Einbürgerungsfest in Dresden: Engagieren wir uns gemeinsam!

Pressemitteilung 8/2012 vom 16.06.2012

Etwa 350 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus ganz Sachsen folgten am Samstag, dem 16. Juni 2012 der Einladung des Sächsischen Innenministers Markus Ulbig und des Sächsischen Ausländerbeauftragten Prof. Dr. Martin Gillo in den Plenarsaal des Sächsischen Landtags.

Innenminister Markus Ulbig ermutigte die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sich in die Gestaltung der Gesellschaft aktiv einzubringen und die staatsbürgerlichen Rechte zu nutzen. Gleichzeitig betonte er, dass es wichtig sei, die eigenen Traditionen weiterzupflegen: „Dass Sie jetzt deutsche Staatsbürger sind, bedeutet nicht, dass Sie die Kultur Ihres Herkunftslandes aufgeben müssen. Kulturelle Vielfalt tut unserer Gesellschaft gut!“

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo begrüßte die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger als Teil der sächsischen Willkommensgesellschaft. Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger brächten eine große individuelle und kulturelle Vielfalt in unser Gemeinwesen ein, die ein Gewinn für Sachsen sei.

Martin Gillo bat die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, ihre Kompetenzen auch für die interkulturelle Öffnung der sächsischen Gesellschaft einzusetzen. „Wir leben gemeinsam in Sachsen, also wollen wir uns auch gemeinsam für unsere Heimat engagieren. Bitte unterstützen Sie die sächsischen Vereine und Freiwilligenorganisationen, wenn sie sich für Menschen mit anderen kulturellen Wurzeln öffnen wollen!“ Oftmals wüssten Vereine oder Freiwilligenorganisationen gar nicht um die ungewollten Barrieren, die es Migranten erschweren würden, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Hier müssen wir dazu lernen und dabei können Sie uns helfen!“ Gillo betonte, dass die Offenheit der Gesellschaft ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit Sachsens sei.

Der Sänger und Komponist Sebastian Krumbiegel begrüßte die neuen Staatsbürger mit einer musikalischen Festrede. Mit der Liedauswahl und seinen Zwischentexten sendete der Künstler eine eindeutige Botschaft: „Schön, dass Ihr da seid!“

Rund um das Fest im Landtag präsentierten sich Freiwilligenorganisationen, die sich langfristig und bewusst für Zuwanderer öffnen wollen. So informierten das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk und der Interessenverbund sächsischer Mehrgenerationenhäuser über ihre Arbeit. Die Helfer erklärten Vereinsleben und Aufgaben. In vielen Gesprächen gab es wertvolle Anregungen für die weitere interkulturelle Öffnung von Vereinen und Organisationen. Dazu gab es reichlich Gelegenheit zum Ausprobieren der vorhandenen Technik.

Im Jahr 2011 wurden im Freistaat Sachsen 911 Menschen eingebürgert.

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