Newsletter Nr. 11 vom 02.11.2018

Professor Olbertz spricht zu „Zuwanderung als Zukunftsfaktor für die Wissenschaft“ am 9. November im Sächsischen Landtag

Herzlich lädt der Sächsischen Ausländerbeauftragte zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Unserer Gesellschaft von morgen“ am 9. November 2018 um 19.00 Uhr in den Sächsischen Landtag ein. Geert Mackenroth freut sich, dass er Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz aus Berlin für den Vortrag gewinnen konnte.

Brennendes Statement für die Internationalität unserer Forschungs- und Hochschullandschaft - Zuwanderung als Zukunftsfaktor für die Wissenschaft

Wissenschaft an sich ist international. Denn wissenschaftliches Denken und wissenschaftliche Zusammenarbeit werden von Erkenntnisstreben und der Entwicklung von Lösungen für relevante Probleme bestimmt, nicht von Staats- oder sonstigen Grenzen. Insofern sind Mobilität und Migration selbstverständlich in der Welt der Wissenschaft. Wir brauchen Zuwanderung schon aus demografischen Gründen. Alle Menschen in unserer Gesellschaft, auch die Zugewanderten, müssen die bestmögliche Bildung erhalten, um integriert zu sein. Ob dies gelingt oder nicht ist auch für die Zukunft der Wissenschaft von existenzieller Bedeutung.

Prof. Olbertz hat den Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 1989 habilitierte er sich mit der Arbeit Akademisches Ethos und Hochschulpädagogik – eine Studie zu interdisziplinären theoretischen Grundlagen der moralischen Erziehung an der Hochschule. Anschließend lehrte er an den Universitäten Halle-Wittenberg und Bielefeld. Er übernahm verschiedene universitäre und öffentliche Ämter und ist / war Mitglied zahlreicher akademischer Institutionen. Von 1996 bis 2000 war er Gründungsdirektor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) Wittenberg, von 2002 bis 2010 Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt und von 2010 bis 2015 Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin.

Anmeldungen erforderlich bitte unter: https://eveeno.com/SAB-091118

Die Jury Sächsischer Integrationspreis 2018 hat entschieden

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Am 26. Oktober tagte die Jury des Sächsischen Integrationspreises und legte sich einvernehmlich auf die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbes fest. Zur Auswahl standen 78 fundierte Einsendungen, die den vorgegebenen Kriterien entsprachen. Das bedeutet gegenüber 2017 einen leichten Anstieg. Die vorgeschlagenen Bewerbungen wurden von der Jury einhellig als weiterentwickelt, fundiert und zielgruppenorientiert eingeschätzt.

Vorgeschlagen wurden:

Nach Hauptbetätigungsfeldern geordnet, betrafen die Einsendungen folgende Bereiche:

45 % Lebenshilfe
26 % Berufsvorbereitung, Ausbildung
20 % Kultur und Kunst
6 % Sport
3 % gesellschaftliche Teilhabe

Vergeben werden 2018 erstmalig drei Preise zu je 3.000 Euro. Alle nominierten Projekte, Firmen und Initiativen werden in einer Broschüre dokumentiert und veröffentlicht.

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Im Rahmen einer Festveranstaltung am 16. November 2018 im Plenarsaal des Sächsischen Landtags werden die drei Preisträger im Beisein aller eingeladenen Bewerber ausgezeichnet. Neben dem Hausherrn, Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler, und den Stiftern der Preise – Integrationsministerin Petra Köpping und Ausländerbeauftragter Geert Mackenroth –, haben Abgeordnete des Landtags ihr Kommen zugesagt. Die musikalische Ausgestaltung der Feierstunde und der anschließenden Begegnung übernehmen die international besetzte Bläserformation „Banda Internationale“ aus Dresden und das Saxophonquartett „Chamäleon“ aus Radebeul.

Starthilfepaket III - jetzt Interesse bekunden

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Nach dem großen Zuspruch zu Starterpaket/Sprachtafeln haben sich die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und der Sächsische Ausländerbeauftragte entschieden, eine dritte aktualisierte Auflage zu produzieren. Jedes Starterpaket enthält 167 Sprachtafeln (A3), 9 Arbeitstafeln (A3), pädagogische Handreichungen zur Anwendung der Sprachtafeln und Kopiervorlagen (A4) für Arbeitsblätter. Das Starterpaket wird an Initiativen und Ehrenamtliche über die Landeszentrale kostenfrei abgegeben.

Bitte richten Sie Ihre Vorbestellung bis spätestens 7. November 2018 per E-Mail an: claudia.anke@slpb.smk.sachsen.de

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Bitte geben Sie unbedingt an: Besteller/Institution mit Adresse, E-Mail und Telefonnummer, genaue Stückzahl der Starterpakete und die genaue Adresse/Ansprechpartner für den Versand.

In diesem Zuge sind wir auch dankbar über Rückmeldungen zum praktischen Einsatz der Tafeln und ggf. bemerkte inhaltliche Fehler (in der zweiten Auflage wurden bereits Fehler der ersten Auflage bereinigt).

Weitere Informationen zum Angebot: https://www.slpb.de/starterpaket-infos/

Antrags-, Entscheidungs- und Bestandsstatistik für Sachsen im September

In Sachsen wurden vom Januar bis September 2018 insgesamt 6.595 Asylanträge gestellt, davon waren 5.707 Erstanträge und 888 Folgeanträge. Anhängig waren im Monat September aufgrund von Erstanträgen 2.056 Verfahren, aufgrund von Folgeanträgen 195 Verfahren.

Entschieden wurde von Januar bis September über 7.575 Anträge. Davon erhielten 178 Antragsteller eine Anerkennung als Asylberechtigter. Als Flüchtling anerkannt wurden 783 Antragsteller, subsidiärer Schutz wurde 651 Antragstellern gewährt. Ein Abschiebeverbot wurde für 204 Antragsteller festgestellt. Abgelehnt wurden 3.027 Anträge, 2.732 weitere Anträge erledigten sich im Verfahren.

Interkulturelle Taschenkalender 2019 für Sachsen bestellen

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Für das Jahr 2019 gibt der Sächsische Ausländerbeauftragte wieder parallel zum Interkulturellen Wandkalender einen Taschenkalender heraus. Er enthält Daten, Fakten und Begriffserklärungen zur Migration, benennt zudem alle sächsischen Feiertage, Schulferien, Plenarsitzungen und eine Auswahl an internationalen Fest- und Gedenktagen. Wichtige internationale Feste werden kurz in der Legende erklärt, außerdem ist ein Glossar mit Fachbegriffen der Migration enthalten.

Für die Gestaltung des Planers stellten Sächsische Vereine einfach zu kochende Rezepte aus ihren Herkunftsländern zur Verfügung. So lange der Vorrat reicht, können die Kalender kostenlos über die Geschäftsstelle angefordert werden. Bitte wenden Sie sich direkt an unsere Geschäftsstelle, wenn Sie eine größere Stückzahl benötigen. Der Versand erfolgt nur in Sachsen.

Direkte Bestellung im Publikationsangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten:
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Jahresbericht des Sächsischen Ausländerbeauftragten im Landtag

Der Jahresbericht des Sächsischen Ausländerbeauftragten 2017 zur Lage der Ausländer in Sachsen wird in der 81. Plenarsitzung des 6. Sächsischen Landtags am Mittwoch, dem 7. November 2018 beraten. Zuvor war der Jahresbericht mit der Drucksachsennummer 6/13701 im Innenausschuss erörtert worden, der dem Landtag eine Beschlussempfehlung vorgelegt hat. Die Plenarsitzung kann im Livestream unter www.landtag.sachsen.de verfolgt werden.

Landkreis Meißen lädt zur 2. Integrationsmesse ein

Am 10. November findet zum zweiten Mal die Integrationsmesse im Landkreis Meißen statt. Messeveranstalter im Berufsschulzentrum, Goethestraße 21, ist das Landratsamt, Beginn 10 Uhr, Ende gegen 14 Uhr. Im Programm werden Vorträge und Workshops zu Bewerbungen und Existenzgründung geboten. Aussteller sind unter anderem die Arbeitsagentur, die Diakonie, die TÜV Rheinland Akademie, das IQ Netzwerk, die Verbraucherzentrale und verschiedene Stiftungen, Vereine und Bildungsträger.

Internationale Weihnachtsfeier der TU Dresden

Am Freitag, dem 7. Dezember 2018, verwandelt sich bei der Internationalen Weihnachtsfeier der TU Dresden das Hörsaalzentrum an der Bergstraße 64 dank vieler internationaler Weihnachtswichtel wieder in eine Partymeile vom Foyer bis zum Audimax. Der Abend beginnt mit einem internationalen Weihnachtsmarkt mit exotischen Speisen, Geschenken und Musik. Später erwartet die Gäste ein buntes Kulturprogramm mit Beiträgen aus aller Welt. Anschließend sorgt DJ Noxe bis spät in die Nacht für Partyfeeling. Veranstalter ist das Kulturbüro des Akademischen Auslandsamtes der Universität.

https://tu-dresden.de/studium/rund-ums-studium/kulturbuero/internationalXmasParty

Antragszahlen sinken weiter - bundesweit 12.976 Asylanträge im September 2018

Im Monat September 2018 lag die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellten förmlichen Asylanträge bei 12.976 (davon 11.239 Erst- und 1.737 Folgeanträge), 14,2 Prozent weniger als im Vormonat und 21,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat September 2017. Hauptstaatsangehörigkeiten waren Syrien, Iran und Irak.

Im bisherigen Jahr (Januar-September) wurden 142.167 förmliche Asylanträge gestellt (davon 124.405 Erst- und 17.762 Folgeanträge), 26.139 weniger (-15,5 Prozent) als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Asylanträge um 3.544 (-21,5 Prozent) gesunken. Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der Asylanträge um 2.146 (-14,2 Prozent).

Hauptherkunftsländer waren bundesweit Syrien (2.844), Iran (1.219), Irak (1.180), Türkei (1.093), Afghanistan (838), Nigeria (670), Russische Föderation (477), Somalia (342) und Eritrea (289).

Entscheidungen zu den Asylanträgen
Im September 2018 entschied das BAMF über die Anträge von 16.008 Personen (Vormonat: 16.623).

3.798 Personen (23,7 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 184 Personen (1,1 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 3.614 Personen (22,6 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

1.852 Personen (11,6 Prozent) ist nach § 4 des Asylgesetzes subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU gewährt worden. Darüber hinaus hat das BAMF bei 575 Personen (3,6 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 4.939 Personen (30,9 Prozent). Anderweitig erledigten sich die Anträge von 4.844 Personen (30,2 Prozent).

Antragsstau

Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge blieb Ende September 2018 mit 59.738 etwa so hoch wie zum 31. August 2018 mit 59.410. Zum 30. September 2017 gab es noch 99.334 nicht beschiedene Anträge.

Kirchenpreis gegen Fremdenfeindlichkeit

Die Deutsche Bischofskonferenz schreibt zum dritten Mal einen Preis für herausragendes kirchliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aus. Dieser Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden. Die Deutsche Bischofskonferenz will das Engagement von Katholiken, die sich gegen menschenverachtende Einstellungen wenden bzw. für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft eintreten, würdigen und ermutigen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit seien mit dem katholischen Glauben nicht vereinbar.

Bewerbung bzw. Vorschläge bitte bis zum 15. Januar 2019 per E-Mail an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz senden unter
preis-gegen-Fremdenfeindlichkeit@dbk.de

Ausführliche Bewerbungsinformationen finden Sie hier:
https://dbk.de/themen/auszeichnungen-der-deutschen-bischofskonferenz/katholischer-preis-gegen-fremdenfeindlichkeit-und-rassismus/die-ausschreibung/