das Projekt ist eine konstruktive Antwort auf den Mord an der Wissenschaftlerin Marwa El-Sherbini.

Über den Sonderpreis des Sozialministeriums für Junge Projekte freute sich der Verein zur Förderung von Fraueninitiativen - Frauenzentrum „Regenbogen“ e.V. aus Döbeln. Mit dem Projekt „Future Kids“ werden Kinder zwischen 7 und 17 Jahren vor allem selbst bestärkt und befähigt, sich in der sächsischen Gesellschaft zu entwickeln. Theater, Sport und Kreativspiele helfen, die eigenen Stärken wahrzunehmen und gleichberechtigt miteinander umzugehen. Durch den Kontakt mit den vor Ort ansässigen Hilfs- und Freizeitangeboten wird Isolation verhindert.

Bei der Verleihung in Dresden sagte die Sozialministerin Christine Clauß: „Wir brauchen in unserem Land Menschen, die Brücken für die Integration bauen. Wir brauchen Integration, damit unser Land ein guter Ort zum Leben ist und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt“. Integration beginne immer in den Köpfen der Menschen, so Clauß. Dieser Prozess verlange Respekt, Toleranz und Achtung gegenüber dem Anderen.

Der Sächsische Ausländerbeauftragte, Prof. Dr. Martin Gillo, sagte: „Jedes einzelne Projekt, jedes Engagement und jeder Mensch der offen anderen begegnet, bringt unsere Gesellschaft voran, damit sie eine Willkommensgesellschaft wird. Damit Sachsen immer mehr zu einem Land wird, in dem wir respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgehen. Ein Land, in dem sich jeder wohlfühlt.“

Insgesamt bewarben sich 43 Vereine, Verbände, Initiativen und Privatpersonen um den Preis, der von der Staatsministerin Christine Clauß und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Prof. Dr. Martin Gillo initiiert wurde. Gefragt waren Ideen, mit denen es in der Praxis gelingt, die Achtung vor dem Anderen zu fördern und ein vielfältiges gemeinsames Leben zu gestalten - von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

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