Einbürgerungsfest 2015

Junge mit Deutschlandfahne

Junge mit Deutschlandfahne

Veranstaltung vom 20.05.2015 bis 14.07.2015

Am Samstag, dem 13. Juni 2015 war es wieder soweit: Der Sächsische Innenminister und der Ausländerbeauftragte trafen sich im Sächsischen Landtag mit den Menschen, die im Vorjahr in Sachsen die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten und somit eingebürgert wurden.

Im Freistaat Sachsen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1093 Menschen eingebürgert. Seit mehreren Jahren wird dieser wichtige Schritt noch einmal im festlichen Rahmen gewürdigt. Die gemeinsamen Einladungen durch den Sächsischen Staatsminister des Innern Markus Ulbig und den Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth  folgten über 250 Gäste. Im Namen von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler begrüßte Horst Wehner, Vizepräsident des Landtages, die neuen Staatsbürger.

Eingebürgerte kamen zu Wort

Stefano Antonelli verließ vor 20 Jahren die ewige Stadt Rom und ging nach Chemnitz. Zur allgemeinen Heiterkeit erzählte er während der Feststunde, dass er sich zwar mittlerweile mehr mit Deutschland als Italien identifiziere, aber die italienische Küche behalte ihren festen Platz in seinem Alltag. Die Identifizierung mit Deutschland sei sicher auch bei den anderen Eingebürgerten ähnlich und ein Beweggrund, sich für die deutsche Staatsbürgerschaft zu entscheiden.

Denn wo es einem gut geht, da ist das Vaterland, bekräftigte auch Vizepräsident Horst Wehner in seinem Grußwort. Er begrüßte es als einen Fortschritt, dass Einbürgerungen heute nicht mehr auf Ablehnung oder nur Duldung stoßen, sondern zunehmend als Chance verstanden würden.

Sogar als Krönung versteht die ehemalige Polin Agnieszka Bossack-Magierska ihre neue Staatsbürgerschaft. Nachdem sie als Dolmetscherin am Oberlandesgericht vereidigt wurde und nun auch ihre Familie in Deutschland lebt, entschied sie sich zu diesem Schritt. Doch anfangs hatte sie ihre Probleme mit dem Sächsischen und erinnert sich: „Als ich nach Chemnitz kam stellte ich fest: Fünf Jahre Germanistik studiert und du verstehst überhaupt nichts. Das war am Anfang wirklich schwierig, aber mittlerweile geht’s.“

Probleme mit den so unterschiedlichen Mentalitäten vermutete auch Nancy Mengelberg, als sie nach 30 Jahren in der kubanischen Tourismusbranche nach Deutschland kam. Doch das bestätigte sich für sie nicht. Mit Freude übt sie jetzt einen sehr deutschen Beruf aus: Buchhalterin im deutschen Steuerrecht.

Bereicherung für Sachsen

Die Einflüsse aus den unterschiedlichen Kulturen machten Sachsen schon immer stark, so der Innenminister Markus Ulbig in seinem Grußwort. Integration und kulturelle Vielfalt sollen kein „entweder oder“, sondern ein „sowohl als auch“ sein.

Besonders über diese Unterschiedlichkeiten der Lebenswege, die alle Eingebürgerten nach Sachsen führten, freute sich Geert Mackenroth. Mit Blick auf die Gäste sagte er, dass man in Zukunft noch weniger als jetzt einen Deutschen anhand seiner Hautfarbe oder seines Namens erkennen könne. „Zu diesem Deutschland, zu diesen Sachsen sagen Sie heute ganz bewusst ja und unser Land sagt mit Freude ja zu Ihnen, das ist allemal ein Grund zum Feiern.“

 

Impressionen von der Feierstunde im Sächsischen Landtag