Landesärztekammer und Ausländerbeauftragter des Freistaates loben Beitrag ausländischer Ärztinnen und Ärzte in Sachsen

Pressemitteilung 1/2013 vom 14.01.2013

Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Jan Schulze, und der Sächsische Ausländerbeauftragte, Martin Gillo, haben den Beitrag ausländischer Ärztinnen und Ärzte für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Sachsen gelobt.

Professor Jan Schulze betonte ausdrücklich, „dass die Kolleginnen und Kollegen vor allem in den ländlichen Regionen maßgeblich dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten gut versorgt werden. Einige Kliniken könnten den Betrieb mancher Stationen ohne die internationalen Ärztinnen und Ärzte nicht aufrechterhalten, weil sie in Deutschland keine Ärzte finden“. Der Anteil ausländischer Ärztinnen und Ärzte in Sachsen liegt bei neun Prozent aller berufstätigen Ärzte.

Schulze und Gillo befürworten weitere Integrationshilfen für die ausländischen Mediziner.

Schulze setzt auf berufsbegleitende weiterführende Sprachkurse, die helfen, die Verständigung mit Patienten oder Kollegen ständig zu verbessern. Viele Krankenhäuser in Sachsen würden bereits solche berufsbegleitenden Sprachkurse anbieten. Dazu kämen Fachsprachenkurse von privaten Trägern oder des Goethe-Institutes in Dresden.

Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo betonte: „Die Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte in den Versorgungsalltag gelingt uns am besten, wenn wir neben den fachlichen und sprachlichen Kompetenzen der Zuwanderer auch auf eine stärkere interkulturelle Verständigung in den Kliniken, Praxen und Versorgungszentren setzen. Dazu gehört, dass sich die deutschen Ärzte, ihre ausländischen Kollegen und das deutsche Fachpersonal noch mehr als Team verstehen und sich unterstützen. So können Fach- und sprachliche Kompetenzen im Interesse der Patienten und zur Sicherung der medizinischen Qualität miteinander verbunden werden.“

Voraussetzung für einen ausländischen Arzt, der eine ärztliche Tätigkeit in Sachsen aufnehmen will, sind neben der fachlichen Eignung auch gute Kenntnisse der deutschen Sprache. Die Sprachkenntnisse müssen mindestens dem Sprachniveau B 2 des europäischen Referenzrahmens entsprechen. Der Nachweis der Sprachkenntnisse muss gegenüber der zuständigen Landesdirektion bei Beantragung einer Berufserlaubnis/Approbation sowie gegenüber dem Arbeitgeber erfolgen.

Ansprechpartner für die Presse


Markus Guffler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden


Telefon: 0351 493-5171
Telefax: 0351 493-5474
E-Mail schreiben