Mackenroth zu Fachkräftezuwanderung:Gezielt und weltweit für Sachsen werben!

Pressemitteilung 17/2018 vom 12.11.2018

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth MdL fordert eine deutliche Verstärkung der sächsischen Anstrengungen bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte und setzt sich für eine aktive weltweite Fachkräftesuche ein.
Mackenroth dazu heute in Dresden: „Sachsen ist auf Zuwanderung dringend angewiesen. Bis zum Jahre 2025 wird die Zahl der erwerbstätigen Menschen im Freistaat um etwa zehn Prozent zurückgehen. Diesen Verlust können wir nicht auffangen, weder die EU – Binnenmigration noch die Zuwanderung aus Drittstaaten oder das Potential der Geflüchteten wird dafür ausreichen.“

Es reicht nach Auffassung von Mackenroth nicht aus, sich auf die alten und neuen Programme und Maßnahmen des Bundes zu verlassen: „Sachsen steht im Wettbewerb um Fachkräfte mit allen anderen Bundesländern. Die schlafen nicht, sondern flankieren die Maßnahmen des Bundes mit eigenen Anstrengungen. Unsere oft kleinteilige Wirtschaft benötigt Arbeitskräfte, und gerade sie kann diese nicht alleine auf dem globalen Markt finden. Unseren kleinen und mittelständischen Betrieben müssen wir noch mehr helfen als bisher. Es besteht über die bereits eingeleiteten Maßnahmen hinaus Handlungsbedarf, wenn Sachsen seine Zukunftschancen nicht verspielen will,“ so Mackenroth am Montag in Dresden.

Mackenroth setzt sich für eine sachsenweite Koordinierung und eine Beratungsoffensive nach innen ein. „Die kleinteilige sächsische Wirtschaft kann im Dschungel der unterschiedlichen Regelungen, Voraussetzungen und Qualifizierungsverordnungen nicht ohne Hilfe ans Ziel kommen. Wir brauchen jetzt einen ressortübergreifenden Lenkungsausschuss Fachkräftegewinnung, in dem alle Beteiligten (Ministerien, Kammern, Kommunen, Netzwerke, Bundesagentur für Arbeit u.a.) ihre Anstrengungen bündeln und zu klaren Strukturen kommen, in denen unsere Betriebe ihre künftige Mitarbeiterschaft finden können.“

Zudem brauche es weitere Anstrengungen nach außen etwa in Form von Sachsen – Büros in kooperierenden Herkunftsländern weltweit. „Ich habe die begründete Hoffnung, dass für die Fachkräftewerbung im neuen Doppelhaushalt ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Diese Mittel gilt es, schnell und effektiv für konkrete Maßnahmen einzusetzen. Die Zukunft schläft nicht, auch nicht auf dem globalen Arbeitsmarkt.“