Newsletter Nr. 7 vom 25.07.2018

Fristende für Förderanträge Integrative Maßnahmen 2019 wird auf den 31. Juli 2018 vorgezogen

Für das Jahr 2019 hat sich die Antragsstellung in Teil 1 der Richtlinie „Integrative Maßnahmen“ geändert. Das teilte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping am 17. Juli mit. Zum einen sei die Antragsfrist auf den 31. Juli für Projekte vorgezogen worden, die ab dem 1. Januar des Folgejahres mit der Durchführung beginnen wollen. Der bisherige Antragsstichtag war der 30. September. Die Antragsfrist für Anträge, die ab dem 1. Mai eines Jahres beginnen wollen, bleibe unverändert beim 31. Januar, hieß es. Mit der zeitlichen Vorverlegung der Antragsfrist sollen Mitteilungen über die Förderung deutlich früher gegeben werden können als bisher.

Zum anderen ändert sich auch das Antragsverfahren: Für neue Projektanträge muss vor Einreichung bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) noch eine Stellungnahme der zuständigen Stellen des Landkreises oder der Kreisfreien Stadt eingeholt werden, in dem bzw. der das Projekt durchgeführt werden soll.

Mitteilung des Geschäftsbereiches Gleichstellung und Integration:
https://www.smgi-newsletter.de/newsletter/preview/id_newsletter/128

Richtlinie Integrative Maßnahmen:
http://www.willkommen.sachsen.de/IntM_Flyer.htm

Informationsabend für Gewerbetreibende, die Migranten einstellen möchten

Wenn Betriebe bereit sind, hochmotivierte Migranten einzustellen, sind die rechtlichen Rahmenbedingungen oft unbekannt. Deshalb lädt der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth Gewerbetreibende und Inhaber von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) für Donnerstag, den 9. August 2018 in die Agentur für Arbeit in Riesa ein. Der Informationsabend beginnt um 18 Uhr in der Rudolf-Breitscheid-Str. 35, 01587 Riesa. Nach einer Einführung stehen als Ansprechpartnerinnen dankenswerterweise Petra Schlüter, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa, und Barbara Schwedler, Amtsleiterin des Ausländeramtes des Landkreises Meißen, für Fragen zur Verfügung.

Um Anmeldung über die Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten wird gebeten

Telefon 0351 4935175
E-Mail Viktor.Vincze@slt.sachsen.de

Aktuelle Wettbewerbe des Ausländerbeauftragten sind gestartet

Die Bewerbungsphase um den „Sterntaler – Der Preis für Ihre Arbeit mit Flüchtlingskindern“ begann am 1. Juni. Einsendeschluss ist der 19. August 2018. Der Preis wird vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e. V. und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth ausgeschrieben. Er ist mit 3.000 € dotiert.

Zur Ausschreibung
https://www.kinderschutzbund-sachsen.de/projekte/kinderrechte/sterntaler-preis/465-auslaenderbeauftragter-und-kinderschutzbund-sachsen-schreiben-den-sterntalerpreis-2018-aus

Zur Onlinebewerbung
https://www.kinderschutzbund-sachsen.de/umfrage/index.php/171786?lang=de.

Die Bewerbungsphase um den Sächsischen Integrationspreis 2018 begann am 1. Juli 2018. Einsendeschluss ist der 7. September. Der Preis wird von der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth ausgeschrieben. Er ist mit insgesamt 9.000 € dotiert.

Alle Informationen und die Onlinebewerbung finden Sie unter
www.saechsischer-integrationspreis.de

Leipziger „Stiftung Ecken-wecken“ sucht regionale Kooperationspartner

Seit 2018 betreibt die Leipziger "Stiftung Ecken wecken" eine Web-Plattform, um Dinge und Dienstleistungen zu teilen. Im Rahmen einer deutschlandweiten Kooperation und mit Unterstützung der Veolia Stiftung soll eine weiterentwickelte Version dieser Plattform künftig auch Gemeinwohl-Organisationen außerhalb Leipzigs angeboten werden. Damit können diese vor Ort stärker als Motor und Ermöglicher ihrer lokalen Zivilgesellschaft wahrgenommen werden. Zudem kann die eigene Organisation aus dem Verleih in ihrer Region finanziell profitieren. Im Sommer 2018 gibt es die Möglichkeit, diese Version mitzugestalten und bei Interesse im Rahmen eines Social Franchisings auch selbst Regional-Partner des Depots zu werden.

Vorstellung des Projektes und Überblick über die Plattform unter
https://stiftung-ecken-wecken.de/depot

Nutzen für Regional-Partner
https://stiftung-ecken-wecken.de/depot-anderswo

Zur Leipziger Web-Plattform
https://depot-leipzig.de

Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen spricht sich für die Lebensrettung auf dem Mittelmeer aus

In seiner Erklärung vom 11. Juli nimmt der Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen zur aktuellen Flüchtlingspolitik Stellung. Er dankt denjenigen, die auf dem Mittelmeer Menschenleben retten, für ihr Engagement. Die Laienvertretung der Katholiken im Bistum „befürwortet alle Initiativen und Aktivitäten, die auf eine Wahrung der grundlegenden Werte des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft gerichtet sind“. Der Rat widerspricht ausdrücklich populistischen, fremdenfeindlichen und nationalistischen Positionen und setzt sich für die Menschenwürde ein.

Wörtlich heißt es in der Erklärung: „Wir fordern alle, die in Sachsen, Thüringen, in Deutschland und in der EU politische Verantwortung tragen, auf, sich für die Prinzipien, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Sinne der Freiheit und der Unveräußerlichkeit der Menschenrechte erarbeitet wurden, einzusetzen.“

Im Bistum Dresden-Meißen leben etwa 143.000 Katholiken.

Die vollständige Erklärung finden Sie unter
http://www.katholikenrat-dresden-meissen.de/

Beteiligung am Patenschaftenprogramm des BMFSFJ „Menschen stärken Menschen“

Der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Sachsen e. V. bietet auch 2018 eine Beteiligung am Patenschaftenprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Namen „Menschen stärken Menschen“ an.

Über dieses Programm können Aufwandspauschalen für z. B. Patenschaften, Kosten für Veranstaltungen und Gruppenangebote inklusive Honoraren für Referenten abgerechnet werden. Die Zielgruppe umfasst jetzt ausdrücklich alle Menschen mit Sonderbedarfen.

Rückfragen bitte an den Koordinator des Programms
Sven Scheidemantel
Telefon 0351 27289-526
E-Mail sven.scheidemantel@awo-sachsen.de

Teilnehmende für kommenden Lehrgang „Interkulturelle Naturführer“ gesucht

Im Rahmen des neuen Projekts „Interkulturelle Naturführungen, Wanderungen, Spaziergänge - Offenheit schaffen für eine vorurteilsfreie und integrative Freizeitgestaltung“ wird im Zeitraum August bis Oktober 2018 der Lehrgang „Interkulturelle Naturführer*innen“ durchgeführt.

Die Projektkoordinatorin Anja Matthes von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt sucht zeitnah Teilnehmer aus ganz Sachsen mit unterschiedlicher ausländischer Herkunft.

Gesucht werden Interessierte, die über ein gutes bis sehr gutes Sprachniveau verfügen und sich nach erfolgreichem Abschluss des Kurses vorstellen können, im Rahmen der Frühlingsspaziergänge 2019 gemeinsam mit erfahrenen Naturführern interkulturelle Führungen zu konzipieren.

Darüber hinaus sind alle Interessierten angesprochen, die gern am Projekt als erfahrene Umweltbildner bzw. Naturführer zur Unterstützung der ausgebildeten Lehrgangsteilnehmer mitwirken möchten.

Weitere Details können der folgenden Internetseite entnommen werden www.lanu.de/de/Bilden/Fortbildungen/Interkulturelle-Naturfuehrer.html

AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. sucht Gastfamilien für Austauschschüler

Der AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. sucht ab September diesen Jahres Gastfamilien für internationale Jugendliche. Mit 55.000 Ehrenamtlichen in über 60 Ländern im weltweiten Netzwerk und allein 3.000 in Deutschland aktiven ehrenamtlich Tätigen hat der Verein bereits ein großes Netzwerk aufgebaut und bittet für das kommende Schuljahr um Unterstützung. Gastfamilien können Ehepaare mit Kindern, Lebenspartner oder Alleinstehende werden. Einzige Voraussetzungen: Sie sind aufgeschlossen, verständnisvoll, wollen eine andere Kultur erleben und Jugendliche unterstützen.

Ein Vorstellungsvideo und die Profile der Gastschüler können auf der Website des Vereins eingesehen werden. Der Verein bittet um Weiterleitung über die sozialen Medien.

https://www.afs.de/aktuelle-gastschueler

Das Gastfamilienprogramm ist weltweit aktiv und fördert auch das Austauschprogramm nach Deutschland. Gastgeber werden mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei allen organisatorischen Schritten und vor Ort unterstützt.


Telefon 040 399222-90
E-Mail www.afs.de/gastfamiliengastfamilie@afs.de
Telefon 040 399222-90
E-Mail

Zahlen zur Antrags-, Entscheidungs- und Bestandsstatistik für Juni 2018

Im ersten Halbjahr 2018 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 93.316 Asylanträge gestellt. Davon waren 81.765 Erstanträge und 11.551 Folgeanträge. Das sind 16,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit insgesamt 111.616 Anträgen.

Die Anträge im Juni bestehen aus 11.509 Erstanträgen und 1.745 Folgeanträgen. Gegenüber dem Vormonat stieg die Anzahl der Asylanträge um 760 Personen (6,1 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 13.2 Prozent weniger.

Entscheidungen im 1. Halbjahr 2018 - 15,5 Prozent anerkannte Flüchtlinge – 11,3 Prozent subsidiärer Schutz – 36,1 Prozent abgelehnt und 32,2 Prozent erledigt

Das Bundesamt entschied im 1. Halbjahr 2018 über die Anträge von 125.190 Personen. Zum Vergleich: im 1. Halbjahr 2017 wurde über 408.147 Anträge entschieden.

19.433 Personen (15,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.668 Personen (1,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 17.765 Personen (14,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

14.084 Personen (11,3 Prozent) ist nach § 4 des Asylgesetzes subsidiärer Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU gewährt worden. Darüber hinaus hat das BAMF bei 6.165 Personen (4,9 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 45.198 Personen (36,1 Prozent). Anderweitig erledigt (z. B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 40.310 Personen (32,2 Prozent).

Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende Juni 2018 bei 52.514 (zum 31. Mai 2018: 50.373, zum 30.Juni 2017: 146.551).

Herkunftsländer

Hauptstaatsangehörigkeiten im Zeitraum Januar bis Juni 2018 waren Syrien (22.520), Irak (9.015), Nigeria (6.141), Afghanistan (6.222) und der Iran (4730). Daran schließen sich die Türkei, Eritrea, Somalia, Georgien und die Russische Föderation an.

Ausführliche Angaben - auch zum Zeitraum Januar bis Juni 2018 – finden Sie unter
www.bmi.bund.de

Zuwanderungsmonitor verzeichnet höhere Beschäftigungsquote bei Ausländern

Nach Informationen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steigt die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung trotz des starken Bevölkerungswachstums dieser Gruppe leicht an. Die ausländische Bevölkerung wuchs im Mai 2018 um 34.000 Personen. Die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung lag im April 2018 bei 48,7 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozentpunkte angestiegen.

Das Beschäftigungswachstum bei Personen aus der EU und anhaltend bei Personen aus den Kriegs- und Krisenländern ist stark. Die Beschäftigung der ausländischen Bevölkerung aus den EU-28-Ländern ist im April 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 190.000 Personen (+8,9 Prozent) gestiegen. Damit erhöhte sich ihre Beschäftigungsquote um 1,5 Prozentpunkte auf 54,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten aus den Kriegs- und Krisenländern wuchs um rund 100.000 (+51,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Beschäftigungsquote dieser Ländergruppe ist um 8,4 Prozentpunkte auf 26,4 Prozent gestiegen.

Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung sank. Sie lag im April 2018 bei 13,3 Prozent und ist somit gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozentpunkte gesunken. Die absolute Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist im Juni 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 36.000 Personen (-5,6 Prozent) gesunken.

Das IAB bilanziert, dass die Flüchtlingsmigration erst langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar wird und sich Flüchtlinge nur langsam in den Arbeitsmarkt integrieren. Die Arbeitsmarktentwicklung für andere Migrantengruppen verläuft weiter überwiegend günstig.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Ausführliche Informationen finden Sie unter
http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Zuwanderungsmonitor_1806.pdf

Bundesverband für Kindertagespflege mit Informationen in zehn Sprachen

Um Eltern mit Fluchterfahrungen über Möglichkeiten zur Betreuung ihrer Kinder zu informieren, hat der Bundesverband für Kindertagespflege auf seiner Homepage schriftliche Materialien und einen Infofilm in zehn Sprachen bereitgestellt.

Die Betreuung in einer Kindertagespflege kann aufgrund der großen Vertrautheit zu den Betreuenden einen sicheren Ort und vielfältige Entwicklungschancen für Kinder mit Fluchthintergrund bieten.

Weitere Informationen können auf der Webseite eingesehen werden
https://www.bvktp.de/themen/kinder-mit-fluchthintergrund/informationen-fuer-eltern-in-verschiedenen-sprachen/

Zusätzliche Materialien zu diesem Thema vom Bundesverband für Kindertagespflege
https://www.bvktp.de/service/publikationen/

Otto Benecke Stiftung e. V. lädt zum 23. Forum Migration ein

Am Donnerstag, den 6. Dezember 2018, veranstaltet die Otto Benecke Stiftung e. V. im Post Tower Bonn das 23. Forum Migration.

Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Kirchen, von Migrantenorganisationen und Verbänden aus dem gesamten Bundesgebiet werden im Rahmen dieser traditionellen Fachtagung das Thema „Migration und Gesellschaft – Risiken und Chancen in Deutschland und Europa“ erörtern und neue Perspektiven aufzeigen. Programm und Anmeldung in Kürze auf der Homepage unter
www.obs-ev.de