Newsletter Nr. 9 vom 30.09.2021

Lichthaus e.V. aus Zwickau mit Sterntalerpreis 2021 ausgezeichnet

Grafik 3

Am 20. September, dem UN-Weltkindertags zeichnete der Sächsische Ausländerbeauftragte zusammen mit dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Sachsen den Lichthaus e.V. aus. Unter mehreren qualitativ hochwertigen Bewerbungen ragte besonders das Projekt „Gemeinsam in Neuplantiz“ hervor. Lichthaus ist seit 2015 im Zwickauer Stadtteil Neuplanitz aktiv. Hier wohnen viele Migranten und sozial schwache Familien. Lichthaus startete mit einem Begegnungscafe und konzentriert sich auf Angebote für Kinder und Familien. In dem Plattenbau, in dem Lichthaus Hilfen anbietet, wohnen etwa 650 Menschen. Während der Pandemie fokussierte sich die Arbeit auf die Förderung der Kinder. Angeboten werden Hausaufgabenhilfen, Freizeitangebote und Beziehungspflege. Insgesamt sind 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlichen Alters aktiv. Verschiedene Projekte, wie das Anlegen eines eigenen Gartens, Deutschunterricht, Kanufahrten oder Antiaggressionstrainings gehören zum Portfolio des Vereins, mit dem Ziel, einen Ort der Geborgenheit, Sicherheit aber auch des Kennenlernens und der Abenteuer zu schaffen, um die Potentiale dieser Kinder voll auszuschöpfen.

Nähere Informationen über die Preisträger und ihre Arbeit.

Sächsischer Integrationspreis Bewerbungsfrist endete

Auf der interaktiven Sachsenkarte sind die Bewerber um den Integrationspreis 2021 sichtbar geworden. Herzlichen Dank allen, die mitgemacht haben! Trotz Pandemie bewarben sich mehr Projekte als im Vorjahr. In den nächsten Tagen werden alle Bewerbungen aufbereitet und den Jurymitgliedern zugeleitet. In der Jury entscheiden neben den beiden Stiftern des Preises und der neuen Marwa-El-Sherbini Stipendiatin auch die Vertreter der Gewinner 2020 mit. Das sind der LGBTI Chemnitz e.V., der KAMA e.V. aus Dresden und das Thespis-Zentrum aus Bautzen. Nach der Juryentscheidung ist die Preisverleihung im Plenarsaal des Sächsischen Landtags für Montag, den 22. November geplant.
www.saechsischer-integrationspreis.de

Tag der offenen Tür am 3. Oktober im Landtag

Der Sächsische Landtag lädt am Tag der deutschen Einheit zu einem Tag der offenen Tür ein. Auf dem Landtagsvorplatz werden sich im Rahmen des Stadtfestes alle sächsischen Not- und Rettungsdienste innerhalb der sogenannten Blaulichtmeile mit einem Familienprogramm präsentieren. Im Landtag werden am Sonntag, dem 3. Oktober, von 13 Uhr bis 18 Uhr Führungen angeboten. Im Bürgerfoyer wird sich die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten neben dem Petitionsausschuss und der Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen präsentieren.
Landtag für alle und Stadtfest „Canaletto“

Interkulturelle Wandkalender 2022 druckfrisch eingetroffen

Der Wandplaner für das nächste Jahr steht zum Versand bereit. Neben den staatlichen Feiertagen in Sachsen, den Plenarsitzungen im Sächsischen Landtag und den Schulferien informiert der Wandkalender über die religiösen Feste und Zeiten der größten ethnischen und religiösen Gruppen. Der Kalender hat das Format A 1, das Papier ist beschreibbar. Der Versand erfolgt grundsätzlich nur in Sachsen!

Hier kostenfrei beim Sächsischen Ausländerbeauftragten bestellen.

Stadt Dresden verlängert Antragsfrist für Ehrenamtsbudget

Die Landeshauptstadt verlängert den Termin für Anträge zum Kommunalen Ehrenamtsbudget (gemäß § 2 der Sächsischen Kommunalpauschalenverordnung, SächsKomPauschVO) bis zum 15.10.2021. Gemeinnützige Organisationen und ehrenamtliche Gruppen können weiterhin Geld für Projekte zur Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements und Ehrenamts in Dresden beantragen.

Vereine und Initiativen können die Mittel nutzen, um beispielsweise ihren ehrenamtlich Engagierten nachträglich Anerkennung und Dank auszusprechen.
Die Projekte müssen spätestens am 31. Dezember 2021 beendet sein. Alle Informationen und Dokumente auf der Website: www.dresden.de/ehrenamt

Ansprechpartner
Marcus Oertel
Abteilung Bürgeranliegen
Landeshauptstadt Dresden
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden
E-Mail: ehrenamt@dresden.de
Telefon 03 51 4 88 20 50.

IQ-Sachsen mit Herbst-Winterprogramm

Das IQ Netzwerk Sachsen hat sein für die kommenden Monate veröffentlicht. Geplant sind Präsenz-Angebote, eine digitale Durchführung kann aber realisiert werden. Anmeldungen, Fragen und Anmerkungen bitte an:
Marcus Schaub
E-Mail Schulungsprogrammschaub@vhs-sachsen.de für die kommenden Monate veröffentlicht. Geplant sind Präsenz-Angebote, eine digitale Durchführung kann aber realisiert werden. Anmeldungen, Fragen und Anmerkungen bitte an:
Marcus Schaub
E-Mail
Telefon 0351 43 70 70 50

https://www.netzwerk-iq-sachsen.de/seminare/

Weiterbildung „Vielfalt lässt sich gestalten“ im Rahmen des Projektes „Hilfe für Helfer_Phase 4‟

Der Chemnitzer academy - intercultural and specialized communications e. V. bietet im Oktober noch drei Weiterbildungen zu interkultureller Kompetenz und Diversity an:

DIALOG ALS PRINZIP
Verständigungs- und Entscheidungsprozesse auf Augenhöhe gestalten
am 05.10.2021 um 17:00 Uhr

SIND ALLE GLEICH...? – DISKRIMINIERUNG VERSUS GLEICHBEHANDLUNG
Mehrfachdiskriminierung und Intersektionalität auf der Spur
am 20.10.2021 - ACHTUNG Beginn um 14:00 Uhr

SIND ALLE GLEICH...! – DISKRIMINIERUNG VERSUS GLEICHBEHANDLUNG
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – Regelungen und Umsetzung
am 21.10.2021 um 17:00 Uhr

Weitere Seminare und ausführliche Informationen
https://seminare.academy-isc.de/

BAMF informiert zu Asylanträgen und Entscheidungen

Im August 2021 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 9.905 grenzüberschreitende Asylerstanträge gestellt und das BAMF hat über die Asylanträge von 10.979 Personen (Juli 2021: 11.321) entschieden. Zum Vergleich, im Juli wurde über 11 321 Anträge entschieden. Die Zahl der anhängigen Verfahren lag Ende August 2021 bei 75.579, am 31. Juli 2021 waren es 70.274 und im August 2020 deutlich weniger mit 43.316.

Insgesamt wurden im August 2021 beim BAMF 11.847 Asylerstanträge gestellt. Damit ist die Zahl der Asylerstanträge gegenüber dem Vorjahresmonat um 62,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sank die Anzahl an Asylerstanträgen um 2,8 Prozent.

Entscheidungen im August
3.031 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (27,6 Prozent aller Asylentscheidungen), 1.917 Personen (17,5 Prozent) subsidiären Schutz und 285 Personen (2,6 Prozent) Abschiebungsschutz. Abgelehnt wurden die Anträge von 2.434 Personen (22,2 Prozent). Anderweitig erledigt (z. B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 3.312 Personen (30,2 Prozent).

Zum Stand 31.08.2021 waren Asylanträge von ca. 27.500 Personen, bei denen Hinweise vorliegen, dass sie bereits in Griechenland als schutzberechtigt anerkannt wurden, noch anhängig, so das Bundesamt in einer Pressemitteilung.

Positionspapier des Arbeitskreises Kommunaler Qualitätszirkel zur Integrationspolitik

Die Geschäftsstelle des Qualitätszirkels fasst im Positionspapier kommunalpolitische Erfahrungen zusammen und weist auf den akuten Handlungsbedarf hin. Die Corona-Pandemie gefährdet die hart erarbeiteten Integrationserfolge und den gesellschaftlichen Zusammenhalt akut und längerfristig. Eingeschränkt werden Kinder und Jugendliche besonders in ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Dasselbe gilt für die berufliche Integration. Zudem nehmen auch Diskriminierung und Rassismus gegenüber Eingewanderten und ihren Nachkommen zu. Die Experten des Arbeitskreises Kommunaler Qualitätszirkel schließen, dass dringend stärker in den Handlungsfeldern Migration und Integration investiert werden muss, um Ungleichheiten zu kompensieren. Auch Kommunale Integrationsbeauftragte sollen stärker eingebunden werden.
Positionspapier Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Studien zu Auswirkungen der Pandemie und politischer Partizipation

Arbeitsmarktwirkungen der COVID-19-Pandemie: Stabile Beschäftigung, aber steigende Arbeitslosigkeit von Migrantinnen und Migranten

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung stellt in seinem Kurzbericht fest, dass Geflüchtete und – in geringerem Umfang – andere Migrantinnen und Migranten während des Lockdowns im Frühjahr 2020 überdurchschnittlich von Beschäftigungsabbau und Kurzarbeit betroffen waren. Wichtige Ursachen für negative Arbeitsmarkteffekte sind befristete Beschäftigungsverhältnisse, kurze Betriebszugehörigkeiten und Unterschiede in den Tätigkeitsstrukturen. Die Geflüchteten konnten ihre Tätigkeit zu deutlich geringeren Anteilen in das Homeoffice verlagern als die anderen Gruppen. Das Beschäftigungswachstum war im Vergleich zu den Vorjahreswerten stark eingebrochen. Der bisher günstige Integrationsverlauf wurde insofern durch die Pandemie deutlich gebremst.

https://www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/K210504JH4http://doku.iab.de/kurzber/2021/kb2021-09.pdf

Auswirkungen und Szenarien für Migration und Integration während und nach der COVID-19 Pandemie – Studie mit drei Szenarien

In der Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde festgestellt, dass die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie die Integration von Zuwanderern in Deutschland massiv gefährden. Auf Grundlage aktueller Tendenzen wurden drei mögliche Szenarien durchgespielt: eine „Exklusionsgesellschaft“, die Migration verhindert und die Segregation in Gesundheit, Wohnen und Arbeit in Kauf nimmt; eine „utilitaristische Gesellschaft“, deren Migrationspolitik selektiv nach qualifizierten, gesunden und jungen Einwanderern Ausschau hält und eine „an Teilhabe orientierte Gesellschaft“, die den Beitrag aller zu allen Teilbereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens wertschätzt, die lokale Ebene gesellschaftlich wie politisch stärker in Wert setzt und somit auch die politische Inklusion vorantreibt.


https://www.covid-integration.fau.de/https://www.covid-integration.fau.de/files/2021/04/studie_covid19-integration_fau.pdf

Mitten im Spiel – oder nur an der Seitenlinie? Politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Im Vergleich zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund beteiligen sich Menschen mit Migrationshintergrund in geringerem Maße politisch und bürgerschaftlich. Zugewanderte und ihre Nachkommen nehmen im Schnitt seltener an der Bundestagswahl teil, weisen ein geringeres Niveau an politischer Aktivität auf und sind auch weniger in zivilgesellschaftlichen Kontexten engagiert.

Die o.g. Studie des Forschungsbereichs des Sachverständigenrats für Integration und Migration gibt Antworten auf die Frage, welche Faktoren politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen beeinflussen und spricht Empfehlungen aus, wie die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund gefördert werden kann.
https://www.svr-migration.de/publikationen/politische-partizipation/

https://www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2021/03/SVR-FB_Studie_Be-Part.pdf

Gesetz zur Weiterentwicklung des AZR in Kraft

Das „Gesetz zur Weiterentwicklung des Ausländerzentralregisters“ erschien am 14. Juli im Bundesgesetzblatt. Künftig werden die Daten ausländischer Staatsangehöriger unmittelbar gebündelt. Neben Personendaten und Fotos sollen künftig auch Ausweis- und Identitätsdokumente sowie Ergebnisse von Echtheitsprüfungen erfasst werden. Die Ausländerbehörden speichern in Zukunft ihre Daten nur noch im AZR. Das Gesetz tritt am 1. November 2021 in Kraft. Die Übergangsfrist bis zur ausschließlichen Erfassung im AZR läuft bis zum 1. November 2024.

Fast ein Viertel der Promovierenden 2020 waren Ausländer

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes befanden sich im Jahr 2020 an den deutschen Hochschulen 192 300 Personen in einem laufenden Promotionsverfahren. Davon waren 102 000 Männer (53 % aller Promovierenden) und 90 300 Frauen (47 %). Das Durchschnittsalter der Promovierenden betrug 30,0 Jahre. 43 200 Promovierende (22 %) hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Quelle: destatis

Sprachlern- und Zeigehefte „Deutsch lernen!“ wieder lieferbar

Die Hefte im Format A5 sind wieder vorrätig und können auch in Klassensatzstärke kostenfrei geordert werden. Das 50-seitige Heft dient der Orientierung und dem Erlernen des Basiswortschatzes. Es enthält 576 Piktogramme, 231 mehr als die Vorgängerversion. Hinzugekommen sind Verkehrszeichen, Logos, Beziehungen, Regeln und Zustände. In die erweiterte Auflage wurden Hinweise von Vereinen, Sprachmittlern, ehrenamtlichen Deutschlehrern und Beratern aufgenommen.
Zur kostenfreien Bestellung