Bundeskonferenz der Ausländer- und Integrationsbeauftragten empfiehlt Arbeitsmarktzugang auch für Asylsuchende

Pressemitteilung 17/2012 vom 12.12.2012

Asylsuchende sollen nach sechs Monaten Aufenthalt in Deutschland Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen und Deutsch lernen dürfen. Das empfahlen die Ausländer- und Integrationsbeauftragten der Länder zum Abschluss ihrer Konferenz am 10. und 11. Dezember in Magdeburg.

Asylsuchende sollen nach sechs Monaten Aufenthalt in Deutschland Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen und Deutsch lernen dürfen. Das empfahlen die Ausländer- und Integrationsbeauftragten der Länder zum Abschluss ihrer Konferenz am 10. und 11. Dezember in Magdeburg.

Die Ausländer- und Integrationsbeauftragten der Länder sprechen sich dafür aus, allen in der Bundesrepublik Deutschland legal aufhältigen und geduldeten Ausländerinnen und Ausländern nach sechs Monaten den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit soll aktiv gefördert, gefordert und vorbereitet werden, insbesondere durch Zugang zu Deutschkursen von Anfang an.

Die Empfehlung geht auf die Initiative von Sachsens Ausländerbeauftragten Martin Gillo zurück. Gillo: „Bisher begünstigen wir mit verordneter Untätigkeit Verhaltensmuster, die wir dann später kritisieren. Viele Flüchtlinge bringen Potentiale mit, die sie in unsere Gesellschaft einbringen wollen. Wir sind überzeugt, dass wir als Gesellschaft davon profitieren, wenn wir ihnen das gestatten. Mit dieser Initiative greifen wir einen Vorschlag wieder auf, den Wolfgang Schäuble 2006 als damaliger Bundes- Innenminister gemacht hat."

Im Mittelpunkt der zweitägigen Jahrestagung standen aktuelle Zuwanderungsentwicklungen, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie Aufnahme, Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, werben die Länderbeauftragten für eine zügige Verabschiedung und Umsetzung der Länder-Gesetzgebung zur verbesserten Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Damit sollen die Potentiale von Zugewanderten besser zur Fachkräftesicherung genutzt werden.

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