1. Diversitytag Sondernewsletter

Veranstaltung vom 11.06.2013 bis 11.08.2013

Am 11. Juni 2013 ist der 1. Deutsche Diversity-Tag. Er wird von der Charta der Vielfalt initiiert und soll zeigen, wie vielfältig Organisationen in Deutschland heute schon sind. Ziel für diesen Tag ist es, Aktionen für Vielfalt zu veranstalten oder Pressearbeit rund um das Thema Diversity zu betreiben. Aus Anlass des Tages wurde ein Sondernewsletter versandt, der Engagement für mehr Vielfalt in sächsischen Unternehmen, Oragnisationen oder Vereinen dokumentiert.

„Willkommensgesellschaft Sachsen: Chancen durch Vielfalt“

1. Mit dem Herzen gehört
2. Der Sächsische Integrationspreis 2013: Chancen durch Vielfalt
3. Infineon ist vielfältig – und in der Vielfalt liegt das Potenzial
4. GLOBALFOUNDRIES: Vielfalt als Schlüssel zum Erfolg
5. Die SYSTEMA GmbH: Engagiert für Vielfalt
6. TU Dresden: Welcome Center für internationale Forscher
7. TU Chemnitz: Career Service – Karriere ohne Grenzen
8. enter dresden: Das Ankommen begleiten
9. Berufsakademie Breitenbrunn: Interkulturelle Kompetenz für Studierende
10. IFW Dresden: Forschung lebt von Vielfalt
11. Integration durch Sport: Fairplay für Vielfalt 
12. Vogtlandkreis: Sport als Brücke für Asylsuchende
13. Vogtlandkreis: Integrationskurse ebnen Wege
14. Zwickau: Migrationszentrum für Zusammenhalt
15. Region Zwickau: Misch mit - Dialog für Demokratie!
16. Landkreis Mittelsachsen: Hilfe für Flüchtlinge in Freiberg 
17. Stadt Leipzig: Ort der Vielfalt
18. Europa-Haus Leipzig: Vielfalt ein Gesicht geben
19. Deutsche Angestellten-Akademie GmbH: Diversity als Ressource in der Erwachsenenbildung 
20. Handwerkskammer zu Leipzig: Fairness und Wertschätzung als Basis
21. Berufsförderungswerk Leipzig: Wenn Vielfalt Arbeitsinhalt ist 
22. Stadt Chemnitz: Integration und Zuwanderung sind Chefsache 
23. Stadt Dresden: Ort der Vielfalt 
24. Diversity Management im öffentlichen Dienst

 

1. Mit dem Herzen gehört

Alle Menschen werden Brüder!
Dieser Satz aus Schillers feierlichem Gedicht „An die Freude“ wurde durch Beethovens 9. Symphonie zum universalen Appell, dass alle Menschen der Welt zusammengehören. Doch wie macht man aus einem Appell selbstverständlichen Alltag? Wie erreichen wir Menschen in unserer Gesellschaft, die unter Ausgrenzung und Diskriminierung leiden? Wie holen wir sie in ihrer Not ab? Wie motivieren wir diejenigen, die sich Vielfalt aus Angst vor dem Verlust der eigenen Identität noch immer verschließen? Wie schaffen wir es, uns trotz aller Unterschiede in Herkunft, Glauben, Aussehen und Denken auf das Gemeinsame, das Verbindende zu besinnen? Wie können wir konstruktiv zusammenleben?

Ein Feld, auf dem das weltweit möglich ist, ist die Musik. Musik überwindet Grenzen und sie verbindet, was vorher unvereinbar schien. In ihr entsteht etwas Neues, Gemeinsames, Zukunftsweisendes.
Das „Oh happy Day“ des South African Youth Choir zum Beispiel macht die unterschiedlichen Hautfarben der Sängerinnen und Sänger vergessen und zeigt: Hier ist die gemeinsame Zukunft wichtig!

Das West-Eastern Divan Orchestra zeigt mit seinen Musikern aus Israel, Palästina und anderen arabischen Ländern, dass Menschen, die einander zuhören, gemeinsam Großes schaffen können.
Und kaum etwas hat die Herzen aller Amerikaner in den 60er und 70er Jahren so gut erreicht und zum Weg der gemeinsamen Zukunft bewegt wie das Lied: „We shall overcome“.

Dieses Lied passt gut zum ersten Diversity-Tag in Deutschland. Auch unser Weg zu einer Einheit in Vielfalt geht durch die Herzen. Musik kann unsere Herzen öffnen.

Deshalb träume ich davon, dass irgendwann einmal viele deutschsprachige Musiker mit unterschiedlichen Wurzeln ein Lied über eine gemeinsame und vielfältige Zukunft singen. Bis dahin haben wir das Lied „We shall overcome“.
http://www.youtube.com/watch?v=jW2MRTqzJug

Ihr Martin Gillo

 

2. Der Sächsische Integrationspreis 2013: Chancen durch Vielfalt

Seit dem 10. Juni 2013 läuft die Ausschreibung zum 5. Sächsischen Integrationspreis unter dem Motto „Willkommensgesellschaft Sachsen: Chancen durch Vielfalt“.

In diesem Jahr soll das Engagement für die interkulturelle Öffnung der sächsischen Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken. Dafür gibt es bereits viele gute Beispiele: Mittelständische Unternehmen, für die eine internationale Belegschaft zum Selbstverständnis gehört; Freiwilligenorganisationen, die auf Zuwanderer zugehen und um ihre Mitarbeit werben; Sportvereine, in denen Herkunft keine Rolle spielt; Gemeinden, die Zuwanderer aktiv in ihrer Mitte aufnehmen und Schulen oder Kitas, in denen Vielfalt Alltag ist.

Der Sächsische Integrationspreis 2013 will solche Beispiele bekannt machen. Ausgezeichnet werden drei Projekte oder Initiativen, die sich auf diesen und anderen Gebieten für eine interkulturelle Öffnung einsetzen. In diesem Jahr wird außerdem ein Sonderpreis an eine Einzelperson verliehen, die sich seit vielen Jahren für eine interkulturell offene sächsische Gesellschaft engagiert.

„Heute wissen viele, dass nur das bewusste Bekenntnis zu Vielfalt unserem Land Zukunft geben kann. Wir möchten auf diesem Wege weitergehen und ermutigen. Entscheidend ist nicht unsere unterschiedliche Herkunft – entscheidend ist, dass wir zusammen in Sachsen leben und hier gemeinsam unsere Zukunft gestalten.“, so Martin Gillo.

Der Wettbewerb wird gemeinsam von der Sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Christine Clauß und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Prof. Dr. Martin Gillo getragen. Beide sitzen der Jury aus Fachleuten und Vorjahrespreisträgern vor. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.
Bis zum 9. September können sich sächsische Unternehmen, Organisationen, Vereine, Verwaltungen, Initiativen und Einzelpersonen bewerben. Voraussetzung ist ein aktuelles Projekt aus 2012/2013. Alle Bewerber werden mit professioneller Pressearbeit begleitet und durch eine Broschüre und eine Ausstellung bekannt gemacht.

Die Preisverleihung findet am 29. November 2013 im Plenarsaal des Sächsischen Landtags statt, Schirmherr ist Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler.

Bewerbungsunterlagen und ausführlichere Informationen finden Sie unter
www.offenes-sachsen.de und
www.soziales.sachsen.de/Integrationspreis.html

 

3. Infineon ist vielfältig – und in der Vielfalt liegt das Potenzial

Die Unterschiedlichkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt zu verschiedenen Perspektiven, Ideen und Fähigkeiten. Erst diese Verschiedenartigkeit ermöglicht Innovationen und die Entwicklung kundenorientierter Produkte. Jeder und jede soll daher zum Erfolg des Unternehmens beitragen können – unabhängig von Alter, Behinderung, Geschlecht, Hautfarbe, Kultur, Nationalität, Religion oder sexueller Orientierung. Individuelle Unterschiede verstehen wir als einen Gewinn. Mit Diversity Management fördern wir eine Kultur, in der jeder seine Leistung frei entfalten kann.

Die drei strategischen Schwerpunkte unseres Diversity Managements sind die „Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben“, die „Unternehmenskultur der Chancengleichheit“ und der „Demografische Wandel“.
In der Vergangenheit haben vor allem Aktivitäten zur Förderung der Chancengleichheit sowie zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie unsere Arbeit geprägt. Ziel ist es, Familienbewusstsein bei Infineon zu leben und in der Unternehmenskultur zu verankern. Die Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ und die Betriebsvereinbarung „Fairness am Arbeitsplatz“ sind zwei Beispiele für Infineons grundlegendes Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung des Menschen. Am Standort Dresden arbeiten derzeit Mitarbeiter aus mehr als zwanzig Nationen zusammen.

Aktuell steht die Entwicklung von Frauen in Führungspositionen im Fokus. Wir haben uns vorgenommen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis zum Jahr 2015 weltweit auf 15% und bis zum Jahr 2020 auf 20% zu erhöhen. Dabei ist es für Infineon eine herausragende Aufgabe, insbesondere in den technischen Bereichen, eine zukunftsfähige Nachwuchsplanung sicherzustellen.

 

4. GLOBALFOUNDRIES: Vielfalt als Schlüssel zum Erfolg

Nicht von ungefähr ist „global“ Teil unseres Namens. GLOBALFOUNDRIES hat Fertigungs- und Entwicklungsstandorte in den USA, Asien und Europa. Allein in der Fab 1 in Dresden, Europas größtem und modernstem Halbleiterwerk, arbeiten mehr als 3.600 Kollegen aus 54 Nationen Seite an Seite.
Für uns ist dieses internationale Teamwork ein wichtiger Bestandteil unserer Erfolgsgeschichte. Ein amerikanisches Unternehmen baut auf sächsische Stärken und auf Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

„Für mich ist es spannend zu sehen, wie sich der kulturelle Hintergrund der Menschen auf ihre Arbeitshaltung auswirkt. Aufgrund der kulturellen Unterschiede sind die Art zu denken und der Denkprozess selbst sehr vielfältig. Die Diskussionskultur und die Art, wie Meinungsunterschiede gehandhabt werden, sind nur ein Beispiel“, sagt Hanssen Soondrum, der aus Mauritius stammt und seit Anfang 2013 als Prozessingenieur bei GLOBALFOUNDRIES in Dresden arbeitet.

„Für unser tägliches Miteinander sind gegenseitiges Verständnis, Respekt und Neugier auf die Kultur des Anderen besonders wichtig.“, sagt Michael Roos, Personaldirektor von GLOBALFOUNDRIES Fab 1 in Dresden. „Nach unserer Erfahrung macht uns gerade das Zusammenspiel der unterschiedlichen Mentalitäten und Vorgehensweisen, beispielsweise bei der Problemlösung, erfolgreich.“ Diese Vielfalt kommt nicht nur GLOBALFOUNDRIES, sondern auch der Wirtschaft, der Kultur und dem Lebensgefühl Dresdens und Sachsens zugute.

 

5. Die SYSTEMA GmbH: Engagiert für Vielfalt

Wir – das sind 130 IT-Experten für Automation in Dresden, Regensburg und den USA – haben die Charta der Vielfalt unterzeichnet und das aus gutem Grund. Die IT-Branche ist international aufgestellt. Das spiegelt sich in unserem Unternehmen nicht nur durch die vielen internationalen Kunden und unsere Niederlassungen im Ausland wieder. Auch in unserer Firmenzentrale in Dresden geht es international zu. Mitarbeiter aus 11 verschiedenen Nationen entwickeln und implementieren Software für die Automatisierung kompletter Fabriken auf der ganzen Welt.

Wir erleben Vielfalt nicht nur, wir leben diese Vielfalt - und das jeden Tag. Bei SYSTEMA genießen die Kollegen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund ein offenes und vorbehaltfreies Klima. Damit verbunden ist auch der Wunsch, die eigene Kultur mit den Kollegen zu teilen. Sie stoßen dabei auf viel Neugierde und offene Ohren. Dieses Klima fördern wir durch gelebte Integration in allen Belangen. Nicht nur bei internen Prozessen, sondern auch bei der Entwicklung unserer Mitarbeiter haben wir diese besonderen Stärken durch die kulturelle und persönliche Vielfalt immer im Blick.

Mit dem 1. Deutschen Diversity-Tag verbinden wir die Hoffnung, dass noch mehr Unternehmen auf diese Stärken und dieses Potenzial aufmerksam werden und sich von unserer Unbeschwertheit anstecken lassen, denn Vielfalt ist eine Bereicherung für alle Kollegen.

 

6. TU Dresden: Welcome Center für internationale Forscher

Im Zuge der Internationalisierung von Campus, Stadt und Land leistet die TU Dresden einen wichtigen Eigenbeitrag. Mit der Einrichtung eines eigenen Welcome Centers ist ein hohes Maß an Qualität im Prozess der Integration ausländischer Forscher und deren Familien erreicht.

Im Idealfall werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die formelle und soziale Integration des Forschers wird erleichtert und beschleunigt, der Forscher selbst kann seine Tätigkeit meist ohne bürokratische Verzögerungsschleifen rasch beginnen und die Kollegen an den Instituten sind von Hilfestellungen bei der Wohnungs- und Schulplatzsuche für den neuen ausländischen Kollegen befreit.

Eine Welcome Tour, die die Anmeldung bei der Stadt, eine Bankkontoeröffnung sowie weitere Anlaufstellen mit einem kurzen Stadtrundgang verbindet, nehmen die meisten Forscher in Anspruch. Eine Welcome-Tasche mit Erstinformationen zu Stadt und Campus sowie ein ausgefeiltes Sprach- und Kulturprogramm sind Angebote, die den Wissenschaftlern neben der eigentlichen Beratung und Begleitung zu allen praktischen Integrationsthemen durch die Forscherberater des Welcome Centers gemacht werden.

 
Wichtiger Bestandteil der strategischen Ausrichtung ist es, die Vernetzung der internationalen Doktoranden und Post-Doktoranden an Dresdner Forschungseinrichtungen zu unterstützen und mit spannenden Veranstaltungen zu begleiten.
Mehr Informationen gibt es unter
www.welcomecenter.tu-dresden.de

 

7. TU Chemnitz: Career Service – Karriere ohne Grenzen

Der Career Service der TU Chemnitz bietet internationalen Studierenden der Universität zahlreiche Infoveranstaltungen, Workshops und individuelle Beratung zum Thema Karriere in Deutschland. „Mit den Angeboten zeigen wir unseren Internationals Wege in den deutschen Arbeitsmarkt. Wir sehen darin einen Beitrag zur Willkommenskultur in Sachsen“, sagt Dr. Christian Genz, Projektgeschäftsführer des Career Service der TU Chemnitz.

Im dem Projekt Transnational Career Service kooperiert die TU Chemnitz zudem mit Partnerhochschulen in Ústí n.L. und Liberec. Ziel ist die grenzübergreifende Karriereförderung von Studierenden und Absolventen im sächsisch-tschechischen Grenzraum. Dabei unterstützen die Chemnitzer Karriereexperten ihre tschechischen Kolleginnen und Kollegen beim Aufbau von Career Service-Leistungen. Im Februar 2013 fanden in Ústí n.L. und Liberec erstmals Infoveranstaltungen zum transnationalen Karrierestart statt. Dabei informierten sich Studierende beider Universitäten über Karriereperspektiven, attraktive Branchen und Arbeitgeber in Sachsen. Vorläufiger Höhepunkt des Projektes waren die Career Days in Chemnitz (24.-25.4.2013). Rund 100 Studierende verschiedener Nationen erhielten Einblicke in
den deutschen Arbeitsmarkt und setzten sich in Workshops, Vorträgen und Firmenexkursionen mit ihren Berufschancen auseinander.

Im Projektverlauf sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter eine internationale Career Service Konferenz in Chemnitz. Die Projekte Career Service und Transnational Career Service der TU Chemnitz werden vom Europäischen Sozialfonds und dem Freistaat Sachsen gefördert.

 

8. enter dresden: Das Ankommen begleiten

Globalisierung erfordert von Mitarbeitern internationaler Unternehmen heute ein hohes Maß an Flexibilität. Die Versetzung eines Mitarbeiters, egal ob national oder international, bedeutet für jede Firma, für den Angestellten selbst und vor allem für dessen Familie eine große Herausforderung.

Auch viele sächsische Firmen haben Mitarbeitende aus dem Ausland. Beim Ankommen in ihrer neuen Heimat werden sie nicht nur von ihren Arbeitgebern direkt unterstützt, sondern auch von Relocation-Firmen.

So unterstützt enter dresden Relocation Services Zuwandernde und ihre Familien im Auftrag der Arbeitgeber beim Ankommen und beim Eingliedern in die neue Umgebung. Die Mitarbeiter von enter dresden haben alle selbst Zeit im Ausland verbracht und verfügen dadurch über das gewisse Maß an Feinfühligkeit, den Eingewöhnungsprozess behutsam zu begleiten. Als Mitglied im Verband der Europäischen Relocation-Agenturen - der EuRA - fühlen wir uns selbstverständlich deren festlegten Qualitätsstandards verpflichtet.

Neben Orientierungstouren zum Kennenlernen der neuen Umgebung und des Mietmarktes bieten wir Unterstützung bei der Wohnungssuche, den Mietvertragsverhandlungen, der Wohnungsübergabe, übernehmen die Anmeldung bei den Versorgungsbetrieben sowie die Organisation von Telefon- und Internetanschlüssen. Weiterhin helfen wir bei der Bankkontoeröffnung und leisten Unterstützung beim Abschluss einer Krankenversicherung und aller weiterer Versicherungen, die für den neuen Mitarbeiter wichtig sind. Auch Behördengänge aller Art gehören dazu – von der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, über das Arbeitsgenehmigungsverfahren und die Beantragung von Aufenthaltsgenehmigungen und Kindergeld, über Führerscheinumschreibungen bis hin zur Unterstützung bei der Kindergarten- und Schulsuche.

Ebenso bieten wir in Einzelfällen auch Sprachunterricht, Dolmetsch – und Übersetzungsleistungen an – den zum Ankommen gehört vor allem auch die Sprache.
Weitere Informationen über uns finden sind auf unserer Webseite unter
www.enterdresden.com

 

9. Berufsakademie Breitenbrunn: Interkulturelle Kompetenz für Studierende

Das ESF-Projekt „Zusatzqualifikation zur Förderung der interkulturellen Kompetenz von Studierenden der Berufsakademie Sachsen“ (Laufzeit: 01.01.2012 – 31.01.2014) zielt auf die bedarfsgerechte Konzeption, Erprobung und Evaluation eines Studienmoduls zum Erwerb interkultureller Handlungskompetenz von Studierenden der Berufsakademie Sachsen.

In dem Studienmodul werden nicht nur fundiertes Wissen über andere Kulturen, Länder und Lebenswelten (u.a. China, Indien, Polen, Russland, Tschechien, Türkei), sondern auch allgemeine Fähigkeiten vermittelt, Probleme interkultureller Kommunikation in beruflichen Zusammenhängen effektiv lösen zu können. Außerdem wird trainiert, wie eine wechselseitige Verständigung, Wertschätzung und (Um-)Gestaltung einer gemeinsamen Berufs- und Arbeitswelt erfolgen kann. Nach erfolgreicher Evaluation des Pilotkonzepts an der Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn soll die Zusatzqualifikation auch an den anderen 6 Standorten der Berufsakademie Sachsen nachhaltig implementiert werden.

Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt, an dem u.a. die Technischen Universität Dresden, Professur für Didaktik des beruflichen Lernens und Lehrens (Prof. Dr. paed. habil. Hanno Hortsch, Dipl.-Berufspäd. Marcel Köhler, Lars Leidl, M.A., M.Sc.) und die Daetz-Stiftung Lichtenstein (Dipl.-Ing. Peter Daetz, Dr. Susanne Jantos, Dipl.-Wirt.-Ing. Mandy Weikelt) beteiligt sind.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter
http://www.ba-breitenbrunn.de/ikk

10. IFW Dresden: Forschung lebt von Vielfalt

Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) ist bereits 2008 der Charta der Vielfalt beigetreten. Das Leibniz-Institut IFW Dresden verfolgt den Anspruch, zu den international führenden Forschungsinstituten auf dem Gebiet der naturwissenschaftlich fundierten Materialwissenschaft zu gehören. Dabei kooperiert das IFW weltweit mit Forscherteams und ist international stark vernetzt. Dies drückt sich in einer hohen Zahl ausländischer Gastwissenschaftler, Stipendiaten und Doktoranden aus. Das IFW sieht darin ein großes Potential für die Kreativität und Leistungsfähigkeit, das bewusst gefördert und genutzt wird.

Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören die Beteiligung des IFW am Welcome-Center der TU Dresden und der Stadt Dresden, die Finanzierung und Organisation von Deutschkursen für nicht-deutschsprachige Beschäftigte sowie Englischkurse für die Angestellten in der Verwaltung.

Zu unseren Diversity-Aktivitäten gehörten außerdem, die Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern sowie Auslandspraktika für unsere Auszubildenden zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde im IFW Dresden ein Raum der Stille eingerichtet, ein konfessionsfreier und -übergreifender Ort der inneren Einkehr, der Meditation und des Gebets, der allen Beschäftigten und Gästen offen steht.

 

11. Integration durch Sport: Fairplay für Vielfalt

Respekt, Anerkennung und Fairness gegenüber den vielfältigen Lebens- und Kulturkonzepten anderer Menschen - all das sind Grundvoraussetzungen für den alltäglichen, positiven Umgang mit Vielfalt. Das Programm „Integration durch Sport“ am Landessportbund Sachsen steht für ebendiesen respektvollen Umgang miteinander und setzt dies in seiner täglichen Arbeit um. Beste Beispiele dafür sind die „Sparkassen Fairplay Soccer Tour“ und der Kurs „Aktiv und Gesund“.

Die integrative Fairplay Soccer Tour, welche jedes Jahr in den ostdeutschen Bundesländern stattfindet, besteht aus zwei Teilen: dem Turnier selber sowie Workshop-Vormittagen an Schulen in den jeweiligen Tour-Standorten. Die Workshops beschäftigen sich thematisch mit dem Erstellen einer Fairplay-Charta für faires Verhalten im Alltag und im Sport, mit Rassismus auf dem Bolzplatz oder der Vielfalt Afrikas. Bei dem Soccer-Turnier am Nachmittag gelten besondere Fairplay-Regeln sowohl für die Spieler als auch die Zuschauer und Betreuer.

Am 25.06.2013 startet die Fairplay Soccer Tour in Sachsen mit Stationen in Aue, Chemnitz, Löbau und Freiberg. Das Landesfinale und gleichzeitig Qualifikationsturnier für das Bundesfinale in Prora (Rügen) findet am 28.06.2013 in Freiberg statt. Weitere Informationen können auf folgender Tour-Homepage gefunden werden http://www.soccer-tour.de/home.html

Fairplay und Respekt sind auch im Kurs „Aktiv und Gesund“ vom 16. – 20.06.2013 im Sportpark Rabenberg von großer Bedeutung. Dieser Kurs für ältere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie für Menschen mit Behinderungen lebt von der Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dass Menschen mit Behinderungen hier nicht nur wörtlich „mittendrin“ sind, ist selbstverständlich. Dies schafft der Kurs durch gemeinsame Übungseinheiten wie Nordic Walking, Wassergymnastik, „Gesunder Fuß“, Tanz oder dem Anfertigen von Collagen.

Fairplay - Im Leben und im Sport. Für dieses Motto steht „Integration durch Sport“. Nicht nur in Sachsen.
Informationen gibt es unter
http://www.integration-durch-sport.de/

 

12. Vogtlandkreis: Sport als Brücke für Asylsuchende

Das Nichtstun zermürbt. Herumsitzen, herumlaufen, miteinander plaudern. Eine sinnvolle Tätigkeit: Fehlanzeige. Abwechslung bietet allenfalls der Termin bei der Behörde. Der Tag verliert seine Struktur, Nerven liegen blank. Manche leben seit Jahren so. Es ist der Alltag im Asylbewerberheim. Welche Probleme, welche Träume haben die Flüchtlinge? Was erwarten sie von einem Leben in Deutschland?
Langeweile, Verzweiflung - aber auch Momente ausgelassener Freude und immer wieder Hoffnung auf ein neues, besseres Leben in Deutschland.

Seit Anfang diesen Jahres leitet Herr Steffen Seifert das Asylbewerberwohnheim in der Stadt Plauen. Er hat das Konzept geändert, arbeitet mit dem Fanprojekt Plauen - Vogtland e. V. zusammen. Die Bewohner haben nun die Gelegenheit sich regelmäßig sportlich zu betätigen, Fußball zu spielen.

Am 11. Juni 2013 wird Herr Seifert mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten einen Sportlichen - Lauf - Tag organisieren. Die Strecke soll ca. 3 - 5 km betragen.
Damit wollen wir bei weiteren Heimbewohnerinnen und - bewohnern das Interesse für Sport gewinnen und zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung beitragen!
Veronika Glitzner
GleichstelIungs -, Integrations – und Frauenbeauftragte Vogtlandkreis

 

13. Vogtlandkreis: Integrationskurse ebnen Wege

Gute Deutschkenntnisse sind der wichtigste Schlüssel für eine gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in der Gesellschaft. Sie steigern die Chancen zur Integration in den Arbeitsmarkt, sind die Grundlage für erfolgreiche Bildung und öffnen Wege in die Gesellschaft. Viele Sprachkurs- und Integrationskursträger sind in Sachsen daran beteiligt, diese Wege zu ebnen.

So arbeitet die Witt Schulungszentrum GmbH im Vogtland schon seit mehr als 20 Jahren als Träger von Deutsch- bzw. Integrationskursen und hat so schon viele Zuwanderer bei ihrem Weg in die Gesellschaft unterstützt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat diese Verdienste mit der Zertifizierung als Anbieter von Integrationskursen anerkannt.

Die Fachbereichleiterin für Integrationskurse, Ulrike Weber, ist Diplomlehrerin für Deutsch und Geschichte und verfügt über langjährige Lehrerfahrung im Bereich Deutsch als Fremdsprache. Entsprechend der Vorgaben des BAMF konzipiert sie die Sprachkurse und unterhält Kontakte zu den genehmigenden Stellen. Alle Lehrkräfte verfügen ebenso über umfangreiche Erfahrungen als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache und sind beim BAMF als Sprachlehrer anerkannt.

Die sozialpädagogische Betreuung liegt in den Händen einer russischen Muttersprachlerin. Sie hilft bei der Bewältigung der Alltagsprobleme, wie Behördengängen, Suche nach einer Kinderbetreuung, Wohnungs- und Arbeitssuche usw., damit sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz auf den Sprachunterricht konzentrieren können. Zudem arbeitet die Witt Schulungszentrum GmbH im Netzwerk „Migration“ des Vogtlandkreises mit den maßgeblichen Akteuren der Region eng zusammen.

 

14. Zwickau: Migrationszentrum für Zusammenhalt

Wir leben in einer globalisierten Welt. Globalisierung beinhaltet unter anderem die grenzenlose freie Wahl des eigenen Wohn- und Arbeitsorts sowie der Weg zu kultureller Verständigung. Aus diesem Grund ist Globalisierung ohne Demokratie nicht vorstellbar. Demokratie beginnt und wird bereits vor Ort verteidigt.
Wer sich engagieren möchte, braucht jedoch gute Angebote, Unterstützung und Anerkennung.

In Migrationszentrum Zwickau (Träger: Wir-Gemeinsam in Zwickau e.V.) wird durch Projektarbeit und Bürgerschaftliches Engagement von Zugewanderten und Einheimischen ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund wird die Möglichkeit geboten, durch gemeinsame Projektarbeit die Förderung der sozialen Kompetenzen und sozialen Kontakte auszubauen.

Die vorbeugende Arbeit gegen die rechtsextreme Szene, die Stärkung demokratischer Strukturen sowie Initiativen für Menschenrechte und gegen Rechtextremismus, Rassismus und Antisemitismus wurden mit Gesprächskreisen, Diskussionsrunden, Ausstellungen und erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit gestärkt. Im Juni 2013 erscheint im Rahmen der Projektarbeit der Interkulturelle Kalender 2014, welcher auf der Homepage www.integra-zwickau.de zu sehen sein wird. Im Kalender wird die Migrationsgeschichte des Zwickauer Stadtteils Eckersbach vorgestellt. Eine andere Broschüre „Z-wie Zusammenhalt“ stellt die Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund aus Zwickau vor, welche beruflich und ehrenamtlich in Zwickau aktiv sind. Diese Broschüre kann man ab August 2013 auf folgender Webseite anschauen:
www.integra-zwickau.de

 

15. Region Zwickau: Misch mit - Dialog für Demokratie!

Echt vielfältig sind die Mitglieder und Aktivitäten des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region. Um die vierzig Parteigruppen, Vereine, Gewerkschaften und andere Gruppen, Kirchgemeinden, Stadtverwaltung, Landratsamt und Polizeidirektion ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, für Demokratie und Toleranz zu werben. Das geschieht nicht nur bei den jährlichen Tagen der Demokratie und Toleranz. Ganzjährig bieten die einzelnen Akteure Lesungen, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Workshops, Weiterbildungen, Gedenkfeiern und viele andere Formate an. So werden auf ganz vielfältige Weise wichtige Themen immer wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

Koordinierungsbüro, Bündnisvertreterversammlung und der sechsköpfige Beirat bringen Fragen ins Stadtgespräch. So läuft im Jahr 2013, das unter dem Motto „Misch mit!“ steht, eine Befragung der Zwickauer Bevölkerung. Es gilt herauszufinden, wie wir in Zwickau mit dem unfreiwilligen Erbe umgehen wollen, das uns der NSU hinterlassen hat und vor allem, wie wir der Opfer gedenken sollten. Die Reaktionen auf diese Fragen sind nach wie vor sehr unterschiedlich – und das Bündnis sucht weiter den Dialog.

Auch das ist das Zwickauer Demokratiebündnis: Mit jungen Erwachsenen und Senioren haben wir uns die Sonderausstellung „Rechtsextreme Gewalt in Deutschland seit 1990“ im Militärhistorischen Museum in Dresden angesehen. Dabei wurden Vorurteile aufgebrochen und Gespräche in Gang gesetzt.

www.zwickauer-demokratie-buendnis.de

https://www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis
Koordinierungsbüro (in Rechtsträgerschaft des Alten Gasometer e. V. – Soziokulturelles Zentrum der Zwickauer Region)
Koordinatorin: Gundula Schubert
Kleine Biergasse 3
08056 Zwickau
Telefon 0375 2772117
E-Mail kontakt@demokratiebuendnis.de

 

16. Landkreis Mittelsachsen: Hilfe für Flüchtlinge in Freiberg

Unser Verein, der Arbeitskreis Ausländer und Asyl Freiberg e.V., hat sich 1995 aus einer Interessengemeinschaft heraus gegründet und ist seit dem 25. September 1999 ein eingetragener Verein. Wir haben derzeit 15 Mitglieder. Wir fördern die Fürsorge für ausländische Mitbürger, insbesondere für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte sowie für andere Flüchtlinge.
In Freiberg leben etwa 120 Flüchtlinge in einem Asylbewerberheim, meist alleinstehende Männer, aber auch Familien mit Kindern und wenige Frauen.

Eine derzeitige Förderung durch Aktion Mensch ermöglicht es, dass wir einen kleinen Deutschkurs im Heim durchführen und Sozialarbeit leisten. Wir führen Veranstaltungen durch, locken die Flüchtlinge aus dem Heim, um sie mit ihrer Umgebung vertraut zu machen und sie den tristen Heimalltag vergessen lassen. In früheren Förderperioden führten wir Hausaufgabehilfen für Schüler durch und begleiteten Jugendliche hin zur Berufsausbildung.

Sehr intensiv arbeiten wir mit der Heimleitung, der Ausländerbeauftragten Ilse Rose und der Ausländerbehörde zusammen. Weitere Ansprechpartner sind die Vereine in Freiberg und Umgebung sowie der Sächsische Flüchtlingsrat, wobei wir Partner des Netzwerkes Arbeitskreis Eine Welt (Freiberg) und des Netzwerkes Migration Mittelsachsen (Landkreis) sind.

Eine alljährliche Veranstaltung des AK Eine Welt ist das Fest der Kulturen im November, wobei wir in diesem Jahr bereits das 11. Fest begehen werden.
Arbeitskreis Ausländer und Asyl Freiberg e.V.
c/o Kornelia Metzing
E-Mail korneliametzing@yahoo.de

 

17. Stadt Leipzig: Ort der Vielfalt

Mit beinahe 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund, die ihre Wurzeln in über 160 Ländern der Welt haben, ist Leipzig – von Berlin abgesehen – die Stadt in den östlichen Bundesländern mit der größten ethnischen Vielfalt.

Die Stadt Leipzig will diese Vielfalt gestalten und sie als wesentliche Ressource für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung fruchtbar machen - mit einer Reihe von Grundsatzbeschlüssen und mit konkreten Aktivitäten. Das kürzlich verabschiedete „Gesamtkonzept zur Integration der Migrantinnen und Migranten in Leipzig“ mit seinen ca. 130 Einzelmaßnahmen, darunter auch zur gezielten Förderung der interkulturellen Öffnung, die Kommunale Gesamtstrategie für Demokratie und Vielfalt (2010), der Beitritt zur Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus und zu ihrem 10-Punkte-Aktionsplan (2009), die Auszeichnung mit dem Titel „Ort der Vielfalt“ (2008) oder das strategische Stadtentwicklungskonzept, das in allen vier Zielbereichen Aussagen zum Thema „Diversity“ enthält, sind einige Beispiele für das nachhaltige städtische Engagement, das auch die relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure einbezieht.

Sichtbar wird es nicht zuletzt bei den alljährlichen Internationalen Wochen gegen Rassismus im Frühjahr und Interkulturellen Wochen im Herbst, bei denen Leipzig bundesweit zur Spitzengruppe gehört. Ein Höhepunkt ist bei letzteren das große Interkulturelle Fest am 3. Oktober unter dem Motto „Einheit in Vielfalt“.
Derzeit prüft die Stadt Leipzig den Beitritt zur „Charta der Vielfalt"

 

18. Europa-Haus Leipzig: Vielfalt ein Gesicht geben

In Kooperation mit der Stadt Leipzig und dem Landespräventionsrat Sachsen startete das Europa-Haus im Sommer 2012 eine Fotoaktion zum Thema "Leipzig - Ort der Vielfalt". Die Fotomodelle, Leipziger nicht-deutscher Herkunft, geben der Aktion ein Gesicht und zeigen in einem kurzen Statement, was ihnen die Stadt Leipzig bedeutet.

Neben zehn verschiedenen Postkartenmotiven sind auch 57 unterschiedliche Plakate entstanden, die im Dezember 2012 flächendeckend in den Fahrzeugen der Leipziger Verkehrsbetriebe zu sehen waren. Die Kampagne setzte sich im Januar 2013 mit dem Aushang von großformatigen Postern im öffentlichen Raum fort. Fotografiert wurden die Modelle vom bekannten Leipziger Fotografen Mahmoud Dabdoub. Es ist gelungen, auf ansprechende Weise die kulturelle Vielfalt in Leipzig zu zeigen.

Derzeit sind die Plakate im Europa-Haus am Markt 10 ausgestellt und werden vom 23.09. bis 6.10.2013 im Rahmen der Interkulturellen Wochen der Stadt Leipzig im Neuen Rathaus Leipzig zu sehen sein.
Gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“, geht die Kampagne "Orte der Vielfalt" auf eine bundesweite Initiative zurück. Seit 2008 trägt Leipzig diesen Titel.

Die Begründung für die Aufnahme in die Initiative finden Sie unter
http://www.orte-der-vielfalt.de/index.php?id=506

 

19. Deutsche Angestellten-Akademie GmbH: Diversity als Ressource in der Erwachsenenbildung

Menschen unterscheiden sich in vielfacher Hinsicht. Die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) nutzt diese Heterogenität als Ressource und begreift sich als einen Ort der Begegnung, der Kooperation und Beziehung.

Ob Alter, Geschlecht, Migrations- und Bildungshintergrund, Interessen und Begabungen, als einer der großen Bildungsträger setzt die DAA auf einen stärkenorientierten Ansatz – insbesondere im Zusammenhang mit den vielfältigen Angeboten im Aus- und Weiterbildungssektor sowie im Personalentwicklungsbereich.

Die Diversityperspektive bezieht dabei verschiedene Ebenen mit ein: von der Unternehmensführung über die partizipative Einbeziehung der MitarbeiterInnen bis zur Einstellung auf die vorhandene Kundenvielfalt. Das bedeutet nicht nur, auf Bedürfnisse zu reagieren, sondern auch Handlungsspielräume zu gewährleisen und allen Beteiligten eine positive Wertschätzung entgegenzubringen. Ziel ist, den Einzelnen in seiner individuellen, beruflichen und sozialen Entwicklung zu fördern.

Ein wichtiger Schritt zu mehr Vielfalt ist die Kommunikation. Die DAA setzt dabei auf interne Kommunikationssysteme und heterogene Arbeitsgruppen, die einen (auch bundesweiten) Austausch von Ideen, Wissen und Information ermöglichen und gleichzeitig die Innovations- und Problemlösefähigkeit des gesamten Unternehmens steigert.

 

20. Handwerkskammer zu Leipzig: Fairness und Wertschätzung als Basis

Mit dem Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen, unabhängig von religiösen, kulturellen und ethnischen Unterschieden, trat die Handwerkskammer zu Leipzig am 26. August 2010 der Charta der Vielfalt bei. Die Handwerkskammer zu Leipzig sendet damit ein Signal an die Mitgliedsbetriebe und betont den Vorteil einer interkulturell geprägten Mitarbeiterstruktur. Das Potenzial der Menschen mit Migrationshintergrund ist groß und kann helfen, den Fachkräftebedarf in der Region zu sichern.

Es ist für die Handwerkskammer zu Leipzig eine Verpflichtung, die Umsetzung der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs zu machen. Beispiele hierfür sind die Kooperationen mit verschiedenen Projekten wie der Wanderausstellung „Wir in Sachsen – Vielfalt – Unternehmergeist – Erfolg“ oder „RESQUE PLUS“. Zusätzlich wird dies im Rahmen von Beratungen, Workshops und Veranstaltungen – wie zum Beispiel "Ausländische Fachkräfte im Handwerk - Wege in die Selbstständigkeit" oder die Durchführung von Seminaren "Interkulturelle Kompetenzen" unterstützt. So findet in der Zeit vom 7. September bis 20. Oktober 2013 eine Wanderausstellung "Zusammen durch die Geschichte der Geschäftsgenerationen in der Eisenbahnstraße" im Haus des Handwerks statt.

In diesem Jahr war die Handwerkskammer zu Leipzig Mitveranstalter der 6. Integrationsmesse in Leipzig. Vielfalt und Begegnung - das ist die Tradition der Messe, die Zuwanderern die Möglichkeit gibt, sich über Bildungsangebote, Beratungseinrichtungen und Firmen zu informieren.

 

21. Berufsförderungswerk Leipzig: Wenn Vielfalt Arbeitsinhalt ist

Das Berufsförderungswerk Leipzig (BFW Leipzig) gehört mit seinem Bildungsauftrag als Einrichtung der beruflichen Rehabilitation seit über 20 Jahren zu den Trägern von Vielfalt in der Gesellschaft. Hier wird die Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen täglich gelebt.

„Derzeit nehmen gut 1.200 Betroffene die einzelnen Leistungen zur Qualifizierung und Integration in der Arbeit in unserem Haus in Leipzig sowie den fünf Außenstellen in Anspruch“; berichtet Alois Fischer, Geschäftsführer des BFW Leipzig. „Damit geben wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Chance, trotz der körperlichen oder psychischen Belastungen wieder am Arbeitsleben teilzuhaben.“

Die Integration dieser Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall ihren bisherigen beruflichen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen konnten, zählt zu den täglichen Aufgaben. Daran arbeiten die über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gemeinnützigen Bildungseinrichtung in Assessment, Ausbildung, Betrieblichem Eingliederungsmanagement oder auch in der Verwaltung. Weiterbildungen und Schulungen, wie zum Umgang mit psychisch beeinträchtigten Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen. „Dies sowie die speziell aufgebauten Lehrinhalte und -methoden sind die Voraussetzungen, um individuell auf die Vielfalt an gesundheitlichen Problemen, die unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer betreffen, einzugehen“, betont Alois Fischer.

Weitere Informationen:
Berufsförderungswerk Leipzig
gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Telefon 0341 9175-120
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22. Stadt Chemnitz: Integration und Zuwanderung sind Chefsache

In den vergangenen über 20 Jahren hat sich in der Stadt Chemnitz eine Vielfalt in vielerlei Ansicht etabliert. Gegenüber der stetig steigenden Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund (Ausländeranteil gegenwärtig 3,5 Prozent, Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund geschätzt 7-8 Prozent) steht ein breites Angebot an Initiativen und Projekten, an Netzwerken und Beratungsangeboten, von Integrationsmaßnahmen zur Verfügung, welche sich allesamt um die Verbesserung der Lebens- und Zukunftsperspektiven der hier lebenden Migrantinnen und Migranten bemühen. Einen formellen Rahmen dieses effektiven Zusammenwirkens bieten das Integrationsnetzwerk (seit 1991) und die dazu gehörenden Arbeitsgruppen, in denen neben freien Trägern auch verschiedene Behörden, Bildungseinrichtungen, Polizei und politische Vertreter regelmäßig mitwirken.

Die Grundhaltung in der Integrationsarbeit gibt der vom Stadtrat im Juni 2008 beschlossene Rahmenplan zur Integration von Migranten und Migrantinnen vor. In Form eines Maßnahmenplanes wird die Umsetzung dieser Grundhaltung in der Praxis mit konkret beschriebenen Aufgaben verbindlich festgeschrieben.
Auch sonst ist Chemnitz unter den sächsischen Vorreitern zu nennen: Die Stadt gehört zu den ersten sächsischen Kommunen mit einem Ausländerbeauftragten (seit 1991), zu den vier sächsischen Kommunen mit einem Ausländerbeirat (seit 2002) und zu den ersten drei sächsischen Kommunen, welche AKZESS - Ausländische FachKräfte-Zuwanderung effizient und sensibel steuern, ein standardisiertes Verwaltungsverfahren, mit dem wir ausländischen Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten einen schnelleren Zugang zum sächsischen Arbeitsmarkt ermöglichen wollen (ab 2012) -, umsetzen durften. Seit 2009 gehört Chemnitz auch zu den Orten, die mit der Auszeichnung „Orte der Vielfalt“ geehrt wurden.

In der Stadt Chemnitz durchgeführte und teilweise geförderte Veranstaltungen für und mit Zuwanderern: 

  • Bereits seit 1991 Beteiligung an der bundesweiten Interkulturelle Wochen. 
  • Seit 2009 lädt die Oberbürgermeisterin der Stadt jährlich zum Einbürgerungsfeier. 
  • Seit 2012 wird in Chemnitz auch eine Integrationsmesse angeboten.

 
Und die Ideen gehen nicht aus: Erstmalig in Chemnitz wird im Oktober 2013 zur Interkulturellen Filmwoche geladen, die durch den Lokalen Aktionsplan gefördert wird.

 

23. Stadt Dresden: Ort der Vielfalt

Dresden als Kunst- und Kulturstadt sowie Industrie- und Wissenschaftsstandort schreibt VIELFALT groß. Vielfalt muss gestaltet werden - Frauen und Männer aus 139 Nationen mit einer Vielfalt von Kulturen und Lebensentwürfen haben ihren Lebensmittelpunkt in Dresden. Sie machen gemeinsam mit den Zuwanderern, die bereits die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben, über sieben Prozent aller Dresdnerinnen und Dresdner aus. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund liegt heute schon bei zwölf Prozent.

Wie spiegelt sich dieser Anteil beim Personal der Stadtverwaltung wider? Wie viele Menschen mit Migrationshintergrund sind hier beschäftigt? Wie gelingt es, sie als Mitarbeitende für die Stadtverwaltung zu gewinnen?

„Wir freuen uns über Bewerbungen von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund“ – dieser Satz gehört seit Anfang 2013 zu jeder Stellenausschreibung, um Migrantinnen und Migranten gezielt anzusprechen.

Außerdem werden seit 2011 Informationsflyer zur Ausbildung auf Vietnamesisch, Russisch, Polnisch und Tschechisch angeboten, um Eltern über die vielfältigen Angebote einer Ausbildung zu informieren. Mehrsprachige Seiten im Internetauftritt werden folgen.

Zur Sensibilisierung und Qualifizierung der Beschäftigten werden Fortbildungen zum Themenkreis interkulturelle Kompetenz, Wissen und Kommunikation angeboten. Führungskräfte aus dem Geschäftsbereich Soziales und Allgemeine Verwaltung werden in diesem Jahr zur interkulturellen Orientierung und Öffnung der Verwaltung fortgebildet.

 

24. Diversity Management im öffentlichen Dienst

Diversity Management ist ein Konzept für den Umgang von Organisationen mit personeller und kultureller Vielfalt. Es dient nicht in erster Linie dazu, Antidiskriminierungsrichtlinien umzusetzen, wendet sich also nicht gegen Diskriminierung, sondern will die vorhandene Vielfalt in einer Belegschaft positiv und konstruktiv gestalten. Diversity Management ist ein Ansatz für alle, denn jeder Mensch ist anders und jede Lebenslage hat ihre eigenen Herausforderungen.

Diversity Management nimmt genau diese Einmaligkeit in den Fokus und erhöht so ganz gezielt das Bewusstsein für die Herausforderungen und die Chancen einer vielfältigen Belegschaft. Die Interkulturelle Öffnung ist ein wesentlicher Bestandteil von Diversity Management.

Diversity Management zielt auf die Veränderung der Organisationskultur trägt zur Veränderung im Verhalten und in den Werten der Beschäftigten bei. In der Anfangsphase der Aktivitäten des Diversity Managements wird in der gesamten Belegschaft, insbesondere bei den Führungskräften, ein Bewusstsein für Vielfalt geschaffen. Weitere Aktivitätsphasen zielen daraufhin, den Ausbau der Kompetenz für einen wertschätzenden vielfältigen Umgang in der Organisationsstruktur zu gewährleisten. Diese Aktivitäten schaffen interkulturelle Offenheit und initiieren einen Dialog unter allen Beschäftigten. Der Schwerpunkt liegt vor allem bei den Führungskräften, die Motoren und Vorbilder des Diversity-Prozesses sind.
Nicht zuletzt spielt Diversity Management eine zentrale Rolle bei Rekrutierung und Personalentwicklung in einer Organisation. Unterschiedlichste Talente sind anzusprechen und für sich zu gewinnen. Das führt zum Erfolg einer Organisation.

Dr. Hussein Jinah
Mitglied im Personalrat der Stadtverwaltung Dresden