Newsletter Nr. 12 vom 30.11.2018

Bassam Tibi kommt - 6. Dezember um 18 Uhr im Landtag

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"Wie kann Integration verschiedener Kulturen funktionieren?" ist das Thema von Prof. Dr. Bassam Tibi. Der emeritierte Professor lehrte 37 Jahre an der Uni Göttingen Internationale Beziehungen. Der zweite Vortrag in der Reihe UNSERE GESELLSCHAFT VON MORGEN des Sächsischen Ausländerbeauftragten thematisiert die Balance zwischen humanitärer Zuwanderung und gesteuertem Fachkräftegewinn. Dabei wird Tibi auch die Chancen eines Umschaltens zwischen den Systemen Asyl – Arbeitsmigration betrachten und die Auswirkungen von Zuwanderung und Migration auf die Gesellschaft von morgen thematisieren. Der streitbare Professor hat aber auch die Grenzen der Vielfalt und der Toleranz im Blick. Im Rahmen seines publizistischen Schaffens prägte Tibi Begriffe wie Leitkultur, Parallelgesellschaft, Euro-Islam und „Scharia-Islam“ mit. Allein die letzten Buchtitel des provokanten Wissenschaftlers versprechen eine anregende Diskussion.

Islamische Zuwanderung und ihre Folgen: Wer sind die neuen Deutschen?

Islamische Geschichte und deutsche Islamwissenschaft: Islamologie und die Orientalismus-Debatte.

Europa ohne Identität? Europäisierung oder Islamisierung. ibidem-Verlag, Stuttgart

Euro-Islam: die Lösung eines Zivilisationskonfliktes.

Die islamische Herausforderung. Religion und Politik im Europa des 21. Jahrhunderts.

Kostenfrei anmelden für den 6. Dezember im Landtag unter
https://eveeno.com/SAB-061218

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Am 20. Dezember spricht Professor Dr. Petra Bendel zum Thema „Integrationspolitik in städtischen und ländlichen Räumen“. Die ausgewiesene Fachfrau ist Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). In ihrer Lehre, zahlreichen Projekten und Studien widmet sie sich der Flüchtlings-, Migrations- und Integrationspolitik. Bendel ist zudem Mitglied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Sie ist Professorin für Politische Wissenschaft und Akademische Direktorin des Zentralinstituts für Regionenforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

In ihrem Vortrag wird sie auf die Chancen und Herausforderungen von humanitärer Zuwanderung bei städtischen und ländlichen Kommunen eingehen. Wie das komplexe Institutionengeflecht kommunale/lokale Flüchtlingspolitik/Integrationspolitik ausgestaltet werden kann, ist ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages.

Ausführliche Informationen zu allen folgenden Vorträgen
https://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/veranstaltungen/20277.cshtml

Sächsischer Integrationspreis 2018 geht nach Chemnitz, Taucha und Dresden

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Im Landtag wurde am 16. November zum 9. Mal in Folge hervorragendes Engagement von sächsischen Vereinen, Initiativen und Unternehmen ausgezeichnet. Diesmal erhielten die Preise eine Einmanntischlerei - die Chancen gibt, eine Kirchgemeinde - die zum Zeittauschen animiert und ein Jugendtreff - der Heimat bietet.

Den Preis verliehen die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth, Staatsminister a.D. Preisträger sind die Tischlerei Schulz aus Chemnitz, die Zeittauschbörse in Taucha und die Stadtteilarbeit SPIKE aus Dresden.

Für den Sächsischen Integrationspreis 2018 hatten sich 78 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen beworben. Ausgezeichnet wurden Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und diese vorlebten.

Beschreibung der Gewinnerprojekte und Auszüge aus den Begründungen der Jury
https://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/pressemitteilungen/20339.cshtml

Erstaufnahme und Asylantragsstatistik für Sachsen im Oktober 2018 – Zahlen sinken weiter

Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen wurden im Zeitraum Januar bis Oktober 2018 insgesamt 7.537 Asylbegehrende in Sachsen aufgenommen.

Insgesamt geht der monatliche Zugang zurück - kamen im Januar noch 943 Asylsuchende nach Sachsen, so waren es im Oktober 626 Asylsuchende.

Die Entwicklung der monatlichen Zugangszahlen von Asylbegehrenden seit 2015 https://www.lds.sachsen.de/asyl/?ID=12069&art_param=720

Bundesamt entschied über 8321 Anträge

In Sachsen wurden vom Januar bis Oktober 2018 insgesamt 7.401 Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt, davon waren 6.443 Erstanträge und 958 Folgeanträge. Anhängig waren im Monat Oktober aufgrund von Erstanträgen 2.212 Verfahren, aufgrund von Folgeanträgen 182 Verfahren.

Entschieden wurde von Januar bis Oktober über 8.321 Anträge. Davon erhielten 205 Antragsteller eine Anerkennung als Asylberechtigter. Als Flüchtling anerkannt wurden 874 Antragsteller, subsidiärer Schutz wurde 715 Antragstellern gewährt. Ein Abschiebeverbot wurde für 231 Antragsteller festgestellt. Abgelehnt wurden 3.354 Anträge, 2.942 weitere Anträge erledigten sich im Verfahren.

Asylantragsstatistik des BAMF
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/201810-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.html?nn=7952206

Kommunikation für eine partizipative Gesellschaft – Konferenz in Leipzig

Medienschaffende, Aktivisten, Forschende, Studierende und Interessierte sind herzlich zur 3. Fachkonferenz der Reihe "Migration, Medien und Partizipation" eingeladen. Sie findet am 7. Dezember 2018 an der Universität Leipzig statt und trägt den Titel: „Wir in den Medien Kommunikation für eine partizipative Gesellschaft“.

Die Fachkonferenz 2018 wird veranstaltet vom Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. (ZEOK) in Kooperation mit der Universität Leipzig. Die diesjährige Tagung lenkt die Aufmerksamkeit auf Migranten als Medienschaffende und auf Organisationen, die sie repräsentieren. Medienschaffende, Wissenschaftler und Aktivisten gehen Fragen zur Rolle von Kommunikation, Partizipation und Repräsentation in der postmigrantischen Gesellschaft nach.

Alle Infos und kostenfreie Anmeldung unter
http://fachkonferenzpartizipation2018.wordpress.com

Diskussionsabend in der Landeszentrale zum Sachsenmonitor

Die Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2018 wurden am 13. November veröffentlicht. Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung lädt für den 5. Dezember zu einer Diskussionsrunde mit wichtigen gesellschaftlichen Akteuren ein. Im Zentrum der Diskussion soll die Frage stehen, was gegen die „Nervosität“ und die partielle Spaltung der Mitte der Gesellschaft getan werden muss.

Es diskutieren: Prof. Dr. Hans Vorländer, TU Dresden, Dr. Andreas Brzezinski, HWK Dresden, Anne Neuendorf, DGB Bezirk Sachsen, Gesine Oltmanns, Stiftung Friedliche Revolution und Oberkirchenrat Christoph Seele, EVLKS.
Die Runde wird durch Bastian Wierzioch, MDR, moderiert.

Weitere Informationen und Anmeldung
https://www.slpb.de/veranstaltungen/details/1162/

NIMS - Treffen beim SAB – Thema Zusammenhalt

Etwa 80 Vertreter von Initiativen, Beratungsstellen, Projektträgern und Beauftragten folgten am 14. November der Einladung von Geert Mackenroth zum zweiten Treffen des Netzwerk Integration und Migration Sachsen (NIMS) in diesem Jahr. Inhaltlich bestimmt wurde das NIMS nach Berichten aus dem Geschäftsbereich der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration sowie vom Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen vom aktuellen Sachsenmonitor. Dr. Joachim Amm von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung erläuterte die Ergebnisse des Sachsenmonitore unter dem Titel "Gesellschaftliche Zusammenhalt in Zeiten von Populismus".

Am Nachmittag gab Grit Prager - juristische Referentin in der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten - eine Einführung in die Eckpunkte des geplanten Zuwanderungsgesetzes. Das Treffen endete mit Berichten aus den Regionen.

Das nächste NIMS - Treffen ist für den 15. Mai 2019 im Sächsischen Landtag geplant.

Dresdner Oberbürgermeister ruft zur Beteiligung an den "Internationalen Wochen gegen Rassismus" (IWgR) 2019 auf

"Europa wählt Menschenwürde" lautet das Stiftungsmotto der IWgR 2019. Bundesweit finden die IWgR vom 11. bis zum 24. März 2019 statt; in Dresden ist der Zeitraum vom 11. März bis zum 6. April geplant.

Bis zum 8. Januar 2019 sind Dresdnerinnen und Dresdner, Vereine, Initiativen, demokratische Parteien und Organisationen aufgerufen, Angebote und Beiträge vorzuschlagen, die dann Teil des Programms sein werden. Möglich sind Vorträge, Themenabende, Begegnungsveranstaltungen und Diskussionsformate, kulturelle, sportliche, gesellschaftliche Aktivitäten, einmalige Aktionen oder Veranstaltungsreihen – willkommen sind alle Formate, die zur Auseinandersetzung mit Rassismus beitragen.

Schwerpunkt im nächsten Jahr sind die historischen Wurzeln von Rassismus und Diskriminierung.
www.dresden.de/iwgr

Jahresbericht 2017 des Ausländerbeauftragten im Plenum diskutiert

Der Bericht für das Jahr 2017 wurde nach der Beratung im Innenausschuss des Sächsischen Landtags von den Abgeordneten des Plenums in der Sitzung am 7. November debattiert.

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Drucksache 6/13701, Unterrichtung durch den Sächsischen Ausländerbeauftragten


Drucksache 6/15227, Beschlussempfehlung des Innenausschusses

Die Debatte kann als Video verfolgt werden unter
https://www.landtag.sachsen.de/de/aktuelles/videoarchiv/sitzung/1158

oder im Plenarprotokoll gelesen werden unter Tagesordnungspunkt 12 Seite 7772
https://www.landtag.sachsen.de/de/aktuelles/sitzungskalender/protokoll/1158

Surftipp: Berufssprache Deutsch

Das Angebot Berufssprache Deutsch bietet Informationen zum Unterrichtsprinzip, Konzepte zur Sprachbildung an Berufsschulen und Berufsfachschulen und Lernszenarien und Methodenbausteine für den Deutsch- und Fachunterricht sowie zur Sprachförderung in Fachklassen und für die Berufsintegration. Berufssprache Deutsch folgt dem Ansatz der integrierten Sprachförderung, dem Prinzip der sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung und einem handlungsorientierten Modell von Sprachbildung.

Berufsspezifische Sprachbildung für Jugendliche in Ausbildung sowie in Klassen der Berufsvorbereitung und Berufsintegration
http://www.berufssprache-deutsch.bayern.de/

Buchtipp „Gemeinsam gestalten“ und „Projektförderung“

Als zentrales Ergebnis des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Modellprojekts "DialogBereiter - Unterkunft sucht Nachbarschaft" liefert das Handbuch "Gemeinsam gestalten" Antworten auf viele Fragen aus der Praxis der Integrationsarbeit.

Ob Beschwerdemanagement in Unterkünften, Inventurlisten für gespendete Gegenstände oder ein Flyer, der nur verwirrt, statt Menschen zum gemeinsamen Singen zu bewegen - im Modellprojekt DialogBereiter wurden Erfahrungen aus unterschiedlichsten Bereichen gesammelt und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Das Handbuch stellt den beachtlichen Fundus an Wissen und Erfahrungen aus dem Modellprojekt besonders anschaulich und praxisnah zusammen. Es ermöglicht so einen bundesweiten Wissenstransfer.

Infos zum Handbuch und Download
https://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2018/20180929-am-handbuch-dialogbereiter.html

Die Broschüre "Die Projektförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge" gibt jetzt erstmals einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderprogramme. Ob Projekte vor Ort, Modellprojekte, Schulungen: Das Bundesamt fördert im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zahlreiche Maßnahmen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Die Hintergrundinformationen zu den einzelnen Förderbereichen und -bedingungen sollen dazu ermutigen, sich für eine Förderung zu bewerben, und die Antragstellung erleichtern. Erklärt wird beispielweise, was einen guten Projektantrag ausmacht und wie die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt aussieht.

Infos zur Broschüre und Bestellmöglichkeit
https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/broschuere-projektfoerderung.html

In eigener Sache

Stellenausschreibung persönliche Referentin oder persönlicher Referent

Beim Sächsischen Ausländerbeauftragten (SAB) ist in der Verwaltung des Sächsischen Landtags ab 1. Februar 2019 eine Stelle als persönliche Referentin/persönlicher Referent befristet für die Dauer der Tätigkeit des aktuellen Sächsischen Ausländerbeauftragten, längstens bis zum Tag der Neuwahl der/des Sächsischen Ausländerbeauftragten durch den 7. Sächsischen Landtag, zu besetzen.

Stellenausschreibung lesen
https://www.landtag.sachsen.de/de/landtag/verwaltung/20366.cshtml