Newsletter Nr. 9 vom 13.08.2020

Interkultureller Wandkalender 2021 bestellbar - neues Design

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Der Wandkalender des Sächsischen Ausländerbeauftragten liegt zum Versand bereit. Neben den staatlichen Feiertagen in Sachsen, den Plenarsitzungen im Sächsischen Landtag und den sächsischen Schulferien informiert der Wandkalender über die religiösen Feste und Festzeiten der größten ethnischen und religiösen Gruppen. Der Kalender erhielt ein neues frisches und leichtes Design. Er hat das Format A1, ein gut beschreibbares Papier und wird auf A4 gefaltet geliefert. Achtung, der Versand erfolgt grundsätzlich nur in Sachsen!

Zur kostenfreien Bestellmöglichkeit
https://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Endspurt beim Wettbewerb um den Sterntaler

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Die Bewerbungsfrist um den Kinderschutzpreis Sterntaler endet am 15. August. Bewerben können sich Initiativen, Schulklassen, Vereine, Projektgruppen, Verbände oder Personen. Das vorgeschlagene Projekt muss im aktuellen Zeitraum 2019/2020 in Sachsen bestehen und soll sich gezielt an Kinder und/oder Jugendliche mit Migrationshintergrund richten. Außerdem soll das Projekt vorrangig Mädchen und Jungen bis 18 Jahre betreffen. Es soll Benachteiligungen beseitigen, Kinder und Jugendliche stark machen und eine Perspektive geben.

Das Preisgeld beträgt 3.000 €. Der Wettbewerb wird vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Sachsen und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten seit 2015 gemeinsam ausgelobt. Alle Information zur Bewerbung und den Kriterien bietet die Internetseite:
www.sterntalerpreis.de

Gesammeltes aktuelles Wissen zur Beschäftigungsduldung und zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz

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Auf den Themenseiten des Sächsischen Ausländerbeauftragten bietet die neue Rubrik „Ausbildung & Arbeit“ den Zugang zu Internetseiten, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber fachlich informieren und Beratungsangebote bereitstellen.

Was muss ich beachten, wenn ich ausländische Arbeitnehmer beschäftigen möchte? Welche Möglichkeiten gibt es für Arbeitnehmer mit unsicherem Aufenthaltsstatus?

Bund und Länder reagierten in den letzten Jahren auch im Aufenthaltsrecht auf den steigenden Fachkräftebedarf. Dies entsprach zudem dem dringenden Appell der Arbeitgeber, qualifizierten und erprobten Arbeitnehmern eine sichere Aufenthaltsperspektive zu geben. Mit dem zum 1. März 2020 in Kraft getretenen Fachkräfteeinwanderungsgesetz schuf der Gesetzgeber Erleichterungen für die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland in den deutschen Arbeitsmarkt.

Arbeitnehmern und Arbeitgebern, die sich mit einem unsicheren Status in Deutschland aufhalten, bietet nunmehr die sogenannte Beschäftigungsduldung einen Übergang in einen gesicherten Aufenthalt. Für Menschen, die einer qualifizierten Berufsausbildung nachgehen, wurde diese Sicherheit bereits mit der sogenannten Ausbildungsduldung geschaffen und mit der ab dem 1. Januar 2020 geltenden Gesetzeslage insbesondere auch auf Assistenz- und Helferberufe ausgeweitet.

https://sab.landtag.sachsen.de/de/themen/ausbildung-arbeit.cshtml

Fotowettbewerb „Was gibt mir Zuversicht“ läuft noch bis Monatsende

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Die besten Einsendungen werden im Interkulturellen Taschenkalender 2021 abgedruckt, im Netz präsentiert und prämiert. Zu gewinnen gibt es wertvolle Sachpreise. Gesucht werden Bilder, Grafiken und Sinnsprüche zum Thema Zuversicht. Der Ausländerbeauftragte fragt die in Sachsen lebenden Menschen mit und ohne Migrationshintergrund:

Was gibt mir für 2021 Zuversicht?

Was ist es wert, bewahrt zu werden?

Was gibt mir Hoffnung und stärkt mein Vertrauen in unsere sächsische Gesellschaft und Heimat?

Was trägt mich?

Geert Mackenroth freut sich besonders auf zuversichtliche Einsendungen zu den großen Themen Zuwanderung, Migration und Vielfalt. Beiträge können hochgeladen werden über die Website
www.meineheimatsachsen.de

Digitale Sommerakademie aus Chemnitz

Der in Chemnitz ansässige academy - intercultural and specialized communications e. V. veranstaltet vom 18. - 26. August eine einmalige Digitale Sommerakademie. Die Web-Seminare richten sich an haupt- wie ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Institutionen, Verbänden, pädagogischen Einrichtungen, Vereinen und Verwaltungen in den Bereichen Jugend, Soziales, Kultur, Bildung, Gesellschaft und Integration. Sie können kostenfrei gebucht werden.

18.08.2020 Zwei Welten? Integrationspolitik in Stadt und Land. Impuls über eine Studie der Robert Bosch Stiftung, wie Integration gelingen kann

19.08.2020 Corona als Vehikel für menschenverachtende und demokratiefeindliche Tendenzen – Populismus, Fremdenhass und Verschwörungstheorien

20.08.2020 Steuerung von Zuwanderung: Entwicklungen im internationalen Vergleich – Auswirkungen von Corona auf die Arbeitsmigration in Deutschland

26.08.2020 Rassismus – Die aktuelle Debatte und was daraus folgt

Ausführliche Beschreibungen zu den Seminaren unter
https://www.academy-isc.de/web/#seminartermine

Die Anzahl der Teilnehmer ist bei diesem Onlineangebot begrenzt. So soll ein hoher Wissenstransfer in die Praxis und ein größtmöglicher Austausch der Teilnehmer untereinander sowie mit den Dozenten ermöglicht werden. Anmeldung unter
https://www.academy-isc.de/web/anmeldung

IAB: Corona bewirkt negativen Trend bei ausländischer Beschäftigungsquote

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wuchs die ausländische Bevölkerung in Deutschland im Juni 2020 gegenüber dem Vormonat um rund 3.000 Personen. Die absolute Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stieg im Juli 2020 gegenüber dem Vormonat um gut 9.000 Personen. Dies entspricht einem Anstieg innerhalb eines Monat um 1,1 Prozent.

Bei den Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stieg die Zahl um 28,2 Prozent seit März 2020 (191.000 Personen). Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung lag im Mai 2020 bei 15,6 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 Prozentpunkte gestiegen. Im Mai 2020 betrug die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung 51,4 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozentpunkte verringert. Die SGB-II-Hilfequote der ausländischen Bevölkerung insgesamt lag im April 2020 bei 19,7 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5 Prozentpunkte gesunken.

Die Forscher sahen vor der Corona-Krise eine grundsätzlich positive Entwicklung. Allerdings sei jetzt schon sicher, dass die Folgen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt erheblich sind. Dies spiegle sich bereits in einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosen seit März 2020 wider. Ausländische Staatsangehörige könnten von der sich abzeichnenden Rezession besonders betroffen sein. Sie sind überdurchschnittlich häufig in besonders von der Krise betroffenen Wirtschaftszweigen wie dem Hotel- und Gaststättengewerbe beschäftigt. Zudem sei die Unternehmensgröße geringer als im Durchschnitt der Beschäftigten, was aufgrund geringerer Liquiditätsreserven die Konkurs- und Entlassungsrisiken erhöht. Auch ihre durchschnittliche Betriebszugehörigkeit sei deutlich kürzer als beim Durchschnitt der Beschäftigten. Schließlich dürften die Grenzschließungen in der EU die Zahl der beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer unmittelbar reduzieren.


Zuwanderungsmonitor IAB Juli 2020
http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Zuwanderungsmonitor_2007.pdf

Bundesweiter Auftakt zur Interkulturellen Woche am 27. September 2020

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Frauenkirche und einem Empfang mit Gesprächsrunde wird der bundesweite Auftakt der Interkulturellen Woche in diesem Jahr in München gefeiert. Um 16 Uhr findet im Dom Zu Unserer Lieben Frau (Frauenkirche) ein ökumenischer Gottesdienst statt. Er wird unter anderem gestaltet von Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising sowie ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands, und Metropolit Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz.

Im Rahmen des Gottesdienstes wird ein Kunstwerk präsentiert, das sich mit dem Oktoberfest-Attentat vom 26. September 1980 auseinandersetzt und als Mahnmal konzipiert ist. Zukünftig soll das Kunstwerk für Aktionen zum Gedenken an Opfer von rechtem Terror bundesweit ausgeliehen werden können. Die Künstlerin und der Künstler sowie ein Betroffener des Oktoberfest-Attentats werden anwesend sein.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie können nur geladene Gäste am Gottesdienst teilnehmen. Es wird aber eine Live-Übertragung im Internet geben: https://erzbistum-muenchen.de/stream

Ab 18 Uhr veranstalten der Ökumenische Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche und das Bayerische Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen einen Empfang mit anschließender Gesprächsrunde. In einer Podiumsrunde wird über das Thema "Bedrohte Demokratie?! – 40 Jahre nach dem Oktoberfestattentat" diskutiert.

Die Teilnehmenden sind die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız, die Drohbotschaften erhielt, die mit „NSU 2.0“ unterschrieben waren, der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, der Nebenkläger im NSU-Prozess vertrat, sowie eine Vertreterin der DGB-Jugend.
www.interkulturellewoche.de