Newsletter Nr. 8 vom 29.07.2020

Wettbewerbsfrist für den Kinderschutzpreis läuft noch bis Mitte August

Mit dem Sterntaler würdigen der Sächsische Kinderschutzbund Landesverband Sachsen und der Sächsische Ausländerbeauftragte engagiertes Handeln für Kinder mit Migrationshintergrund in Sachsen. Der Preis wird anlässlich des UN-Weltkindertages (20. September) im Sächsischen Landtag verliehen. Der Gewinner erhält 3.000 € für seine Arbeit. Die Ausschreibung, alle Informationen zum Einreichen und eine Übersicht zu bisherigen Preisträgern bietet die Internetseite
www.sterntalerpreis.de

Vorjahrespreisträger war der Verein MUSAIK aus Dresden, der Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund eine musikalische Ausbildung und das Musizieren im Ensemble ermöglicht.

Neuer Fotowettbewerb „Was gibt mir Zuversicht?“ unter www.meineheimatsachsen.de

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Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth sucht bis Ende August Bilder, Grafiken und Sinnsprüche zum Thema Zuversicht. Die besten Fotos, Grafiken und Sinnsprüche werden im Interkulturellen Taschenkalender 2021 abgedruckt und prämiert.

Der Ausländerbeauftragte fragt die in Sachsen lebenden Menschen mit und ohne Migrationshintergrund:

Was gibt mir für 2021 Zuversicht?

Was ist es wert, bewahrt zu werden?

Was gibt mir Hoffnung und stärkt mein Vertrauen in unsere sächsische Gesellschaft und Heimat?

Was trägt mich?

„Ist es ein Familienbild, Ihr neuer Arzt, das Sprichwort aus Ihrer Heimat oder der Auftritt eines internationalen Ensembles? Wird Zuversicht durch Arbeit oder strahlende Kinderaugen ausgedrückt? Beruhigt Sie der Blick in Ihre Kontoauszüge oder in Ihren Garten? Verbinden Sie mit Zuversicht Menschen oder die Bewältigung globaler Herausforderungen?“

Geert Mackenroth freut sich besonders auf zuversichtliche Einsendungen zu den großen Themen Zuwanderung, Migration und Vielfalt. Der Beitrag oder Einsender sollte einen Bezug zu Sachsen haben.

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Die dann prämierten Bilder werden dem Taschenkalender 2021 ein ganz besonderes Gesicht geben. Der Interkulturelle Taschenkalender erscheint seit 2017. In den Vorjahren wurde er mit künstlerischen Arbeiten von Asylbewerbern, internationalen Rezepten von sächsischen Vereinen oder Bildern zum Thema Heimat illustriert. Der Kalender enthält alle sächsischen Feiertage, Plenarsitzungen des Sächsischen Landtags, Schulferien und eine Auswahl wichtiger nationaler und internationaler Fest- und Gedenktage. In der Legende werden nationale und internationale Feste und Fachbegriffe zum Thema Migration erläutert.

An dem Wettbewerb teilnehmen können Menschen, die im Freistaat Sachsen leben. Die Sieger werden von einer Jury des Sächsischen Ausländerbeauftragten und einer Werbeagentur ausgewählt. Einsendeschluss ist der 31. August 2020. Zu gewinnen gibt es wertvolle Sachpreise.

Einsendungen und Informationen zum Wettbewerb unter www.meineheimatsachsen.de

Beratung für EU-Beschäftigte zu Arbeits- und Sozialrecht in Sachsen bei der BABS

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Am 13. Juli 2020 besuchte der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen (BABS) in Dresden. Die Beratungsstelle existiert seit Anfang 2018 mit je einer Niederlassung in Leipzig und Dresden. Die Beraterinnen kümmern sich um Beschäftigte aus den Mitgliedsstaaten der EU, die in Sachsen tätig sind. Die Beratung wird in mehreren Sprachen (Deutsch, Tschechisch, Polnisch, Slowakisch, Ungarisch, Rumänisch und Englisch) angeboten und umfasst im Wesentlichen Fragen des Arbeits- und des Sozialrechts. Typische Beratungsfälle sind Arbeitsunfälle, Mindestlohn, Schwarzarbeit oder Kündigung.

Geert Mackenroth informierte sich bei dem Besuch über die Arbeit in der Beratungsstelle und regte eine engere Zusammenarbeit zwischen der Beratungsstelle und seiner Geschäftsstelle an.
https://www.babs.sachsen.de/

Dresden: Ehrenamtspass und Kommunales Ehrenamtsbudget

Ehrenamtspass für 2021 beantragen

Ehrenamtlich Engagierte, die mindestens drei Stunden pro Woche im Ehrenamt im Bereich der Integration in Dresden tätig sind, können für das Jahr 2021 den Ehrenamtspass beantragen. Das Spektrum der Vergünstigungen reicht vom ermäßigten Eintritt in städtische Einrichtungen über rabattierten Eintritt in Theater, Museen, Kinos bis zu kostenloser interessanter Firmenführung. Die Vergünstigungen werden in einem Leistungsheft übersichtlich dargestellt, das alle Antragsteller zusammen mit dem Ehrenamtspass von der Bürgerstiftung Dresden erhalten. Auch Ehrenamtliche, die über das Förderprogramm „Wir für Sachsen“ mit der Ehrenamtspauschale gefördert werden, können den Ehrenamtspass zusätzlich erhalten. Wer seine Tätigkeit im Rahmen einer Institution ausübt, beantragt den Ehrenamtspass direkt bei seinem Verein, Wohlfahrtsverband oder seiner Kirchengemeinde. Die Anträge müssen bei der Bürgerstiftung Dresden eingereicht werden.

Wer ungebunden hilft, kann den Ehrenamtspass über die Stadt Dresden beantragen. Anmeldeschluss ist der 14. August 2020.

Onlineantrag Ehrenamtspass für ungebundene Helfer/innen
https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfvy7UnN0uMiOS-lbHZSlFDN28elG26i0VF6lsYhcnuCcL7cQ/viewform

Freistaat Sachsen stellt den Städten das Kommunale Ehrenamtsbudget zur Verfügung

In diesem Jahr können Vereine oder Initiativen (Gruppen) bis 15. September 2020 Fördergelder für Projekte beantragen, die bis zum 31. Dezember 2020 umgesetzt werden. Gerade Migrantenvereine und Gruppen sollten diese Möglichkeit nutzen.

Alle Antragsunterlagen und Informationen finden Sie auf der Website: www.dresden.de/ehrenamt

Ansprechpartnerin für Fragen und Hilfe ist die Abteilung Bürgeranliegen
Landeshauptstadt Dresden
Bürgermeisteramt, Abteilung Bürgeranliegen
Dr.-Külz-Ring 19
01067 Dresden
E-Mail ehrenamt@dresden.de
Telefon: 0351 4 88 21 21.

Studie zu Sprachkursen auf dem Land untersuchte Baden-Württemberg und Sachsen

In ländlichen Regionen in Deutschland ist das Sprachkursangebot für Menschen mit Migrationshintergrund beschränkt. Das liegt unter anderem an einem schlecht ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, an mangelnden Angeboten zur Kinderbetreuung am Kursort sowie an zu hohen Mindestteilnehmerzahlen, weswegen Kurse zum Teil nicht zustande kommen. Zu diesen Ergebnissen kamen die Soziologin Jana Scheible und die Migrationswissenschaftlerin Hanne Schneider in der Studie „Deutsch lernen auf dem Land“, die sie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung durchführten.

Die Autorinnen wollten wissen, wie Sprachkurse verbessert werden können. Dafür untersuchten sie exemplarisch die Situation in Sachsen und Baden-Württemberg. Ein großes Problem sei, so die Verfasserinnen, dass die Teilnehmerzahlen von Integrations- und anderen Sprachkursen in ländlichen Regionen oft sehr niedrig sind. Deshalb würden die Angebote teils nicht gefördert werden, sodass sie eingestellt werden müssen. Außerdem seien die Wege weit, und Fahrtkosten würden oft nicht übernommen.

Die Autorinnen empfehlen, mehr digitale Kurse anzubieten und vom Bund geförderte Sprachkurse für alle Zuwanderer zu öffnen. Bislang dürfen nur anerkannte Flüchtlinge sowie Ausländer, die bereits länger in Deutschland, leben daran teilnehmen. Damit könnte ein einheitlicheres und besser koordiniertes Sprachkursangebot auch auf dem Land erreicht werden.

https://www.fes.de/abteilung-wirtschafts-und-sozialpolitik/artikelseite-wiso/so-lernt-es-sich-besser-auf-dem-land

Bundesamt: Drei Prozent weniger neu registrierte Schutzsuchende von 2018 zu 2019

Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes vom 23. Juli waren zum Jahresende 2019 insgesamt 1,839 Millionen Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) registriert. Die Zahl der im AZR registrierten Schutzsuchenden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 57.000 (3 Prozent). Das ist der geringste Anstieg seit 2012.

Zum 31. Dezember gab es rund 266.000 Personen mit offenem Schutzstatus. Also Personen, über deren Asylantrag noch nicht rechtskräftig entschieden wurde. Das waren 40.000 weniger als im Vorjahr. Diesen Rückgang um 13 Prozent führt das Bundesamt darauf zurück, dass anhängige Asylverfahren weiter abgearbeitet werden und neue Asylanträge zurückgehen.

Weitere Analysen zur Zahl der Schutzsuchenden mit anerkanntem oder abgelehnten Schutzstatus und eine erste Bilanz der Fluchtmigration von 2014 bis 2016 unter:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/07/PD20_274_12521.html

Bundesagentur für Arbeit (BA) meldet für Mai Anstieg von ausländischen Arbeitslosen um acht Prozent

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA verzeichnet für den Mai 2020 einen Anstieg um rund 64.000 Personen bei der absoluten Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Vergleich zum April 2020. Die Arbeitslosenquote der Ausländer lag im März bei 12,9 Prozent und stieg zum Vormonat um 0,2 Prozent. Zur gleichen Zeit betrug die Beschäftigungsquote dieser Bevölkerungsgruppe 52 Prozent und war in einem Monat um 1,2 Prozentpunkte gestiegen.

Insgesamt wuchs die ausländische Bevölkerung in Deutschland im April gegenüber dem März 2020 um gut 2.600 Personen. Die SGB-II-Hilfequote lag im Februar 2020 bei 19,3 Prozent (18,3 % im Januar).

Quelle: www.iab.de

Deutsches Institut für Menschenrechte untersuchte den Zugang von geflüchteten Kindern zu Kitas und frühkindlichen Bildungsangeboten

Die Monitoringstelle UN-Kinderrechtskonvention am Deutschen Institut für Menschenrechte fragte in den Jahren 2016, 2017 und 2019 die Landesregierungen zum Bildungszugang ab. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht unter
www.landkarte-kinderrechte.de

Die Autoren schließen, dass für geflüchtete Kinder die frühkindliche Förderung nicht nur Betreuung und Erziehung, sondern auch frühkindliche Bildung enthält. Bloßes Spielen unter Aufsicht in Aufnahmeeinrichtungen werde einem qualifizierten Bildungsauftrag im Sinne des Artikel 29 der UN-Kinderrechtskonvention nicht gerecht. Aufnahmeeinrichtungen seien keine Orte der Integration. Positiv vermerkt die Studie, dass sich regelmäßiges Monitoring lohne und Entwicklungen und Veränderungen sichtbar werden. Die Bundesländer seien zunehmend für die Rechte und Bedürfnisse von geflüchteten Kindern im Bildungsbereich sensibilisiert. Sie bauten Strukturen auf und entwickelten Lösungen.

Hintergrund, Methode und Fazit der Studie unter
https://landkarte-kinderrechte.de/maps/zugang-kita.html

Aktuelle mehrsprachige Corona-Informationen der Bundesregierung

Information über Corona-Warn-App in 21 Sprachen

Die Bundesregierung informiert über die Corona-App in 21 Sprachen. Die App wird in absehbarer Zeit in weiteren Sprachen abrufbar sein. www.integrationsbeauftragte.de/corona-warn-app

Für die Bewerbung steht ein umfangreicher Baukasten zur Corona-Warn-App mit Grafiken, Videos und Sharepics auf Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch zur Verfügung:
https://styleguide.bundesregierung.de/sg-de/basiselemente/programmmarken/corona-warn-app-baukasten/corona-warn-app-der-baukasten-fuer-unterstuetzerinnen-und-unterstuetzer-1756534

Kurzinformation Faltblatt zum Ausdrucken in 20 Sprachen

Der Flyer wurde erneut aktualisiert und ist wieder in 20 Sprachen verfügbar. Er dient als niedrigschwellige, erste Ansprache und verweist auf die umfassenden Informationen auf der mehrsprachigen Website. Zu folgenden Themen wird informiert.

Gesundheit und Verhaltenstipps

Öffentliches Leben

Arbeit und Geld

Einreisen und Ausreisen

Gewaltschutz

Das PDF ist hier abrufbar:
www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus

Website der Bundesregierung

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gibt es mehrsprachige Informationen:

zur Corona-Warn-App,

zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen, Sofort-Hilfen der Bundesregierung für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige,

zu Ansprechpartnern für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs),

zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen,

zum mehrsprachigen Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen,

zum Arbeitsschutz.

https://www.integrationsbeauftragte.de/corona-virus

Mehrsprachige Informationen speziell für EU-Bürgerinnen und Bürger sind auch auf der Website der EU-Gleichbehandlungsstelle abrufbar:
https://www.eu-gleichbehandlungsstelle.de/corona-virus

Handbook Germany

Die Handbook Germany produziert täglich Videos und Texte mit aktuellen Informationen zu Corona in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Französisch, Paschto und Türkisch). Speziell zur Corona-App sind folgende Erklärvideos in Englisch, Arabisch, Farsi, Französich, Pashto und Türkisch veröffentlicht:

https://www.facebook.com/HandbookGermany/videos/684180865751876/

https://m.youtube.com/watch?v=dNKX4fOEpaA

www.handbookgermany.de

Informationssammlung zu Corona-Veröffentlichungen

Die Informationen zum Verhalten während der Corona-Pandemie, zu den behördlichen Anordnungen und zu Hilfen und Förderungen werden ständig aktualisiert. Deshalb sammeln wir auf der Internetseite www.offenes-sachsen.de die Hinweise nach dem Termin ihres Bekanntwerdens. Wir versuchen, möglichst mehrsprachige Hilfen abzubilden.
www.offenes-sachsen.de