Newsletter Nr. 7 vom 29.06.2020

Fakten aus dem Landtag zu Asyl und Abschiebung

Zum Stichtag 31. März 2020 befanden sich im Freistaat Sachsen 522 Personen unter 18 Jahren in Aufnahmeeinrichtungen (AE). Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage durch das Staatsministerium des Innern hervor. Zu diesem Tag waren insgesamt 134 Personen im schulpflichtigen Alter (sechs bis 18 Jahre) länger als drei Monate in einer AE untergebracht. Zwölf Personen befanden sich länger als sechs Monate und keine Person länger als zwölf Monate in einer AE.

Im 1. Quartal 2020 wurden insgesamt 212 abgelehnte Asylbewerber nach § 58 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes abgeschoben, die meisten nach Georgien (85), Marokko (20) und Afghanistan (17). Von den 212 Personen wurden 35 Personen in Dublin-Staaten abgeschoben.

Quellen: DRS 7/2136 und DRS 7/2132
http://edas.landtag.sachsen.de/

Beratung und Unterstützung von migrantengeführten Unternehmen in der Region Dresden

Die KAUSA-Servicestelle Region Dresden berät und unterstützt insbesondere Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund, die erstmals ausbilden wollen oder Auszubildende suchen. Die Servicestelle wird als JOBSTARTER plus-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung.

Die Servicestelle bietet:

Informationen und Beratung über Möglichkeiten und Vorteile einer dualen Ausbildung

Unterstützung auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb

Beratung zu AusbilderInnen-Schulungen

Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten

Informationen zu Fördermöglichkeiten

Vermittlung potenzieller Auszubildender

Die Mitarbeiter beraten gerne kostenlos vor Ort. Vereinbaren Sie einen Termin unter:
KAUSA-Servicestelle Region Dresden
bei Bildungszentrum Lernen+Technik gGmbH
Wiener Str. 43, 01219 Dresden
Ansprechpartnerin: Frau Becker
Telefon 0351 417 530 44
E-Mail: L.Becker@lernen-technik.de

Weitere Informationen:
www.kausa-dresden.de

IQ Netzwerk bietet Webinare zur Online-Schulung an

Das IQ Netzwerk bietet seit April 2020 Web-Seminare an, um Inhalte digital vermitteln zu können. Gemeinsam mit dem Sächsischen Hochschulverband, der das Konferenztool „edudip“ zur Verfügung stellt, ist ein breites Angebot an Webinaren und Online-Schulungen entstanden. Die neuen Angebote sind jedoch keinesfalls eine Notlösung. Aufgrund der sehr positiven Resonanz und der vielen Vorteile für die Teilnehmer sollen die Webinare langfristig bestehen bleiben.

So erlauben die Online-Schulungen und Web-Seminare den Teilnehmern, in ihrem eigenen Tempo zu lernen und Themen individuell zu vertiefen.

Neben dem Online-Angebot sollen in Zukunft auch Präsenzveranstaltungen zurückkehren, sodass sich die Angebote ergänzen können. Für die Teilnahme an einem Webinar wird lediglich ein Laptop oder PC mit Internetverbindung benötigt.

Webinare des IQ-Netzwerkes:
https://www.netzwerk-iq-sachsen.de/

Uni Jena bittet um Teilahme an Netzwerkuntersuchung in Sachsen

Der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie an der Universität Jena untersucht zurzeit die Arbeit von migrantischen und in der Inklusionsarbeit tätigen Organisationen in Sachsen. So wird geschaut, wie vernetzende Organisationen (z.B. der Dachverband sächsischer Migrantenorganisationen e.V. oder der Sächsische Flüchtlingsrat e.V.) kleinere Vereine unterstützen oder wie kleinere NGOs mit anderen Organisationen zusammenarbeiten. Diese Arbeit soll allen migrantischen Organisationen helfen, ihre Arbeit und Herausforderungen besser zu verstehen und Empfehlungen für diese und die Netzwerkorganisationen zu formulieren.

Migrantische und in der Inklusionsarbeit tätige Organisationen stehen prinzipiell und speziell in Sachsen vor besonderen Herausforderungen. Neben fehlendem Verständnis in der Bevölkerung kommen immer verstärkt auch Probleme in der Finanzierung hinzu. Eine Möglichkeit, mit vielen dieser Probleme umzugehen, ist die Teilnahme in einer Netzwerkorganisation. Damit werden Kräfte gebündelt und der Einfluss der Organisationen erhöht.

Die Online-Befragung ist bis zum 3. Juli geschaltet unter:
https://t1p.de/NGOsachsen

Die Befragung dauert etwa 10 Minuten. Es ist möglich, nicht zutreffende Fragen zu überspringen, ohne den Fragebogen abzubrechen. Nur der Bearbeiter am Lehrstuhl sieht die Antworten, die nicht an andere gegeben werden. In Veröffentlichungen der Ergebnisse wird kein Rückschluss auf die einzelnen Antworten oder die Organisation möglich sein. Wenn Sie Fragen zu der Untersuchung haben, schreiben Sie an:
Kontakt bjoern.braunschweig@uni-jena.de

Zur englischsprachigen Befragung: https://lehrstuhlwigeo.limequery.com/596427?lang=en

Soforhilfezuschuss für soziale Organisationen in Sachsen

Mit dem Soforthilfe-Zuschuss unterstützt der Freistaat Sachsen sächsische Einrichtungen von sozialen Trägern, die infolge amtlicher Maßnahmen während der Corona-Pandemie in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Lage geraten sind. Der Zuschuss kann über die Website der Aufbaubank beantragt werden.

https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/soforthilfe-zuschuss-soziale-organisationen.jsp?cookieMSG=allowed

Hier steht, wer gefördert werden kann und wer leider nicht. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Anträge dürfen nur von sozialen Organisationen gestellt werden, die dem Geschäftsbereich des Sächsischen Sozialministeriums zugeordnet sind. Für diese Zuordnung muss der Schwerpunkt der Tätigkeit einem der folgenden Aufgabengebiete entsprechen:

Träger der freien Jugendhilfe,

Träger der Familienhilfe,

Träger von Seniorenarbeit,

Träger von Integrationsarbeit,

Träger von Demokratiearbeit,

Träger für Teilhabe von Menschen mit Behinderung,

Träger von Leistungen in der besonderen Lebenslage Armut,

Träger von Suchthilfeeinrichtungen,

Träger des Verbraucherschutzes,

Träger von Tierschutzeinrichtungen,

Ehrenamtliches Engagement und Freiwilligendienste,

Jugendübernachtungsstätten,

Familienferienstätten.

Sommerveranstaltungen für junge Migranten vom djo-Sachsen

Das Projekt „Your Story – My Story – Our HiStory“ des djo-Sachsen bietet im Juli und August mehrere Veranstaltungen für junge Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen an. Auf der Internetseite gibt es die Infos zu den Veranstaltungen in Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari.

Die Projektmitarbeiter wollen sich gemeinsam mit den Teilnehmern für eine Gesellschaft einsetzen, die menschenwürdig, vielfältig und frei von Angst ist. Deshalb beschäftigen sie sich auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene mit den Ursachen und Folgen von Vorurteilen und Diskriminierung und blicken dabei auch in die deutsche Geschichte. Zusammen setzen sie sich mit den einzelnen Lebensgeschichten auseinander, um diese hör- und sichtbar zu machen.

https://www.djo-sachsen.de/your_story_events.html

Kontakt:
djo - Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen e.V.
Großenhainer Str. 99
01127 Dresden
Telefon: 0351-79670750
E-Mail: info@djo-sachsen.de

Integrationskurs für Frauen mit paralleler Kinderbetreuung in Dresden

Gleichzeitige Voraussetzungen für den Kurs sind

Frau mit Migrationshintergrund

Mindestens ein Kind zwischen 3-6 Jahren im eigenen Haushalt

Zugangsberechtigung zu Integrationskursen

Wenn Sie einen Kurs besuchen möchten, melden Sie sich bitte im Sozialamt, Junghansstraße 2, 01277 Dresden, Raum 222. Die Sprechzeiten sind dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

Infofaltblätter in 12 Sprachen
https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/orientierungshilfen/sprache.php

SVR-Sachverständigenrat gibt “Fakten zur Asylpolitik” heraus

Unter den Ländern, die weltweit die meisten Flüchtlinge aufnehmen, stand Deutschland 2019 laut UNHCR an vierter Stelle. Im Jahr 2019 stellten hier 142.509 Personen erstmalig einen Asylantrag. Die Zahl der Asylanträge ging damit im Vergleich zu 2018 um etwa zwölf Prozent zurück. Sie liegt nun wieder auf dem Niveau von 2014.

Um zur Sachorientierung der Debatte in Deutschland und Europa beizutragen, hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration die wichtigsten Informationen in einem Faktenpapier zusammengestellt. Es wird regelmäßig aktualisiert. Dem „Kurz und bündig“ mit dem Titel „Fakten zur Asylpolitik“ können Sie eine Übersicht der wichtigsten Zahlen – u. a. zu Anzahl und Zusammensetzung der Flüchtlinge in Deutschland, zu Asylanträgen, Herkunftsländern, Schutzquoten oder der Aufenthaltsbeendigung – entnehmen. Das Faktenpapier erklärt auch die Regeln des Asylverfahrens sowie für den Zugang zu Bildung und Arbeit für Flüchtlinge in Deutschland. Darüber hinaus fasst es aktuelle Asylstatistiken der EU zusammen und erläutert die Grundlagen europäischer Asylpolitik.

Das “Kurz und bündig” können Sie hier abrufen:
https://www.svr-migration.de/publikationen/fakten-zur-asylpolitik/

Dort stehen weitere „Kurz und bündig“-Publikationen zum Download zur Verfügung:

Fakten zur Einwanderung in Deutschland

Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit

Ungleiche Bildungschancen

Zahl der Eingebürgerten steigt - auch wegen des Brexit

Die Zahl der Bürger, die im Jahr 2019 die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten, stieg im Vergleich zum Vorjahr erneut.

So haben etwa 128.900 Personen im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entspricht dies einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018.

Diese Entwicklung sei auch auf die hohe Anzahl von eingebürgerten britischen Personen zurückzuführen, so das Statistische Bundesamt.

Im Jahr 2019 wurden etwa 14.600 Briten eingebürgert, was einer Verdopplung der Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren entspricht.

Noch im Jahr vor dem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU belief sich die Zahl der eingebürgerten britischen Staatsbürger auf 600.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/06/PD20_197_12511.html

Anerkennungsportal der Bundesregierung ist runderneuert worden

Mit komplett überarbeiteten Inhalten, mit neuer Struktur und neuem Design ist das Portal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen www.anerkennung-in-deutschland.de online. Die Inhalte der Website sind passgenauer auf die Ansprüche der drei Hauptnutzergruppen ausgerichtet: Für internationale Fachkräfte, Beraterinnen und Berater sowie für Arbeitgeber gibt es ab sofort jeweils einen eigenen Zielgruppeneinstieg. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betreibt das Portal im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Fachkräfte mit ausländischen Qualifikationen erhalten wie bisher in elf Sprachen alle wichtigen Informationen zur Anerkennung. Bei den Texten wurde noch stärker als bisher auf eine klare und verständliche Sprache geachtet. In den beiden neuen Bereichen für Beratungsfachkräfte sowie Arbeitgeber gibt es tiefergehende Recherchemöglichkeiten, Publikationen und Hinweise auf weitere Unterstützungs- und Beratungsangebote.

Das Herzstück von „Anerkennung in Deutschland“ bleibt der Anerkennungs-Finder. Auch diese Web-Anwendung wurde komplett überarbeitet.

https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/pro/4753.php

Interkulturelle Woche unterstützt Organisatoren mit zwei Videofilmen

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Trotz der veränderten und noch unklaren Rahmenbedingungen findet die Interkulturelle Woche 2020 statt. Der bundesweite Vorbereitungsausschuss informiert fortlaufend in einer eigenen Rubrik auf seiner Homepage.

Zusätzlich stellt der Ausschuss den Veranstaltenden dieses Jahr zwei Videofilme zur Verfügung, mit denen sie für die IKW werben und andere motivieren können, sich zu engagieren. Ein Film erklärt die Geschichte und Ziele der IKW, der andere zeigt, was in einer Stadt möglich ist, wenn Organisierende, Verwaltung und Schulen an einem Strang ziehen.

Hier geht es direkt zum Animationsfilm „Was ist die Interkulturelle Woche“
https://vimeo.com/398767003

Und hier zum Film „IKW vor Ort“ in Lünen
https://vimeo.com/398776220

Und hier zur Rubrik „Die Interkulturelle Woche 2020 findet statt!“ mit Ideen, Tipps und Motiven
https://www.interkulturellewoche.de/ikw-vor-ort

Praxistipp Terminplaner – besser und sicherer als Doodle

Der Paritätische Gesamtverband stellt auf seiner Homepage vier Alternativen zu dem Terminfinder Doodle vor. Doodle sei zwar beliebt, verbreitet und praktisch, jedoch schalte es auch Werbung und wertet die Daten aus. Darum haben sich diverse Alternativen etabliert, die kurz vorgestellt und verglichen werden. Wie schaut es bei den anderen Online-Angeboten mit Datenschutz und Nutzerinnenfreundlichkeit im Einzelnen aus?

Besprochen werden Nuudel, Dudle, Bitpoll und Foodl
https://www.der-paritaetische.de/schwerpunkt/digitalisierung/webzeugkoffer/faq/doodle-dudle-foodle-co-was-ist-das-beste-tool-zur-terminfindung/