Fakten

Hier finden Sie Baisinformationen zum Sächsischen Ausländerbeauftragten und zu Migration und Integration in Sachsen. Ausführlichere Informationen sind im statistischen Anhang der Jahresberichte zusammengefasst.

Ausgewählte Fakten

Mitarbeiterin unterstreicht Statistik

Bitte wenden Sie sich an die Geschäftsstelle, wenn Sie spezielle Informationen oder Stellungnahmen benötigen. Wir bemühen uns, sie Ihnen schnell zusammenzustellen.

Anteil von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit an der Gesamtbevölkerung
4,8 Prozent der sächsischen Bevölkerung sind Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die meisten leben in sächsischen Städten. Beispielsweise sind 53.970 Personen von insgesamt 584.775 Einwohnern in Leipzig Ausländer. Das entspricht einem Anteil von 9,2 Prozent der Bevölkerung Leipzigs.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Stand: 30.09.2018, Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Zensusdaten vom 9. Mai 2011, sowie eigene Berechnungen)

Einbürgerungen in Sachsen
Im Jahr 2018 wurden 1.647 Menschen in Sachsen eingebürgert, 87 mehr als im Vorjahr. Die Hälfte der Eingebürgerten (824) stammt aus Ländern Europas. Am stärksten vertreten waren dabei Polen (122) und die Ukraine (116) gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 70 Eingebürgerten. Aus Asien ließen sich 578 Personen einbürgern - mit 158 Einbürgerungen liegt Vietnam vor dem Irak (86) und Syrien (59). Aus afrikanischen Ländern stammen 126 Eingebürgerte. Davon kommen 35 aus Tunesien und 24 aus Marokko.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an Gymnasien
Jeder fünfte der insgesamt 38.558 Schüler, dessen Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist, an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges in Sachsen besuchte im Schuljahr 2018/19 ein Gymnasium (7.715), ein Abendgymnasium (45) oder ein Kolleg (352) mit dem Ziel, das Abitur zu erwerben. Im Schuljahr 2017/18 erreichten 25,4 Prozent der Absolventen mit Migrationshintergrund die allgemeine Hochschulreife. Bei den Absolventen ohne Migrationshintergrund waren es 34,0 Prozent.
Das bisherige Merkmal „Schüler mit Migrationshintergrund“ wurde mit dem aktuellen Schuljahr 2018/19 ersetzt durch das Merkmal „Schüler, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist“. Daten zu Schülern mit Migrationshintergrund erfasste das Statistische Landesamt seit dem Schuljahr 2008/09. Demnach sind Schüler mit Migrationshintergrund jene, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen und die selbst oder deren Eltern (bzw. ein Elternteil) oder Großeltern nach Deutschland zugewandert sind, ungeachtet ihrer gegenwärtigen Staatsangehörigkeit und ungeachtet dem Aufenthaltsstatus. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht.
(Definition und Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, eigene Berechnungen)

Ausländische Studenten in Sachsen
Sachsen ist bei ausländischen Studenten beliebt, wie die Zahlen verraten. Kamen im Wintersemester 1993/1994 noch 2.917 Studenten (5 Prozent an allen Studenten in Sachsen) aus dem Ausland, so erreichte ihre Zahl im Wintersemester 2018/19 insgesamt 17.958 und damit 16,5 Prozent an allen Studenten.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, sowie eigene Berechnungen).

Promotionen durch Ausländer in Sachsen
Im Jahr 2017 gab es insgesamt 1.428 erfolgreiche Promotionen in Sachsen. Darunter befanden sich 253 Promotionen durch ausländische Staatsangehörige, das heißt, jeder sechste Doktortitel wurde an einen Ausländer verliehen. Mit 112 wurden die meisten Promotionen von Ausländern im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften abgelegt. Bei insgesamt 418 Promotionen im Bereich entspricht das einem Anteil von 26,8 Prozent. Im Bereich Ingenieurwissenschaften wurden 84 von insgesamt 370 Promotionen durch ausländische Staatsangehörige abgeschlossen. Das entspricht einem Anteil von 22,7 Prozent.
Insgesamt erwarben 2.944 ausländische Absolventinnen und Absolventen einen Hochschulabschluss an einer sächsischen Hochschule – mit 1.070 die meisten im Bereich Ingenieurwissenschaften, gefolgt von Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 942 und Mathematik/Naturwissenschaften mit 351 Absolventen.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländer
Der Ausländeranteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt 4,6 Prozent.

Mehr als drei Viertel (75,8 Prozent bzw. 56.031 Personen) stammen aus dem europäischen Ausland.
Mit 22 Prozent arbeiten die meisten Ausländer im Wirtschaftszweig Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Weitere 14 Prozent sind im Wirtschaftszweig verarbeitendes Gewerbe und 12 Prozent im Gastgewerbe tätig. Das Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigt weitere acht Prozent.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.06.2018

Ausländer im Gesundheits- und Sozialwesen
Im Gesundheitswesen (z.B. in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen) sind insgesamt 3.566 Ausländer tätig, darunter mit 2.831 (80 Prozent) die meisten in Krankenhäusern und mit 459 (12,9 Prozent) in Arzt- bzw. Zahnarztpraxen.

Zudem sind etwa drei Prozent der Beschäftigten im Bereich Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime) Ausländer. Mit 861 ausländischen Mitarbeitern (65,4 Prozent der Ausländer im Bereich Heime) werden dabei die Pflegeheime unterstützt. Weitere 419 Ausländer arbeiten in Altenheimen bzw. Alten- und Behindertenwohnheimen in Sachsen. Das entspricht einem Anteil von 2,6 Prozent an allen Beschäftigten in diesen Heimen, bzw. 31.8 Prozent der Ausländer im Bereich Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.06.2018

Anteil ausländischer Ärzte in Sachsen
Jeder sechste Arzt in sächsischen Krankenhäusern ist Ausländer. Von insgesamt 9.759 im stationären Bereich tätigen Medizinern sind 1.616 ausländische Ärzte, das entspricht 16,6 Prozent. Im ambulanten Bereich liegt der Anteil der ausländischen Ärzte bei 4,3 Prozent. Auch die Anzahl der syrischen Ärzte hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 23 auf 230 verzehnfacht. Insgesamt sind zum Jahresende 2018 bei der Sächsischen Landesärztekammer 2.787 ausländische Ärzte aus 96 Nationen gemeldet.
(Quelle: Sächsische Landesärztekammer 31.12.2018, sowie eigene Berechnungen)