Newsletter Nr. 14 vom 21.12.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Ende dieses ereignisreichen und mehr als außergewöhnlichen Jahres möchte ich Ihnen und Ihren Lieben eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das kommende, hoffentlich positivere Jahr wünschen. Sehr hoffe ich, Sie alle - und all jene, die Ihnen nahe stehen - erfreuen sich bester Gesundheit und überstehen diese schwierige Zeit unbeschadet an Körper und Geist.

Danken möchte ich Ihnen für die unbeirrt fortgesetzte gute Arbeit im Weinberg der Integration und die gute Zusammenarbeit mit meiner Geschäftsstelle und auch mit mir persönlich - verbunden mit dem Wunsch, der Bitte und der Hoffnung auf künftigen Austausch unter weniger schwierigen Bedingungen als in diesem Jahr.

Mit Zuversicht und optimistischem Blick in die Zukunft grüße ich Sie herzlich und wünsche uns allen eine gesunde und friedliche Zeit.

Ihr
Geert Mackenroth MdL
Sächsischer Ausländerbeauftragter

Aktuelle Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu Asylanträgen in Sachsen

Von Januar bis November 2020 gab es im Freistaat Sachsen insgesamt 5.312 Asylanträge. Davon waren 4.526 Erstanträge.

Im gleichen Zeitraum wurde über 6.941 Anträge entschieden. Für eine Anerkennung als Asylberechtige wurde in 136 Fällen entschieden. Die Anerkennung als Flüchtling erfolgte in 770 Fällen. Subsidiärer Schutz wurde in 632 Fällen zuerkannt und in 462 Fällen ein Abschiebeverbot festgestellt. 3.028 Ablehnungen wurden beschieden und in 1.913 Fällen erledigte sich das Verfahren. Anhängig waren zum 1.12.20 insgesamt 1.026 Verfahren.

Nur im Zeitraum 1.- 30. November 2020 gab es im Freistaat Sachsen insgesamt 438 Asylanträge. Davon waren 391 Erstanträge.

Im gleichen Zeitraum wurde über 696 Anträge entschieden. Für eine Anerkennung als Asylberechtige wurde in 11 Fällen entschieden. Die Anerkennung als Flüchtling erfolgte in 61 Fällen. Subsidiärer Schutz wurde in 68 Fällen zuerkannt und in 55 Fällen ein Abschiebverbot festgestellt. 294 Ablehnungen wurden beschieden und in 207 Fällen erledigte sich das Verfahren.

Jetzt noch Interkulturellen Taschenkalender 2021 kostenfrei bestellen

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Bedingt durch den Ausfall einiger Veranstaltungen im Herbst stehen noch einige Interkulturelle Taschenkalender zum Versand zur Verfügung. Der Wochenplaner wird vom Sächsischen Ausländerbeauftragten herausgegeben und enthält Informationen zu den wichtigsten deutschen und internationalen sowie religiösen Feiertagen und Festzeiten sowie ein Glossar.

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Illustriert ist der Kalender für 2021 im Format A6 mit Beiträgen zum Thema Sprache: Er erklärt beispielhaft einige Lehnwörter, ins Deutsche „eingewanderte“ Wörter - etwa Chaos, Spagat oder Tollpatsch. Der Taschenkalender enthält zudem wieder Feiertage und Schulferien in Sachsen sowie Daten und Fakten zu Migration. Zusätzlich informiert er über religiöse Feste, Feiertage und Zeiten der größten ethnischen und religiösen Gruppen. Das Glossar erklärt wichtige ausländerrechtliche Begriffe.

Der Wochenplaner ist solide mit einer geprägten Graupappe gebunden. Die Farben blau und orange dominieren. Der Versand des Taschenkalenders erfolgt nur in Sachsen und solange der Vorrat reicht. Einzelpersonen können bis zu zwei Taschenkalender bestellen.

Bestellungen ausschließlich unter folgendem Link:
https://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Statistik: Mobilität war während des Lockdowns im Frühjahr 2020 in Sachsen deutlich eingeschränkt

Wie das Statistische Landesamt anlässlich des 18. Dezember zum Internationalen Tag der Migranten meldet, schränkte der Lockdown im Frühjahr 2020 die Mobilität der Menschen deutlich ein. Das zeige der Vergleich der Wanderungsdaten von Januar bis August 2020 mit der Vorjahresentwicklung.

Im Zeitraum Januar bis August 2020 gab es rund 52 300 Zuzüge und 46 300 gemeldete Fortzüge über die Landesgrenze. Der positive Saldo beträgt rund 6 000 Personen. Der Vergleich zu 2019 weist im gleichen Zeitraum fast 62 300 Zuzüge und fast 54 100 Fortzüge aus und so einen positiven Wanderungssaldo von 8 200 Personen. Für Januar bis August 2020 fiel die Zahl der Zuzüge damit um 16,0 Prozent und die Zahl der Fortzüge um 14,3 Prozent geringer aus als von Januar bis August 2019.

Die Zahl der Zu- und Fortzüge bewegte sich im Januar und Februar noch leicht über den Vorjahreswerten, aber im März bis August um ein Fünftel darunter. Der stärkste Rückgang um 39,4 Prozent wurde im April verzeichnet.

Dabei war der Wanderungsaustausch mit dem Ausland stärkeren Veränderungen ausgesetzt als der mit dem Bundesgebiet. So lag sowohl die Summe der Zuzüge (-31,8 Prozent) als auch die der Fortzüge (-27,7 Prozent) in den Monaten März bis August deutlich unter dem vergleichbaren Wert von 2019. Der Wanderungsaustausch mit dem Bundesgebiet verringerte sich in den Monaten März bis August 2020 gegenüber 2019 um 10,4 Prozent (Zuzüge) bzw. 12,0 Prozent (Fortzüge).

Die Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreise und Gemeinden erhältlich. Tabellen und Grafik mit Ergebnissen für das Land Sachsen unter https://www.statistik.sachsen.de/html/presse.html

Reportage des MDR-Nachwuchses zum Thema Alltagsrassismus

Die kaufmännisch und technisch ausgerichteten Auszubildenden des MDR und dessen Bildungszentrum produzieren aktuell ein Gemeinschaftsprojekt zum Thema Alltagsrassismus und eine 30minütige Reportage. Das Format heißt „Mach mal..!“ und die Erstausstrahlung im MDR Fernsehen ist für den 20. Januar um 01.25 Uhr geplant. Anschließend wird die Sendung sowohl in der Mediathek als auch im MDR-Angebot zu finden sein
www.mdr.de/machmal

Bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche (IKW)

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Die traditionelle Fachtagung findet am 19. und 20. Februar 2021 als digitale Veranstaltung statt. Die virtuelle Tagung nähert sich dem neuen IKW-Motto #offen geht auf vielfältige Weise an. Unterschiedliche Perspektiven der Vielfaltsgesellschaft werden vorgestellt. Es gibt Gelegenheiten zur Diskussion und zum Austausch in Arbeitsgruppen. Es werden die zu Wort kommen, die sich unermüdlich für die offene Gesellschaft einsetzen und die von den Bedrohungen der Feinde der freiheitlichen Demokratie direkt betroffen sind. Die universellen Grund- und Menschenrechte werden im Mittelpunkt stehen, die an den europäischen Außengrenzen zur Disposition stehen. Aber auch im Inland gilt beispielsweise der Schutz der Familie nicht für alle gleichermaßen. Und es wird darum gehen, wie die Interkulturelle Woche auch in Zeiten von Social Distancing Wege findet, Kontakt zu ermöglichen und solidarisch und offen die Menschen einzubeziehen, deren soziale Teilhabe am stärksten bedroht ist.

Unter anderem steht ein Podiumsgespräch zum 70. Jahrestag der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention auf dem Programm, bei dem Günter Burkhardt (Geschäftsführer PRO ASYL), Gerald Knaus (Migrationsforscher) und Marie von Manteuffel (Ärzte ohne Grenzen) diskutieren. Weitere Impulse werden gestaltet u. a. von Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung), Michael Blume (baden-württembergischer Antisemitismusbeauftragter) und Burkhardt Jung (Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages, angefragt). Zudem werden Vertreter von Bundestagsparteien ihre Ziele und Schwerpunkte für die kommende Legislaturperiode vorstellen.

Die Interkulturelle Woche geht auf eine Initiative der christlichen Kirchen zurück und wird Jahr für Jahr von vielen engagierten Akteuren in über 500 Kommunen vorbereitet. Die Tagung gibt den Teilnehmenden die Gelegenheit, an aktuellen Diskussionen rund um die Vielfaltsgesellschaft teilzuhaben. Hier erhalten Sie Themen- und Veranstaltungsideen für Ihre Interkulturelle Woche vor Ort.

Die Anmeldung zur Tagung ist ab Januar möglich, weitere Informationen und das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie unter www.interkulturellewoche.de/tagung2021

Corona-Plakat aus Bayern in mehreren Sprachen

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Das Infoplakat „Corona-positiv – Was dann?“ ist ein verständlicher Wegweiser und liegt in 17 Sprachen vor. Mit einfacher Sprache und vielen Bildern weist er auf die hohe Ansteckungsgefahr der Pandemie hin und sensibilisiert für sinnvolle Quarantänemaßnahmen auch bei fehlenden oder leichten Symptomen. Er richtet sich speziell an Menschen, die des (Behörden-) Deutschen nicht so mächtig sind. Das Plakat finde mittlerweile in den unterschiedlichsten Bereichen Anwendung, so zum Beispiel in Schlachthöfen, Unterkünften sowie im Bau- oder Gastronomiegewerbe. Herausgeber ist die bayrische Integrationsbeauftragte. Das Plakat kann gedruckt und verbreitet werden. Es ist kein Ersatz für die detaillierten Informationen des Robert-Koch-Instituts oder die umfänglichen und ausführlichen Hinweise der Landesbehörden.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://integrationsbeauftragte.bayern.de/corona-positiv-was-dann-2/

Dank und Bitte

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Mit diesem Bild vom geschmückten Altbau des Sächsischen Landtags grüßen wir alle, die uns im zu Ende gehenden Jahr mit zahlreichen Informationen, Meldungen und interessanten Hilfsangeboten unterstützt haben! Bitte senden Sie uns auch im neuen Jahr weiter Tipps, Daten und Handreichungen, die für die in Sachsen lebenden Ausländer, engagierten Berater, Initiativen, Beauftragten, Unternehmen und die vielen ehrenamtlichen Helfer von Interesse sind.

Wie während des ersten Lockdowns ist die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten und der Sächsischen Härtefallkommission weiterhin persönlich besetzt. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir gleichwohl friedliche Feiertage, Hoffnung und für das neue Jahr Kraft, Mut und Zuversicht!