Newsletter Nr. 6 vom 19.06.2021

Wettbewerb Sächsischer Integrationspreis 2021 startet

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Ab dem 1. Juli können wieder Projekte und Initiativen vorgeschlagen werden, die sich in den vergangenen zwölf Monaten in besonderem Maße für die Integration von Migrantinnen und Migranten in Sachsen eingesetzt haben. Im zweiten Jahr der Pandemie möchten die Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Sächsische Ausländerbeauftragte die Menschen und Unternehmen würdigen, die trotz widriger Bedingungen kontinuierlich, innovativ und kreativ für andere Menschen da waren.

Insgesamt stehen 9.000 € als Preisgeld zur Verfügung. Die Jury besteht neben den Stiftern auch aus drei Vertretern der Preisträger des letzten Jahres. Geert Mackenroth betonte: „Mir ist wichtig, dass in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, was vor Ort geleistet wird. Die Projekte mit ihren Mühen und Herzblut sollen sichtbar werden. Wir machen Mut, wir erkennen an und ermuntern zum Nachahmen.“

Alle Informationen zum Wettbewerb und ein einfaches Formular, mit dem man sich bewerben oder jemanden vorschlagen kann, gibt es auf der Wettbewerbsseite www.saechsischer-integrationspreis.de

Neue Serviceangebote zu Gewaltschutz, Corona und Hass im Netz in Sachsen

Im Internetangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten bietet eine neue Themenseite Kontakte zu Institutionen und Organisationen, die sich dem Opferschutz und der Prävention von Gewalt widmen. Diese Sammlung von Einrichtungen und die Links zu ihren Webseiten macht auf die naheliegenden Wege zur Beratung und Unterstützung aufmerksam. Damit sollen einige – auch fremdsprachliche – Möglichkeiten aufgezeigt und die Kenntnis von Anlaufstellen bei Gefährdeten, Betroffenen und in ihrer Umgebung erweitert werden. Auf der gleichen Internetseite kann die ausführliche Broschüre eingesehen oder kostenfrei bestellt werden. Gewaltschutz Sachsen und Bund

Informationen zur Corona-Krise beim SAB

Die Infoseite des Sächsischen Ausländerbeauftragten mit einer fortlaufenden Sammlung von aktuellen Informationen wurde zum Ende der Bundesnotbremse überarbeitet:

Amtliche Informationen – Was in Sachsen gilt

Fremdsprachige Informationen zu Beschlüssen, Reisen und Arbeit

Materialien für Multiplikatoren

www.offenes-sachsen.de

Informationen und Handlungsschema zum Umgang mit Hass im Netz

Eine weitere Seite im Internetangebot offenes-sachsen.de thematisiert den Umgang mit Hasskommentaren in den Sozialen Medien. Die sogenannte Hate Speech ist eine aktuelle, besorgniserregende Form der Kommunikation im Netz. Betroffen sind auch viele ehrenamtliche Helfer. Die Informationen sollen vor den Hassattacken im Netz schützen und zeigen konkrete Handlungsoptionen auf, wie man sich dagegen wehren kann.

Rechtslage

Konkrete Schritte

Selbstfürsorge

Hass im Internet - Was tun?

Einbürgerungen in Sachsen sanken im Jahr 2020 um ein Sechstel

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Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 1.775 Menschen eingebürgert. Damit sank die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zum Jahr 2019 um etwa 300. Ebenso wie die Zahl der Einbürgerungen sank auch das ausgeschöpfte Einbürgerungspotential (aEP) von 4,02 Prozent (2019) auf 3,35 Prozent (2020). Das aEP bezieht die Einbürgerungen in Sachsen auf die seit mindestens zehn Jahren in Sachsen lebende ausländische Bevölkerung. Die Zahlen sind allerdings nur bedingt mit denen von 2019 vergleichbar. Gründe sind u. a. verlängerte Wartezeiten auf Dokumente und Termine und damit auch längere Verfahrensdauern aufgrund der Pandemie. Die überwiegende Mehrheit – 85 Prozent – der im letzten Jahr in Sachsen Eingebürgerten kam aus Europa oder Asien. Nach bisheriger Staatsangehörigkeit der Eingebürgerten kamen die meisten aus Syrien, gefolgt von Vietnam, der Ukraine und Polen.

Quelle: Statistisches Landesamt

Weniger ausländische Studienanfängerinnen und Studienanfänger

Im Jahr 2020 ging die Zahl der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Sachsen deutlich zurück. Mehr als ein Fünftel (21,8 Prozent) weniger ausländische Menschen schrieben sich erstmals an einer deutschen Hochschule in Sachsen ein. Die absolute Zahl der ausländischen Erstsemester sank von 6.032 im Jahr 2019 auf 4.718 im letzten Jahr. Die Zahl der deutschen Erstsemester stieg aber im gleichen Zeitraum um zwei Prozent auf 14.040.

Ein Viertel der Studienanfängerinnen und Studienanfänger sind Ausländerinnen und Ausländer.

Ausführliche Informationen gibt es beim Statistischen Landesamt Sachsen

Erklärfilm zur schulischen Integration an der Berufsschule

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Wie werden zugewanderte Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren an Berufsschulen integriert? Wie lernen sie Deutsch als Zweitsprache? Und wie können sie sich an der Berufsschule auf einen Beruf vorbereiten? Der Film „Auf dem Weg zum Beruf an der Berufsschule“ erklärt es und kann zudem mit hinzuschaltbaren arabisch- und englischsprachigen Untertiteln angeschaut werden.

Der rund 4-minütige Clip des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) richtet sich an jugendliche Zugewanderte, die in Sachsen ihre schulische Bildung an einer Berufsschule fortsetzen und zeigt Wege zum Beruf auf. Er ist eine Ergänzung zum ersten Erklärfilm zur schulischen Integration von Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen und ebenfalls auf der Webseite Migration und Integration bzw. via SMK-YouTube-Kanal abrufbar:

SMK Youtube Kanal

Interkulturelle Woche 2021 mit neuem Motto #offengeht

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Das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche (IKW) lautet #offengeht. Für die 46. IKW wird der Zeitraum vom 26. September bis 3. Oktober 2021 vorgeschlagen. Der bundesweite Auftakt erfolgt am 26. September in Rostock. Im Rahmen der IKW finden immer im Herbst rund 5.000 Veranstaltungen in über 500 Städten und Gemeinden statt. Bundesweit vorbereitet wird die IKW vom Ökumenischen Vorbereitungsausschuss (ÖVA) zur IKW. Frisch gewählte Vorsitzende des ÖVA ist Dr. Beate Sträter. Für die Organisierenden der IKW liefert ein Materialheft Input und Anregungen für Veranstaltungsformate und Gottesdienste.

Das Materialheft zur diesjährigen IKW, Plakate, Postkarten und weitere Materialien können bestellt werden unter www.interkulturellewoche.de

Informationen der Stadt Dresden: Sport und Ehrenamtsförderung

Kostenfreies Sport- und Bewegungsangebot der Landeshauptstadt Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden lädt zur Teilnahme am Sport- und Bewegungsangebot „Fit im Park“ ein. Darauf weist die Integrationsbeauftragte der Stadt hin. Vom 14. Juni bis zum 30. Juli 2021 finden auf mehreren Flächen in Dresden verschiedene Kurse unter freiem Himmel statt. Zu den Angeboten sind alle Dresdnerinnen und Dresdner eingeladen. Menschen mit Migrationsgeschichte sind ausdrücklich angesprochen. Die Kurse führen qualifizierte Trainerinnen und Trainer durch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, alle Angebote sind kostenfrei. Coronabedingt kann es zu Änderungen im Kursprogramm kommen.
Alle Informationen unter dresden.de „Fit im Park“.

Fördergeld für Projekte mit Ehrenamt kann beantragt werden

Der Freistaat Sachsen unterstützt das kommunale Ehrenamt auch 2021 finanziell. Gemeinnützige Organisationen und ehrenamtliche Gruppen können Fördergelder vom Kommunalen Ehrenamtsbudget für Projekte beantragen. Bis zum 31. Juli 2021 können Anträge gestellt werden. Die Projekte müssen spätestens am 31. Dezember 2021 beendet sein.

Alle Informationen auf www.dresden.de unter dem Stichwort Kommunales Ehrenamtsbudget.

Interkulturelle Poster für eine höhere Impfbereitschaft

Der Mandl & Schwarz-Verlag hat interkulturelle Poster entwickelt, die über die Corona-Schutzimpfung aufklären. Die Poster sind konzipiert, um in Gemeinschaftsräumen und Beratungsstellen ausgehangen zu werden. Damit soll unter jugendlichen Migrantinnen und Migranten, Geflüchteten und sozial Benachteiligten eine höhere Impfbereitschaft erreicht werden.
Inhaltliche Schwerpunkte der Poster sind:

der Impfstoff ist kostenlos

Impfungen sind freiwillig

Impfpässe aus dem Internet sind illegal

Impfschutz-Wirkung / weiterhin bestehende Regeln in der Öffentlichkeit

Nachsorge

Neben Deutsch oder Englisch als „Quellsprache“ sind über 30 Sprachen als „Zielsprache“ verfügbar. Es lassen sich verschiedene Sprachen als Angebot kombinieren. Die Poster kosten 22 Euro pro Exemplar.

Kontakt-E-Mail info@edition-willkommen.de

EU: Blaue Karte mit neuen Richtlinien

Das Europäische Parlament und der Rat der EU haben sich zu neuen Regeln bei der Richtlinie über die Blaue Karte geeinigt. Damit soll die legale Zuwanderung von hochqualifizierten Fachkräften in den europäischen Arbeitsmarkt erleichtert werden. Die Einigung über die überarbeitete Blaue Karte ist eines der Hauptziele des neuen Migrations- und Asylpakets. Durch die neue Regelung werden folgende Änderungen eingeführt:

Die für die Qualifikation für eine Blaue Karte EU maßgebliche Gehaltsschwelle wird auf das 1 bis 1,6-fache des durchschnittlichen Bruttojahresgehalts gesenkt. Auch wird die erforderliche Mindestdauer eines Arbeitsvertrags auf sechs Monate verkürzt.

Die Anerkennung und Validierung von beruflichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien wird erleichtert.

Innerhalb der ersten zwölf Monate sollen Inhaber einer Blauen Karte EU nur dann einen neuen Arbeitsmarkttest ablegen müssen, wenn sie ihre Position oder ihren Arbeitgeber wechseln möchten. Erst nach dieser Frist sollen Inhaber einer Blauen Karte EU verpflichtet sein, jede Änderung ihrer Situation den zuständigen nationalen Behörden zu melden.

Hochqualifizierte Personen, die internationalen Schutz genießen, sollen ebenfalls eine Blaue Karte EU beantragen können.

Familienangehörige von Inhabern einer Blauen Karte EU sollen diese begleiten dürfen und Zugang zum EU-Arbeitsmarkt erhalten.

Inhabern einer Blauen Karte EU und ihren Familienangehörigen soll es nach zwölf Monaten Beschäftigung im ersten Mitgliedstaat auf der Grundlage vereinfachter Mobilitätsregeln erlaubt sein, in einen zweiten Mitgliedstaat zu ziehen. Die in verschiedenen Mitgliedstaaten verbrachten Arbeitszeiten sollen ebenfalls berücksichtigt werden.
Quelle: EU-Aktuell v. 11.06.2021

Seminartipps im Sommer 2021

IQ-Netzwerk

23. Juni online
Internationale Fach- und Arbeitskräfte – aufenthaltsrechtlicher Rahmen und Praxis

09. und 16. Juli in Dresden
Gesagtes sichtbar machen – Visualisierungstechniken im Beratungsgespräch

13. Juli in Leipzig
Integriertes Fach- und Sprachenlernen im Kontext Pflege- und Gesundheitsberufe

19. Juli in Leipzig
Handlungssicher und kultursensibel im Beratungsgespräch

IQ-Netzwerk Seminarübersicht und Kontakt

academy-isc

24. Juni in Plauen
Sag wo kommst Du her? Schwerpunkt Afrika -Kulturelle und religiöse Besonderheiten – Geschichte(n) und Mentalitäten

30. Juni in Dresden
Von interkultureller Kommunikation zu Transkulturalität

6. Juli in Plauen
Was uns zusammenhält. Toleranz befördern - Diskriminierung verhindern

20. Juli in Plauen
Interkulturelle Bildungs- und Jugendarbeit - Interreligiöse Pädagogik
Interkulturelle Bildungs- und Jugendarbeit - Effektive und gelingende Gesprächsführung

21. Juli in Dresden
Woran glaubst Du? Interreligiöse Pädagogik

21. Juli in Plauen
Respekt gewinnen - Überzeugungskraft entfalten

Seminarbeschreibung und Anmeldung