Integrationspreis 2011

5 verschiedene Jugendliche stapeln die Hände aufeinander

5 verschiedene Jugendliche stapeln die Hände aufeinander

Veranstaltung vom 25.11.2011 bis 25.12.2011

Zum zweiten Mal schrieben die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz und der Sächsische Ausländerbeauftragte gemeinsam den Integrationspreis aus. Er stand unter dem Motto "Gemeinsamkeit in Vielfalt" und wurde am 25. November 2011 an vier Projekte verliehen.

Gruppenbild der Preisträger 2010 im Plenarsaal

Die Preisträger 2011 im Plenarsaal des Sächsischen Landtags

Bon Courage e. V. erhielt den 1.Preis

Band Banda Comunale

Banda Comunale eröffente die stimmungsvolle Feierstunde

Den mit 2.500 € dotierten 1.Preis  nahmen die Vereinsmitglieder des Bon Courage e. V.  aus Borna im Rahmen einer Festveranstaltung im Sächsischen Landtag in Empfang. Seit 2007 engagieren sich die etwa 60 Mitglieder im Alter zwischen 16 und 24 Jahren für Asylbewerber. Ehrenamtlich organisieren sie integrative Volleyballspiele, zu denen sie die Migranten in den Asylbewerberunterkünften abholen. Außerdem helfen sie bei Behördengängen, Arztbesuchen, Übersetzungen oder Formularen und unterstützen die Migranten in der neuen Umgebung.

Den zweiten Preis, der mit 1.500 € dotiert ist, erhielt der Ausländerrat Dresden e. V. für sein Projekt „Die Bildungspatenschaften“. 84 Paten und Patinnen konnte der Verein gewinnen, Schülern aus Migrantenfamilien zur Seite zu stehen. Neben der schulischen Hilfe stehen die vertrauten Paten auch bei der Bewältigung von Alltagsproblemen hilfreich zur Seite. Eins zu eins werden die Kinder und Jugendlichen so betreut..

Das Projekt “Science goes to School!” des Dresden International PhD Program (DIPP) wurde mit dem dritten Preis und 500 € geehrt. Die internationalen Promotionsstudenten sind selbst als Lehrende in Dresdner Schulen unterwegs. Sie vermitteln Wissen und schlagen so Brücken zur deutschen Gesellschaft. Das Projekt entstand als konstruktive Reaktion nach dem Mord an der Wissenschaftlerin Marwa El-Sherbini.

Den Sonderpreis des Sozialministeriums für Junge Projekte nahm der Verein zur Förderung von Fraueninitiativen - Frauenzentrum „Regenbogen“ e. V. aus Döbeln entgegen. Das Projekt „Future Kids“ bestärkt Kinder zwischen 7 und 17 Jahren  und befähigt sie, sich in der Gesellschaft zu entwickeln. Dabei helfen Theater, Sport und Kreativspiele, die eigenen Stärken wahrzunehmen und gleichberechtigt miteinander umzugehen. Durch den Kontakt mit den vor Ort ansässigen Hilfs- und Freizeitangeboten wird Isolation verhindert.

Insgesamt bewarben sich 43 Vereine, Verbände, Initiativen und Privatpersonen um den Preis. Gefragt waren Ideen, mit denen es in der Praxis gelingt, die Achtung vor dem Anderen zu fördern und ein vielfältiges gemeinsames Leben zu gestalten - von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Alle Bewerber wurden zur Preisverleihung am 25. November 2011 nach Dresden eingeladen, um ihr Engagement zu würdigen. Parallel zur Preisverleihung entstand eine Dokumentation in Form einer Plakatausstellung und einer Broschüre. Diese soll zum Nachmachen und Ideenfidnen anregen.

Ausschreibung 2011

Christine Clauß und Martin Gillo

Christine Clauß u. Martin Gillo

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Sachsen engagieren sich viele Menschen gemeinsam für ein friedliches und konstruktives Miteinander – trotz oder gerade wegen aller Unterschiede in Kultur, Herkunft oder Religion. Die Projekte des vergangenen Jahres haben uns gezeigt: Unterschiede machen keinen Unterschied mehr, wenn man sich für ein gemeinsames Ziel engagiert! Dieses positive Bewusstsein von kultureller Vielfalt wollen wir im Interesse unserer gemeinsamen Zukunft weiter fördern.

Deshalb vergeben wir zum zweiten Mal gemeinsam den Sächsischen Integrationspreis unter dem Motto „Gemeinsamkeit in Vielfalt“. Wir wollen wissen, wie es Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Sachsen gelingt, ein vielfältiges gemeinsames Leben zu gestalten – im Sport- oder Kulturverein, in der Eltern- und Bildungsarbeit, bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Nachbarschaftsprojekt, im Unternehmen oder auch beim Feiern. Wie engagiert man sich in unserem Land für ein gutes Miteinander? Wie wird Neugier auf Vielfalt und der Respekt vor anderen gefördert?

Zeigen Sie uns, wie Sie in Ihrem Alltag, in konkreten Projekten oder Initiativen Gemeinsamkeit in Vielfalt leben. Zeigen Sie uns, wie man aus Worten Taten macht, wie man Teilhabe ermöglicht und die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft befördert. Unterstützen Sie uns mit Ihren Beispielen und bewerben Sie sich für den Sächsischen Integrationspreis 2011!

Wer kann teilnehmen?

Bewerben können sich Vereine, Verbände, Initiativen und Privatpersonen,
die auf dem Feld der Integration tätig sind, mit aktuellen Projekten (2010/2011). Projekte können selbst eingereicht oder von anderen Personen oder Institutionen nominiert werden.

Was kann man gewinnen?

Für den Sächsischen Integrationspreis stehen insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung. 4.500 Euro werden vom Sächsischen Ausländerbeauftragten und 1.500 Euro vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz eingebracht.
Diese Summe wird auf mehrere Einzelpreise aufgeteilt. Auf den ersten Preis entfallen 2.500 Euro, auf den zweiten 1.500 Euro und auf  den dritten Preis 500 Euro.

Außerdem wird ein Sonderpreis über 1.500 Euro für Projekte vergeben, die sich speziell an Kinder und Jugendliche wenden oder von jungen Akteuren getragen werden.

Wer trifft die Entscheidung?

Die Projekte werden von einer Jury ausgewählt, deren Mitglieder in unterschiedlichsten Bereichen der Integration tätig sind und die verschiedene Perspektiven in die Beurteilung einbringen.

Den Vorsitz führen die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz und der Sächsische Ausländerbeauftragte gemeinsam.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wann und wo ist die Preisverleihung?

Die prämierten Projekte werden am 25. November 2011, 17 Uhr im Sächsischen Landtag unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler ausgezeichnet.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren?

Ab dem 1. Juli 2011 finden Sie unter der angegebenen Internetadresse die konkreten Bewerbungsunterlagen. Sollten Sie keinen Internetzugang haben, senden wir Ihnen die Unterlagen gern zu.

Einsendeschluss ist der 9. September 2011 bei der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten. Später eingehende oder unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden.

Ihre Bewerbung enthält die geforderten unterschriebenen Unterlagen , eine maximal dreiseitige Projektbeschreibung, sowie, wenn vorhanden, Referenzen, Presseartikel oder ähnliches und geht per Post an die folgende Adresse:

Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten

Telefon: 0351 493 5171
E-Mail schreiben

Zusammensetzung der Jury 2011

Frau Christine Clauß MdL
Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz

Prof. Dr. Martin Gillo MdL
Sächsischer Ausländerbeauftragter

Prof. Dr. Wolfgang Donsbach
Institut für Kommunikationswissenschaften TU Dresden

Frau Anja Treichel
Beratungs- und Geschäftsstelle Leipzig
Verband Binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.

Frau Nadine Steinhäuser, M.A. 
AG In- und Ausländer e.V.
Chemnitz

Herr Nabil Yacoub
Sprecher des Sächsischen Migrantenbeirats

Herr Halil Kainak
Privatperson
Dresden