Parolen Populismus Propaganda – Was hilft?

Pressemitteilung 6/2021 vom 21.04.2021

Dresden. Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth MdL hat heute eine Argumentationshilfe gegen Stammtischparolen zum Thema Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass vorgestellt. Auf zehn Karten finden sich provozierende Sprüche und Parolen, auf der Rückseite passende Gegenfragen, Argumente und Fakten. „Mit den Karten und der Gesprächsanleitung geben wir den Nutzern hilfreiches Rüstzeug für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien in die Hand.“, so Mackenroth.

„Meine politische Erfahrung lehrt mich, dass ich eine verfestigte Meinung nicht allein mit Argumenten oder ein paar klugen Worten ändern kann.“, resümiert der langjährige Jurist und Politiker. „Nachfragen nach Belegen und Quellen können aber selbst gefestigte Wortbastionen erschüttern." Die zehn Karten greifen Parolen von Stammtischschwestern und -brüdern auf und stellen sie in Frage.

In Gesprächen zu aufgeladenen Themen geht es vor allem um die stillen Zuhörer, die Mitdenker und die Unentschlossenen. 20 strategische Tipps helfen den Gesprächsteilnehmern dabei, die Perspektive der anderen zu sehen und Dispute erträglicher zu machen. Zu den Grundregeln gehört etwa, nicht zu belehren, Themenwechsel zu erkennen und Parolenspringen nicht mitzumachen sowie Fakten zu benennen und mit Witz einem Gespräch die Schärfe zu nehmen. „Wir wollen eine Art argumentative Geburtshilfe für einen konstruktiven Dialog leisten und Spaltung überwinden!“ sagte Geert Mackenroth.

Postkarten und Gesprächsstrategien basieren auf einer Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer. Hufer lehrt an der Universität Duisburg-Essen. Der Politologe entwickelte ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen.

Das Set kann kostenfrei über das Internetangebot des Sächsischen Ausländerbeauftragten bestellt werden.
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