Netzwerk Integration Migration Sachsen

Für eine gelingende Integration und Migration müssen alle Partner zusammenarbeiten, voneinander wissen und sich unterstützen. Das Netzwerk trifft sich in der Regel zweimal pro Jahr auf Einladung des Sächsischen Ausländerbeauftragten.

Eingeladen sind alle Vereine, Initiativen, Projektträger, Beauftragte und Beratungsstellen, die sich für Integration und Migration in Sachsen einsetzen. Die Einladung und die Weitergabe von Arbeitsergebnissen und Informationen erfolgt federführend über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten. Sie richtet sich in erster Linie an nichtkommerzielle Anbieter. Die Teilnehmer können eigene Arbeits- und Themenschwerpunkte einbringen.

1. November 2017 - Gradmesser der Integration

Die Verbesserung der Arbeitssituation, die geplante Wohnsitzauflage, der aktuelle Stand der psychosozialen Beratung in Sachsen sowie die Optimierung der Hilfsangebote für das Ehrenamt waren die Hauptthemen, mit denen sich die 80 Akteure der sächsischen Integrationslandschaft im Landtag befassten.

Seitens der Bundesagentur für Arbeit stellte Jörg Beyer ( Regionaldirektion Sachsen, Bereichsleiter Ausbildung/ Reha/ Koordinierungsstelle Flüchtlinge) die neueste Zahlen der Arbeitsmarkt sowie die laufenden und geplanten Instrumente der BA vor.

Anschließend wurde die psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen in Sachsen von den Landeskoordinatoren, Frau Corinna Klinger (Projektleitung PSZ Leipzig) und Herr Tilo Erning (Geschäftsführer - das BOOT gGmbH), vorgestellt.  Es ist ein wichtiges Anliegen des Sächsischen Ausländerbeauftragten, seit seinem Amtsbeginn fordert Geert Mackenroth eine Lösung.

Am Nachmittag berichtete die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, aus ihrer aktuellen Arbeit, so zu Förderprogrammen, KIK und Wohnsitzauflage. Es gab viel Diskussionsbedarf.

Anschließend ging es um das herausfordernde Thema wie Angebot und Nachfrage im Ehrenamt gezielt zusammengeführt werden können. Die Lage des Ehrenamtes hat sich in den letzten Jahren weitgehend verändert. Manche Stellen sind weggefallen, manche Strukturen haben sich professionalisiert. Zur Inspiration wurde das Projekt ichhelfe.jetzt von Dr. Johannes Bittner und Mandy Pearson vorgestellt. Das Dresdner Flüchtlingsprojekt gehört zu Europas besten: ichhelfe.jetzt setzt sich gegen mehr als 1.000 Bewerber durch, stand im Finale der European Social Innovation Competition und gehörte zu den zehn Finalisten.

Zum Schluss gab es Raum für den Austausch: in der offenen Runde der Akteure wurden die Anregungen, Fragen, Anmerkungen der Teilnehmer diskutiert. 

Das Programm im Rückblick:         

Begrüßung und Eröffnung von Geert Mackenroth, der Sächsische Ausländerbeauftragte

Entwicklung und Herausforderungen im Bereich Menschen mit Migrationshintergrund, 
Möglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit
Input: Reinhilde Willems, Geschäftsführerin – Operativ,Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen

Psychosoziale Betreuung von Flüchtlinge in Sachsen, aktueller Stand und Angebote der Beratungsstellen
Input: Corinna Klinger, Projektleitung PSZ Leipzig,Tilo Erning, Geschäftsführer - das BOOT gGmbH

Aktuelles  vom Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration
Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Angebot und Nachfrage im ehrenamtlichen Engagement optimal zusammenzubringen
Input: Johannes Bittner, Mandy Pearson, Projektleitung ichhelfe.jetzt

Berichte aus den Regionen

Offene Runde der Akteure

Schlusswort des Sächsischen Ausländerbeauftragten

26. April 2017 - Arbeitsmarktintegration, Verbraucherschutz und Vernetzung

Zum ersten Mal in diesem Jahr lud der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth zum gemeinsamen Austausch im Rahmen des NIMS-Treffens in den Sächsischen Landtag ein.

Nach dem Grußwort der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Frau Petra Köpping wurde am Vormittag die Arbeitsmarktintegration als Schwerpunkt behandelt.

Auf dem Arbeitsmarkt werden Flüchtlinge mit verschiedenen Problemen, wie unvollständige Bewerbungsunterlagen, Sprachbarrieren oder ungewisser Aufenthaltsdauer konfrontiert. Dazu präsentierte Marcel Stumpf, Referent für Arbeitsmarktzuwanderung und -integration des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), das Modell „Arbeitsmarktmentoren“ als Maßnahme der Regierung. Die praktische Umsetzung und damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt stellte Kay Tröger, Koordinator des IQ Netzwerks Sachsen, vor.

Einen Einblick zur Flüchtlingshilfe 4.0 – die Unterstützung der Integration durch digitale Medien – gab Frau Reuter-Heinrich von der IT-hilft gGmbH. Sie hat die „Welcome-App-Germany“ mit ins Leben gerufen und entwickelt diese fortlaufend weiter.

Nach der Mittagspause wurde sich dem Thema Verbraucherschutz speziell für Migranten gewidmet, dazu gab Frau Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen nützliche Hinweise. Außerdem stellte die Vorsitzende Frau Tatjana Jurk den „Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen“ (DSMO) vor. Dieser wurde am 8. April 2017 gegründet.

Abschließend gab es einen anregenden Austausch. Vorrangige Themen waren die Herausforderungen der Bürokratie, Praxisberichte der landeseigenen Sprachprogramme sowie die Einsatzmöglichkeiten der Kommunalen Integrationskoordinatoren (KIK).

26. Oktober 2016 – Das Jahr der Integration

Das zweite Netzwerktreffen des Jahres, fand im BSZ Technik Gustav-Anton-Zeuner in Dresden statt. Neben dem Rahmenprogramm zum Thema „Das Jahr der Integration“ lag der Schwerpunk des Treffens beim Ehrenamt. Dieses sei unerlässlich und verdiene Unterstützung. Um bei der Ehrenamtskoordination entstehende Doppelstrukturen zu vermeiden, sollten die bereits vorhandenen Strukturen von MBE / JMD (Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer / Jugendmigrationsdienst) gestärkt werden und auf derer langjährigen Erfahrungen zurückgegriffen werden. Ebenso gestärkt und unterstützt sollten Migrantenorganisationen werden. Das Sächsische Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (SLMO) ist hierfür ein wichtiges Stichwort.

Der Medienberater Peter Stawowy ging in seinem Vortrag "Helfer in Not - Umgang mit Anfeindungen im Netz" auf das aktuelle Thema Hass im Netz ein. Die "Ehrenamtskoordination in Sachsen – Koordination der Koordinatoren?" war das Thema des thematischen Inputs von Prof. Dr. Werner Esser. Über die Zielsetzung, die Entwicklung und den aktueller Stand des Sächsisches Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (SLMO) referierte Sebastian Vogel. Er ist der Leiter des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration im  Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Auch Tatjana Jurk vom Integrationsnetzwerk Sachsen (INS) und Christine Oliwkowski (Projektkoordinatorin SLMO) stellten sich der Diskussion zum Landesnetzwerk.

23. März 2016 – Vernetzung und Bestandsaufnahme

Gekoppelt mit dem Verbändegespräch fand am Nachmittag des 23. März 2016 das Netzwerktreffen Integration und Migration Sachsen (NIMS) statt. Der Einladung in den Landtag von Staatsministerin Petra Köpping und Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth folgten über 130 Teilnehmer. Der Bedarf an Vernetzung und Koordinierung wurde deutlich signalisiert. Zweimal jährlich soll das Treffen nun stattfinden, um allgemeine Informationen auszutauschen, Fragen zu stellen, den Austausch von Verwaltung und Behörden zu gewähren und die Möglichkeit der Bildung von Arbeitsgruppen zu schaffen. Schwerpunkte des Treffens waren die Sprachförderung und die Vernetzung der Vereine und Initiativen.