Fest für die Eingebürgerten des Jahres 2010

Vizepräsidentin, Innenminister, Bischof und Ausländerbeauftragter schunkeln

Vizepräsidentin, Innenminister, Bischof und Ausländerbeauftragter schunkeln

Veranstaltung am 21.05.2011

Etwa 300 neue Staatsbürger folgten der Einladung des Sächsischen Innenministers und des Sächsischen Ausländerbeauftragten. Die sehr persönliche Festansprache hielt Bischof Joachim Reinelt. Ein besonderes fröhliches Willkommen entbot Herr Arnold Böswetter.

Impressionen vom Einbürgerungsfest

Deutsche aus aller Welt feiern Einbürgerungsfest

Herr Böswetter hüpft Trampolin

Herr Böswetter demonstriert Entspannungsübungen

Im Plenarsaal des Sächsischen Landtags fand der offizielle Festakt für die Personen und Familien statt, die im Jahr 2010 in Sachsen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben.

Innenminister Markus Ulbig betonte in seiner Begrüßung: „Ich freue mich, dass Sie in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. Die Einbürgerung ist ein Bekenntnis zu unserem Staat. Sie zeigen, dass Sie bei uns leben und sich einbringen wollen.“

Er verwies auf die erfolgreiche Zuwanderungsgeschichte Sachsens und betonte den Beitrag jedes und jeder Einzelnen, die sich um eine Einbürgerung bemühen: „Es sind Menschen wie Sie, die diese Erfolgsgeschichte fortschreiben!“ Er warb in diesem Zusammenhang auch dafür, die Sächsische Zuwanderungsinitiative zu unterstützen: „Geben Sie Ihre Erfahrungen weiter und seien Sie ein Beispiel. Sachsen braucht Leute wie Sie!“

Für den Sächsischen Ausländerbeauftragten Martin Gillo ist das Einbürgerungsfest ein wichtiger Teil der sächsischen Willkommensgesellschaft. „Hier in Dresden feiern Deutsche aus aller Welt ihre Vielfalt und ihre Gemeinsamkeit!“ Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger brächten eine große individuelle und kulturelle Vielfalt in unser Gemeinwesen ein, die ein Gewinn für Sachsen sei.

Die Unterschiede zwischen denen, die hier geboren und denen, die dazugekommen seien, solle man nicht als Trennendes, sondern als sich Ergänzendes und einander Stärkendes sehen, als etwas, das man vereinbaren könne. Dabei seien die Gemeinsamkeiten die Brücken zum Miteinander: „Reden wir über das, was uns eint. Reden wir darüber, wie wir unsere verschiedenen Talente miteinander verbinden und erfolgreich zu unseren gemeinsamen Zielen kommen. Reden wir darüber, was wir voneinander lernen können!“ In seinem Verständnis sei Integration ein lebenslanger Lernprozess für beide Seiten.

Bischof Joachim Reinelt ermutigte die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in seiner Festrede, Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen, um in Sachsen richtig heimisch zu werden. „Sie haben etwas zu geben: Seien Sie deshalb stolz auf Ihre Wurzeln und stolz auf Ihre neue Heimat!“

Den kulturellen Höhepunkt setzte der Puppenspieler Franz W. Lasch. Er verkörperte Herrn Arnold Böswetter, einen Allesredner, Charmeur der alten Schule und Vermittler von homöopathischen Gesunderhaltungstipps.

Im Jahr 2010 wurden im Freistaat Sachsen 857 Menschen eingebürgert.