Newsletter Nr. 10 vom 19.10.2017

NIMS-Treffen am 1. November im Landtag

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Schwerpunkte des nächsten Netzwerktreffens sind die Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit für Menschen mit Migrationshintergrund, der aktuelle Stand der psychosozialen Betreuung von Flüchtlingen in Sachsen und das optimale Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage im ehrenamtlichen Engagement.

Das vollständige Programm und die Anmeldung können Sie unter folgender Internetadresse erreichen:
https://eveeno.com/01112017-NIMS

Wir We Nahnu - Kunstausstellung von Migranten und Geflüchteten im Sächsischen Parlament

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Am 17. Oktober wurde im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags die Ausstellung „Wir We Nahnu“ mit 120 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Armenien, Irak, Iran, Libanon, Syrien, Peru und Russland eröffnet. Gemeinsame Aussteller sind der Verein „Willkommen im Hochland e. V.“ und der Sächsische Ausländerbeauftragte. Für die Landtagsverwaltung begrüßte die Vertreterin des Direktors, Dr. Silvia Brüggen, die Gäste. Dr. Christine Bücher vom Vorstand des Vereins und Geert Mackenroth eröffneten die Exposition, die bis zum 16. November im Parlament zu sehen ist. Neben klassischen Malerei und Zeichnungen werden auch digitale Kunst, Fotografien und Kunsthandwerk präsentiert.

Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr außer an Feiertagen
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Ausstellung, ausgewählte Exponate und ein Begleitheft zum Download finden Sie unter:
http://sab.landtag.sachsen.de/de/aktuelles-presse/veranstaltungen/17963.cshtml

Interkulturelle Taschenkalender 2018 für Sachsen bestellen

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Für das Jahr 2017 gab der Sächsische Ausländerbeauftragte erstmals parallel zum Interkulturellen Wandkalender einen Taschenkalender heraus. Wegen der großen Nachfrage wurde auch für 2018 ein solcher Kalender erstellt. Er enthält Daten, Fakten und Begriffserklärungen zur Migration, benennt zudem alle sächsischen Feiertage, Schulferien, Plenarsitzungen und eine Auswahl an internationalen Fest- und Gedenktagen. Wichtige internationale Feste werden kurz in der Legende erklärt, außerdem ist ein Glossar mit Fachbegriffen der Migration enthalten.

Für die Gestaltung des Planers stellten Künstler mit Migrationshintergrund Malereien, Grafiken und Fotoarbeiten zur Verfügung. So lange der Vorrat reicht, können die Kalender kostenlos über die Geschäftsstelle angefordert werden. Bitte wenden Sie sich direkt an unsere Geschäftsstelle, wenn Sie eine größere Stückzahl benötigen. Der Versand erfolgt nur in Sachsen.

Direkte Bestellung im Publikationsangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten:
http://sab.landtag.sachsen.de/de/service/publikationen/index.cshtml

Über 70 Bewerbungen um den Integrationspreis eingegangen

Die sechsköpfige Jury des Sächsischen Integrationspreises sichtet und bewertet derzeit die eingegangenen Bewerbungen. Eingereicht und vorgeschlagen wurden Einzelpersonen, Unternehmen, Initiativen und Vereine, die sich besonders für die Integration von in Sachsen lebenden Geflüchteten einsetzen. Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Integration gestalten. Zusammen gewinnen“.

Ende Oktober entscheidet die Jury in einer Vergabesitzung, wer am 17. November im Rahmen einer Feierstunde im Plenarsaal des Landtags ausgezeichnet wird. Die drei Preisträger erhalten zudem jeweils 3.000 €. In der Jury entscheiden neben den beiden Stiftern Staatsministerin Petra Köpping und Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth auch Vertreter der drei Preisträger 2016 und die derzeitige Marwa El Sherbini-Stipendiatin.

Jahresprogramm des Studienbegleitprogramms für Ausländer an sächsischen Universitäten und Hochschulen

STUBE steht für Studienbegleitprogramm. STUBE Sachsen richtet sich an Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Süd-Ost-Europa, die zurzeit in Deutschland studieren. Insbesondere Studierende, die kein Stipendium zur Verfügung haben, können bei STUBE Unterstützung finden.

Auch im Wintersemester 2017 werden verschiedene Veranstaltungen und Seminare durchgeführt, ein Raum für gegenseitigen Austausch geschaffen und berufsbezogene Praktika und Studienaufenthalte (BPSA) gefördert.

Seminartermine und Infos zur Bewerbung um Praktika
https://www.stube-sachsen.de/seminare

Asylzahlen des Bundesamtes für September

Im Monat September 2017 wurden bundesweit 14.688 Asylsuchende registriert. Diese kamen vor allem aus Syrien, dem Irak und der Türkei. Im August 2017 betrug die Zahl der Asylsuchenden 16.312. Die Zahl der beim Bundesamt gestellten förmlichen Asylanträge (Erst- und Folgeanträge) lag im Monat September 2017 bei 16.520. Im Vormonat waren es 18.651 Asylanträge. Die Zahl der Asylbewerber ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 59.880 Personen (-78,4 Prozent) gesunken.

Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende September 2017 bei 99.334 (zum 31. August 2017: 114.202; zum 30. September 2016: 579.314).

Die Hauptstaatsangehörigkeiten der TOP 10 Herkunftsländer sind Syrien (3.110), Irak (1.864), Türkei (1.016), Afghanistan (902), Iran (727), Nigeria (625), ungeklärt (582), Eritrea (524), Somalia (483) und die Russische Föderation (410).

Asylentscheidungen und förmliche Asylanträge im September 2017

Im September 2017 entschied das Bundesamt über die Anträge von 35.127 Personen (Vorjahresmonat: 69.874, Vormonat: 37.214).

6.356 Personen (18,1 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 298 Personen (0,9 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 6.058 Personen (17,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

4.474 Personen (12,7 Prozent) ist nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU gewährt worden. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 3.126 Personen (8,9 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 12.824 Personen (36,5 Prozent). Anderweitig erledigt (z. B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 8.347 Personen (23,8 Prozent).

Die detaillierten Zugangszahlen und die Entscheidungsstatistik für den Zeitraum Januar bis September 2017 hält das BAMF bereit unter:
http://www.bamf.de/DE/Infothek/infothek-node.html

Sachsen

Sachsen verzeichnete im Monat September 805 neu zugezogene Asylsuchende, im Vormonat waren es 828.

Insgesamt wurden beim Bundesamt im Bereich Sachsen im Monat September 631 Asylanträge (Erst- und Folgeanträge) gestellt, im August waren es 808 Asylanträge.

Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende September 2017 in Sachsen bei 2.198 Anträgen (zum 31. August 2017: 2.469, zum 30. September 2016: 19.140).

Im September entschied das Bundesamt in Sachsen über die Anträge von 1.030 Personen (Vormonat: 993).

119 Personen (11,6 Prozent der Entscheidungen) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention zuerkannt. Darunter waren zwölf Personen (1,2 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a Grundgesetz anerkannt wurden, sowie 107 Personen (10,4 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

99 Personen (9,6 Prozent) ist nach § 4 des Asylgesetzes subsidiärer Schutz gewährt worden. Bei weiteren 68 Personen (6,6 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 330 Personen (32 Prozent). Anderweitig erledigt wurden die Anträge von 414 Personen (40,2 Prozent).

Sachverständigenrat meldet sich aktuell zu Wort

Migration gestalten, Teilhabe fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern: Nach der Bundestagswahl laufen die Koalitionsgespräche. Integration und Migration sind kritische Themen, die neue Koalition muss Lösungen erarbeiten. Was raten die Experten zum Thema, welche Vorschläge haben sie? Lesenswerter Beitrag vom Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration: „SVR-Agenda zu Integration und Migration. ‚4+3‘-Punkte-Plan: Migration gestalten, Teilhabe fördern, Zusammenhalt sichern“.

Das Positionspapier finden Sie hier:
https://www.svr-migration.de/publikationen/svr-agenda-zu-integration-und-migration/