Sächsischer Integrationspreis 2018

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Veranstaltung vom 30.06.2018 bis 30.11.2018

Zum 9. Mal in Folge wurde hervorragendes Engagement mit dem Sächsischen Integrationspreis ausgezeichnet. Die dreimal 3.000 Euro Preisgeld gehen in diesem Jahr nach Chemnitz, Taucha und Dresden.

 

Eine Einmanntischlerei, die Chancen gibt. Eine Kirchgemeinde, die zum Zeittauschen animiert und ein Jugendtreff, der Heimat bietet. Für diese Preisträger entschied sich die Jury nach langer Abwägung.

Für den Sächsischen Integrationspreis hatten sich 78 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen beworben. Die beiden Stifter Petra Köpping, die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, und Geert Mackenroth, der Sächsische Ausländerbeauftragte, freuten sich über den erneuten Zuwachs.

Zu verzeichnen war auch, dass die Initiativen, Vereine und Unternehmen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft einsetzten und diese fördern, wieder ein Stück professioneller und zielgerichteter arbeiten.

In der Jury ermittelten sechs Vertreter die Preisträger, die mit drei Preisen zu je 3.000 € geehrt wurden. Zur Preisverleihung am 16. November wurden alle vorgeschlagenen Initiativen und Vereine eingeladen, um ihr Engagement zu würdigen und sichtbar zu machen. Alle werden in einer Broschüre vorgestellt und erhielten Roll-Ups zur Eigenwerbung.

 

Die Preisträger

Die kleine Tischlerei von Sebastian Schulz bot 2017 und 2018 insgesamt elf Personen aus fünf verschiedenen Nationen Praktikumsmöglichkeiten. Schulz gibt auch Arbeitslosen oder Benachteiligten die Chance, sich im Holzhandwerk auszuprobieren. Ihm kommt es auf eine natürliche Atmosphäre an. Auch die Jury befand, dass Schulz mithilft, Menschen in Arbeit zu bringen und sich ihre Zukunft zu organisieren.

In der Zeittauschbörse Taucha der Ev.-luth. Kirchgemeinde stehen organisierte Nachbarschaftshilfe und soziale Teilhabe für Deutsche und Flüchtlinge ganz oben. Angestrebt werden das Prinzip der Gegenseitigkeit und die Befähigung zur Selbsthilfe. Es gibt zehn Patenschaften für Flüchtlinge, wöchentlich einen Handarbeitskurs, eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt und Begegnungsangebote. Deutsch wird dreimal pro Woche gelernt. Der Jury gefiel besonders, dass Flüchtlinge nicht nur als Empfänger von Unterstützung gesehen werden, sondern grundsätzlich aufgefordert sind, sich mit ihren Möglichkeiten aktiv einzubringen.

Beim dritten Preisträger, dem SPIKE Dresden, würdigte die Jury das Ziel, jungen Menschen einen festen Anlaufpunkt und Struktur zu bieten. Seit 2015 gibt es den Treff mit Lernraum und gemeinsamen Aktionen für Geflüchtete und Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet. Zudem werden Geflüchtete beraten und begleitet. Sieben Ehrenamtliche betreuen etwa 30 bis 40 Geflüchtete, vor allem aus Eritrea. SPIKE bietet mehrmals pro Woche Sicherheit, Struktur und Heimat. Neben Deutschkursen gibt es Kochabende, bei denen der Name Programm ist: conneting-people.